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Wondimu stoppt Kenias Siegserie in Berlin, Mockenhaupt hinter Siegerin Kipkoech Dritte


Sabrina Mockenhaupt auf dem Weg zu Platz drei in Berlin.
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Foto: photorun.net

[29.03.2010] Zwei verschiedene Siegserien gingen beim Vattenfall Berliner Halbmarathon am Sonntag zu Ende. Achtmal in Folge hatte ein Kenianer beim größten und hochklassigsten deutschen Rennen über die ,halbe Distanz’ von exakt 21,0975 km gewonnen. Nun kam ihnen ein Äthiopier zuvor: Der 28-jährige Eshetu Wondimu gewann das Rennen und die damit verbundene 2.500-Euro-Siegprämie in hochklassigen 60:16 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor dem Kenianer Peter Kirui und seinem Landsmann Maregu Zewdie (60:24).

Die andere Erfolgsserie die beim Berliner Halbmarathon endete, war die von Sabrina Mockenhaupt. Die 29-jährige Läuferin des Kölner Vereins für Marathon war mit der Startnummer F1 als Titelverteidigerin ins Rennen gegangen. Keines ihrer fünf Straßenrennen in Berlin hatte Sabrina Mockenhaupt zuvor verloren. Dreimal gewann sie den Frauenlauf und im vergangenen Jahr neben dem Halbmarathon zudem die City-Nacht über 10 km. Doch nun endete diese Serie. Nach 69:57 Minuten erreichte Sabrina Mockenhaupt als Dritte das Ziel. Immerhin, eine Zeit unter 70 Minuten ist bei zeitweiligem Gegenwind eine gute Leistung und zudem eine deutsche Jahresbestzeit. Doch zwei Kenianerinnen waren stärker als Sabrina Mockenhaupt.

Schnellste Frau war die 21-jährige Pasalia Kipkoech. Die Kenianerin gewann in 69:43 Minuten vor ihrer Landsfrau Eunice Kales (69:50). Der starke Lauf von Pasalia Kipkoech, die ebenfalls eine Siegprämie von 2.500 Euro erhielt, war keine große Überraschung, auch nicht für Sabrina Mockenhaupt. Denn die Kenianerin hatte Ende des vergangenen Jahres mit einer hochklassigen Leistung auf sich aufmerksam gemacht: Sie gewann den legendären Silvesterlauf von Sao Paulo über 15 km. Seitdem hat sie sich auf den Berliner Halbmarathon vorbereitet.

Im Rennen der 23.799 Halbmarathonläufer – Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, hatten sich 27.051 Athleten aus 94 Nationen angemeldet – erreichte die Rekordzahl von 19.670 Teilnehmern das Ziel. Zu einem tragischen Todesfall kam es 500 m vor dem Ziel, als ein deutscher Läufer zusammenbrach und trotz umgehender Hilfe nicht gerettet werden konnte.

Im Männerrennen erreichte eine 13-köpfige Spitzengruppe Kilometer 10 nach 28:39 Minuten. Das war etwas langsamer als geplant, was zum einen am Wind zum anderen aber auch an den etwas zu langsamen Tempomachern lag. Schon früh im Rennen hatte Eshetu Wondimu an der Spitze die Initiative ergriffen, um die Pace zu erhöhen. Schließlich setzte sich der Äthiopier, der vor zwei Jahren beim Berliner Halbmarathon mit einer Sekunde Rückstand Zweiter geworden war, zusammen mit seinem Landsmann Maregu Zewdie und Peter Kirui ab. Erst auf der langen Zielgerade fiel dann die Entscheidung. Im Spurt war dieses Mal Eshetu Wondimu der Sieger mit einer Sekunde Vorsprung.

Nicht nur in Berlin vor zwei Jahren sondern auch in Den Haag vor zwei Wochen, wo er mit 59:52 Minuten eine persönliche Bestleistung gelaufen war, hatte Eshetu Wondimu ein Rennen mit nur einer Sekunde Abstand verloren. Beide Male hieß der Sieger Patrick Makau Musyoki. Der Kenianer war am Sonntag allerdings nicht am Start. Ob er befürchtete, dass er erneut im Spurt verlieren könnte, als er in Berlin in der Schlussphase mit zwei anderen Läufern an der Spitze rannte, wurde Wondimu gefragt. „Patrick hat mich zweimal knapp geschlagen, aber er ist ein sehr starker Läufer. Ich wusste, dass ich eines Tages gewinnen würde, deswegen war ich heute zuversichtlich“, antwortete Eshetu Wondimu, der sich im Januar beim Dubai-Marathon als Dritter auf starke 2:06:46 Stunden gesteigert hatte.

„Als ich heute morgen sah, dass das Wetter nicht so gut werden würde, wusste ich, dass es schwer wird mit einer Zeit unter einer Stunde. Aber ich war mir sicher, dass ich gut laufen würde, denn ich mag Berlin und die Rennen hier. Deswegen würde ich auch gerne zum Berlin-Marathon am 26. September wieder kommen“, erklärte Eshetu Wondimu. Hinter dem Sieger, der eine Prämie von 2.500 Euro verdiente, blieben noch vier weitere Läufer unter 61 Minuten. Als bester Deutscher platzierte sich Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) auf Rang 19. Der 32-Jährige steigerte dabei seine Bestzeit um zwei Sekunden auf 63:57 Minuten.

Im Frauenrennen hatte sich Pasalia Kipkoech und Eunice Kales frühzeitig von ihren Konkurrentinnen abgesetzt. An der 10-km-Marke, die die beiden Kenianerinnen nach 32:55 Minuten erreicht hatten, lagen sie elf Sekunden vor Sabrina Mockenhaupt. Die 29-Jährige hatte im hinderlichen Gegenwind auf den ersten sieben Kilometern bewusst ein etwas langsameres Tempo gewählt, um auf der zweiten Streckenhälfte noch zulegen zu können. Und es sah fast so aus, als könne sie mit dieser Taktik wie vor einem Jahr zum Erfolg kommen. Bis zwei Kilometer vor dem Ziel hatte die Titelverteidigerin den Abstand auf drei Sekunden verkürzt und die etwas hinter Kipkoech zurückhängende Kales fast eingeholt. Doch die Kenianerinnen sahen Sabrina Mockenhaupt kommen und konnten noch einmal entscheidend zulegen. „Ich war mir meiner Sache nicht sicher – ich habe gebetet, dass ich gewinnen würde. Ursprünglich dachte ich, dass ich für einen Sieg 67 Minuten laufen müsste“, erklärte Pasalia Kipkoech.

„Ich wusste früh im Rennen, dass es mit einer Bestzeit nichts werden würde. Ich hätte schon gerne gewonnen, aber am Ende waren die beiden Kenianerinnen einfach zu stark für mich“, sagte Sabrina Mockenhaupt. Der Wind wehte auch zu stark und die Form war nicht stark genug, um ihre Bestzeit aus dem vergangenen Jahr (68:45 Minuten) zu erreichen. „Mir fehlte einfach die Tempohärte und die Ausdauer. Ich hatte gehofft, dass es besser laufen würde, doch zweieinhalb Monate Training reichten nicht. Aber ich muss zufrieden sein mit dem Erreichten und weiß jetzt wenigstens wo ich stehe“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehört und daher im November und Dezember einen Feldwebel-Lehrgang absolvieren musste. „Wir sind jeden Tag um 6 Uhr aufgestanden, waren mit Rucksack im Wald unterwegs und mussten Schießübungen machen – danach war ich einfach zu müde für ein richtiges Training.“

Jetzt will sich Sabrina Mockenhaupt zunächst wieder auf die 10.000-m-Strecke konzentrieren und über diese Distanz bei den Europameisterschaften in Barcelona im Sommer eine Platzierung unter den ersten Acht erreichen. Danach steht ein Herbst-Marathon auf ihrem Programm. Und mittelfristig will sich die 29-Jährige noch stärker auf die Straßenläufe konzentrieren. Am Sonntag endete zwar ihre Erfolgsserie, doch es wird sicher wieder neue Siege für Sabrina Mockenhaupt in Berlin geben.

Text: race-news-service.com

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Tadese bricht Halbmarathon-Weltrekord in Lissabon


Zersenay Tadese stellte in Lissabon einen Weltrekord im Halbmarathon auf.
Foto: photorun.net

[21.03.2010] Viermal in Folge hat Zersenay Tadese zuletzt den Weltmeistertitel im Halbmarathon gewonnen. Seit Sonntag ist der 28-jährige Läufer aus Eritrea auch der Weltrekordler über die 21,0975-km-Distanz. Beim hochklassigen Halbmarathon in Lissabon siegte Zersenay Tadese in 58:23 Minuten und verbesserte die Bestmarke um zehn Sekunden. Vor drei Jahren war Kenias Marathon-Olympiasieger Samuel Wanjiru in Den Haag (Holland) 58:33 gelaufen. Peninah Arusei (Kenia) gewann das Rennen der Frauen in 68:38 Minuten. Rund 30.000 Läufer starteten bei guten Wetterbedingungen beim Lissabon-Marathon.

Mit Hilfe von Tempomachern begann Zersenay Tadese die Weltrekordjagd durch Portugals Hauptstadt. Als er die 10-km-Marke in 27:53 Minuten passierte – eine Zeit, die auch für ein 10-km-Rennen hochklassig wäre – war der 28-Jährige bereits alleine an der Spitze. Die Pacemaker konnten das Tempo nicht mehr halten. Den 15-km-Punkt erreichte Tadese dann nach 41:33 Minuten. Und damit war er nur vier Sekunden vom aktuellen Weltrekord über diese Distanz entfernt. Die erste Bestzeit fiel dann schon gut einen Kilometer vor dem Ziel: Nach 55:21 Minuten war Zersenay Tadese 20 km gelaufen. Damit hatte er den Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien), den dieser 2006 in Phönix (USA) mit 55:48 Minuten aufgestellt hatte, gleich um 27 Sekunden unterboten.

Zersenay Tadese hielt das hohe Tempo bis ins Ziel durch, so dass er den Weltrekord von Sammy Wanjiru deutlich unterbot. Eine Prämie von 50.000 Euro verdiente sich der Läufer aus Eritrea in Lissabon. Tadese, der im vergangenen Jahr bei der WM in Berlin hinter Kenenisa Bekele (Äthiopien) Silber im 10.000-m-Finale gewonnen hatte, will nun beim London-Marathon am 25. April den Weltrekord über die 42,195 km angreifen. Diese Marke hält Haile Gebrselassie mit 2:03:59 Stunden. In London wird Tadese dabei unter anderen auf Wanjiru treffen. Bei seinem Marathondebüt vor einem Jahr war der Halbmarathon-Weltmeister in der britischen Metropole allerdings ausgestiegen. Seitdem ist er keinen Marathon mehr gelaufen.

Neben Zersenay Tadese blieb in Lissabon ein weiterer Läufer unter einer Stunde: Der Kenianer Sammy Kitwara lief als Zweiter 59:47 Minuten. Ihm folgten seine Landsleute Emmanuel Mutai (60:03), Duncan Kibet (60:21) und Gilbert Masai (60:28). Sechster wurde Jaouad Gharib (Marokko/60:33).

Ebenso dominant wie Zersenay Tadese bei den Männern war im Frauenrennen Peninah Arusei. Die Kenianerin lief vom Start weg ihr eigenes Tempo und siegte in flotten 68:38 Minuten mit großem Vorsprung vor Askale Tafa (Äthiopien/70:46) und Fernanda Ribeiro (Portugal/72:17).

Text: race-news-service.com

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Bernard Lagat stoppt Äthiopiens Siegserie bei Hallen-WM


Eine feuchte Angelegenheit war der Lake Biwa-Marathon: Der spätere Sieger Yemane Tsegay (rechts) wird geführt von den Tempomachern.
Foto: photorun.net

[15.03.2010] Bernard Lagat stoppte Äthiopiens Siegserie bei den Hallen-Weltmeisterschaften und sorgte für die größte Überraschung bei den Laufentscheidungen dieser Titelkämpfe. In beeindruckender Manier rannte der US-Amerikaner in Doha (Katar) am Sonntag zum 3.000-m-Titel, den er bereits 2004 gewonnen hatte. Damals lief Bernard Lagat noch für sein ursprüngliches Heimatland Kenia, nun siegte er für die USA, deren Staatsbürgerschaft er seit 2005 besitzt.

In Doha hatten die Äthiopier am Sonnabend zunächst durch Deresse Mekonnen (1.500 m) und Meseret Defar (3.000 m) zweimal Gold gewonnen. Am Sonntag setzte sich dann Kalkidan Gezahegne im 1.500-m-Finale der Frauen durch, doch Gold Nummer vier ging nicht nach Ostafrika. Dafür sorgte Bernard Lagat in ebenso beeindruckender wie überlegener Manier.

In einem vermeintlich sehr engen Finalrennen, in dem Kenenisa Bekeles ,kleiner’ Bruder Tariku als Titelverteidiger ins Rennen ging, ließ Bernard Lagat der Konkurrenz am Ende nicht den Hauch einer Chance. Lange Zeit führte Tariku Bekele. Als der Äthiopier auf der 200-m-Rundbahn das Tempo spürbar anzog, riss er vier Runden vor Schluss das Feld auseinander. Doch einen wurde er nicht los: Bernard Lagat startete kurz vor der letzten Runde seinen Angriff und lief davon. Während der Amerikaner in 7:37,97 Minuten ins Ziel stürmte, war Tariku Bekele schwer geschlagen und verpasste am Ende als Vierter in 7:40,10 Minuten sogar eine Medaille. Der neue spanische Europarekordler Sergio Sanchez bestätigte seine Topform in dieser Wintersaison mit einer Silbermedaille in 7:39,55 Minuten, Bronze gewann der Kenianer Sammy Mutahi (7:39,90). Ausgezeichnet schlug sich auf Rang fünf mit Galen Rupp ein weiterer US-Amerikaner (7:42,40).

„Mein Kinder sind extra um sieben Uhr morgens in den USA aufgestanden, um ihren Vater rennen zu sehen – also musste ich etwas zeigen. Ich bin genau so gelaufen wie es mir mein Trainer gesagt hatte“, erzählte der 35-jährige Bernard Lagat, der 2007 bei der WM in Osaka für Furore gesorgt hatte, als er sowohl die 1.500 m als auch die 5.000 m gewann. „Seit 2007 habe ich einige Erfolge verpasst, aber jetzt bin ich zurück. Mein Fernziel ist das olympische Gold in London 2012. Wahrscheinlich werde ich dort über 5.000 Meter laufen“, sagte Bernard Lagat, der vor Doha in der 3.000-m-Jahresweltbestenliste nicht unter den besten 25 platziert war. Allerdings hatte er in diesem Winter über andere Distanzen Topleistungen gezeigt. So gewann er zum Beispiel bei den Millrose Games in New York zum achten Mal das Meilenrennen auf dem engen Rund des Madison Square Gardens. Acht Tage später brach er in Boston den US-Rekord über 5.000 m. Bernard Lagat lief dort 13:11,50 Minuten.

Über die Mittelstrecken gab es am Schlusstag der WM in Doha Siege für Äthiopien, den Sudan und Russland. Im 1.500-m-Finale der Frauen setzte sich Kalkidan Gezahegne (Äthiopien) in 4:08,14 Minuten vor Natalia Rodriguez (Spanien/4:08,30) und Gelete Burka (Äthiopien/4:08,39) durch.

Im 800-m-Finale kompensierte Abubaker Kaki (Sudan) mit einem Sieg in 1:46,23 Minuten die Enttäuschung, die er bei der WM in Berlin im vergangenen Sommer durch einen Sturz erlebt hatte. Silber gewann Boaz Lalang (Kenia/1:46,39) vor Adam Kszczot (Polen/1:46,69). Schnell war der 800-m-Endlauf bei den Frauen: Mariya Savinova (Russland) siegte mit einer Jahresweltbestzeit von 1:58,26 Minuten vor der britischen Rekord laufenden Jennifer Meadows (1:58,43). Bronze sicherte sich Alysia Johnson (USA) in 1:59,60.

Text: race-news-service.com

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Äthiopier Yemane Tsegay gewinnt Lake Biwa-Marathon


Eine feuchte Angelegenheit war der Lake Biwa-Marathon: Der spätere Sieger Yemane Tsegay (rechts) wird geführt von den Tempomachern.
Foto: photorun.net

[08.03.2010] Einmal mehr hat ein Äthiopier im Jahr 2010 einen bedeutenden Marathon gewonnen: Yemane Tsegay triumphierte am Sonntag in Lake Biwa (Japan) in 2:09:34 Stunden. Zuvor hatten Landsleute von ihm bereits in Dubai (Haile Gebrselassie/2:06:09), Houston (Teshome Gelana/2:07:37) und im chinesischen Xiamen (Feyisa Lilesa/2:08:47) gewonnen. Die Äthiopier scheinen im Marathon gegenüber den insgesamt in dieser Disziplin in den vergangenen Jahren dominierenden Kenianern aufzuholen.

Der 24-jährige Yemane Tsegay, der eine persönliche Bestzeit von 2:06:30 Stunden hat und bei der WM in Berlin im vergangenen Jahr im Marathon Vierter war, wollte den 65. Lake Biwa-Marathon eigentlich mit einem Kursrekord krönen. Dass er diese Bestzeit, die der Spanier Antonio Pena im Jahr 2001 mit 2:07:34 Stunden aufgestellt hatte, deutlich verpasste, hing in erster Linie mit den Wetterbedingungen zusammen. Ein ständiger, leichter Regen behinderte die Läufer bei kühlen Temperaturen von knapp unter 10 Grad Celsius. Schwierigkeiten hatte bei diesen Bedingungen auch einer der Topfavoriten, Hendrick Ramaala. „Ich laufe bei kühlen Temperaturen und bei Regen nicht gut. Meine Muskulatur im Oberschenkel verkrampft durch das hochspritzende, kalte Wasser. Ich habe versucht meinen Schritt zu verändern, aber dann bekam ich Probleme mit der Wadenmuskulatur“, erklärte der Südafrikaner, der am Ende als Elfter in 2:15:29 Stunden ins Ziel kam.

An der Spitze schien das Wetter Yemane Tsegay lange Zeit nichts auszumachen. Nachdem die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 64:07 Minuten erreicht hatte, trieb der Äthiopier die Tempomacher an und löste sich mit ihnen von den Konkurrenten. Aufgrund der Tempoverschärfung war er nach 30 km (1:30:32 Stunden) auf Kurs für einen Streckenrekord. Doch nach dem Ausstieg der kenianischen Pacemaker Samuel Ndungu und Wilson Chebet bekam auch der Äthiopier auf den letzten 9 km Probleme. Allerdings hatte er einen komfortablen Vorsprung von 51 Sekunden auf die Verfolgergruppe. „Ich war auf Kurs für eine Zeit von 2:07 Stunden, doch dann bekam ich durch das spritzende Wasser Probleme mit der Beinmuskulatur“, erklärte Yemane Tsegay.

Angefeuert von den Zuschauern war es Tomoyuki Sato, der sich auf die Verfolgung von Yemane Tsegay machte. Der Japaner konnte den Vorsprung des Äthiopiers zwar verringern, schaffte es aber nicht mehr, ihn einzuholen. In 2:10:07 Stunden wurde Tomoyuki Sato schließlich Zweiter vor Abraham Tadesse (Eritrea/2:10:46). Auch der viertplatzierte Japaner Yukihiro Kitaoka blieb mit 2:10:51 noch unter 2:11 Stunden.

Text: race-news-service.com

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Jan Fitschen startet bei neuem 25er in Herne


Jan Fitschen will bei der EM zur Titelverteidigung antreten und startet zunächst in Herne.
Foto: photorun.net

[05.03.2010] Knapp vier Jahre nach seinem sensationellen Triumph im 10.000-m-Finale der Europameisterschaften plant Jan Fitschen (TV Wattenscheid), im Sommer in Barcelona zur Titelverteidigung anzutreten. Der 32-Jährige, der in den letzten Jahren immer wieder von Verletzungen gestoppt wurde, hatte 2009 kein einziges ernsthaftes Rennen laufen können. Jetzt aber steht sein erster Wettkampf fest: Am 18. April wird Jan Fitschen beim neuen Straßenlauf Big 25 Herne am Start stehen. Die Premiere des Rennens wird für den Europameister zugleich eine persönliche Premiere, denn zum ersten Mal startet er bei einem 25-km-Straßenlauf. Es ist auch die bisher längste Disziplin seiner Karriere. Ein Marathonstart ist in diesem Jahr allerdings noch nicht vorgesehen.

Unmittelbar nach dem Trainingslager in Arizona wird Jan Fitschen am 18. April in Herne laufen. Optimistisch schreibt er auf seiner Webseite: „Auf geht’s, die ersten Wettkämpfe werden geplant. Erstmal nicht die ganz schnellen harten, sondern etwas mit richtig guter Stimmung, um wieder Wettkampfluft zu schnuppern, Motivation zu tanken und gemeinsam mit vielen anderen ,Verrückten’ die Lust am Laufen zu erleben.“

Für Jan Fitschen ist das neue 25-km-Rennen in Herne quasi um die Ecke. Deswegen ist der Europameister auch Botschafter der Veranstaltung. „Ich freue mich, dass ich mit der U-Bahn von der Haustür direkt an die Startlinie fahren kann. Meine Botschaft lautet: Schuhe schnüren und ab auf die Straße!“

Text: race-news-service.com

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Tokio-Marathon mit Regen, Schnee, Tsunami-Warnung und Rekordfeld


Alevtina Biktimirova, hier bei ihrem Sieg beim Frankfurt-Marathon 2005, gewann am Sonntag in Tokio.
Foto: photorun.net

[01.03.2010] Vor drei Jahren wurden die Läufer bei der Premiere des neuen Tokio-Marathons von eiskaltem Regen begrüßt, im vergangenen Jahr gab es stürmischen Wind während des Rennens. Doch bei der vierten Auflage von Japans größtem Rennen über die klassischen 42,195 km kam es noch viel schlimmer für die Läufer: Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt, Regen der später in Schnee überging und obendrein auch noch eine Tsunami-Warnung für das Zielgebiet an der Küste beeinträchtigen den Lauf. Trotz allem ist der Tokio-Marathon so gefragt wie kein anderes Rennen auf der Welt: Die unglaubliche Zahl von 272.134 Läufern bewarben sich in Tokio um eine Startnummer. Die Rekordzahl von 32.000 Läufern erhielt schließlich eine Startzusage. Tokio hat ganz klar das Potenzial eines Tages zum größten Marathonrennen der Welt zu werden. Und die Japaner hätten auf jeden Fall eine Berechtigung für die World Marathon Majors (WMM).

Das extreme Wetter hatte natürlich entsprechende Auswirkungen auf die Rennen der Eliteläufer. Masakazu Fujiwara gewann das Rennen in 2:12:19 Stunden. Er ist der erste Japaner, der beim neuen Tokio-Marathon triumphierte. Die Russin Alevtina Biktimirova entschied das Frauenrennen in 2:34:39 für sich.

„Da es so kalt war, war mir klar, dass es nicht möglich sein würde, eine schnelle Zeit zu laufen. Deswegen habe ich mich darauf konzentriert, das Rennen zu gewinnen“, erklärte Masakazu Fujiwara, der in Japan 2003 für Furore gesorgt hatte, als er bei seinem Debüt den Lake Biwa-Marathon in 2:08:12 Stunden gewonnen hatte. Es ist die bis heute schnellste Debüt-Zeit eines Japaners. Danach stoppten ihn mehrfach Verletzungen in der Folge von zu hartem Training. Doch in Tokio hat sich Masakazu Fujiwara nun eindrucksvoll zurückgemeldet. Bei Kilometer 33 hatte er kurzzeitig das Tempo an der Spitze forciert. Dann ließ sich der Japaner wieder etwas zurückfallen, um dann bei 40 km entscheidend anzugreifen. „Dies war genau mein Taktikplan“, erklärte Fujiwara, der sich zutraut, zukünftig rund sechs Minuten schneller zu laufen – wenn die Bedingungen stimmen. „Ich hatte mich auf ein derart schnelles Rennen vorbeireitet.“

Platz zwei belegte in Tokio Arata Fujiwara mit 2:12:34 Stunden, Dritter wurde Atsushi Sato in 2:12:35. Die Japaner belegten die ersten fünf Plätze. Offenbar kamen die stark eingeschätzten Afrikaner an diesem Tag mit den extremen Bedingungen nicht zurecht. Rachid Kisri (Marokko) war als Siebenter in 2:12:59 der Beste von ihnen.

Anders als bei den Männern entwickelte sich das Frauen-Rennen bei Eiseskälte. Die Russin Alevtina Biktimirova ergriff dabei frühzeitig die Initiative und löste sich nach 12 km von ihren Konkurrentinnen. Kontinuierlich baute sie ihren Vorsprung aus. Der war dann schließlich so groß, dass sie auch nicht mehr in Gefahr geriet, als sie ab der 35-km-Marke deutlich langsamer wurde. „Nachdem ich im vergangenen Jahr Vierte war, freue ich mich natürlich besonders, dass ich dieses Mal gewonnen habe“, sagte Alevtina Biktimirova, die ihren zuvor größten Marathonsieg 2005 in Frankfurt gefeiert hatte. Damals gewann sie in ihrer immer noch aktuellen Bestzeit von 2:25:12. Diese Zeit wollte sie eigentlich in Tokio angreifen. „Deswegen bin ich auch schnell losgelaufen. Aber aufgrund der Kälte merkte ich, dass ich diese Zeit nicht erreichen kann. Deswegen ging es mir im zweiten Teil des Laufes nur noch um den Sieg.“ Mit fast zwei Minuten Rückstand belegte Robe Guta (Äthiopien) Rang zwei (2:36:29), Dritte wurde die Rumänin Nuta Olaru mit 2:36:42. Maki Kono war als Vierte die beste Japanerin (2:39:01).

Text: race-news-service.com

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