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Olympiasiegerin Dibaba knapp vor Weltmeisterin Cheruiyot

Tirunesh Dibaba ist der Konkurrenz einen Schritt voraus.
Foto: photorun.net
[22.02.2010] Eine Reihe von Top-Leistungen gab es beim Hallen-Meeting in der National Indoor Arena von Birmingham, doch die Hoffnung auf Weltrekorde erfüllte sich nicht. Äthiopiens Laufstars dominierten in England und stellten am Sonnabend drei Jahresweltbestzeiten auf.
Über die selten gelaufene Zwei-Meilen-Distanz war die Tempomacherin Kelly McNeice (Irland) nur in der Anfangsphase des Rennens auf Rekordkurs. Dann wurde sie langsamer und stieg schließlich aus. Dadurch hatte die vierköpfige Führungsgruppe mit Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien), Weltmeisterin Vivian Cheruiyot (Kenia), Sentayehu Ejigu (Äthiopien) und der Portugiesin Jessica Augusto nach der ersten Meile bereits einen erheblichen Rückstand von mehreren Sekunden auf die Weltbestzeit. Bei 9:06,26 Minuten steht der Rekord von Meseret Defar (Äthiopien). Da erwartungsgemäß keine der beiden großen Favoritinnen, Dibaba und Cheruiyot, das Tempo deutlich forcieren wollte, entwickelte sich ein taktischer Lauf, der am Ende dafür richtig spannend wurde. Rund 300 Meter vor dem Ziel ging Tirunesh Dibaba an die Spitze. Jessica Augusto war geschlagen und wurde schließlich in Landesrekordzeit Vierte (9:19,39), doch Sentayehu Ejigu und Vivian Cheruiyot blieben Tirunesh Dibaba auf den Fersen. Zunächst sah es so aus, als ob Ejigu für eine Überraschung sorgen könnte, doch Dibaba konterte. Dann startete Cheruiyot ihren Angriff ein paar Meter zu spät. Auf den letzten 100 Metern flog sie an Ejigu vorbei, doch sie konnte Dibaba nicht mehr ganz erreichen. Die Olympiasiegerin hatte in 9:12,23 Minuten – der zweitschnellsten je gelaufenen Zeit über die zwei Meilen in der Halle – mit einem winzigen Vorsprung von zwölf Hundertstelsekunden gewonnen. Ejigu wurde in 9:12,68 Minuten Dritte. “Ich freue mich über diesen Sieg und darüber, dass ich auch in einem Rennen über zwei Meilen eine gute Leistung gezeigt habe”, erklärte Tirunesh Dibaba.
Ein anderer Weltrekordversuch war schon vor dem Start geplatzt: Doppel-Weltmeister und -Olympiasieger Kenenisa Bekele musste kurzfristig aufgrund einer leichten Wadenverletzung passen. Der Äthiopier wollte in Birmingham den zwölf Jahre alten 3.000-m-Rekord des Kenianers Daniel Komen angreifen (7:24,90 Minuten). Das Rennen war dann nur in der Anfangsphase schnell, in der Tempomacher Shadrack Korir (Kenia) offensichtlich das Tempo für den nicht anwesenden Kenenisa Bekele anschlug. Sammy Mutahi folgte seinem Landsmann, doch als der Pacemaker nach rund 1.000 Metern langsamer wurde, kam das Feld wieder heran. Der erst 20-jährige Mutahi hatte am Ende aber trotzdem den besten Spurt und gewann in 7:44,58 Minuten vor dem Äthiopier Dejene Gebremeskel (7:45,42) und dem 3.000-m-Hindernis-Weltrekordler Saif Saaeed Shaheen (Katar). Der frühere Kenianer lief 7:46,97 Minuten. „Eigentlich wollte ich etwas schneller laufen, aber ich bin froh, dass ich das Rennen gewonnen habe. Jetzt freue ich mich auf die weitere Saison“, erklärte Sammy Mutahi, der in diesem Winter bereits 7:32,02 Minuten gelaufen ist und gute Chancen hat, für die Hallen-WM im nächsten Monat in Doha nominiert zu werden. Dort könnte er dann auf Kenenisa Bekele treffen.
Über die Mittelstrecken überzeugten in Birmingham zwei Äthiopier, die wie ihre Landsfrau Tirunesh Dibaba Jahresweltbestzeiten aufstellten. Deresse Mekonnen gewann die 1.500 m in 3:33,10 Minuten vor dem Kenianer Augustine Choge (3:33,74) und wurde mit seiner Siegzeit zum fünftschnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle. Ebenfalls eine Jahresweltbestzeit erzielte Gelete Burka (Äthiopien), die das Meilenrennen in 4:23,53 Minuten für sich entschied. Auch hier war ähnlich wie im Zwei-Meilen-Lauf das Pacemaking nicht gut genug, um den knapp 20 Jahre alten Weltrekord der Rumänin Doina Melinte (4:17,14 Minuten) zu gefährden. Immerhin lief die zweitplatzierte, 18-jährige Kakedan Gezahegn (Äthiopien) mit 4:24,10 eine Juniorinnen-Weltbestzeit.
Text: race-news-service.com
Titelverteidiger starten beim Boston-Marathon

Salina Kosgei gewinnt den Boston-Marathon 2009 ganz knapp vor Dire Tune - beide gehen am 19. April wieder an den Start des Rennens.Salina Kosgei gewinnt den Boston-Marathon 2009 ganz knapp vor Dire Tune - beide gehen am 19. April wieder an den Start des Rennens.
Foto: photorun.net
[15.02.2010] Mit Deriba Merga und Salina Kosgei werden beide Titelverteidiger beim Boston-Marathon an den Start gehen. Das Rennen am 19. April ist der erste Lauf des Jahres, der zur World Marathon Majors (WMM)-Serie gehört. Wie der Titelsponsor des Traditionslaufes, der Finanzdienstleister John Hancock, bekannt gab, wurden vier weitere frühere Boston-Sieger für die 114. Auflage des Marathons verpflichtet.
Der Äthiopier Deriba Merga gewann 2009 auf dem hügeligen Kurs in 2:08:42 Stunden und beendete damit die Siegserie von Robert Kipkoech Cheruiyot, der von 2006 bis 2008 dreimal in Folge triumphiert hatte. Der Kenianer wird am 19. April ebenfalls am Start stehen. Cheruiyot, der auch schon 2003 in Boston gewonnen hatte, ist mit einer Zeit von 2:07:14 Stunden auch der Streckenrekordhalter des ältesten City-Marathons. Deriba Merga liegt in der WMM-Serie 2009-2010 zurzeit gemeinsam mit anderen Läufern auf dem zweiten Platz. Mit einem Sieg könnte er zumindest kurzzeitig aufschließen zum Spitzenreiter Sammy Wanjiru (Kenia), der dann sechs Tage später in London starten wird.
Bei den Frauen kommt es zu einem neuen Aufeinandertreffen zwischen der Kenianerin Salina Kosgei und der Äthiopierin Dire Tune. Im vergangenen Jahr lieferten sich die beiden das knappste Finish in der Geschichte des Frauenrennens von Boston. Kosgei gewann in 2:32:16 Stunden mit nur einer Sekunde Vorsprung vor der Titelverteidigerin. Zwei weitere Siegerinnen der letzten Jahre werden nach Boston zurückkehren: Lidiya Grigoryeva (Russland) gewann 2007 und Catherine Ndereba ist die Rekordgewinnerin bei den Frauen. Viermal (2000, 2001, 2004, 2005) war die Kenianerin bei dem prestigeträchtigen Rennen ganz vorne, außerdem wurde sie zweimal Marathon-Weltmeisterin und gewann zwei olympische Silbermedaillen über die 42,195 km.
In der WMM-Serie 2009-2010 liegt aus der Gruppe der vier Boston-Starterinnen Salina Kosgei am besten im Rennen. Sie ist zurzeit Dritte und würde mit einem erneuten Sieg am 19. April oder aber auch einem zweiten Platz die Führung übernehmen. Allerdings starten die auf Platz eins stehende Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) und die zweitplatzierte Russin Liliya Shobukhova dann am 25. April beim London-Marathon, wo sie weitere Punkte sammeln dürften.
Text: race-news-service.com
Defar und Dibaba siegen in Stuttgart und Boston

Tirunesh Dibaba auf dem Weg zum Sieg in Boston.
Foto: photorun.net
[08.02.2010] Zwei Äthiopierinnen sorgten für starke Langstrecken-Resultate bei den herausragenden Hallen-Meetings des Wochenendes, die in Stuttgart und Boston stattfanden. Die Kette von hochklassigen Hallen-Veranstaltungen im Februar mündet in die Indoor-Weltmeisterschaften, die vom 12. bis 14. März in Doha auf dem Programm stehen. Während Meseret Defar am Sonnabend in Stuttgart überzeugte, siegte ihre nationale Rivalin Tirunesh Dibaba einige Stunden später in Boston.
In Stuttgart attackierte Meseret Defar ihren eigenen 3.000-m-Weltrekord, den sie vor zwei Jahren mit 8:23,72 Minuten bei diesem Meeting aufgestellt hatte. Angetrieben von ihrer überraschend stark laufenden Landsfrau Sentayehu Ejigu erzielte Meseret Defar eine hochklassige Zeit, allerdings reichte es nicht ganz zu einem neuen Rekord. Nach 8:24,46 Minuten war Defar in Stuttgart im Ziel. Das ist die drittschnellste je in der Halle über diese Distanz gelaufene Zeit. Und der Blick auf die schnellsten Zeiten aller Zeiten über diese Strecke verdeutlicht dabei die Dominanz der 26-Jährigen: Acht der 20 schnellsten 3.000-m-Zeiten gehen auf das Konto von Meseret Defar. Die zwei Jahre jüngere Sentayehu Ejigu hielt lange Zeit Schritt mit der großen Favoritin und erreichte am Ende als Zweite mit 8:25,27 Minuten die viertschnellste je erzielte Zeit.
Mit deutlichem Abstand belegte hinter dem äthiopischen Duo die Kenianerin Sylvia Kibet Rang drei (8:42,15). Vierte wurde die Portugiesin Ines Monteiro (8:59,05), auf Rang sechs kam Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon/9:13,72) ins Ziel.
Die 3.000 m bildeten auch bei den Männern einen Höhepunkt des Meetings von Stuttgart. Hier setzte sich der Kenianer Eliud Kipchoge mit einer persönlichen Bestzeit von 7:32,99 Minuten durch. Damit rückte der 5.000-m-Weltmeister von 2003 in der Liste der schnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle auf Rang neun vor. Kipchoge entschied dabei den Zweikampf mit Tariku Bekele (dem Bruder von Serien-Weltrekordler Kenenisa Bekele) für sich, der nach 7:33,81 Minuten im Ziel war. Dritter wurde Sammy-Alex Mutahi (Kenia) in 7:37,01.
Was für Meseret Defar die 3.000 m von Stuttgart sind, das sind für Tirunesh Dibaba die 5.000 m in Boston. Zweimal, 2005 und 2007, stellte die Äthiopierin an der US-Ostküste Hallen-Weltrekorde über diese Strecke auf. Vor drei Jahren erreichte sie dabei 14:27,42 Minuten. Jedoch steigerte Meseret Defar 2009 in Stockholm diese Marke auf 14:24,37 Minuten. Nun versuchte Tirunesh Dibaba, sich den Rekord in Boston zurückzuholen. Doch es war nicht der Tag der aktuellen Doppel-Olympiasiegerin (5.000 und 10.000 m): Zunächst fiel eine Tempomacherin frühzeitig aus, dann litt Tirunesh Dibaba unter Verkrampfungen der Muskulatur. Ihr Sieg war aber ungefährdet. Und mit 14:44,53 Minuten setzte sie einen ersten internationalen Richtwert in dieser Hallensaison. Mit deutlichem Abstand folgte Sally Kipyego (Kenia) als Zweite in 14:52,67.
Besser lief es für Bernard Lagat (USA). Acht Tage nach seinem Meilensieg bei den New Yorker Millrose Games brach der aus Kenia stammende Läufer den US-Rekord über 5.000 m. In einem spannenden Finish setzte er dabei erfolgreich seine Grundschnelligkeit ein und gewann in 13:11,50 Minuten knapp vor den zeitgleichen Äthiopiern Dejen Gebremeskel und Bekana Daba (beide 13:11,78). Den alten US-Rekord hatte Doug Padilla 18 Jahre zuvor in New York aufgestellt (13:20,55).
Text: race-news-service.com
Bernard Lagat schafft Rekordsieg Nummer acht in New York

Krönung bei den Millrose Games: Bernard Lagat gewann zum achten Mal das Meilenrennen.
Foto: photorun.net
[01.02.2010] Bernard Lagat erzielte bei den Millrose Games in New York einen Rekordsieg: Der US-Amerikaner gewann zum achten Mal das Meilenrennen auf dem engen Rund im Madison Square Garden. Der gebürtige Kenianer war bei dem Lauf über elf Runden nach 3:56,34 Minuten im Ziel und hatte einen komfortablen Vorsprung auf Asbel Kiprop (Kenia/3:58,03) und den Briten Andy Baddeley (3:58,09).
Bernard Lagat schrieb damit ein Stück Millrose Games-Geschichte, denn bei der 103. Auflage des Leichtathletik-Hallenmeetings übertrumpfte er die Meilen-Siegzahl von Eamonn Coghlan. Der Ire hatte das Rennen bei den Millrose Games sieben Mal gewonnen.
„Heute gewonnen zu haben, das ist für mich wie ein Olympiasieg. Ich bin hier seit 2001 an den Start gegangen. Und heute haben ich Kindern Autogramme gegeben, die damals noch nicht einmal auf der Welt waren“, erklärte der 35-jährige Bernard Lagat, der 2007 bei den Weltmeisterschaften in Osaka mit einem Doppelsieg über 1.500 und 5.000 m für Furore gesorgt hatte. Zwei Jahre später gewann er bei der WM in Berlin Bronze über 1.500 m und Silber über 5.000 m.
Bei den Frauen gewann die Britin Hannah England den Meilenlauf im Madison Square Garden in 4:31,49 Minuten vor der US-Amerikanerin Sarah Hall und der Kenianerin Sally Kipyego.
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