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Gebrselassie gewinnt Dubai-Marathon, Rückenprobleme stoppten Weltrekordjagd


Haile Gebrselassie lässt sich nach seinem Sieg in Dubai von äthiopischen Fans feiern.
Foto: photorun.net

[24.01.2010] Mit einer famosen Energieleistung und guter Taktik gewann Haile Gebrselassie am frühen Freitagmorgen zum dritten Mal in Folge den Standard Chartered Dubai-Marathon. Ein über Nacht aufgetretenes Rückenproblem stoppte allerdings die Weltrekordjagd des Äthiopiers in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Haile Gebrselassie selbst hält die Bestmarke über die 42,195 km mit jenen 2:03:59 Stunden, die er 2008 in Berlin gelaufen war. In Dubai war er nun in einer immer noch hochklassigen Jahresweltbestzeit von 2:06:09 Stunden im Ziel. Zwar verpasste Haile Gebrselassie die Rekord-Weltrekordprämie von einer Million US-Dollar, jedoch durfte er sich mit einer Siegprämie von 250.000 Dollar trösten. Auch bei den Frauen gewann eine Äthiopierin das höchstdotierte Marathonrennen der Welt: Mamitu Daska sicherte sich die Viertelmillion Dollar mit einer Zeit von 2:24:18. Rennen über kürzere Distanzen hinzugerechnet, gingen beim Dubai-Marathon rund 12.000 Läufer an den Start.

Es war nicht das warme Wetter mit Temperaturen von rund 20 Grad zur Startzeit um 6.30 Uhr, das Haile Gebrselassie dieses Mal stoppte. „Ich hatte ein Rückenproblem. Ich habe gestern Abend Fernsehen gesehen, bin dann eingeschlafen und muss irgendwie in der falschen Position geschlafen haben. Als ich aufstand merkte ich, jetzt stimmt etwas nicht“, erzählte Haile Gebrselassie. Früh morgens kam der Physiotherapeut. „Er hat mir sehr geholfen, so dass ich das Rennen wenigstens gewinnen konnte.“

Doch das Projekt Weltrekord scheiterte erneut auf der superflachen Strecke in Dubai. Vor zwei Jahren war er zu schnell angegangen und am Ende eingebrochen, 2009 stoppte ihn im Schlussabschnitt ein Unwetter. Nun machte Haile Gebrselassie eine neue Erfahrung. „Da kannst du nichts machen. Ich habe nur gehofft, dass ich ins Ziel kommen und gewinnen würde“, sagte der 36-Jährige, der in seiner einmaligen Karriere bisher 20 offizielle und sieben inoffizielle Weltrekorde aufgestellt hat.

Nur auf dem ersten der 42 Kilometer war Haile Gebrselassie in Dubai im Rekord-Fahrplan. Geführt von einer Gruppe von Tempomachern verlor er anschließend eine Sekunde nach der anderen. Nach 29:42 Minuten erreichte er Kilometer 10, damit hatte er verglichen zu seiner 2008er-Zwischenzeit aus Berlin bereits 29 Sekunden Rückstand. Kilometer 15 erreichte die Gruppe nach 44:51 (Berlin: 44:03), 20 km nach 59:38 (58:50), die Halbmarathonmarke nach 62:51 (62:04) und den 25-km-Punkt nach 1:14:20 (1:13:41).

„Ich bin mit den Tempomachern mitgelaufen, aber ich habe die Pace nicht forcieren können. Ich konnte einfach keinen Gang höher schalten. Zwischen Kilometer 20 und 25 war klar, dass ich den Rekord nicht mehr erreichen kann. Deshalb habe ich mich dann nur noch auf den Sieg konzentriert“, erklärte Haile Gebrselassie, der es notgedrungen spannender machte als sonst. Nach dem Ausstieg des letzten Tempomachers Dereje Gebrihiwot (Äthiopien) nach 32 km kamen zwei Landsleute immer dichter an den Weltrekordler heran und holten ihn schließlich ein: Chala Dechase setzte sich bei Kilometer 33 an die Spitze und Eshetu Wendimu schaffte den Anschluss nach 36 km.

Doch kurz nach Kilometer 40 gelang es Haile Gebrselassie doch noch einmal, etwas zuzulegen. Er löste sich entscheidend von seinen beiden Konkurrenten, die schließlich die Ränge zwei (Dechase/2:06:33) und drei (Wendimu/2:06:46) belegten und beide ihre Bestzeiten um knapp zwei Minuten steigerten. Zur Freude von einigen tausend äthiopischen Fans an der Strecke waren auch die viert- und fünftplatzierten Läufer Landsleute: Abiyote Guta Duguma lief 2:09:03 und auch Debele Tulu blieb mit 2:09:43 noch unter 2:10 Stunden.

„Als Haile morgens aufgestanden war, konnte er zunächst kaum laufen“, erzählte sein holländischer Manager Jos Hermens. „Doch nach der Behandlung war ich zuversichtlich. Wenn das vor ein paar Tagen passiert wäre, wäre es überhaupt kein Problem gewesen – so war es Pech.“

Gewann bei den Männern der große Favorit, gab es bei den Frauen ein überraschendes Favoritensterben. Mangels Formschwäche hatte Berhane Adere (Äthiopien), die das Rennen vor zwei Jahren gewonnen hatte, einige Tage vor dem Start abgesagt. Ihre Landsfrau Askale Magarsa, die Dubai-Siegerin von 2007, wurde in 2:27:29 Stunden Sechste und die ebenfalls äthiopische Titelverteidigerin und vermeintliche Favoritin Bezunesh Bekele musste mit Rang vier vorlieb nehmen (2:26:05). Als Fünfte überraschte dagegen die Schwedin Isabella Andersson in 2:26:52. Um genau sieben Minuten steigerte sie ihre Bestzeit.

Spannend war der Kampf um den Sieg bis auf die Zielgerade. Während Helena Kirop (Kenia) schließlich nicht mehr ganz mithalten konnte und als Dritte ins Ziel kam (2:24:54), löste sich auf dem letzten Kilometer Mamitu Daska von Aberu Shewaye. Doch damit war dieses äthiopische Duell noch nicht zu Ende. Denn auf der Zielgerade musste sich die völlig erschöpfte Daska übergeben und verlor noch einige Meter. Die 26-Jährige rettete sich jedoch vor Shewaye (2:24:26) ins Ziel, wo sie mehrere Minuten lang völlig erschöpft liegen blieb. Beim größten Sieg ihres Lebens verbesserte Mamitu Daska ihren persönlichen Rekord um über zwei Minuten auf 2:24:18. Als Dritte war sie 2009 in Berlin 2:26:38 gelaufen. Zudem hatte sie im vergangenen Jahr mit einem zwölften Platz bei der Cross-WM überzeugt. „Ich habe davon geträumt, dieses Rennen zu gewinnen“, erklärte Mamitu Daska.

Text: race-news-service.com

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Wieder zwei Streckenrekorde: Houston-Marathon jetzt schneller als New York - Deena Kastor in Phoenix vorne


Teshome Gelana sorgte dafür, dass Houstons Kursrekord seit Sonntag schneller ist als der des New York-Marathons.
Foto: photorun.net

[18.01.2010] Der Houston-Marathon hat seine starke Entwicklung fortgesetzt und sowohl bei den Männern als auch den Frauen erneut Streckenrekorde produziert. Dabei waren zwei Äthiopier am Ende ganz vorne: Teshome Gelana gewann das Männerrennen in 2:07:37 Stunden und seine Landsfrau Teyba Erkesso wiederholte ihren Vorjahreserfolg in 2:23:53 Stunden. Bei den Männern ist Houston damit aufgestiegen zum drittschnellsten US-Marathon hinter Chicago und Boston. New York ist seit Sonntag auf Rang vier abgerutscht. Rennen über kürzere Distanzen mit eingerechnet, ging die Rekordzahl von über 30.000 Läufern bei der 38. Auflage des Houston-Marathons an den Start.

Der 25-jährige Teshome Gelana löste sich sieben Kilometer vor dem Ziel aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe und feierte im Ziel beim größten Sieg seiner Karriere zugleich eine deutliche Steigerung seiner persönlichen Bestzeit. Nie zuvor war der Äthiopier zuvor unter 2:10 geblieben. Der persönliche Rekord von Gelana aus dem Jahr 2008 stand bei 2:11:50 Stunden, die er damals mit Platz acht in Reims (Frankreich) erreicht hatte. Im vergangenen September gewann er den Warschau-Marathon in 2:12:03. In Houston blieb der Äthiopier nun 15 Sekunden unter dem Kursrekord, den sein Landsmann Deriba Merga vor einem Jahr aufgestellt hatte. „Ich hatte nicht erwartet, dass ich so schnell laufen würde. Ich hoffe, dass ich in der Zukunft noch weitere große Rennen laufen werde. 2:05 Stunden traue ich mir zu“, erklärte Teshome Gelana, der in Houston vor seinem Landsmann Zembaba Yigeze (2:08:27) und dem Kenianer Jason Mbote (2:08:58) im Ziel war.

Noch einen deutlich größeren Vorsprung hatte Teyba Erkesso, die wie vor einem Jahr den Houston-Marathon dominierte. Dabei war die 27-Jährige am Ende 25 Sekunden schneller als bei ihrem Kursrekord 2009. Mit 2:23:53 Stunden stellte sie auch eine persönliche Bestzeit auf und setzte ebenso wie Teshome Gelana ein erstes Maß in der noch ganz jungen Jahresweltbestenliste 2010. Fast fünf Minuten Rückstand hatte in Houston die zweitplatzierte Russin Margarita Plaksina (2:28:44), Rang drei belegte Alemitu Abera (Äthiopien) in 2:31:01.

Beim parallel ausgetragenen Halbmarathon, in den die US-Meisterschaften integriert waren, gab es amerikanische Sieger: Antonio Vega gewann in 61:54, während Shalane Flanagan ein eindrucksvolles Debüt über die 21,0975-km-Distanz hinlegte. Die 28-Jährige, die bei Olympia in Peking 2008 überraschend Bronze über 10.000 m gewonnen hatte, siegte in Houston in 69:41 Minuten und verbesserte damit den Kursrekord erstmals auf eine Zeit von unter 1:10 Stunden. „Das war ein gutes, kontrolliertes Rennen an einem Tag, der ideal war für einen solchen Lauf“, sagte Shalane Flanagan.

Deena Kastor in Phoenix vorne

Nur zwei Sekunden langsamer als Shalane Flanagan war eine andere erfolgreiche US-Läuferin am Sonntag: Deena Kastor gewann den Rock ’n’ Roll-Halbmarathon in Phoenix (Arizona) in 69:43 Minuten. „Dieses Rennen bestätigt mir, dass mein Training bisher gut gelaufen ist“, sagte die Marathon-Olympiadritte von Athen 2004, die im April beim London-Marathon starten will. „Heute habe ich mich das erste Mal seit mehreren Jahren wieder so wie früher beim Laufen gefühlt“, erklärte Deena Kastor, die 2008 beim Olympia-Marathon in Peking einen Ermüdungsbruch im Fuß erlitten hatte. Das Männerrennen in Phoenix gewann überraschend der Kanadier Simon Bairu, der in 62:47 Minuten vor dem favorisierten Ryan Hall (USA/64:08) im Ziel war. Bei dem parallel veranstalteten Marathon gab es äthiopische Sieger: Terefe Yae lief 2:12:41 Stunden, Teyba Maser war nach 2:30:39 im Ziel.

Text: race-news-service.com

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Kenenisa Bekele in Edinburgh im Schnee geschlagen


Eliud Kipchoge kämpft sich durch den Schnee.
Foto: photorun.net

[11.01.2010] Das extreme Winterwetter in Europa hat auch Auswirkungen auf den Laufsport: In den Niederlanden musste der traditionsreiche Halbmarathon von Egmond, dessen Kurs in der Regel ein Stück über den Strand führt, kurzfristig abgesagt werden. Die Veranstalter konnten die Sicherheit der Läufer nicht garantieren. Dagegen konnte das Elite-Crossrennen in Edinburgh gestartet werden. Der Crosslauf in Schottland ist einer der bestbesetzten der Saison. Das Rennen endete auf schneebedecktem Boden mit einer Überraschung: Kenenisa Bekele (Äthiopien), der seit Jahren beste Crossläufer der Welt, musste sich mit Rang vier zufrieden geben.

Dreimal hatte Kenenisa Bekele das Rennen in Edinburgh in den vergangenen Jahren gewonnen, doch dieses Mal waren drei Kenianer schneller: Joseph Ebuya setzte sich auf dem schweren 9-km-Kurs durch den Holyrood Park von Edinburgh in 28:41 Minuten durch. Nur zwei Sekunden hinter ihm erreichte Titus Mbishei das Ziel, Dritter wurde mit Eliud Kipchoge (29:04) der 5.000-m-Weltmeister von 2003. Kenenisa Bekele lief in 29:17 auf Rang vier und meinte: „Die Kenianer haben mich heute schwer geschlagen.“ Es war überhaupt erst die dritte Crosslauf-Niederlage in der Karriere von Kenenisa Bekele. „Ich bin schon am Donnerstag angereist, weil ich mir in London das Olympiagelände angesehen habe. Normalerweise komme ich immer erst einen Tag vor dem Rennen, so fehlten mir noch ein paar Trainingseinheiten“, erklärte der Äthiopier nach seinem ersten Start seit September 2009.

Bei den Frauen gab sich die äthiopische Doppel-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba (5.000 und 10.000 m) keine Blöße. Nach einem von Verletzungen beeinträchtigten Jahr 2009 siegte sie über 5,8 km in 21:37 Minuten souverän vor der 5.000-m-Weltmeisterin von Berlin 2009, Vivian Cheruiyot (Kenia/21:47). Rang drei ging an Kalkidan Gezahegn (Äthiopien) mit 21:48. Zeitgleich in 21:51 folgten auf den Plätzen vier und fünf zwei Britinnen: Cross-Europameisterin Hayley Yelling lief knapp vor Nachwuchshoffnung Stephanie Twell ins Ziel.

Text: race-news-service.com

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Äthiopische Siege, 50.000 Läufer in Xiamen


Atsede Baysa gewann als erste Ausländerin das Frauenrennen beim Xiamen-Marathon in China.
Foto: photorun.net

[04.01.2010] Äthiopische Sieger gab es beim ersten international bedeutenden Marathon des Jahres: In Xiamen (China) gewannen Feyisa Lilesa und seine Landsfrau Atsede Baysa. Bei dem Rennen, das vom internationalen Leichtathletik-Verband IAAF als ,Gold Label Road Race’ und somit als höchste Kategorie eingestuft worden ist, beteiligten sich rund 50.000 Läufer. Neben der Marathondistanz standen dabei auch Wettbewerbe über 5 km, 10 km sowie im Halbmarathon auf dem Programm. Chinas Marathon-Weltmeisterin Bai Xue stand ursprünglich auf der Startliste für den Marathon, rannte dann jedoch nur 5 km. Es heißt, sie laboriert an einer Verletzung. Bai Xue wurde für den London-Marathon am 25. April verpflichtet.

In der Kursrekordzeit von 2:08:47 gewann der erst 19-jährige Feyisa Lilesa in Xiamen. Für den Äthiopier war es dabei der zweite Sieg im zweiten Marathon. Im vergangenen Herbst hatte er auch sein Debüt in Dublin gewonnen (2:09:12). Fast eine Minute vor seinem Landsmann Negari Terfa (2:09:40) war Lilesa im Ziel. Dritter wurde der Kenianer Samuel Mugo mit 2:10:11.

Während Weltmeisterin Bai Xue zuschaute, gab es in Xiamen den ersten Erfolg einer Ausländerin im Frauenrennen. Atsede Baysa siegte in 2:28:53 Stunden mit großem Vorsprung vor den Chinesinnen Sun Juan (2:34:12) und Jin Lingling (2:36:00).

Atsede Baysa ist trotz ihrer erst 22 Jahre keine Newcomerin über die klassische Distanz. Die Äthiopierin hatte im vergangenen Jahr überraschend den Paris-Marathon gewonnen und sich dabei auf 2:24:42 Stunden gesteigert. Damit war sie 2009 die siebtschnellste Marathonläuferin der Welt. Allerdings scheint es Atsede Baysa zu übertreiben, denn der Start in Xiamen war bereits ihr fünftes Marathonrennen in einem Zeitraum von zwölf Monaten. Weltklasseläuferinnen rennen in der Regel zwei Marathonläufe pro Jahr. Baysa lief im Januar 2009 in Dubai (9. in 2:29:13), siegte dann im April in Paris, belegte beim WM-Marathon im August in Berlin Platz 27 (2:36:04) und wurde im Oktober Siebente in Frankfurt (2:32:05).

Text: race-news-service.com

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Germanroadraces Landessportbund Berlin

 

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