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race-news | 27.07.2009

Schweden beeindrucken beim Swiss Alpine Marathon in Davos


Foto: www.photorun.net

Blau und Gelb sind die Farben der Gemeinde Davos, Blau und Gelb war aber auch die Farbe auf dem Siegerpodest beim weltweit größten Ultramarathonspektakel: Über 78 km ging es von Davos über Filisur und Bergün zu den beiden Kulminationspunkten Keschhütte auf 2.632 m und dem Scalettapass auf 2.606 m sowie wieder zurück durch das traumhafte Dischmatal nach Davos. Während der dritte Sieg des schwedischen 100-km-Europameisters Jonas Buud unter Fachleuten allgemein erwartet wurde, kam der Erfolg seiner Landsfrau, der 2:30-Marathonläuferin und Debütantin Lena Gavelin völlig unerwartet. 4.800 Teilnehmer aus 54 Nationen gingen im Höhenzentrum Davos bei insgesamt sechs Konkurrenzen beim 24. Swiss Alpine Marathon an den Start.

Nach starken Regenfällen in der Nacht zuvor präsentierte sich der Parcours in der Landschaft Davos in überraschend gutem Zustand, lediglich auf der Kesch-Hütte fiel zeitweise leichter Schnee bei zumeist Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt. Das konnte die schwedische Marathonrekordlerin Lena Gavelin nicht davon abhalten, den zeitweise acht Minuten großen Rückstand auf die bis dahin so dominierende zweifache Davos-Siegerin Jasmin Nunige (Schweiz) und die Streckenrekordhalterin Elizabeth Hawker (Großbritannien) bis nach Bergün (39 km) wettzumachen. Dann konnte die 1,79 m große Schwedin auf dem 14 km langen Aufstieg zur 2.632 m hoch gelegene Keschhütte in einem fulminanten Tempolauf 16 Minuten Vorsprung auf die Britin herauslaufen. „Ich habe keine Bergmarathon-Erfahrungen“, gestand die Schwedin später, „auf diesen Lauf habe ich mich lediglich durch einen zweiwöchigen Aufenthalt im Engadin höhenangepasst und den einen oder anderen langen Lauf absolviert!“ Mit Schmerzen in der Muskulatur wurde der Panoramatrail, insbesondere aber der Abstieg zurück nach Davos zur Strapaze, aber der Abstand zur hartnäckig um Rang zwei kämpfenden Britin blieb konstant. Mit 6:41:30 Stunden lief die Schwedin die zweitbeste Zeit auf der 78 km-Distanz mit 2.300 Steigungs- und Gefällemetern.

Die frühere 100 km-Weltmeisterin Lizzy Hawker folgte trotz angebrochener Rippe mit 6:57:51 auf Rang zwei, dicht gefolgt von Jasmin Nunige (6:58:35). „Mit einer Marathonzeit von 2:30 hat Lena Gavelin natürlich ein großes Potenzial, gegen diese läuferische Überlegenheit war ich heute einfach chancenlos“, gestand das frühere Skilanglaufass Jasmin Nunige, die gerne nach 2005 und 2008 zum dritten Male in Davos als Erste ins Sportzentrum eingelaufen wäre.

Ein nicht minder einsames Rennen lief Jonas Buud, der in 5:48:43 Stunden mit 19 Minuten Vorsprung ins Ziel einlaufen konnte. „Meine Konkurrenten wie Antonio Armuzzi, Nick Sharp oder Jean-Yves Rey sind zu schnell angelaufen, das hat sich im Aufstieg zur Keschhütte gerächt“, analysierte der 35-jährige Schwede später. „Ich freue mich natürlich über den Hattrick, das lindert die Schmerzen in meinen Beinen!“ Überraschend lief der Walliser Jean-Yves Rey mit 6:07:15 als Zweiter ins Ziel gefolgt vom früheren italienischen 10 km-Straßenlauf-Spezialisten Antonio Armuzzi (6:09:26) und dem Briten Nick Sharp (6:18:52).

Für die Deutschen hingen diesmal die Trauben im Kern-Wettbewerb des Hochgebirgsspektakels hoch. Bei den Männern kam Christian Stork (Rettenberg) auf Rang sechs in 6:29.18, gefolgt von Matthias Dippacher (Herodsbach/6:35:35). Bei den Frauen kam die mehrfach auf dem Siegerpodest platzierte Elke Hiebl (Bodenmais) auf Rang sieben in 7:47:25.

Ein lupenreiner Hattrick gelang der Potsdamerin Diana Lehmann, die die 42 km-Strecke mit 1.890 bergauf und bergab führenden Höhenmetern nach 2007 und 2008 auch 2009 für sich entscheiden konnte. Allerdings machte die mehrfache Rennsteiglauf-Siegerin es diesmal spannend, denn erst in Davos entschied sie die Konkurrenz gegen Carolina Reiber (Schweiz) und Kristijna Loonen (Niederlande) in 4:05:34 für sich. Rang vier schaffte zudem mit der früheren deutschen Berglauf-Meisterin Anja Carlsohn eine weitere Läuferin aus Potsdam. Bei den Männern wurde Duathlet Dirk Strotmann (Borgholzhausen) Dritter.

Text: race-news-service.com / Wilfried Raatz

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race-news | 26.07.2009

Vivian Cheruiyot nach Sieg bei Kenia-Trials optimistisch für Berlin


Vivian Cheruiyot will bei der WM in Berlin die Äthiopierinnen schlagen.
Foto: www.photorun.net

Einen Außenseitersieg gab es im 5.000-m-Rennen der Männer bei den kenianischen Ausscheidungen für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin (15. bis 23. August): Vincent Chepkok setzte sich in Nairobi am Wochenende mit 13:19,8 Minuten gegen die stärker eingeschätzte Konkurrenz durch. Hinter dem zweitplatzierten Joseph Ebuya (13:20,2) wurde der Olympia-Zweite Eliud Kipchoge (13:24,2) nur ganz knapp Dritter und sicherte sich somit gerade noch das Berlin-Ticket. Die WM-Nominierung verpasste dagegen Edwin Soi, der zeitgleich mit Kipchoge Vierter wurde.

Keinen leichten Stand hatte Vivian Cheruiyot im 5.000-m-Finale der Frauen. Sie gewann in 15:25,21 Minuten, musste sich aber durchweg der starken Sylvia Kibet (15:25,42) erwehren. Dritte wurde Innes Chenonge mit 15:27,29. Diese drei werden in Berlin gegen Meseret Defar und Tirunesh Dibaba antreten. „Ich weiß, wie die Äthiopierinnen laufen und dieses Mal werde ich sie nicht davonziehen lassen. Wenn wir als Team laufen, haben wir eine Chance“, erklärte Cheruiyot, die vor zwei Jahren bei der WM Silber gewonnen hatte.

Keine Überraschungen gab es im 3.000 m Hindernislauf. Hier setzte sich der Olympiasieger und Weltmeister Brimin Kipruto (8:20,03 Minuten) vor dem Olympia-Dritten Richard Mateelong (8:20,60) und dem Olympiasieger von Athen 2004, Ezekiel Kemboi (8:24,15), durch. Da Kipruto als Titelverteidiger automatisch für Berlin qualifiziert war, nominierten die Funktionäre einen vierten Läufer für die WM: Dabei hatte Paul Kipsiele Koech Glück, dass er ausgewählt wurde, obwohl er nur Sechster war in Nairobi (8:36,75). Bei den Frauen gewann über die Hindernisse Gladys Kemboi in 9:32,62 Minuten vor Milka Chemos (9:35,94) und Lydia Rotich (9:53,62).

Bei den Mittelstreckenrennen stand das Duell zwischen 800-m-Olympiasiegerin Pamela Jelimo und Weltmeisterin Janeth Jepkosgei im Mittelpunkt. Zum ersten Mal seit dem olympischen Finale von Peking trafen beide aufeinander. 300 Meter vor dem Ziel kam der Antritt der Olympiasiegerin, doch dieses Mal konnte Jelimo das Tempo nicht ganz halten. Auf den letzten Metern nutzte Jepkosgei die Gunst des Augenblicks und zog an ihrer Konkurrentin vorbei. Sie gewann in erstklassigen 1:59,31 Minuten vor Jelimo (1:59,49).

„Ich habe mich zurückgemeldet. Jelimo lief ein gutes Rennen, und ich habe sie geschlagen“, erklärte Jepkosgei, während die Olympiasiegerin sagte: „Ich bin auf dem Weg nach oben und werde fit sein in Berlin. Ich muss mich auf den letzten 50 Metern noch steigern.“

Tirunesh Dibaba meldet sich in London zurück

Währenddessen meldete sich Tirunesh Dibaba nach einer Verletzungspause beim Leichtathletik-Meeting in London eindrucksvoll zurück. Die Äthiopierin lief erstmals seit Mai wieder ein Rennen und stellte dabei über 5.000 m eine Jahresweltbestzeit auf. Etwa nach der Hälfte des Rennens übernahm die Doppel-Olympiasiegerin von Peking die Führung und dominierte fortan von der Spitze das Geschehen. Am Ende erreichte sie nach 14:33,65 Minuten das Ziel und hatte damit den Stadionrekord in Crystal Palace gebrochen. Im Mai hatte Dibaba überraschend in New York über 5.000 m verloren. Nun qualifizierte sie sich über 5.000 m für die WM in Berlin.

Text: race-news-service.com

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race-news | 22.07.2009

Kibet läuft in Berlin gegen Haile, Wanjiru in Chicago


Duncan Kibet bei seinem Sieg in Mailand 2008.
Foto: www.photorun.net

Zu einem großen Duell kommt es beim real,- Berlin-Marathon am 20. September: Nachdem Race-Direktor Mark Milde zum vierten Mal in Folge Haile Gebrselassie verpflichten konnte, wurde nun bekannt, dass der Äthiopier in Berlin auf Duncan Kibet treffen wird. Der Kenianer hält die Jahresweltbestzeit und gehört zu jener kleinen Gruppe von Weltklasseläufern, denen man zutrauen kann, Haile Gebrselassie im Marathon zu schlagen. Zugleich gab der Chicago-Marathon bekannt, dass Olympiasieger Sammy Wanjiru dort am 11. Oktober an den Start gehen wird. Damit dürfte es bei beiden Rennen eine Jagd auf den Weltrekord geben.

Die aktuelle Weltbestzeit hatte Haile Gebrselassie vor einem Jahr in Berlin aufgestellt, als er als erste Läufer unter 2:04 Stunden blieb (2:03:59). In diesem Jahr jedoch hält nach den ersten sechs Monaten ein anderer die Jahresweltbestzeit: Duncan Kibet. Er gewann im April den Rotterdam-Marathon in 2:04:27 Stunden und war dabei so schnell wie kein anderer zuvor – außer Haile Gebrselassie sowie sein in Holland zweitplatzierter aber zeitgleicher Landsmann James Kwambai. Kibet lief in Rotterdam die drittbeste Zeit aller Zeiten.

Duncan Kibet hatte im vergangenen Jahr mit einem zweiten Platz im heißen Wien (2:08:33) sowie einem Sieg beim eiskalten Mailand-Marathon (2:07:53/Streckenrekord) auf sich aufmerksam gemacht.

Ursprünglich wollte der Marathon-Olympiasieger Sammy Wanjiru in Berlin starten, um Haile Gebrselassies Weltrekord zu brechen. Doch zu einem Start des 22-jährigen kenianischen Ausnahmeläufers kommt es dieses Jahr nicht. Nach seinem Triumph beim hochklassigen London-Marathon, den Wanjiru im April mit der Streckenrekordzeit von 2:05:09 Stunden gewann, wurde der Kenianer zunächst für den WM-Marathon nominiert. Doch auf einen Start bei den Weltmeisterschaften verzichtet Sammy Wanjiru, da der Marathon-Weltrekord sein Ziel bleibt. Diesen wird er nun – egal, wie das Rennen in Berlin zuvor ausgeht – versuchen, in Chicago zu brechen.

Auch Sammy Wanjiru wird allerdings auf starke Konkurrenz treffen. Zu seinen Gegnern zählt unter anderen sein Landsmann Evans Cheruiyot. Der Kenianer tritt als Titelverteidiger in Chicago an, wo er im vergangenen Jahr in starken 2:06:25 Stunden gewonnen hatte.

Bei den Frauen kehrt die Vorjahressiegerin ebenfalls nach Chicago zurück: Lidiya Grigoryeva (Russland), die vor einem Jahr in 2:27:17 Stunden gewann, wird unter anderen auf US-Hoffnung Deena Kastor treffen.

Text: race-news-service.com

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race-news | 18.07.2009

Bekele auch über 3.000 m in Paris nicht zu schlagen


Kenenisa Bekele allein auf weiter Flur.
Foto: www.photorun.net

Kenenisa Bekele war auch bei der vierten Station der Golden League nicht zu schlagen. Der Äthiopier gewann in Paris die 3.000 m und bleibt somit im Rennen um den Jackpot von einer Million US-Dollar. In der französischen Metropole bewies Kenenisa Bekele dabei einmal mehr aufsteigende Form.

Nach Siegen über 5.000 m in Berlin, Oslo und Rom standen in Paris für Bekele erstmals in dieser Saison die 3.000 m auf dem Programm. Und dazu kam in dem Golden League-Rennen vor über 46.000 Zuschauern im Stade de France ein hochkarätiger Gegner: Der US-amerikanische Doppel-Weltmeister von Osaka 2007, Bernard Lagat (1.500 und 5.000 m), forderte den äthiopischen Olympiasieger heraus. Doch wissend um die Spurtstärke des aus Kenia stammenden Bernard Lagat wählte Kenenisa Bekele in diesem Rennen eine andere Taktik. Er ließ es nicht wie bei seinen Läufen zuvor auf einen langen Schlussspurt ankommen sondern ergriff frühzeitig mit einer Tempoverschärfung die Initiative. Die vierte Runde rannte Kenenisa Bekele in knapp unter einer Minute und fortan vergrößerte er seinen Vorsprung vor den Verfolgern. Als es in die letzte Runde ging, führte der Äthiopier mit rund 20 Metern Vorsprung und am Ende war er nach 7:28,64 Minuten im Ziel. Bernard Lagat wurde in 7:33,15 Zweiter vor dem Franzosen Mourad Amdouni (7:37,50).

„Ich möchte unbedingt diesen Jackpot gewinnen“, erklärte Kenenisa Bekele, dem dazu nun nur noch zwei weitere Siege fehlen: Gewinnt er auch in Zürich und Brüssel Ende August beziehungsweise Anfang September, dann hat der Äthiopier zumindest einen Anteil an dem Jackpot von einer Million Dollar sicher. Zurzeit sind noch drei weitere Athleten neben ihm im Rennen. „Ob ich bei den Weltmeisterschaften in Berlin neben den 10.000 Metern auch noch die 5.000 laufe, entscheide ich zu einem späteren Zeitpunkt“, erklärte Kenenisa Bekele, der im August bei der WM als Titelverteidiger über die längere Distanz antreten wird. Bei Olympia in Peking hatte er vor einem Jahr beide Strecken gewonnen.

Text: race-news-service.com

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race-news | 13.07.2009

Arslan und Strähl Berglauf-Europameister, Zeiler verpasst Bronze knapp


Timo Zeiler hielt sich als Vierter bei der Berglauf-EM achtbar.
Foto: wus-media/Stinn

Der Türke Ahmet Arslan verteidigte bei den 8. Berglauf-Europameisterschaften in Telfes (Stubaital/Österreich) seinen im Vorjahr in Zell-Unterharmersbach gewonnenen Titel in eindrucksvoller Manier, während bei den Frauen in Abwesenheit der Vorjahressiegerin Elisa Desco (Italien) die Schweizerin Martina Strähl vor Valentina Belotti (Italien) und der als Favoritin ins Rennen gegangenen Weltmeisterin Andrea Mayr (Österreich) gewann. Die mit Medaillenhoffnungen gestartete Vertretung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ging allerdings leer aus, da der als Medaillenanwärter gehandelte Timo Zeiler (Trochtelfingen) im überaus steilen Zielhang den dritten Rang hinter dem Italiener Marco de Gasperi noch an den Schweizer Sebastién Epiney verlor und auf dem undankbaren vierten Platz einkam.

„Timo hat mit einem höchst engagierten Rennen bewiesen, dass er zu den besten europäischen Bergläufern zählt, auch wenn die knapp verpasste Bronzemedaille schon etwas schmerzt. Mit zwei achten Plätzen bei den Männern und Frauen und Rang neun bei den Junioren können wir nicht zufrieden sein“, bilanzierte DLV-Berglaufberater Wolfgang Münzel auf dem 2260 m hohen Sennjoch. „Wir müssen feststellen, dass die Berglauf-Europameisterschaften inzwischen einen hohen Stellenwert erhalten haben und unsere forcierten Anstrengungen noch nicht ausreichen, um hier ein Wort bei der Medaillenvergabe mitreden zu können.“

Der für die LG Eintracht Frankfurt startende Schwabe kontrollierte bis zur Streckenhälfte der 11,0 km langen und mit 1400 Höhenmetern schweren Strecke am Speichersee zusammen mit Ahmet Arslan und dem mehrfachen Berglauf-Weltmeister Marco de Gasperi das Rennen, ehe sich in den steilen Bergauf-Passagen hinauf zum Sennjoch die beiden Konkurrenten Meter um Meter absetzen konnten. Dahinter rückten die „Kletterer“ wie eben Sebastién Epiney, der Franzose Raymond Fontaine oder der Italiener Martin Dematteis immer näher an den Deutschen heran. „Ich habe natürlich in den Serpentinen gesehen, was sich hinter mir abspielt. Sebastién ist ein hervorragender Läufer im extrem steilen Gelände, da hatte ich einfach keine Chance mehr. Raymond konnte ich im Zielsprint abwehren und ihn somit zum ersten Mal überhaupt bei Welt- und Europameisterschaften schlagen. Klar ist es ärgerlich, wenn man so knapp vor der Bronzemedaille noch verdrängt wird, aber ich bin mit Rang vier absolut zufrieden. Das ist mein bestes Ergebnis überhaupt – und darauf bin ich stolz!“ Die deutschen Männer verpassten mit Timo Zeiler, Josef Beha (FC Unterkirnach) und Thomas Göpfert (LT Sulz am Eck) als Achter die angestrebte Top-Platzierung. Europameister wurde Italien mit 17 Punkten vor Frankreich (20) und der Türkei (32).

Bei den Frauen verpasste über 9,4 km und 940 Höhenmeter die Wiener Ärztin Andrea Mayr beim Heimspiel in der Alpenrepublik das allseits erwartete Gold, dennoch zeigte sich die 30-Jährige, die im Mai mit 2:30:46 Stunden Marathon-Landesrekord in Wien gelaufen war, nicht unzufrieden. „Ich habe wegen meiner Sehnen-Operation sechs Wochen lang kein Lauftraining absolvieren können und mit nur sechs Wochen Vorbereitung Bronze gewonnen, das stimmt mich doch zufrieden. Ob ich allerdings bei den Weltmeisterschaften in Berlin über Marathon starten werde, das werde ich in der kommenden Woche erst entscheiden.“ Keineswegs völlig überraschend kommt der Sieg für die 22jährige Martina Strähl, die bereits 2006 Vize-Weltmeisterin hinter Andrea Mayr im türkischen Bursa wurde. „Mit dem Titel habe ich nie gerechnet. In den Steilpassagen habe ich mich aber sehr wohl gefühlt und meine Chance gesehen und entsprechend Druck gemacht“, freute sich die Schweizerin.

Als beste deutsche Läuferin kam die kurzfristig noch nachnominierte Lisa Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach) auf Rang 14, das deutsche Team mit Reisinger, Veronika Ulrich (LG Telis Finanz Regensburg) und Marie-Luise Heilig-Duventäster (LG Welfen) landete drei Punkte hinter Gastgeber Österreich auf Rang acht. Den Titel sicherte sich wie auch bei den Männern Italien knapp vor der Schweiz und Großbritannien.

Ziemlich niedergeschlagen erreichte Mitfavorit René Stöckert (TSV Ostheim) als 20. der Juniorenklasse über 9,4 km und 940 Höhenmetern das Ziel. Nach fünf Kilometern verlor der Vorjahresvierte bei einem Tritt eines Konkurrenten einen Schuh und musste die Spitzengruppe ziehen lassen. „Mir zitterten vor Wut die Hände, so dass ich einfach zu lange gebraucht habe, um meinen Schuh wieder anzuziehen. Es ist einfach nur ärgerlich.“ Den Sieg holte sich der Yusuf Alici (Türkei) vor Xavier Chevrier (Italien) und dem Schweizer Candide Pralong.

Hansjörg Wirz, der Präsident des Europäischen Leichtathletik-Verbandes (EAA), präsentierte im Wander- und Skigebiet Stubaital eine stolze Entwicklung im internationalen Berglauf, schließlich gingen bei den 8. Titelkämpfen mit 252 Athletinnen aus 25 Nationen so viele Mitgliedsländer wie noch nie an den Start. „Berglauf ist eine überaus seriöse Sportart“, sieht Wirz den Hauptgrund in der stetig ansteigenden Qualität der Starterfelder. Zumal die EAA mit Telfes auch einen versierten Ausrichter, der mit der Austragung der Weltmeisterschaften 1990 und 1996 umfassende Erfahrungen mit Großveranstaltungen aufzuweisen hatte, präsentierte. Die italienischen Erfolge in den Teamwertungen der Männer, Frauen und Junioren sowie der Einzelsieg durch Martina Strähl zeigen aber auch, dass die traditionsreichen Alpenländer kräftige Gegenwehr bieten, damit die Dominanz im europäischen Berglauf nicht an die türkischen Läufer geht. Einzelsiege durch Ahmet Arslan bei den Männern, Yusuf Alici bei den Junioren und der Dreifacherfolg bei den Juniorinnen durch Derya Altintas, Elif Karabulut und Yasemin Can sowie Teamsiege bei den Juniorinnen sowie Rang drei bei den Männern sind allerdings ein deutliches Signal, dass sich die Schwerpunkte von den Alpenländern an den Bosporus zu verlagern beginnen.

Text: race-news-service.com / Wilfried Raatz

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race-news | 12.07.2009

British 10 k in London werden zur Familiensache von Nderebas


Catherine Ndereba und ihr Bruder Cirus gewannen in London.
Foto: photorun.net

Zu einer Familiensache wurden die Asics British 10 k in London am Sonntag. Bei dem 10-km-Straßenlauf im Herzen der Metropole gewann Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba (Kenia) in 33:54 Minuten während ihr Bruder Cirus den Männerlauf mit 30:19 für sich entschied. Bei den British 10 k gingen bei sehr warmem Sommerwetter über 27.000 Läufer an den Start.

Bei den Frauen war es zum Aufeinandertreffen der Marathon-Weltmeisterin und der aktuellen Marathon-Olympiasiegerin gekommen: Die Kenianerin Catherine Ndereba und die Rumänin Constantina Dita standen gemeinsam an der Startlinie. Im Ziel allerdings waren sie längst nicht mehr so dicht beieinander. Die Kenianerin, die im olympischen Marathon von Peking 2008 wie schon 2004 eine Silbermedaille gewonnen hatte, gewann souverän in 33:54 Minuten.

Zwischen Catherine Ndereba und Constantina Dita schob sich dann überraschend noch eine andere Läuferin: Die britische Duathletin Kate Grimmitt war nach 34:19 Minuten im Ziel in der Nähe des Big Ben und hatte damit die Marathon-Olympiasiegerin noch um genau elf Sekunden hinter sich gelassen.

Noch deutlicher dominierte Cirus Ndereba das Männerrennen, allerdings fehlte hier auch entsprechend starke Konkurrenz. Der Kenianer war nach 30:19 Minuten im Ziel. Zweiter wurde Ryan McKinlay (Großbritannien) in 32:06, Rang drei belegte der Italiener Luca Tassarotti mit 32:15.

Text: race-news-service.com

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race-news | 12.07.2009

Meseret Defar läuft im zweiten Versuch unter 30 Minuten über 10.000 m


Meseret Defar blieb als fünfte Läuferin über 10.000 m unter 30 Minuten.
Foto: photorun.net

Die Äthiopierin Meseret Defar hat im zweiten Versuch die 30-Minuten-Barriere über 10.000 m unterboten und sich damit in letzter Minute auch über diese Strecke noch für die Weltmeisterschaften in Berlin qualifiziert. Zum ersten Mal hatte der britische Leichtathletik-Verband UK Athletics im Rahmen seiner Meisterschaften in Birmingham die 10.000-m-Rennen auch für ausländische Athleten geöffnet. Diese Gelegenheit nutzte Meseret Defar, die mit 29:59,20 Minuten als fünfte Läufer in der Geschichte der Leichtathletik über die 25-Runden-Distanz unter 30 Minuten blieb.

Erst Anfang Juni war Meseret Defar in Stockholm ihr erstes ernsthaftes Rennen über 10.000 m gelaufen. Die frühere 5.000-m-Weltrekordlerin und Olympiasiegerin von 2004 erreichte dabei in Stockholm 31:07,34 Minuten. Trotzdem war sie damals nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung. „Ich will in Berlin bei der WM über 5.000 und 10.000 Meter antreten – aber dafür ist diese Zeit noch nicht gut genug“, erklärte sie. Damit sollte sie recht behalten, denn ihre damalige Jahresweltbestzeit hielt nicht lange. Drei Äthiopierinnen waren inzwischen schneller als Meseret Defar, die damit einen Startplatz bei der WM verloren hatte.

Nachdem die 25-Jährige acht Tage zuvor beim Golden League-Rennen in Oslo ein hochkarätiges 5.000-m-Rennen in 14:36,38 Minuten gewonnen hatte, versuchte sie nun in Birmingham noch einmal die WM-Qualifikation über die doppelte Strecke – mit Erfolg. Dacia Perkins (Großbritannien) hatte am Anfang Tempo gemacht für Meseret Defar, doch bereits bei Kilometer drei war die Äthiopierin alleine an der Spitze. Am Ende hatte sie trotzdem noch genügend Kraft, um den letzten Kilometer am mit Abstand schnellsten zu laufen: 2:47,65 Minuten wurden hier für Defar gestoppt! Damit blieb sie am Ende knapp unter 30 Minuten und belegt in der Jahresweltbestenliste 2009 nun den zweiten Platz hinter ihrer Landsfrau Meselech Melkamu, die in Utrecht im Juni mit 29:53,80 Minuten einen Afrikarekord aufgestellt hatte. Dadurch dürfte es nun in Berlin bei der WM über 10.000 m zum Aufeinandertreffen zwischen der automatisch qualifizierten Titelverteidigerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) und Meseret Defar kommen, wobei Meselech Melkamu in diesen Kampf um Gold sicherlich auch eingreifen wird.

Die schnellsten 10.000-m-Zeiten aller Zeiten

29:31,78 Wang Junxia (CHN) 1993
29:53,80 Meselech Melkamu (ETH) 2009
29:54,66 Tirunesh Dibaba (ETH) 2008
29:56,34 Elvan Abeylegesse (TUR) 2008
29:59,20 Meseret Defar (ETH) 2009
30:01,09 Paula Radcliffe (GBR) 2002

Text: race-news-service.com

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race-news | 11.07.2009

Bekele weiter im Rennen um den Jackpot


Kenenisa Bekele liegt weiter gut im Rennen um den Golden League-Jackpot.
Foto: photorun.net

Zur Halbzeit ist Kenenisa Bekele weiterhin im Rennen: Nach drei der sechs Golden League-Meetings hat der äthiopische Läuferstar weiterhin die Chance, zumindest einen Teil des Jackpots in Höhe von einer Million Dollar zu gewinnen. In Rom wuchs sein möglicher Anteil dabei, denn aus sechs möglichen Gesamtsiegern wurden im Olympiastadion von Rom am Freitagabend nur noch vier. Gewinnen alle vier auch bei den nächsten drei Golden League-Meetings in Paris, Zürich und Brüssel ihre Disziplin, erhält jeder von ihnen eine Viertelmillion US-Dollar.

In Rom bewies Kenenisa Bekele, dass seine Formkurve weiter nach oben zeigt. Der 27-jährige Doppel-Olympiasieger von Peking (5.000 und 10.000 m) hatte sich im vergangenen Herbst einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen und konnte erst Anfang Juni wieder an den Start gehen. In einem Rennen mit zunächst verhaltenem Tempo war Kenenisa Bekele stets in Kontrolle des Geschehens. In der zweiten Hälfte der 5.000 m beschleunigte der Kenianer Mark Kiptoo, doch der Äthiopier blieb ihm auf den Fersen. 600 Meter vor dem Ziel trat Kenenisa Bekele an und entschied das Rennen von der Spitze laufend mit einem langen Spurt souverän für sich. Dabei stellte der Weltrekordler in 12:56,23 Minuten eine Jahresweltbestzeit auf. Knapp verbesserte er die Marke des Kenianers Eliud Kipchoge, der im Juni in Mailand 12:56,46 gelaufen war.

Drei Kenianer belegten hinter Kenenisa Bekele in Rom die nächsten Plätze: Mark Kiptoo wurde Zweiter in 12:57,62 Minuten, gefolgt von Leonard Komon (12:58,24) und Lucas Rotich (12:58,70). Mit den beiden Äthiopiern Bekana Daba (12:59,22) und Imane Merga (12:59,75) blieben noch zwei weitere Läufer unter 13:00 Minuten in einem starken Rennen.

Auch bei den Frauen stand nur ein längerer Lauf auf dem Programm im Olympiastadion von Rom: Über 3.000 m Hindernis steigerte Olympiasiegerin Gulnara Galkina (Russland) ihre eigene Jahresweltbestzeit von 9:13,70 auf 9:11,58 Minuten. Das ist die elftbeste Zeit aller Zeiten und mit ihr gewann Galkina souverän vor ihrer Landsfrau Yekaterina Volkova (9:17,40) sowie der Kenianerin Ruth Bisibori (9:17,85).

Text: race-news-service.com

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race-news | 08.07.2009

Kigen, Cheruiyot und Weidlinger beim Frankfurt-Marathon


Robert K. Cheruiyot sorgte mit seinem Sieg in Frankfurt 2008 für eine große Überraschung.
Foto: photorun.net

Zu einem hochkarätigen Duell zweier kenianischer Marathonläufer und dem Auftritt eines perspektivenreichen europäischen Athleten kommt es beim Commerzbank Frankfurt-Marathon. Am 25. Oktober werden jene zwei Athleten am Start stehen, die in den letzten vier Jahren in der Börsen-Metropole jeweils gewannen: Wilfred Kigen gelang von 2005 bis 2007 ein Hattrick, Robert K. Cheruiyot überraschte 2008 mit einem Streckenrekord von 2:07:21 Stunden. Zu beachten sein wird auch der Österreicher Günther Weidlinger, der in Frankfurt seinen zweiten Marathon laufen wird und dabei den österreichischen Rekord brechen möchte. Der Commerzbank Frankfurt-Marathon hat sich in den letzten Jahren sowohl spitzen- als auch breitensportlich enorm entwickelt und ist inzwischen zu den Gold Label-Rennen des internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) aufgestiegen.

Ein Rekordhoch haben die Meldezahlen erreicht: Zum Stichtag 1. Juli waren 6.079 Registrierungen eingegangen. Das sind 920 Meldungen oder 17,83 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bestätigt sich dieser Trend, werden am 25. Oktober zwischen 13.000 und 14.000 Läufer für einen Teilnehmerrekord sorgen. „Dieser Zuspruch dokumentiert die enorm gestiegene Akzeptanz der Veranstaltung“, sagt Renndirektor Jo Schindler. 2008 war mit 12.046 Meldungen der bisherige Höchststand beim Frankfurt-Marathon erreicht worden. Meldungen sind online jederzeit möglich unter: www.frankfurt-marathon.com

Der 34-jährige Kenianer Wilfred Kigen hatte das Traditionsrennen in den Jahren 2005 bis 2007 gewonnen und damit als erster Läufer in der Mainmetropole den Hattrick geschafft. „Frankfurt ist für Wilfred beinahe zu einer zweiten Heimat geworden. Deshalb sind wir besonders glücklich, den Publikumsliebling wieder bei uns zu haben“, sagt Jo Schindler. Ein Beleg für die besondere Beziehung von Kigen zum Frankfurt Marathon ist die Tatsache, dass er nach dem dritten Triumph vor zwei Jahren seinem jüngsten Sohn den Namen Frank gab. Seinen Kursrekord (2:07:58/2007) hatte der schnelle Vater von fünf Kindern im zurückliegenden Oktober an seinen Landsmann Robert K. Cheruiyot (2:07:21) verloren.

Am 25. Oktober kommt es jetzt zum Duell Kigen – Cheruiyot, zum direkten Aufeinandertreffen der bislang schnellsten Marathonläufer in Frankfurt. „Das wird ein absolutes Highlight in der langen und ruhmreichen Geschichte dieses Marathons“, sagt der Sportliche Leiter Christoph Kopp. Die Zielsetzung von Kigen auf dem schnellen Asphalt der Banken- und Börsenmetropole ist klar: Er möchte seinen vierten Sieg. Und sich damit für seine beiden jüngsten Ergebnisse rehabilitieren. Beim Marathon in New York 2008 war er nach 24 Kilometern aufgrund von Waden- und Achillessehnenschmerzen ausgestiegen; Anfang Mai in Düsseldorf erreichte Kigen als Zweitplatzierter 2:11:30 Stunden. „Wilfred hat natürlich einen völlig anderen Anspruch“, sagt Kopp. „Deshalb wird er bei uns wie immer bestens vorbereitet an den Start gehen.“ Der 21-jährige Cheruiyot hatte im vergangenen Jahr auch alle Insider überrascht, seinerzeit war er als Marathondebütant an den Start gegangen. In der Zwischenzeit hat er mit einem fünften Platz beim hochkarätigen Boston-Marathon bewiesen, dass sein Erfolg von Frankfurt keine Eintagsfliege war.

Ein weiterer prominenter Topläufer am 25. Oktober kommt aus Österreich. In der Alpenrepublik ist Günther Weidlinger trotz seiner erst 31 Jahre schon so etwas wie eine Leichtathletik-Legende, hat er doch auf den Mittel- und Langstrecken fast alle nationalen Rekorde in seinem Besitz. Unter anderen auf den Bahndistanzen 1500 Meter (3:34,69 Minuten), 3000 Meter Hindernis (8:10,83), 5000 Meter (13:13,44) und 10.000 Meter (27:36,46). Hinzu kommen zwei österreichische Bestmarken auf der Straße: 10 Kilometer in 28:10 Minuten, Halbmarathon in 61:42 Minuten. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney erreichte der Weltklasseläufer über 3000 Meter Hindernis den achten Platz. Weidlinger debütierte im April in Wien über die Marathondistanz (2:12:39) und verpasste den Landesrekord von Gerhard Hartmann aus dem Jahr 1986 nur um 17 Sekunden. „Bis ich den Rekord gelaufen bin, wird mich das immer verfolgen“, sagte Weidlinger kürzlich. Doch in Wien konnte er nicht sein 100-prozentiges Leistungsvermögen abrufen. Er lief mit einem versteckten Ermüdungsbruch, von dem man annahm es sei ein Leistenbruch. Umsonst wurde er nach dem Rennen an der Leiste operiert, wobei dann jedoch der Ermüdungsbruch im Becken diagnostiziert wurde. „Ich hoffe, dass Günther in Frankfurt den Landesrekord brechen kann und sich unter den besten europäischen Marathonläufern etabliert“, sagt Christoph Kopp.

Text: race-news-service.com

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race-news | 07.07.2009

AIMS zeichnet Berlin-Marathon als Rennen des Jahrzehnts aus


Paul Tergat gewann den Berlin-Marathon 2003 und lief die erste Zeit unter 2:05 Stunden.
Foto: photorun.net

AIMS, die ,Association of International Marathons and Distance Races’, verleiht zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Ehrenpreis an einen Marathon mit dem Titel: „MARATHON OF THE DECADE“. Der real,- Berlin-Marathon wurde am Dienstag im Büro des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, als Rennen des Jahrzehnts ausgezeichnet.

AIMS würdigt und anerkennt damit die bedeutenden Leistungen des Rennes. Beim Berlin-Marathon gab es eine einmalige Serie von Weltrekorden. Sechs globale Bestmarken von 1998 bis 2008 dokumentieren die hohe Qualität der Berliner Veranstaltung, die bisher in dieser Art von keinem anderen Lauf bisher erreicht wurde. Das sind die Berliner Weltrekorde:

20. September 1998 Ronaldo da Costa (BRA) 2:06:05
26. September 1999 Tegla Loroupe (KEN) 2:20:43
30. September 2001 Naoko Takahashi (JPN) 2:19:46
28. September 2003 Paul Tergat (KEN) 2:04:55
29. September 2007 Haile Gebrselassie (ETH) 2:04:26
28. September 2008 Haile Gebrselassie (ETH) 2:03:59

Für AIMS war nicht nur die Qualität der Spitzenleistungen ein Kriterium, sondern natürlich auch die äußerst hohe Zahl der Teilnehmer aus über 100 Ländern. Mit über 35.000 Läufern im Ziel lag der Berlin-Marathon 2008 an zweiter Stelle in Welt.

Francisco Borao (Valencia), Vizepräsident der AIMS, übergab zusammen mit dem Generalsekretär Hugh Jones (London) den Preis an den Regierenden Bürgermeister als einen symbolischen Ausdruck, dass der Berlin-Marathon ein wichtiges internationales Aushängeschild und ein Botschafter der Stadt Berlin weltweit ist. Rüdiger Otto, als Geschäftsführer des Veranstalters, und Mark Milde, der für die Verpflichtung der Top-Athleten des Berlin-Marathons zuständig ist, nahmen die Auszeichnung dann aus der Hand des Regierenden Bürgermeisters entgegen.

Der Berlin-Marathon begann 1974 unter der Führung von Horst Milde (Race Director bis 2004) mit 286 Läufern im Grunewald, 1981 zog man in die City mit Start am Reichstag. Seit 1990 – ein Jahr nach dem Mauerfall – stieg der Lauf in die erste Liga der Marathonrennen auf. Die flache und schnelle Strecke Berlins sowie die Begeisterung der Zuschauer und die perfekte Organisation sind die wichtigsten Faktoren, die den Ruf Berlins als Laufstadt ausmachen.

„Der Berlin-Marathon ist für AIMS eine herausragende Veranstaltung auf die wir stolz sind, die internationale Sportgeschichte mit ihren Erfolgen geschrieben hat und auch ein glänzendes Beispiel dafür darstellt, wie der Sport in der kooperativen Zusammenarbeit mit den Institutionen der Stadt das Lebensgefühl der Bürger durch den Sport positiv verbessern kann“, erklärte der Präsident der AIMS, Hiroaki Chosa (Japan), in seiner Grußbotschaft und seinem Glückwunsch an den Bürgermeister und den Berlin-Marathon.

Text: race-news-service.com

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race-news | 06.07.2009

Kitwara und Chepkurui laufen hochklassige Zeiten in Atlanta


Abdi Abdirahman gewann beim Peachtree-Rennen den US-Titel.
Foto: photorun.net

Hochklassige Siegzeiten gab es am Sonntag bei der 40. Auflage des Peachtree-Rennens in Atlanta (USA). Über die 10-km-Strecke siegten dabei die Kenianer Sammy Kitwara und Lineth Chepkurui. Über 50.000 Athleten erreichten bei dem Traditionsrennen das Ziel und machten den Lauf zu einem der größten der Welt in diesem Jahr.

Sammy Kitwara dominierte das 10-km-Rennen und erreichte schließlich mit großem Vorsprung das Ziel. Der 22-Jährige lief mit 27:22 Minuten die zweitschnellste Zeit des Jahres. Lediglich sein Landsmann Micah Kogo war in Brunssum (Holland) im Frühjahr mit 27:01 Minuten noch schneller. Zweiter wurde in Atlanta Ridouane Harroufi (Marokko) in 28:02 vor dem zeitgleichen drittplatzierten Gashu Ibrahim Jeilan (Äthiopien). Bei den parallel veranstalteten US-Meisterschaften der Männer sicherte sich Abdi Abdirahman den Titel. Er lief 28:11 Minuten und wurde im Gesamtklassement Sechster.

Sammy Kitwara hatte im Frühjahr bereits für Furore gesorgt, als er beim Den Haag-Halbmarathon den großen Favoriten Haile Gebrselassie (Äthiopien) bezwang. Damals lief Kitwara starke 59:47 Minuten. Vor einer Woche siegte er bei den Kenianischen Meisterschaften über 10.000 m und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaften in Berlin im August.

Auch bei den Frauen gab es in Atlanta hochklassige Ergebnisse. Dabei entwickelte sich ein spannender Dreikampf, den am Ende die Kenianerin Lineth Chepkurui knapp gewann. Die 21-Jährige hatte den besten Spurt und stürmte nach 31:31 Minuten ins Ziel. Auch das ist eine exzellente Zeit, mit der Lineth Chepkurui in der Jahresweltbestenliste zurzeit Rang fünf einnimmt. Nur eine Sekunde hinter ihr wurde Meseret Mengsitu (Äthiopien/31:22) Zweite, eine weitere Sekunde zurück lief Alice Timbilili (Kenia) auf Platz drei.

Text: race-news-service.com

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race-news | 06.07.2009

Ngatuny und Nakamura siegen in Sapporo


Einer der wenigen hochkarätigen Straßenläufe während der Sommermonate findet in Sapporo statt.
Foto: photorun.net

Zwei Läufer, die bei den Weltmeisterschaften in Berlin im August auf der Bahn starten werden, gewannen am Sonntag den Sapporo-Halbmarathon in Japan: Der Kenianer Gideon Ngatuny lief flotte 60:39 Minuten und die Japanerin Yurika Nakamura war nach 69:20 im Ziel.

Bei den Männern entwickelte sich schnell ein Zweikampf zwischen Gideon Ngatuny, der am vergangenen Wochenende bei den Kenianischen Meisterschaften Zweiter über 10.000 m war und sich damit für die WM qualifizierte, und dem Vorjahressieger Mokubo Mogusu. In der ersten Hälfte des Rennens schien dabei der Kursrekord von Mogusu (59:54 Minuten) in Gefahr zu geraten. Doch dann wurde das Rennen etwas langsamer. Auf einer lang gezogenen Steigung fiel knapp zwei Kilometer vor dem Ziel die Entscheidung. Ngatuny setzte sich hier von Mogusu ab und erreichte schließlich mit 19 Sekunden Vorsprung das Ziel im Stadion. Der Vorjahressieger lief 60:58. Dritter wurde mit Cyrus Njui ein weiterer Kenianer mit 61:03 Minuten.

Kurz nach Kilometer 13 fiel eine Vorentscheidung bei den Frauen. Hier setzten sich Yurika Nakamura, Julia Mombi (Kenia) und Yurika Sahaku (Japan) aus einer größeren Spitzengruppe ab. Auch bei den Frauen entschied sich der Kampf um den Sieg auf dem ansteigenden Stück zurück zum Stadion. Bei Kilometer 20 hatte Yurika Nakamura, die in Berlin bei der WM über 5.000 m als japanische Meisterin antreten wird, einige Sekunden Vorsprung. Im Ziel lag sie schließlich zehn Sekunden vor Julia Mombi (69:30). Mit Yukari Sahaku blieb noch eine dritte Läuferin in Sapporo unter 70 Minuten (69:36).

Text: race-news-service.com

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race-news | 05.07.2009

Mockenhaupt und Gabius dominieren 5.000 Meter bei Deutschen Meisterschaften


Sabrina Mockenhaupt verteidigte in Ulm ohne Mühe ihren deutschen Titel über 5.000 m.
Foto: photorun.net

Sabrina Mockenhaupt und Arne Gabius haben bei den Deutschen Meisterschaften die Finalläufe über 5.000 m dominiert. Bei warmen Temperaturen in Ulm wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht, ohne dabei jedoch gute Zeiten zu erzielen. WM-Normen waren in Ulm erwartungsgemäß außer Reichweite.

Im Rennen der Frauen setzte sich Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) am Sonnabend vom Start weg an die Spitze und dominierte auch bei verhaltenem Tempo von rund 3:15 Minuten pro Kilometer. „Ich wollte den Titel nicht so einfach hergeben, deswegen bin ich angetreten“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die sich zurzeit auf den WM-Marathon in Berlin am 23. August vorbereitet und zudem auch einen 10.000-m-Start bei der WM in Erwägung zieht. Das Tempo im 5.000-m-Finale passte auch eher zum Marathon als zu einem Bahn-Langstreckenrennen. In 16:15,65 Minuten gewann Sabrina Mockenhaupt vor Birte Bultmann (TV Wattenscheid/16:27,82) und Marathonläuferin Ulrike Maisch (LAV Rostock/16:28,23). „Als es am Ende windig wurde, dachte ich mir ,lass dir Zeit’“, sagte Sabrina Mockenhaupt, die auf den Flash-Interviews für die Medien in Ulm bezüglich der WM aber auch wie folgt zitiert wurde: „Das Wichtigste ist der Marathon, der hat Vorrang – schon wegen der Mannschaft. Dennoch mache ich meine Strecke von meinem Trainingszustand abhängig. Und es hängt auch von den Startlisten ab.“

Arne Gabius (LAV Asics Tübingen) übernahm vom anfangs führenden Sebastian Hallmann (LG Stadtwerke München) die Spitzenposition und gab sie in der zweiten Rennhälfte nicht mehr ab. Der von Dieter Baumann betreute Gabius gewann in 13:50,48 Minuten vor Musa Roba-Kinkal (TV Gelnhausen/13:59,11) und Christian Glatting (TV Wattenscheid/14:01,37). Arne Gabius, der bislang eine Saisonbestzeit von 13:31,51 Minuten hat, hofft, dass er beim Meeting in Heusden noch die B-Norm für die WM erreicht. Diese steht bei 13:25 Minuten. Damit könnte er für Berlin nominiert werden. „Ich hoffe auf den Mythos Heusden, dort bin ich schon immer gut gelaufen“, sagte Arne Gabius.

Text: race-news-service.com

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race-news | 03.07.2009

Kenenisa Bekele und Meseret Defar siegen nach dem Sturm von Oslo


Meseret Defar siegte in Oslo.
Foto: photorun.net

Kenenisa Bekele und Meseret Defar haben bei den Bislett-Games in Oslo die 5.000-m-Rennen gewonnen. Damit gab es bei dem AF Golden League-Meeting die erwarteten Siege für Äthiopien. Doch die Hoffnung auf den dritten Frauen-Weltrekord über diese Distanz in Folge erfüllte sich vor gut 15.000 Zuschauern nicht. Das lag auch an einem krachenden Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen, die die Veranstaltung über eine halbe Stunde unterbrachen und den Zeitplan durcheinander warfen. Zwei Wochen hatte es in Oslo nicht mehr geregnet, doch ausgerechnet zu Beginn des Hauptprogramms in Bislett entluden sich Wassermassen über dem Stadion.

Das Rennen der Frauen hatte am Tag zuvor schon eine Attraktion verloren, denn es kam nicht zu dem erwarteten großen Duell zwischen den beiden schnellsten 5.000-m-Läuferinnen aller Zeiten: Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) hatte sich wenige Tage vor dem Rennen beim Training eine leichte Verletzung zugezogen und konnte daher nicht starten. „Ich hatte mich auf ein gutes Rennen mit ihr gefreut, jetzt muss ich eben alleine gut laufen“, hatte Meseret Defar gesagt, die vor zwei Jahren in Oslo jenen 5.000-m-Weltrekord aufgestellt hatte, den Dibaba 2008 auf 14:11,15 Minuten verbesserte.

Das Rennen der Frauen geriet schnell aus dem avisierten Weltrekord-Fahrplan. Nur gut 1.000 m konnte die Tempomacherin Elena Zadoroshnaya (Russland) halbwegs die geplanten Rundenzeiten von 68 Sekunden einhalten. Vor dem nächsten Kilometer war die Russin bereits aus dem Rennen gegangen. Meseret Defar lief dann zu früh an der Spitze und erhielt bei der Führungsarbeit kaum Unterstützung von ihren Konkurrentinnen. “Es gab heute keine Gelegenheit, den Weltrekord zu brechen. Nach dem heftigen Sturm stimmten die Bedingungen nicht mehr und das Pacemaking lief auch nicht wie geplant“, sagte Meseret Defar. „Da ich zudem leichte Bauchschmerzen bekam, habe ich mich auf den Sieg konzentriert.“ Im Spurt war die Olympiasiegerin von 2004 nicht zu schlagen. Meseret Defar gewann in 14:36,38 Minuten vor der kenianischen Vize-Weltmeisterin Vivian Cheruiyot (14:37,01) und ihrer Landsfrau Meselech Melkamu (14:37,50).

Im 5.000-m-Rennen der Männer hielt sich Kenenisa Bekele in der Anfangsphase zurück. Der äthiopische Doppel-Olympiasieger ist offensichtlich nach wie vor noch nicht in Topform, nachdem er sich im vergangenen November bei einem 15-km-Rennen in Holland einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen hatte.

Zwei Runden vor Schluss waren immer noch ein Dutzend Läufer beisammen. In die letzte Runde ging der Weltrekordler dann in Führung liegend, doch mit 12 Läufern im Nacken war dies alles andere als eine für ihn gewohnte und komfortable Situation. Aber der Äthiopier konnte sich auf seine Spurtkraft verlassen. In 53,38 Sekunden sprintete er die finalen 400 m und wehrte dabei 200 Meter vor dem Ziel einen Angriff von James Kwalia (Katar) ab. Bekele siegte in 13:04,87 Minuten vor Kwalia (13:05,46) und dem Kenianer Vincent Chepkok (13:06,27). In dem dichten Spitzenfeld blieben gleich neun Läufer unter 13:10 Minuten und Sieger Bekele im Jackpot der AF Golden League. Sollte es dem 27-Jährigen gelingen, auch in Rom, Paris, Zürich und Brüssel zu gewinnen, partizipiert er am Jackpot von einer Million US-Dollar.

„Es war ein hartes Rennen für mich und ich bin froh, dass ich gewonnen habe. Aber ich komme langsam wieder in Form, ich fühlte mich besser als in Berlin. Noch vier weitere Male zu gewinnen, wird viel Energie kosten, deswegen bleibt zurzeit keine Möglichkeit für richtig schnelle Rennen“, erklärte Kenenisa Bekele, der in Oslo bereits zum 13. Mal in Folge über 5.000 m gewann. Der letzte, der ihn besiegte war Bernard Lagat (USA) in London vor drei Jahren.

Text: race-news-service.com

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race-news | 02.07.2009

Starkes Duell in Oslo am Freitag: Dibaba gegen Defar über 5.000 m


Dramatische Duelle gab es schon einige zwischen Tirunesh Dibaba (vorne) und Meseret Defar. Hier gewann Dibaba im 5.000-m-WM-Finale 2005.
Foto: photorun.net

Zu einem ebenso seltenen wie hochklassigen Duell kommt es am Freitag bei den Exxon Mobil Bislett Games in Oslo: Über 5.000 m treffen mit den Äthiopierinnen Tirunesh Dibaba und Meseret Defar die beiden besten Bahn-Langstreckenläuferinnen der letzten Jahre aufeinander. Das Meeting in Oslo – die zweite Station der AF Golden League – wird am Freitag erstmals seit Jahren live im freien Fernsehen zu sehen sein, denn Eurosport überträgt ab 19.30 Uhr.

Die beiden Äthiopierinnen treffen in jenem Stadion aufeinander, in dem sie beide in den vergangenen zwei Jahren Weltrekorde über 5.000 m aufgestellt haben: Am 15. Juni 2007 verbesserte zunächst Meseret Defar die Bestmarke um acht Sekunden auf 14:16,63 Minuten. Fast genau ein Jahr später brach am 6. Juni 2008 Tirunesh Dibaba diesen Weltrekord. Mit 14:11,15 Minuten lief sie gleich fünf Sekunden schneller als ihre große Rivalin. In der Zwischenzeit hat allerdings Meseret Defar ihre persönliche Bestzeit auf 14:12,88 Minuten verbessert. Nur knapp scheiterte sie am 22. Juli 2008 in Stockholm bei dem Versuch, sich den Rekord zurückzuholen.

Über 5.000 m trafen die beiden Äthiopierinnen in Finals bisher 23 Mal aufeinander. Dabei führt zurzeit Meseret Defar knapp mit 12:11 Siegen. Im vergangenen Jahr war es allerdings Tirunesh Dibaba, die die Schlagzeilen schrieb. Sie schaffte als erste Frau den olympischen Doppelsieg über 5.000 und 10.000 m. Über die kürzere Distanz musste sich Titelverteidigerin Meseret Defar dabei in Peking mit Bronze zufrieden geben.

Doch es gibt zwei weitere Läuferinnen in dem sicherlich sehenswerten 5.000-m-Rennen von Oslo, die das Potenzial haben, für eine Überraschung zu sorgen: Am Start stehen wird zum einen die WM-Zweite über 5.000 m von 2007, Vivian Cheruiyot (Kenia). Außerdem ist Meselech Melkamu (Äthiopien) im Rennen, die vor gut einem Monat für Furore sorgte. In Utrecht wurde Melkamu über 10.000 m mit 29:53,80 Minuten zur zweitschnellsten Läuferin aller Zeiten. Sie brach Ende Mai Tirunesh Dibabas Afrika-Rekord über diese Distanz.

Text: race-news-service.com

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