| 2012 | Jan | Feb | März | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
| 2011 | Jan | Feb | März | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
| 2010 | Jan | Feb | März | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
| 2009 | Jan | Feb | März | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
| 2008 | Jan | Feb | März | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
Patrick Makau läuft ,Regen-Rekord’ mit 2:05:08 Stunden, Aberu Kebede schnellste Frau, Sabrina Mockenhaupt Vierte in Berlin
Patrick Makau gewinnt mit zwei Sekunden Vorsprung vor Geoffrey Mutai.
Foto: www.photorun.net
[27.09.2010] Patrick Makau lief eines der besten Rennen aller Zeiten über 42,195 km, doch starker Regen verhinderte beim real,- Berlin-Marathon, dass er dafür mit dem Weltrekord belohnt wurde. Trotz der schlechtesten Wetterbedingungen bei diesem Rennen seit über 20 Jahren, hat der Kenianer in einer Weltklassezeit gewonnen: Der 25-Jährige stürmte im Dauerregen und bei Temperaturen von anfangs 12 Grad Celsius nach 2:05:08 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor. Mit diesem ,Regen-Rekord’ erzielte er die elftschnellste je in der Welt gelaufene Zeit und die fünftschnellste in Berlin. Nur zwei Sekunden hinter dem 25-Jährigen wurde sein Landsmann Geoffrey Mutai (2:05:10) Zweiter. Rang drei ging an den Äthiopier Bazu Worku mit 2:05:25. Zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens blieben drei Läufer unter 2:06 Stunden. Als bester deutscher Läufer kam Richard Friedrich (LG Passau) in 2:20:43 auf Rang 21 ins Ziel.
Patrick Makau lief eines der besten Rennen aller Zeiten über 42,195 km, doch starker Regen verhinderte beim real,- Berlin-Marathon, dass er dafür mit dem Weltrekord belohnt wurde. Trotz der schlechtesten Wetterbedingungen bei diesem Rennen seit über 20 Jahren, hat der Kenianer in einer Weltklassezeit gewonnen: Der 25-Jährige stürmte im Dauerregen und bei Temperaturen von anfangs 12 Grad Celsius nach 2:05:08 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor. Mit diesem ,Regen-Rekord’ erzielte er die elftschnellste je in der Welt gelaufene Zeit und die fünftschnellste in Berlin. Nur zwei Sekunden hinter dem 25-Jährigen wurde sein Landsmann Geoffrey Mutai (2:05:10) Zweiter. Rang drei ging an den Äthiopier Bazu Worku mit 2:05:25. Zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens blieben drei Läufer unter 2:06 Stunden. Als bester deutscher Läufer kam Richard Friedrich (LG Passau) in 2:20:43 auf Rang 21 ins Ziel.
Schnellste Frau war Aberu Kebede (Äthiopien), die mit 2:23:58 Stunden eine persönliche Bestzeit aufstellte. Die 21-Jährige gewann vor Bezunesh Bekele (2:24:58) und Tomo Morimoto (Japan/2:26:10). Als Vierte verbesserte Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) ihre persönliche Bestezeit um eine Sekunde: Die 29-Jährige war nach 2:26:21 im Ziel. Für den 37. Berlin-Marathon hatten 40.945 Läufer aus 122 Nationen gemeldet. Rund 700.000 Zuschauer säumten die 42,195 km lange Strecke.
Trotz Regen und teilweise großen Pfützen auf der Straße führten die Tempomacher die Spitzengruppe zunächst mit einem Weltrekordtempo durch Berlin. Mit Zwischenzeiten von 29:20 Minuten (10 km) und 44:10 (15 km) war die Gruppe mit zehn Läufern plus Tempomachern auf Kurs für den Strecken- und Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59 im Jahr 2008). Doch in der Folge konnten die Favoriten dieses Tempo nicht mehr ganz halten, so dass die Bestzeit außer Reichweite geriet. Nach 62:36 Minuten war die Halbmarathonmarke erreicht – die ursprüngliche Zielzeit für diesen Punkt war 62:00. „Durch das kalte Spritzwasser bekam ich schon nach 30 km Muskelprobleme. Ich bin froh, dass ich am Ende trotzdem Zweiter wurde“, erklärte Geoffrey Mutai, während Patrick Makau erklärte: „Das war ein hartes Stück Arbeit, denn es war kühl, windig und nass. Mir tun jetzt noch die Muskeln weh. An Wasser hat es heute wahrlich nicht gefehlt!“
Als nach rund 33 km mit Eric Ndiema (Kenia) der letzte Tempomacher aus dem Rennen ging, lagen noch drei Läufer an der Spitze: Die von vornherein favorisierten Makau und Mutai sowie der Junioren-Weltrekordler Bazu Worku (2:06:15). Der erst 20-jährige Äthiopier machte dabei immer wieder Tempo. Doch an der 40-km-Marke war er geschlagen. Makau und Mutai zogen davon und damit gab es genau jenes Duell, das der Rotterdam-Marathon im April gesehen hatte. Und auch der Ausgang war identisch, allerdings noch knapper: Mit sieben Sekunden Vorsprung hatte Makau vor Mutai in Holland gewonnen (2:04:48 zu 2:04:55), zwei Sekunden waren es am Sonntag in Berlin. Es war das knappste Finish beim Berlin-Marathon seit dem Weltrekordlauf von Paul Tergat 2003. Damals siegte der Kenianer in 2:04:55 mit einer Sekunde Vorsprung vor Sammy Korir.
Durch die drei Topzeiten im Männerrennen hat der Berlin-Marathon in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen der Welt wieder die Spitzenposition übernommen. Hier wird der Durchschnitt der zehn schnellsten je bei dem Rennen gelaufenen Zeiten gewertet. Der Berlin-Marathon führt nun mit einer Schnittzeit von 2:05:09,6 Stunden vor Rotterdam (2:05:15,1) und London (2:05:30,6).
„Ich glaube, dass ich heute das beste Rennen meiner Karriere gelaufen bin, denn die Bedingungen machten es wirklich sehr schwer“, sagte Patrick Makau, der sich neben einer Siegprämie von 40.000 Euro einen Zeitbonus von 30.000 Euro verdiente. Im Ziel wurden die beiden Kenianer von ihrem Ministerpräsidenten Raila Odinga beglückwünscht, der das Zielband hielt. „Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Es ist ein Traum, ihm zu begegnen“, sagte Geoffrey Mutai.
Aberu Kebede siegt zum ersten Mal bei einem großen Marathon.
Foto: www.photorun.net
Nach einem anfangs langsamen Tempo setzten sich im Frauenrennen nach rund 10 km die drei Äthiopierinnen Aberu Kebede, Bezunesh Bekele und Genet Getaneh mit einer deutlichen Tempoverschärfung ab. Das Trio erreichte, geführt von Tempomachern, die Halbmarathonmarke nach 1:12:20 Stunden. Während Getaneh zwischen Kilometer 25 und 30 einbrach, weit zurückfiel und am Ende nicht unter die besten Zehn kam, fiel die Vorentscheidung im Kampf um den Sieg kurz nach der 25-km-Marke. Aberu Kebede, die sich im Januar als Zweite in Dubai auf 2:24:26 Stunden gesteigert hatte und dann den Rotterdam-Marathon in 2:25:29 gewann, löste sich und vergrößerte danach ständig ihren Vorsprung.
„Es war sehr schwer in dem Regen, aber man kann das Wetter nicht ändern. Ich bin froh, dass ich in Berlin gelaufen bin“, sagte die gerade erst 21-jährige Aberu Kebede, die in Berlin den größten Erfolg ihrer Karriere feierte und sich dafür alles zusammen 47.500 Euro verdiente. Im Kampf um Platz drei musste sich Sabrina Mockenhaupt der Japanerin Tomo Morimoto geschlagen geben. Lange Zeit waren die beiden zusammen gelaufen, doch am Ende war die Japanerin in 2:26:10 Stunden elf Sekunden schneller als Sabrina Mockenhaupt.
Sabrina Mockenhaupt durfte sich aber mit einer hauchdünnen Bestzeit trösten: Um eine Sekunde unterbot sie ihren zwei Jahre alten persönlichen Rekord. Ihre 2:26:21 Stunden bedeuten zudem eine deutsche Jahresbestzeit. „Die ersten fünf bis zehn Kilometer waren viel zu langsam. Was wir dort verloren haben, ließ sich leider nicht mehr aufholen. Auch wenn ich meine Bestzeit nur um eine Sekunde verbessern konnte, habe ich mir das bei diesen extrem schweren Wetterbedingungen verdient“, sagte Sabrina Mockenhaupt, die ursprünglich gehofft hatte, den Familienrekord ihres Vaters (2:24:59) zu brechen. „Aber ich habe bei diesem Rennen viel gelernt und das war heute sicher ein großer Schritt für meine zukünftige Marathon-Karriere.“
Text: race-news-service.com
Die spektakulärsten Herbst-Marathonrennen und ihre Stars

Der Zieleinlauf in Berlin, unmittelbar hinter dem Brandenburger Tor
Foto: www.photorun.net
[20.09.2010] Hochklassige Zeiten, spannende Duelle, Massenspektakel, ein Millionenpublikum an den Strecken und ein einmaliges Jubiläum – das versprechen die bedeutendsten Herbst-Marathonrennen. Der erste dieser hochkarätigen Läufe über die klassischen 42,195 km wird am 26. September in Berlin gestartet. Während dieses Rennen ebenso wie die im Oktober und November folgenden Veranstaltungen von Chicago und New York zur prestigeträchtigen World Marathon Majors (WMM)-Serie gehören, gibt es in Deutschland inzwischen noch einen zweiten Lauf, bei dem Weltklasseresultate zu erwarten sind: Der Frankfurt-Marathon startet am 31. Oktober. Am gleichen Tag findet auf der klassischen Strecke von Marathon in das Athener Panathinaikon-Stadion das Lauf-Jubiläum schlechthin statt: Die Griechen feiern 2500 Jahre Marathon. 490 vor Christus fand die Schlacht von Marathon statt, nach der der Bote Pheidippides die Strecke nach Athen gelaufen sein soll, um den Sieg der Griechen über die Perser zu vermelden. Ob wahr oder nicht, es war die Grundlage für den Marathonlauf. Die Rekordzahl von rund 20.000 Läufern wird in Athen erwartet.
Während auf der schweren Athener Strecke Weltklassezeiten nicht möglich sind, zeichnet sich zumindest beim Berlin-Marathon ab, dass die verpflichteten kenianischen Topläufer einen Weltrekordangriff starten werden. Doch auch in Chicago kann es Zeiten im Bereich des Weltrekordes geben, wenn das Wetter mitspielt. Zwei deutsche Läuferinnen haben zumindest sehr gute Platzierungschancen bei zwei der großen Herbstrennen: Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) startet in Berlin, Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) läuft in Chicago.
Die zwei Schnellsten des Jahres und Sabrina Mockenhaupt starten in Berlin

Sabrina Mockenhaupt will in Berlin ihre Bestzeit knacken
Foto: www.photorun.net
Zwei Läufer haben es in diesem Jahr bisher geschafft, die 42,195-km-Distanz in einer Zeit von unter 2:05 Stunden zu laufen: Patrick Makau und Geoffrey Mutai. Beide werden beim real,- Berlin-Marathon an den Start gehen. Die zwei gehören zu jener Gruppe von kenianischen Athleten, denen man sogar zutrauen kann, bei idealen Bedingungen den Weltrekord von Haile Gebrselassie zu unterbieten. 2:03:59 Stunden war der Äthiopier vor zwei Jahren in Berlin gelaufen. Fünf weitere Läufer gehen mit Bestzeiten von unter 2:07 beim größten deutschen Marathonspektakel an den Start.
Haile Gebrselassie ist nach vier Siegen in Folge dieses Mal nicht in Berlin dabei. Die Zuschauer werden dadurch ein anderes Rennen sehen als in den vergangenen Jahren. Es wird sicherlich offener als zuletzt, es kann bis in die Schlussphase spannend bleiben und dabei trotzdem sehr schnell. Mit Patrick Makau ist zudem ein Athlet im Rennen, der die Berliner Straßen genauso gut kennt wie Haile Gebrselassie. Der 25-jährige Kenianer startete wie der äthiopische Superstar bisher viermal in Berlin und gewann ebenfalls alle seine Rennen. 2006 und 2007 siegte er bei den 25 km von Berlin, 2007 und 2008 triumphierte er beim Halbmarathon, bei dem er mit 58:56 Minuten nach wie vor der Kursrekordler ist. In seinem dritten Marathonrennen verbesserte sich Patrick Makau im April dieses Jahres auf 2:04:48 Stunden. Damit gewann er nicht nur den hochkarätigen Rotterdam-Marathon sondern etablierte sich als viertschnellster Läufer aller Zeiten.

Patrick Makau, der bisher schnellste Läufer des Jahres, startet in Berlin
Foto: www.photorun.net
Nur sieben Sekunden langsamer als Patrick Makau war in Rotterdam der zweitplatzierte Geoffrey Mutai, der ebenfalls in Berlin starten wird und im Sommer beachtliche Form über 10.000 m zeigte. Als dritter heißer Favorit geht mit Eliud Kiptanui ein weiterer Kenianer ins Rennen. Der gerade erst 21-Jährige rannte beim Prag-Marathon im April sein erstes internationales Rennen über die 42,195 km und verbesserte den Kursrekord auf einer nicht ganz einfachen Strecke auf erstaunliche 2:05:39.
Vergleichsweise nicht ganz so hochklassig besetzt wie das starke Männer-Feld ist jenes der Frauen. Als Favoritinnen gehen hier zwei Äthiopierinnen an den Start: Bezunesh Bekele ist mit einer Bestzeit von 2:23:09 Stunden die schnellste Läuferin im Feld. Damit war sie 2008 Zweite in Dubai. Diesen Rang belegte in diesem Jahr in Dubai auch ihre Landsfrau Aberu Shewaye mit 2:24:26. Im April gewann sie zudem den Rotterdam-Marathon in 2:25:29.
Tomo Morimoto (Japan/2:24:33), Genet Getaneh (Äthiopien/2:26:37) und auch Sabrina Mockenhaupt (2:26:22) können sich Hoffnungen machen auf eine sehr gute Platzierung. Die 29-jährige Deutsche peilt dabei bei ihrem ersten Start beim Berlin-Marathon eine Zeit von unter 2:25 Stunden an. So langfristig wie nie zuvor in ihrer Karriere hat sich Sabrina Mockenhaupt auf den Marathonstart vorbereitet. Wenn alles zusammen passt, könnte die Frankfurt-Marathon-Siegerin von 2008 in der deutschen Hauptstadt einen Platz auf dem Podium erreichen.
Frankfurt will starke Entwicklung fortsetzen, Dire Tune am Start

Dire Tune startet in Frankfurt
Foto: www.photorun.net
Eine starke spitzensportliche Entwicklung hat in den vergangenen Jahren der Commerzbank Frankfurt-Marathon beim Männerrennen gemacht. Hier fiel mehrfach der Kursrekord, so dass diese Marke nun schon bei 2:06:14 Stunden steht. Schneller wurde in Deutschland bisher lediglich in Berlin gelaufen. Auch am letzten Oktober-Sonntag wird es sicherlich wieder ein schnelles Rennen am Main geben. Während das Starterfeld noch nicht komplett bekannt ist, fällt bei den bisher verpflichteten Athleten besonders Wilson Kipsang auf. Der Kenianer lief erst in diesem Jahr in Paris sein Marathondebüt und erreichte dabei auf Anhieb Rang drei. Der 28-Jährige hat zudem eine viel versprechende Halbmarathon-Bestzeit von 58:59 Minuten. Er kommt aus der gleichen Trainingsgruppe wie der dreifache Frankfurt-Sieger und frühere Kursrekordler Wilfred Kigen (Kenia), der ebenfalls starten wird. Nach zwei in diesem Jahr vorzeitig beendeten Rennen in Hamburg und bei der EM in Barcelona will sich Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) in Frankfurt zurückmelden.
Nachholbedarf haben die Frankfurter spitzensportlich bei den Frauen. Hier steht der Kursrekord seit fünf Jahren bei 2:25:12 Stunden (Alevtina Biktimirova/Russland). Entsprechend wurde für das Rennen am 31. Oktober ein stärkeres Frauenfeld zusammengestellt als zuletzt. Sechs Läuferinnen stehen auf der Startliste, die bereits unter 2:26 Stunden gelaufen sind. Darunter sind die Boston-Marathon-Siegerin des Jahres 2008 und die aktuelle Marathon-Europameisterin von Barcelona: Dire Tune (Äthiopien) und Zivile Balciunaite (Litauen). Die Frankfurter Hoffnungen ruhen dabei besonders auf Dire Tune. In der Vergangenheit feierte die 25-Jährige zwar schon einige große Erfolge, sie lief aber zu viele Marathonrennen im Jahr. 2008 siegte Dire Tune zunächst beim Houston-Marathon, wo sie mit 2:24:40 ihre Bestzeit aufstellte. Drei Monate später gewann sie dann auch den Boston-Marathon mit 2:25:25 Stunden. Doch bei Olympia 2008 in Peking, wo sie als Medaillenkandidatin galt, blieb ihr dann nur Rang 15. In diesem Jahr wird Frankfurt ihr erster Marathon sein.
Irina Mikitenko und WMM-Entscheidungen in Chicago
Die Entscheidungen in der World Marathon Majors (WMM)-Serie werden sicherlich beim Bank of America Chicago-Marathon am 10. Oktober fallen. Dort wird auch die deutsche Rekordlerin Irina Mikitenko (2:19:19 Stunden in Berlin 2008) starten. Die 38-jährige Läuferin des TV Wattenscheid trifft dabei zum vierten Mal in Folge im Marathon auf Liliya Shobukhova. 2008 in London siegte Mikitenko während Shobukhova Dritte war, in Chicago gewann dann die Russin vor der Deutschen und in London siegte sie im April wiederum während die Titelverteidigerin verletzungsbedingt aus dem Rennen ging. Irina Mikitenko litt an einer Knochenhautentzündung und einer Reizung des Muskelansatzes im linken Unterschenkel. Erst im Juli konnte sie wieder 100-prozentig trainieren.
„Der Chicago-Marathon ist ein Rennen, das ich in meiner Karriere gerne gewinnen möchte. Nachdem ich im vergangenen Jahr Zweite war, freue ich mich auf die neue Chance. Ich weiß natürlich, dass es schwer wird“, sagte Irina Mikitenko, die sich zurzeit in St. Moritz auf den Marathon vorbereitet.
Als Favoritin gilt in Chicago die Titelverteidigerin Liliya Shobukhova, die mit 2:22:00 auch die Jahresweltbestenliste anführt. Die Russin liegt auch in der WMM-Serie 2009-2010 vorne, die Irina Mikitenko in den vergangenen zwei Jahren jeweils gewonnen hatte. Shobukhova hat kurz vor Ende der Serie 60 Punkte und liegt 20 Zähler vor der zweitplatzierten Irina Mikitenko. Die Deutsche müsste in Chicago mit einer möglichst schnellen Zeit gewinnen, um noch eine Chance zu haben. Shobukhova dürfte zudem nicht unter die ersten drei kommen. Doch die Russin will selbst schnell laufen und kündigte an, den nationalen Rekord von 2:20:47 (Galina Bogomolova 2006 in Chicago) angreifen zu wollen.
Ein außergewöhnlich starkes Feld konnten die Chicagoer für ihr Männerrennen verpflichten. Dabei kehrt der Titelverteidiger und Olympiasieger Sammy Wanjiru zurück. Der Kenianer wird unter anderen auf Tsegaye Kebede (Äthiopien) und seinen Landsmann Robert Kiprono Cheruiyot treffen. Kebede ist der aktuelle London-Marathon-Sieger, der eine Bestzeit von 2:05:18 Stunden aufweist und im Rennen um den WMM-Jackpot zurzeit punktgleich mit Sammy Wanjiru in Führung liegt. Cheruiyot ist der Aufsteiger in der Marathonszene. Er verbesserte auf der schweren Strecke des Boston-Marathons im April den Kursrekord auf 2:05:52 Stunden. Mit der zweitschnellsten Bestzeit wird in Chicago zudem Vincent Kipruto (Kenia/2:05:13) starten. Außerdem ist der US-Amerikaner Ryan Hall (2:06:17) im Rennen. „Die Wetterbedingungen sind in Chicago nie vorhersehbar. Sind sie gut, dann will ich dort 2:04 Stunden laufen“, erklärte Sammy Wanjiru, der im vergangenen Jahr den Streckenrekord um eine Sekunde auf 2:05:41 verbesserte.
Haile Gebrselassie will in New York gewinnen
Nicht für Berlin sondern für den ING New York-Marathon hat sich Haile Gebrselassie in diesem Jahr entschieden. Der Äthiopier will das Marathon-Spektakel schlechthin gewinnen und verzichtet dafür auf eine erneute Marathon-Weltrekordjagd in Berlin. „Der New York-Marathon ist ein großes Rennen. Eines Tages wird mich jemand fragen, „Hast du den New York-Marathon gewonnen?“ Wenn ich hier nicht gelaufen bin, fehlt ein Stück in meiner Karriere“, erklärte Haile Gebrselassie, der am 7. November unter anderen auf Viktor Röthlin treffen wird. Nach einer schweren Lungenkrankheit hatte sich der Schweizer sensationell bei der EM in Barcelona zurückgemeldet und am 1. August dort souverän Gold gewonnen.

Läufer ohne Ende in New York
Foto: www.photorun.net
Bei den Frauen wird in New York eine Debütantin im Mittelpunkt stehen: Die 28-jährige Mary Keitany gilt als die kommende große Marathonläuferin, der man sogar zutrauen kann, eines Tages den Weltrekord der Britin Paula Radcliffe (2:15:25) angreifen zu können. Mary Keitany hatte im Mai in Berlin für Aufsehen gesorgt, als sie den 25-km-Weltrekord auf 1:19:53 Stunden verbesserte und als erste Frau die 1:20-Stunden-Marke über diese Distanz unterbot. Zu den Konkurrentinnen von Mary Keitany zählen unter anderen Mara Yamauchi (Großbritannien), die 2009 in London hinter Irina Mikitenko Zweite war, und die Äthiopierin Werknesh Kidane, die ebenfalls ihr Marathon-Debüt laufen wird.
Der New York-Marathon ist aufgrund der nicht einfach zu laufenden Strecke kein Rennen, bei dem superschnelle Zeiten zu erwarten sind. Was die Masse angeht, ist New York allerdings seit Jahren die Nummer eins. 2009 erreichten 43.660 Läufer das Ziel im Central Park. Nie zuvor zählte ein Marathonrennen zuvor über 40.000 Finisher.
Text: race-news-service.com
Irina Mikitenko startet beim größten Halbmarathon der Welt in Newcastle
[13.09.2010] Irina Mikitenko wird am 19. September beim Great North Run in Newcastle ihre Herbst-Wettkampfsaison eröffnen. Das Halbmarathonrennen im englischen Nordosten ist der größte Lauf über diese Distanz weltweit. Vor einem Jahr erreichten gut 37.500 Athleten das Ziel über die 21,0975-km-Strecke von Newcastle nach South Shields. Für Irina Mikitenko ist der Great North Run auch ein guter Indikator für ihre Form drei Wochen vor ihrem Start beim Chicago-Marathon am 10. Oktober.

Irina Mikitenko startet beim Great North Run in Newcastle.
Foto: www.photorun.net
„Ich habe in den vergangenen Wochen gut trainieren können und fühle mich wieder in Form. Ich hoffe, dass es bei zurzeit nicht einfachen Wetterbedingungen in St. Moritz auch in der nächsten Woche weiter gut läuft“, sagte Irina Mikitenko. „Denn ich möchte gerne einen flotten Halbmarathon laufen und strebe eine Zeit unter 70 Minuten an. Ich habe schon viel vom Great North Run gehört und weiß, dass dort immer hochklassige Konkurrenz am Start ist.“ Zu ihren Konkurrentinnen werden am 19. September die portugiesische Vorjahressiegerin Jessica Augusto und die Britin Mara Yamauchi zählen, die im vergangenen Jahr beim London-Marathon hinter Irina Mikitenko Zweite war.
In diesem Jahr war Irina Mikitenko beim London-Marathon aufgrund einer Knochenhautentzündung und einer Reizung am Muskelansatz im linken Unterschenkel ausgestiegen. In der Folge hatte sie noch einige Zeit mit der Verletzung zu kämpfen. Zum zweiten Mal ist die Läuferin des TV Wattenscheid, die 2008 und 2009 die World Marathon Majors (WMM)-Serie gewann, jetzt für drei Wochen im Höhentraining in St. Moritz. „Im Juli hatten wir hier Top-Bedingungen. Aber dieses Mal ist es sehr kalt und nass“, erzählte Irina Mikitenko.
Text: race-news-service.com
2500 Jahre – das größte Marathon-Jubiläum aller Zeiten in Athen - Teil 2
[11.09.2010] Keiner wird den 100. Boston-Marathon vergessen. Es war im April 1996 ein sensationelles Jubiläum in jeglicher Hinsicht. Es gab noch zwei weitere große Marathonrennen in der jüngeren Vergangenheit bei denen Laufsport-Geschichte geschrieben wurde: 1990, knapp ein Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer, wurde der erste Berlin-Marathon durch Ost und West gestartet. Ebenso bewegend und auch politisch signifikant war das Rennen durch New York 2001. Keine zwei Monate nach den Terroranschlägen gaben Läufer, Zuschauer und die gesamte Stadt eine eindrucksvolle Antwort auf die Gewalt.

Auf der Strecke des Athen-Marathons.
Foto: www.photorun.net
Der heutige Athens Classic Marathon
In Griechenland veranstaltete der nationale Leichtathletik-Verband SEGAS zunächst ab 1955 zweijährig einen Marathon für Topathleten auf der Originalstrecke, der aber natürlich die offizielle Streckenlänge von 42,195 km hatte. Mitte der 70er Jahre verschwand diese Veranstaltung, weil das Interesse der Eliteläufer sich auf leichtere Strecken konzentrierte und zudem anderswo zunehmend Preisgeld geboten wurde. 1983 startete SEGAS dann den Athens Classic Marathon, der seitdem jährlich auf der Originalstrecke veranstaltet wird.
Die Strecke von Marathon nach Athen ist außerordentlich schwer. Die ersten rund 12 km des Kurses sind flach und führen unter anderem um die Gedenkstätte der Schlacht von Marathon herum. Anschließend geht es zunächst allmählich und ab Kilometer 20 deutlich bergauf. Rund 10 km vor dem Ziel ist der höchste Punkt der Anhöhe zwischen Marathon und Athen erreicht. Von gut 200 Metern Höhe geht es dann mehr als 100 Meter bergab bis ins Ziel im Panathinaikon-Stadion. Die antike Arena wurde ursprünglich 330 vor Christus errichtet. Nach und nach zerstört, wurde das Stadion schließlich für die Olympischen Spiele 1896 neu errichtet.
Die langgezogene Marmor-Arena, deren Laufbahn nicht wie in heutigen Stadien üblich 400 sondern 333,33 Meter misst, war auch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1997 und bei den Olympischen Spielen 2004 Zielpunkt des Marathons, der auf der historischen Strecke veranstaltet wurde. Die Kursrekorde des Rennens wurden jeweils bei Olympia 2004 aufgestellt. In extremer Sommerhitze lief damals der Italiener Stefano Baldini 2:10:55 Stunden und die Japanerin Mizuki Noguchi gewann Gold nach 2:26:20. Die Veranstaltungsrekorde des Athens Classic Marathon halten der Kenianer Paul Lekuraa (2:12:42/2008) und die Russin Svetlana Ponomarenko (2:33:19/2007).
Das große Jubiläum 2010

Der Start zum Athens Classic Marathon.
Foto: www.photorun.net
In den letzten Jahren hat sich die Teilnehmerzahl des Athens Classic Marathon kontinuierlich gesteigert. Noch vor vier Jahren registrierten die Veranstalter 4.223 Läufer, 2009 waren es alles zusammen bereits 11.825 Athleten aus rund 50 Nationen. Hier sind Wettbewerbe über kürzere Distanzen eingeschlossen. Der Marathon verzeichnete zuletzt 5.610 Läufer, wobei bemerkenswert ist, dass über 50 Prozent dieser Athleten aus dem Ausland kommt. Aufgrund des 2500-Jahre-Jubiläums wird jetzt sicherlich der größte Athens Classic Marathon stattfinden.
Eine Reihe von Veranstaltungen rund um das Rennen am 31. Oktober sind in Vorbereitung. So wird es zum Beispiel an der Marathon-Gedenkstätte eine Eröffnungsfeier geben, bei der das Marathon-Feuer entzündet wird. In Athen ist eine Veranstaltung geplant, bei der Marathon-Legenden im Mittelpunkt stehen werden. Die Historie des Marathons soll ebenfalls dargestellt werden. Zudem findet an den Tagen vor dem Rennen der AIMS-Kongress 2010 in Marathon statt.
„2010 wird es 2500 Jahre her sein, dass der Name Marathon zu einem Synonym wurde für Anstrengung und Mut sowie zu einem Symbol wurde für Kultur und Demokratie. Die Stadt Marathon, für die ich die Ehre habe, sie zu repräsentieren, begrüßt dieses große Jubiläum, das die Werte herausstellen wird, die hier geboren wurden und dann ihren Weg um die ganze Welt gefunden haben“, sagte Spyridon Zagaris, der Bürgermeister der Stadt Marathon.
„Es könnte keinen besseren Ort geben als hier an der Gedenkstätte der Schlacht von Marathon, um unsere Verpflichtung gegenüber dem Laufsport, die auf Fairplay, Freundschaft und Frieden beruht, zu bekunden“, erklärte Paco Borao, der Vize-Präsident von AIMS, ein Jahr vor dem Jubiläum an der Gedenkstätte von Marathon. „Als Königsdisziplin der Olympischen Spiele wird der Marathon sein Image von Ethik, Solidarität und Frieden weiter repräsentieren. AIMS“, so Paco Borao weiter, „hat sich dazu verschrieben, in Zusammenarbeit mit der IAAF den Laufsport weltweit weiter zu bewerben und das Wissen sowie die Erfahrung zwischen den Mitgliedsrennen auszutauschen, um unseren Sport weiter gut zu entwickeln. Millionen von Menschen betreiben den einfachsten, gesündesten und billigsten Sport im Leben: Laufen.“
Text: race-news-service.com
Irina Mikitenko rennt Chicago, neue Weltrekordjagd in Berlin - Makau, Musyoki und Kiptanui in Berlin
[07.09.2010] Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) wird wie im Vorjahr beim Chicago-Marathon an den Start gehen. Dies bestätigten die Veranstalter, die zudem auch die russische Titelverteidigerin Liliya Shobukhova für das Rennen am 10. Oktober verpflichteten. Kurz zuvor gab der real,- Berlin-Marathon weitere Starter für das Männerfeld bekannt. Die Kenianer Patrick Makau, Geoffrey Mutai und Eliud Kiptanui dürften am 26. September versuchen, den Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59 Stunden) zu unterbieten.

Irina Mikitenko wird zum zweiten Mal beim Chicago-Marathon starten.
Foto: www.photorun.net
Deutschlands Marathon-Rekordlerin Irina Mikitenko (2:19:19 Stunden in Berlin 2008) wird zum vierten Mal in Folge im Marathon auf Liliya Shobukhova treffen. 2008 in London siegte Mikitenko während Shobukhova Dritte war, in Chicago gewann dann die Russin vor der Deutschen und in London siegte sie im April wiederum während die Titelverteidigerin verletzungsbedingt aus dem Rennen ging.
„Der Chicago-Marathon ist ein Rennen, das ich in meiner Karriere gerne gewinnen möchte. Nachdem ich im vergangenen Jahr Zweite war, freue ich mich auf die neue Chance. Ich weiß natürlich, dass es schwer wird“, sagte Irina Mikitenko, die sich zurzeit in St. Moritz auf den Marathon vorbereitet. Nachdem sie auch in der Folge der in London erlittenen Verletzung längere Zeit bei keinem hochkarätigen Straßenrennen mehr gestartet ist, plant Irina Mikitenko noch einen Lauf bei einem internationalen Halbmarathon.
Als Favoritin gilt in Chicago jedoch die Titelverteidigerin Liliya Shobukhova, die mit 2:22:00 auch die Jahresweltbestenliste anführt. Die Russin liegt auch in der World Marathon Majors (WMM)-Serie 2009-2010 vorne, die Irina Mikitenko in den vergangenen zwei Jahren jeweils gewonnen hatte. Shobukhova hat kurz vor Ende der Serie 60 Punkte und liegt 20 Zähler vor der zweitplatzierten Irina Mikitenko. Die Deutsche müsste in Chicago mit einer möglichst schnellen Zeit gewinnen, um noch eine Chance zu haben. Shobukhova dürfte zudem nicht unter die ersten drei kommen. Doch die Russin will selbst schnell laufen und kündigte an, den nationalen Rekord von 2:20:47 (Galina Bogomolova 2006 in Chicago) angreifen zu wollen.
Makau, Musyoki und Kiptanui in Berlin
Auch im Jahr eins nach Haile Gebrselassies Serie von vier Siegen und zwei Weltrekorden wird am 26. September in Berlin ein Weltklassefeld starten. Darunter sind mehrere potentielle Nachfolger des Weltrekordlers aus Äthiopien. Allen voran die beiden schnellsten Marathonläufer dieses Jahres: Patrick Makau und Geoffrey Mutai aus Kenia belegten im April beim Rotterdam-Marathon die Plätze eins und zwei und erzielten dabei mit 2:04:48 und 2:04:55 Zeiten, die sie auf Rang vier und fünf der ewigen Weltbestenliste im Marathon katapultierten. Diese Leistungen machen beide zuversichtlich, den Weltrekord von 2:03:59 da anzugreifen, wo er im Jahre 2008 aufgestellt wurde – in Berlin. Die flache Strecke und die begeisterten Zuschauer bilden die Grundvoraussetzungen für die schnellen Rennen von Berlin, wo seit 1998 sechs Weltrekorde erzielt wurden, davon zwei bei den Frauen und vier bei den Männern.
Neben Makau und Mutai wird mit Eliud Kiptanui (Kenia) der Sensationssieger des Prag-Marathons beim real,- Berlin-Marathon starten. Der zuvor unbekannte Kenianer schraubte in seinem ersten internationalen Marathonrennen den Prager Streckenrekord – der Kurs gehört nicht zu den schnellsten der Welt und beinhaltet sogar Kopfsteinpflasterpassagen – auf erstaunliche 2:05:39 Stunden. Der Kenianer lief so schnell durch Prag, dass seine Konkurrenten zunächst davon ausgingen, er sei ein Tempomacher und würde das Rennen bald beenden. Auch er dürfte einem Weltrekordtempo der Spitzengruppe folgen.
Deutsch
English

















