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race-news | 29.06.2009

Linet Masai siegt auch bei Kenias Meisterschaften souverän


Linet Masai stellte bei den kenianischen Meisterschaften auch über 10.000 m ihre starke Form unter Beweis.
Foto: photorun.net

Linet Masai hat ihre starke Form auch bei den kenianischen Ausscheidungen für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin im August umsetzen können. Sie gewann das 10.000-m-Rennen bei den nationalen Meisterschaften in Nairobi in 32:49,3 Minuten deutlich vor Linet Chepkurui (32:57,3). Die beiden ersten Läuferinnen sind damit automatisch für Berlin qualifiziert. Das dritte Ticket vergibt eine Nominierungskomission. Dritte wurde in Nairobi Philes Ongori in 33:04,1, Rang vier belegte Peninah Arusei (33:16,9).

„Ich freue mich, dass ich gewonnen habe und damit das Ticket nach Berlin sicher habe. Das Tempo war ein bisschen langsam, aber ich hatte damit kein Problem“, erklärte Linet Masai, die im vergangenen Monat in New York überraschend die äthiopische Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba über 5.000 m bezwungen hatte. Masai will jetzt in Europa über kürzere Rennen antreten und an ihrer Sprintgeschwindigkeit arbeiten.

Der zweite Platz von Linet Chepkurui war erstaunlich, da sie noch unmittelbar vor dem Rennen aufgrund einer Knöchelverletzung in ärztlicher Behandlung war. „Ich kann nicht glauben, dass ich hier Zweite geworden bin. Gestern war ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich überhaupt antreten würde“, erklärte Chepkurui.

Im 10.000-m-Rennen der Männer blieben die ersten vier Läufer in Nairobi unter der A-WM-Norm von 27:47 Minuten. Dabei gewann Sammy Kitwara in 27:44,46 Minuten, nachdem zunächst der Marathon-Spezialist Leonard Mucheru für das Tempo gesorgt hatte. Mathew Kisorio leistete dann ebenfalls Führungsarbeit bevor im Schlussteil des Rennens Kitwara die Initiative übernahm.

Knapp geschlagener Zweiter wurde der in Japan lebende Gideon Ngatuny in 27:44,77 Minuten. Gemeinsam mit dem Sieger hat er sich damit einen WM-Startplatz gesichert. Bernard Kipyego (27:44,80) und Moses Masai (27:44,88) belegten die Ränge drei und vier. Einem dieser beiden Läufer werden die Funktionäre das dritte WM-Ticket geben. „Es war ein harter Kampf für mich, einen Platz im kenianischen Team zu ergattern. Zwei Jahre lang hatte ich es erfolglos versucht. Jetzt habe ich es geschafft, aber das reicht noch nicht: Nun muss ich mich in Berlin bei der WM beweisen“, erklärte Sammy Kitwara. In Abwesenheit des 800-m-Weltmeisters Alfred Kirwa Yego, der automatisch für Berlin qualifiziert ist, gewann der 20-jährige David Rudisha die 800 m in 1:47,1 Minuten.

Über 3.000 m Hindernis durfte der nach dem Vorlauf zunächst disqualifizierte Olympiasieger von 2004, Ezekiel Kemboi, nach einem Protest doch starten. Doch es war wieder nicht sein Tag: Gut eine Runde vor Schluss fiel Kemboi in den Wassergraben und beendete frustriert sein Rennen. Der Olympia-Dritte Richard Mateelong gewann in 8:14,2 Minuten vor Elijah Chelimo (8:19,8) und Abel Mutai (8:23,4). Das Glück von Kemboi war es allerdings, dass es an diesem Wochenende nur über 10.000 m um die WM-Tickets ging. Die Ausscheidungen über die anderen Distanzen finden erst Ende Juni in Nairobi statt.

Über 5.000 m setzten sich in Nairobi Joseph Kitur (13:47,0 Minuten) und Mercy Cherono (15:46,74) durch. Die etatmäßige 5.000-m-Läuferin Vivian Cheruiyot rannte die 1.500 m und gewann hier in 4:07,66 Minuten.

Text: race-news-service.com

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race-news | 28.06.2009

Berhane Adere gewinnt Seattle-Halbmarathon


Berhane Adere meldete sich mit einem Sieg in Seattle zurück.
Foto: photorun.net

Berhane Adere sorgte beim Halbmarathon in Seattle für die beste Leistung: Die Äthiopierin gewann das Rennen über die 21,0975 km in 71:19 Minuten. Bei der Premiere der Veranstaltung, in die auch ein Marathon integriert war, war das Teilnehmerlimit von 25.000 Läufern bereits vor mehreren Wochen ausgeschöpft. Über 20.000 Läufer erreichten am Sonnabend das Ziel in Seattle.

„Es ist schön, wieder ein Rennen gewonnen zu haben“, sagte Berhane Adere. „Schließlich ist das eine Weile her. Ich hoffe, dies ist der erste von ein paar weiteren Siegen.“ Die 35-jährige frühere 10.000-m-Weltmeisterin (2003) hängte sich während des Rennens in Seattle lange Zeit an ihre stärkste Konkurrentin, Nuta Olaru (Rumänien). Erst knapp zwei Kilometer vor dem Ziel zog Adere das Tempo an und ließ Olaru schnell deutlich hinter sich. Am Ende war sie in 71:19 Minuten klar vor der Rumänin (71:43) im Ziel. Mit deutlichem Abstand folgte Isley Gonzalez (USA/1:20:14 Stunden) als Dritte. „Ich habe mich gut gefühlt während des Rennens und wusste, dass ich genug Schnelligkeit haben würde, um zu gewinnen“, sagte Berhane Adere, die 2006 und 2007 den Chicago-Marathon gewonnen hatte. „Ich werde jetzt nach Äthiopien zurückkehren und mich auf einen Marathon vorbereiten.“

Schnellster Mann war in einem weniger stark besetzten Feld der Kenianer Elija Nyabuti, der in 65:14 Minuten vor dem US-Amerikaner Pat Rizzo (65:34) gewann.

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race-news | 28.06.2009

Victah Sailer - 50 Jahre - HAPPY BIRTHDAY - "Seine Bilder sind ein Synonym für die Schönheit, die Komplexität und den Reiz unseres Sports".


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Victah Sailer und seine "Vorab-Geburtstagstorte"
Foto: ©Lisa Coniglio/PhotoRun.net.

Victah Sailer wird seinen 50. Geburtstag heute am 26. Juni nicht feiern. Denn da wird er bei den US -Leichtathletikmeisterschaften in Eugene/Oregon als Fotograf tätig sein und mit mehreren Kameras bewaffnet quer über den Platz von Start zu Start hetzen und Bilder schießen.

Seine reizende Frau Lisa Coniglio feierte aber wohl deswegen eine Überraschungparty für ihn schon am 13. Juni. Victah Sailer ist kein Läufer oder Leichtathlet, sondern ein bekannter, wenn nicht sogar schon berühmter, Fotograf.

Er schießt seine Fotos für die IAAF, für Runners World für die grossen nordamerikanischen, europäischen und japanischen Fachmagazine - und für German Road Races, wie heute wieder auf der website zu erkennen ist. Oft sind Victah und Lisa zusammen tätig, er läuft mit seinen Kameras den Aktiven hinterher, während Lisa am Ziel mit ihren Kameras stationiert ist. In Osaka 2007 oder Peking 2008 sah man ihn dann zusätzlich noch mit Handtüchern bepflastert, die ihm aus den Taschen hingen, damit er sich ab und zu bei den hohen Temparaturen trocken reiben kann.

Larry Eder, ein US-Leichtathletik-Journalist einer bekannten US-website schreibt in seiner Laudatio für Victah:" Er liebt den Sport, die Athleten und die Manager. Er schießt seine Bilder bei mehr als 70 Veranstaltungen jährlich und natürlich bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.Seine Agentur heißt PhotoRun.net mit Fotografen in Paris und Tokyo. Seine Bilder sind ein Synonym für die Schönheit, die Komplexität und den Reiz unseres Sports".

Victah war Zehnkämpfer zu seiner Collegezeit. Markku Dattler schreibt in der Wiener "Die Presse" unter der Überschrift "Ein Leben auf Rücksitz", da er bei Rennen immer im Motorrad vorne weg gefahren wird.

"Ab dem Startschuss spielen Tempo, Wind und Wetter keine Rolle mehr, da ist der Amerikaner in seinem Metier. Auch dass sein Biker fährt „wie die Feuerwehr“, macht dem gebürtigen New Yorker nichts aus – er war selbst ein „fire worker“.

Die Lebensgeschichte von Victor Sailer liest sich wie ein Hollywood-Roman, sie hat jedoch einen tragischen Hintergrund. „Victah“, wie sie ihn im Big Apple tauften, arbeitete als Polizist und 25 Jahre lang als Feuerwehrmann in Whitestone Queens. Schon damals liebte er die Fotografie, schob aber stets seinen Dienst. „Beides war immer eine Herzensangelegenheit für mich“, erzählt der 48-jährige Amerikaner und lächelt etwas gequält. Denn diese Erinnerung wird er vermutlich niemals löschen können: Er hatte am 11. September 2001 Dienst in seiner Wache.

Die Schicht endete um 8:50 Uhr, und er wusste aus den Funksprüchen bereits, dass ein Flugzeug in das World Trade Center gekracht war. Dennoch wurde er abgelöst, vielleicht rettete ihm das, in diesem Augenblick für ihn beinharte Kommando sein Leben. Ein Teil der getöteten Feuerwehrleute kam aus Queens, es waren „Freunde“ und Kollegen von Victor Sailer.

New Yorker sind härter

„Es war der reine Horror“, erzählt Victor Sailer noch heute und fügt im gleichen Atemzug hinzu, dass er seitdem „jeden Augenblick mehr genießen“ könne. Natürlich war er, als er gesehen hatte, dass die Türme eingestürzt waren und welche Dimension dieser Terror-Anschlag erhalten hatte, zur Wache zurückgefahren, um mitzuhelfen. Er sah in den kommenden Stunden danach viel Leid, Zerstörung, Tote – aber Zorn, Enttäuschung oder Hass, das sind alles Begriffe, die der Amerikaner nicht anspricht, dafür war das Erlebte offensichtlich zu prägend. Außerdem müsse es doch weitergehen. Seit 2002 widmet er sich ausschließlich der Fotografie".

Seit 1995 fotografiert Victah Sailer in Berlin beim Berlin-Marathon, beim Berliner Halbmarathon, bei "Berlin läuft ... 25 km" und beim ISTAF. Es soll angemerkt werden, daß er nicht nur fotografiert, sondern auch zum Berater der Veranstalter wird, wenn er in seiner Mänöverkritik alles zusammenfasst, was ihm aufgefallen ist, damit der Lauf im nächsten Jahr verbessert werden kann.

2001 kam er nach der Anschlägen in New York City auch wieder nach Berlin, neben seinen Fotoapparaten, zusätzlich mit seinem Feuerwehrhelm ausgerüstet und wurde hier auch bei den Berliner Feuerwehrkollegen als "Betroffener herumgereicht", wobei er Geld für die Hinterbliebenen der Opfer sammelte - und natürlich damit viel Erfolg hatte.

Victah Sailer, ein Enthusiast der Lauf- und Leichtathletikfotografie, wird bestimmt heute von den Stars der US-Leichtathletik Szene eine zusätzliche Geburtstagstorte erhalten. Bald wird er in Berlin wieder präsent sein, sei es bei der Leichtathletik Weltmeisterschaft im August in Berlin im Olympiastadion, beim Berlin-Marathon oder beim 25 km Lauf von Berlin, dann wird der Mann auf dem Motorrad die Bilder für die Sport-Geschichtsbücher schießen.

Happy Birthday Victah!

Horst Milde

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race-news | 28.06.2009

Jesse Owens - Eine Sportlegende - Ausstellung des Sportmuseum Berlin - "AIMS Marathon-Musuem of Running" im "Haus des Deutschen Sports" - „Jesse Owens Returns To Berlin“


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Der Jesse Owens Ausstellung Werbeflyer ©Sportmuseum Berlin - AIMS Marathon-Museum of Running

Das Sportmuseum Berlin - "AIMS Marathon Museum of Running" - organisiert eine Ausstellung über Jesse Owens, dem US-Sprinterstar, der 1936 bei den Olympischen Spiele in Berlin im Olympiastadion vier Goldmedaillen gewann. Im 100m und 200m Lauf, im Weitsprung und in der 4 x 100m Staffel.

Die Ausstelllung wird gezeigt im "Haus des Deutschen Sports" im Olympiapark vom 26. Juli 2009 - 31.Januar.2010.

Jesse Owens ist in den USA ein nicht vergessener Nationalheld und wird als IKONE des Weltsports angesehen.

Der US-Leichtathletikverband schrieb gestern in seiner Pressemitteilung, anläßlich der US-Meisterschaften in Eugne/Oregon:

"Die weltweit bekannte Leichtathletik Ikone und das Mitglied der National Track & Field Ruhmeshalle, Jesse Owens, konnte am Mittwoch, den 24.6. als Hauptperson des 1964 entstandenen und preisgekrönten Dokumentarfilms von Bud Greenspan und Cappy Productions „Jesse Owens Returns To Berlin“ auf dem legendären Hayward Field der University of Oregon in Eugene, Oregon, gesehen werden.

Die Dokumentation wurde auf dem Trackvision Screen des Hayward Field während einer Trainingseinheit im Vorfeld der vom 25-28 Juni 2009 stattfindenden US-Leichtathletikmeisterschaften gezeigt. Die Veranstaltung fing um 17 Uhr an und war bei freiem Eintritt für die Öffentlichkeit zugänglich."

Zur Ausstellung in Berlin erscheint eine Begleitbroschüre mit allen Ausstellungfsforots mit 48 Seiten.

Im ehemaligen Olympischen Dorf in Elstal , 14 Kilometer vom Olympistadion entfernt, ist das einfache Hause von Jesse Owens renoviert und sein einfaches Zimmer zu besichtigen.

Weitere Einzelheiten zur Jesse Owens-Ausstellung, die mit mit bisher nicht veröffentlichten Fotos aufwarten kann, werden in Kürze hier veröffentlicht

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race-news | 28.06.2009

Goucher siegt bei US-WM-Trials über 5.000 Meter, läuft aber Marathon in Berlin


Kara Goucher auf dem Weg zum 5.000-m-Titel bei den US-Meisterschaften.
Foto: photorun.net

Kara Goucher, die bei den Weltmeisterschaften in Berlin im Marathon antreten wird, siegte am Wochenenden bei den US-Meisterschaften in Eugene über 5.000 m. Die drittplatzierte des Boston-Marathons im April lief ein taktisches Rennen und hielt sich zunächst zurück. Als Jen Rhines drei Runden vor Schluss das Tempo verschärfte und sich aus der Spitzengruppe löste, war Kara Goucher ihr umgehend auf den Fersen. 400 Meter vor dem Ziel zog die WM-Dritte über 10.000 m von 2007 dann ihrerseits den Spurt an und ließ Jen Rhines keine Chance. Goucher gewann in 15:20,94 Minuten. Rhines war nach 15:26,92 im Ziel und Angela Bizzarri belegte Rang drei in 15:33,02. „Ich bin genau nach Plan gelaufen“, erklärte Kara Goucher.

Eine Überraschung hatte es zuvor im 10.000-m-Finale gegeben. Hier setzte sich Amy Begley in 31:22,69 Minuten vor der favorisierten Shalane Flanagan (31:23,43) durch. Es war zunächst Flanagan, die 200 Meter vor dem Ziel die Führung mit einer Tempoverschärfung übernahm, doch Begley konnte kontern und zog auf der Zielgeraden an ihrer Konkurrentin vorbei. „Denke nicht zu viel, laufe einfach, hat mir mein Mann vor dem Rennen gesagt“, sagte Amy Begley später. „Ich habe noch einiges zu tun, um bei der WM in Topform zu sein“, erklärte dagegen Shalane Flanagan.

Matt Tegenkamp, der vor zwei Jahren bei der WM in Osaka als Vierter die Bronzemedaille über 5.000 m nur ganz knapp verpasst hatte, siegte über diese Distanz in Eugene im Spurt in 13:20,57 Minuten vor Chris Solinsky (13:20,82). Evan Jager wurde Dritter in 13:22,18. Über 10.000 m ging der Titel an Galen Rupp. Er hatte sich 500 Meter vor dem Ziel mit einem langgezogenen Spurt von seinen Konkurrenten abgesetzt und gewann in 27:52,53 Minuten vor Dathan Ritzenhein (27:58,59) und Tim Nelson (28:01,34).

Die Amerikaner hatten bereits einige Zeit vor den Trials die Marathon-Teams für die WM nominiert. Neben Kara Goucher werden Desiree Davila, Paige Higgins, Zoila Gomez und Tera Moody in Berlin antreten. Bei den Männern gehören Dan Browne, Nate Jenkins, Justin Young, Fernando Cabada und Matt Gabrielson zum US-WM-Team. Goucher ist die einzige, der man zutrauen kann, in den Medaillenkampf eingreifen zu können.

Text: race-news-service.com

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race-news | 27.06.2009

Mara Yamauchi startet nicht beim WM-Marathon


Yamauchi muss auf den WM-Marathon verzichten
Foto: photorun.net

Ohne die Britin Mara Yamauchi wird der Marathonlauf bei den Weltmeisterschaften in Berlin am 23. August stattfinden. Die 35-Jährige hätte bei dem Rennen zu den Medaillenkandidatinnen gehört, nachdem sie im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen einen starken sechsten Platz belegt hatte und dann im April hinter Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) Zweite beim London-Marathon war. Eine Fußverletzung stoppte Mara Yamauchi, nachdem sie sich in London auf 2:23:12 Stunden gesteigert hatte. Bereits bei der WM vor zwei Jahren hatte die Britin überzeugt und bewiesen, dass sie auch in extremer Sommerhitze gut laufen kann. Damals wurde sie in Osaka Neunte.

Ob die zweite zuvor nominierte britische Läuferin in Berlin an den Start gehen kann, bleibt weiterhin ungewiss: Weltrekordlerin Paula Radcliffe konnte nach ihrer Fußoperation inzwischen wieder mit dem Lauftraining beginnen, jedoch bleiben ihr nur noch weniger als zwei Monate, um in Topform zu kommen. Und nur dann will sie bei der WM antreten.

Mara Yamauchi hatte sich am rechten Fuß verletzt, nachdem sie nach dem London-Marathon wieder mit dem Training begonnen hatte. „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zum WM-Marathon in Berlin nicht in der nötigen Form sein werde, daher werde ich nicht starten. Die Zeit ist einfach zu knapp“, erklärte Mara Yamauchi.

Für einen WM-Start in Berlin hatte sich zuvor Kara Goucher (USA) entschieden. Die Olympia-Dritte über 10.000 m lief im vergangenen Jahr in New York ihr Marathondebüt und wurde dort ebenso Dritte wie im April beim Boston-Marathon. Eine andere starke US-Amerikanerin, Deena Kastor, wird dagegen nicht bei der WM laufen. Die Marathon-Olympia-Dritte von Athen 2004 gibt in Chicago im Oktober ihr Comeback über die 42,195 km. Beim olympischen Marathon von Peking im vergangenen Jahr hatte sich Deena Kastor einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen.

Text: race-news-service.com

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race-news | 24.06.2009

Irina Mikitenkos WM-Vorbereitungen laufen in St. Moritz nach Plan


Beim WM-Marathon will Irina Mikitenko am Brandenburger Tor wieder so jubeln wie hier beim Berlin-Marathon 2008.
Foto: photorun.net

Im Höhentrainingslager in St. Moritz bereitet sich Irina Mikitenko zurzeit auf ihren Marathon-Start bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin vor. Seit dem 7. Juni trainiert die 36-Jährige in der Schweiz und bis jetzt läuft alles nach Plan. „Es geht mir gut, ich habe Spaß am Laufen“, sagt Irina Mikitenko (TV Wattenscheid), die im Frühjahr zum zweiten Mal in Folge den London-Marathon gewonnen hat und dadurch in Berlin zu den Favoritinnen zählt. Dieses erste Trainingslager in St. Moritz endet nach 18 Tagen.

„Danach bin ich drei Wochen zu Hause und anschließend wiederum drei Wochen in St. Moritz. Wenn ich dann zurückkomme, ist es nicht mehr lange bis zum WM-Rennen“, sagt Irina Mikitenko, die auch während des Trubels um Boris Beckers Hochzeit in St. Moritz war. „Da war einiges los hier. Aber unsere Trainingswege im Wald haben sie nicht benutzt, da hatten wir unsere Ruhe!“

Zweimal am Tag trainiert Irina Mikitenko in St. Moritz. Dabei kommen jetzt zwischen 180 und 190 Kilometer pro Woche zusammen. Zurzeit steht dabei noch der Kraft-Ausdauerbereich im Vordergrund, so dass auch leichte Bergläufe in das Training integriert werden. „Die intensiveren Trainingseinheiten mit Tempoläufen auf der Bahn folgen im nächsten Abschnitt“, erklärt Irina Mikitenko, die mit ihrem Mann und Trainer Alexander und ihrer Tochter in St. Moritz ist. Ihr schulpflichtiger Sohn musste zu Hause bleiben und wohnt währenddessen bei ihrer Mutter.

Das Wetter ist zurzeit in St. Moritz gut für das Training. „Wir haben rund 20 Grad und nur Sonne“, berichtet Irina Mikitenko. „Irgendwann in der nächsten Zeit wird es sicherlich wärmer, dann kann ich mich vielleicht etwas auf ein mögliches Hitzerennen in Berlin vorbereiten.“

Text: race-news-service.com

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race-news | 18.06.2009

Dire Tune verpasst Tegla Loroupes Weltrekord nur knapp


Dire Tune, hier beim Boston-Marathon im April, überzeugte in Ostrava über die 20.000-m-Distanz.
Foto: photorun.net

Dire Tune sorgte für das läuferische Highlight beim hochklassigen Leichtathletik-Meeting von Ostrava (Tschechische Republik) am Mittwochabend. Die Äthiopierin verpasste bei einer Weltrekordjagd über die selten gelaufene 20.000-m-Distanz die Bestmarke von Tegla Loroupe (Kenia) nur ganz knapp. Die 24-Jährige, die im April beim Boston-Marathon Platz zwei belegt hatte, erreichte die 20-km-Marke auf der Bahn nach 1:05:35,3 Stunden und erzielte damit die zweitschnellste je gelaufene Zeit. Lediglich knappe neun Sekunden fehlten zum Weltrekord von Tegla Loroupe, die vor neun Jahren in Borgholzhausen 1:05:26,6 gelaufen war.

Im vergangenen Jahr hatte Dire Tune in Ostrava einen Weltrekord im Stundenlauf aufgestellt. Damals erreichte sie 18.517 Meter. Auch diese Marke versuchte sie am Mittwoch quasi nebenbei zu verbessern. Doch hier fehlten ihr 215 Meter (18.302 m).

Zweite über 20.000 m war die Kenianerin Leah Malot in 1:10:35,0 Stunden, Rang drei belegte mit deutlichem Abstand ihre Landsfrau Salina Jebet (1:17:08,3).

Nur drei Tage nach ihrem beeindruckenden 10.000-m-Rennen von Utrecht, wo Meselech Melkamu mit 29:53,80 Minuten die zweitschnellste je gelaufene Zeit erzielt hatte, stellte die Äthiopierin auch über 5.000 m eine Jahresweltbestzeit auf. Im Wechsel mit der Kenianerin Linet Masai bestimmte Meselech Melkamu das Tempo in dem schnellen Rennen. Am Ende verfügte die 24-jährige Äthiopierin über das etwas bessere Spurtvermögen und gewann in 14:34,17 Minuten knapp vor der erst 19-jährigen Masai (14:34,36). Dritte wurde mit Vivian Cheruiyot (14:38,26) eine weitere Kenianerin. „Das war drei Tage nach dem 10.000-Meter-Lauf ein sehr hartes Rennen für mich, ich bin jetzt sehr müde“, erklärte Meselech Melkamu und fügte hinzu: „Ich hatte sehr gut trainiert und war entsprechend vorbereitet.“

Text: race-news-service.com

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race-news | 16.06.2009

Äthiopierin Melkamu läuft zweitschnellste 10.000-m-Zeit aller Zeiten


Meselech Melkamu, hier bei der Cross-WM im März links vorne laufend, stellte einen Afrikarekord über 10.000 m auf.
Foto: photorun.net

Die 24-jährige Meselech Melkamu wurde in Utrecht am Sonntagabend zur zweitschnellsten 10.000-m-Läuferin aller Zeiten. Die Äthiopierin stellte bei dem Rennen in Holland überraschend einen Afrika-Rekord auf und war nach 29:53,80 Minuten im Ziel. Dabei blieb sie um knapp eine Sekunde unter dem Kontinentalrekord von ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba, die im vergangenen Jahr in Peking mit 29:54,66 Minuten Olympiasiegerin geworden war.

Meselech Melkamu hatte zuvor eine 10.000-m-Bestzeit von 31:04,93 Minuten. In Peking war sie bei Olympia über 5.000 m angetreten und hatte Platz acht belegt. Ihre größten Erfolge bei globalen Meisterschaften erreichte die Äthiopierin bisher im Crosslauf. Bei der WM war sie viermal Dritte. Silber hatte sie bei der Hallen-WM 2008 in Valencia über 3.000 m gewonnen. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde Melkamu Afrikameisterin über 5.000 m.

Die Kenianerin Florence Kiplagat belegte in Utrecht Platz zwei und stellte mit ebenfalls hochklassigen 30:11,53 Minuten einen Landesrekord auf. Auf Rang drei lief knapp dahinter Wude Ayelew (Äthiopien) in 30:11,87.

Der Weltrekord über 10.000 m steht bei 29:31,78 Minuten. Die Chinesin Wang Junxia war diese Zeit 1993 in Peking gelaufen.

Die schnellsten 10.000-m-Zeiten aller Zeiten
29:31,78 Wang Junxia (CHN) 1993
29:53,80 Meselech Melkamu (ETH) 2009
29:54,66 Tirunesh Dibaba (ETH) 2008
29:56,34 Elvan Abeylegesse (TUR) 2008
30:01,09 Paula Radcliffe (GBR) 2002

Text: race-news-service.com

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race-news | 14.06.2009

Kenenisa Bekele meldet sich in Berlin mit Sieg zurück


Olympiasieger Kenenisa Bekele meldete sich beim DKB-ISTAF in Berlin zurück.
Foto: photorun.net

Weltrekordler und Olympiasieger Kenenisa Bekele hat sich mit einem Sieg zurückgemeldet. Der Äthiopier gewann am Sonntagnachmittag beim AF Golden League-Auftakt in Berlin den 5.000-m-Lauf in 13:00,76 Minuten. Dadurch ist er einen Tag nach seinem 27.Geburtstag im Rennen um den Jackpot von einer Million Dollar. Athleten, die bei allen sechs AF Golden League-Meetings jeweils ihre Disziplin gewinnen, partizipieren an der Dollar-Million.

Allerdings wirkte Kenenisa Bekele bei seinem ersten 5.000-m-Rennen seit Ende August 2008 noch nicht so souverän wie im vergangenen Jahr. Die angepeilte Meeting-Rekordzeit von unter 12:50 Minuten wurde beim DKB-ISTAF vor 63.896 Zuschauern im Berliner Olympiastadion deutlich verpasst. Durch das etwas langsamere Tempo war allerdings in der letzten Runde noch viel Spannung im Rennen, denn Bekele ging an der Spitze liegend mit vier Konkurrenten im Nacken auf die letzten 400 Meter.

Auf der Zielgeraden erwies sich allerdings Kenenisa Bekele als nicht zu schlagen. Kontrolliert rannte er an der Spitze und wehrte den Angriff der vier hinter ihm laufenden Kenianer ab. Abraham Chebii wurde Zweiter in 13:01,08 Minuten, Micah Kogo belegte Rang drei mit 13:01,30 und Vincent Chepkok kam als Vierter ins Ziel (13:01,35).

Für Kenenisa Bekele war es der erste Sieg seit einem 3.000-m-Rennen am 31. August in Gateshead (England). Diese ungewohnte Durststrecke des Äthiopiers erklärt sich mit einem Ermüdungsbruch im Fuß, den er während eines 15-km-Laufes in Holland im November 2008 erlitt. Dadurch konnte Bekele im Winter weder in der Halle noch im Cross an den Start gehen. Beim Meeting in Hengelo am 1. Juni hatte er über 1.500 m aufgegeben. Doch jetzt scheint Kenenisa Bekele wieder im Aufwärtstrend zu sein.

Ein hochkarätigeres Ergebnis gab es im 1.500-m-Rennen der Männer beim DKB-ISTAF. Hier gewann der Kenianer Augustine Choge in der Jahresweltbestzeit von 3:29,47 Minuten vor seinem Landsmann Haron Keitany (3:30,20). Dritter wurde mit William Biwott (3:32,34) ein weiterer Kenianer. Der 22-jährige Choge, der 2006 bereits bei den Commonwealth Games 5.000-m-Gold gewonnen hatte, rückte in Berlin in der Liste der schnellsten Läufer aller Zeiten immerhin auf Rang 13 vor. Dabei verpasste er den 24 Jahre alten ISTAF-Rekord von Said Aouita lediglich um eine Hundertstelsekunde. Der Marokkaner hatte 1985 in Berlin mit 3:29,46 einen Weltrekord aufgestellt.

Das 1.500-m-Rennen war jedoch auch aus deutscher Sicht erfolgreich, denn als Fünfter steigerte sich Stefan Eberhardt (LC Erfurt) auf beachtliche 3:33,92 Minuten. Damit stieg der 23-Jährige auf zum achtschnellsten deutschen 1.500-m-Läufer aller Zeiten. Eberhardt verbesserte seine bisherige Bestzeit (3:37,10) gleich um gut drei Sekunden und lief die schnellste Zeit eines Deutschen seit zwölf Jahren. 1997 waren Dieter Baumann (3:33,51) und Rüdiger Stenzel (3:33,60) noch etwas schneller als der Thüringer. Ebenfalls eine persönliche Bestzeit erreichte Carsten Schlangen (LG Nord), der als Zehnter 3:34,60 Minuten lief. Beide sind damit für die WM qualifiziert, die in zwei Monaten ebenfalls in Berlin stattfinden wird.

Text: race-news-service.com

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race-news | 11.06.2009

Über 20.000 laufen Staffel in Berlin


Immer mehr Läufer beteiligen sich am Berliner Staffelrennen.
Foto: photorun.net

Zum ersten Mal registriert ein Staffelrennen in Deutschland in diesen Tagen über 20.000 Teilnehmer. Für die Berliner Wasserbetriebe Team-Staffel hat sich die Rekordzahl von 4.009 Teams angemeldet, die im Tiergarten über 5x5 km an den Start gehen. Damit ergibt sich eine Läuferzahl von 20.045, die die Veranstaltung zu einem der größten Rennen in Deutschland macht. Um die Läufermassen im zentralen Berliner Park nicht ins Chaos zu schicken, veranstaltet SCC-Running die Staffel inzwischen an drei Tagen. Am Mittwoch gingen 1.170 Teams an den Start, am Donnerstag sind es 1.438 und am Freitag noch einmal 1.401.

Die Team-Staffel hat inzwischen mehr Läufer als der Berlin-Marathon Mitte der 90er Jahre. Es sind vor allen Dingen zwei Punkte, die den Erfolg der Staffel erklären. Zum einen ist es die relativ kurze Laufstrecke von fünf Kilometern. Wer mit dem Laufsport beginnt, ist schon nach einem relativ geringen Trainingsaufwand in der Lage, fünf Kilometer zu schaffen. Die Zahl der potenziellen Teilnehmer nimmt so ständig zu. Hinzu kommt der Team-Gedanke. In der klassischen Individualsportart Leichtathletik haben die Staffeln deswegen traditionell eine besondere Stellung. Entscheidungen über 4x100 oder 4x400 Meter sind Höhepunkte bei internationalen Meisterschaften. Aber schon vor rund 100 Jahren war auch der Langstrecken-Staffellauf Potsdam-Berlin ein großes Ereignis. Alle diese Rennen waren aber Vereinsläufern vorbehalten.

Das stärkende Gemeinschaftsgefühl einer Staffel wurde inzwischen auch abseits des Schulsports auf den Breitensport übertragen. Läufer trainieren in der Regel eher alleine und gehen dann auch individuell an den Start. Ein Staffelrennen ist anders. „Wir haben immer mehr Arbeitskollegen, die sich zu einem Team zusammenschließen und anmelden. Einer zieht den anderen mit, eine Staffel schweißt zusammen“, hatte Mark Milde die Entwicklung einmal erklärt. Und der Race-Direktor der Berliner 5x5-km-Staffel sowie des Berlin-Marathons fügte hinzu: „Bei der Staffel registrieren wir nur ganz wenige Ausfälle. Normalerweise gehen rund 20 Prozent der gemeldeten Teilnehmer letztlich nicht an den Start. Bei der Staffel sind es nicht einmal fünf Prozent.“

Die ursprüngliche Idee der 5x5-km-Staffel kam übrigens nicht aus Berlin. Horst Milde, der langjährige Berliner Race-Direktor, ging 1999 mit einem Team von Mitarbeitern bei einem 5x5-km-Wettbewerb in Kopenhagen an den Start. Schon damals war diese Veranstaltung so groß wie der Berliner Lauf heute. „Der Organisator des Kopenhagen-Marathons hatte mir damals gesagt: Vom Marathon bei uns kannst Du nichts lernen, aber komm mal zum Staffelrennen“, erinnert sich Horst Milde. Ein Jahr später hatte die Berliner Staffel mit 1.090 Läufern ihre Premiere im Tiergarten.

Text: race-news-service.com

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race-news | 08.06.2009

Rose Kosgei gewinnt 10 km in New York


Rose Kosgei lief bereits wenige Meter nach dem Start an der Spitze.
Foto: photorun.net

Die Kenianerin Rose Kosgei hat das ,New York Mini 10 km-Rennen’ gewonnen. Die 27-Jährige lief im Central Park 32:43 Minuten und war die einzige Läuferin, die unter der 33-Minuten-Marke blieb. Serena Burla (USA) belegte mit 33:04 überraschend Platz zwei, Dritte wurde die Äthiopierin Hirut Mandefro in 33:13. Bei dem Frauenlauf gingen rund 4.300 Athletinnen an den Start.

Pech hatte Deena Kastor, die ebenfalls auf der Elite-Startliste gestanden hatte. Die US-Amerikanerin, die sich nach ihrem Fußbruch beim olympischen Marathon 2008 in Peking in diesem Frühjahr wieder zurückgemeldet hatte, verzichtete auf den Wettkampf. Sie leidet unter einer Entzündung in jenem Fuß, der im vergangenen Jahr verletzt war und wollte kein Risiko eingehen. Deena Kastor joggte die 10 km locker im Feld mit.

Rose Kosgei hatte vom Start weg die Führung übernommen und das Tempo an der Spitze bestimmt. Schon vor der Hälfte der Strecke hatte sie die letzte Verfolgerin, die Äthiopierin Ashu Kasim, die später noch bis auf Rang 18 zurückfallen sollte, hinter sich gelassen. Nachdem Rose Kosgei die 5-km-Marke in 15:52 Minuten durchlaufen hatte, wurde sie zwar etwas langsamer, doch ihr Sieg geriet nie in Gefahr. Mit 32:43 Minuten erreichte sie zufällig exakt die Zeit, mit der Hilda Kibet (Niederlande) vor einem Jahr in New York gewonnen hatte.

„Ich war überrascht, dass keine der anderen Läuferinnen mein Tempo mitging“, erklärte Rose Kosgei, die im März den Prag-Halbmarathon in 69:03 Minuten gewonnen hatte. Vierte wurde in New York die Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba (Kenia) mit 33:21.

Text: race-news-service.com

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race-news | 05.06.2009

Olympiasieger Sammy Wanjiru läuft nicht Berlin-Marathon


Olympiasieger Sammy Wanjiru wird in diesem Jahr nicht in Berlin laufen - weder bei der WM noch beim Berlin-Marathon
Foto: photorun.net

Sammy Wanjiru wird nicht beim real,- Berlin-Marathon am 20. September an den Start gehen. Dies erklärte sein italienischer Manager Federico Rosa in Kenia. Mark Milde, der Berliner Race-Direktor, bestätigte diese jüngste Entwicklung gegenüber Race News Service. Der Marathon-Olympiasieger Sammy Wanjiru hatte bereits unmittelbar nach seinem Triumph in Peking gesagt, dass er nun gerne beim real,- Berlin-Marathon 2009 Haile Gebrselassies Weltrekord (2:03:59 Stunden) brechen würde. Diese Aussage wiederholte der 22-jährige kenianische Ausnahmeläufer vor kurzem erneut. Trotzdem wird es zu einem Start in Berlin nicht kommen, denn die Veranstalter verpflichteten zwischenzeitlich erneut den Titelverteidiger Haile Gebrselassie. Der Äthiopier hatte in Berlin im vergangenen Jahr seinen Weltrekord auf die aktuelle Marke verbessert.

Während Wanjiru sicherlich gerne gegen Gebrselassie laufen würde, gilt dies anders herum wohl nicht. Der Äthiopier geht seit ein paar Jahren den stärksten Konkurrenten im Marathon aus dem Weg und konzentriert sich ausschließlich auf die Rekordjagd mit entsprechenden Tempomachern. Einen wirklich hochkarätig besetzten Marathon konnte Haile Gebrselassie in seiner Karriere bis heute nicht gewinnen. Hinzu kommt, dass das Budget der Berliner nicht ausreichen dürfte, um sowohl Gebrselassie als auch Wanjiru angemessen zu finanzieren.

Nach seinem Triumph beim hochklassigen London-Marathon, den Wanjiru im April mit der Streckenrekordzeit von 2:05:09 Stunden gewann, wurde der Kenianer zunächst für den WM-Marathon nominiert. Doch auf einen Start bei den Weltmeisterschaften verzichtet Sammy Wanjiru, da der Marathon-Weltrekord sein Ziel bleibt. „Es ist richtig, dass er nicht beim WM-Marathon starten wird, aber ich kann auch bestätigen, dass er nicht beim Berlin-Marathon an den Start gehen wird“, sagte Federico Rosa. Eine entsprechende Aussage des Italieners ihm gegenüber bestätigte auch Berlins Race-Direktor Mark Milde, der Rosa zuvor bezüglich einer Startmöglichkeit kontaktiert hatte.

Federico Rosa sagte zu den neuesten Entwicklungen auch: „Wir orientieren uns auf einen späteren Top-Marathon in den USA.“ Damit könnte der Chicago-Marathon am 11. Oktober ins Gespräch kommen, der über eine ebenfalls sehr schnelle Strecke verfügt. Sollte sich Sammy Wanjiru jedoch für New York am 1. November entscheiden, müsste er das Projekt Weltrekord sicherlich verschieben. Denn die Strecke dort ist nicht geeignet für derartig schnelle Zeiten.

Text: race-news-service.com

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race-news | 02.06.2009

Gebrselassie verpasst Stundenweltrekord in Hengelo


Haile Gebrselassie verpasste in Hengelo seinen eigenen Stundenweltrekord.
Foto: photorun.net

Haile Gebrselassie, der in seiner einzigartigen Karriere bisher 19 offizielle und sieben inoffizielle Weltrekorde aufgestellt hat, verpasste am Pfingstmontag in Hengelo Bestzeit Nummer 27. Der 36-jährige Äthiopier griff in den Niederlanden seine eigene Bestmarke im Stundenlauf an. Am Ende erreichte Haile Gebrselassie dabei genau 20.822,36 Meter. In der ewigen Weltbestenliste steht er damit auf Rang sechs.

In Hengelo hatte Haile Gebrselassie in seiner Karriere bereits viermal Weltbestzeiten aufgestellt: 1994 lief er über 5.000 m mit 12:56,96 Minuten seinen ersten Weltrekord, ein jahr später verbesserte er die 10.000-m-Marke auf 26:43,53, dann lief er 1997 8:01,08 über zwei Meilen und 1998 über 10.000 m 26:22,75. Am Montag jedoch reichte es vor ,Heimpublikum’ nicht zum Rekord. Vor zwei Jahren hatte Haile Gebrselassie im Stundenlauf in Ostrava 21.285 Meter erreicht, dieses Mal musste er sich mit gut 460 Metern weniger zufrieden geben. Als bei aufkommendem Wind und Regen der Rekordfahrplan nicht mehr zu halten war, hielt sich Haile Gebrselassie zurück und konzentrierte sich auf den Sieg. Dabei gewann er vor den Kenianern Kiplimo Kimutai (20.797,10 m) und Wilson Kiprop (20.756,40).

Für das beste Lauf-Ergebnis in Hengelo sorgte ein Mittelstreckler: Abubaker Kaki (Sudan) gewann die 800 m in hochklassigen 1:43,10 Minuten vor Amine Laalou (Marokko/1:43,36) und David Rudisha (Kenia/1:43,53).

Beim Leichtathletik-Meeting in New York hatte sich am Sonnabend die Doppel-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba geschlagen geben müssen: Schneller als die Äthiopierin, die im vergangenen Jahr die 5.000 und die 10.000 m dominierte, war über die kürzere Distanz die Kenianerin Linet Masai. Die 19-jährige Junioren-Weltrekordlerin über 10.000 m gewann in 14:35,39 Minuten vor der 5.000-m-Weltrekordlerin Dibaba (14:40,93). Drei Runden vor Schluss hatte Masai damit begonnen, einen Vorsprung aufzubauen. Der sonst so fulminante Endspurt von Dibaba blieb aus. „Ich dachte, dass sie mich trotz meines Vorsprungs in der letzten Runde überholen würde, aber sie kam nicht“, sagte eine überraschte Linet Masai.

Ein gutes Debüt gab am Wochenende Tirunesh Dibabas äthiopische Rivalin Meseret Defar über 10.000 m. Die frühere 5.000-m-Weltrekordlerin lief in Stockholm mit 31:07,34 Minuten eine Jahresweltbestzeit und gewann klar vor ihrer Landsfrau Werknesh Kidane (31:19,00). Meseret Defar war trotz des Sieges nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung. „Ich will in Berlin bei der WM über 5.000 und 10.000 Meter antreten – aber dafür ist diese Zeit noch nicht gut genug“, erklärte sie.

Text: race-news-service.com

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race-news | 01.06.2009

Teyba Erkesso gewinnt auch den Freihofer’s Run for Women


Teyba Erkesso war in den USA erneut nicht zu schlagen.
Foto: photorun.net

Die Äthiopierin Teyba Erkesso setzt in den USA ihre Erfolgsserie fort. Die 26-Jährige gewann am Sonnabend die 31. Auflage des Freihofer’s Run for Women in Albany (New York). Bei dem 5-km-Rennen war Teyba Erkesso nach 15:27 Minuten im Ziel. Der knappe Vorsprung von drei Sekunden auf ihre Landsfrau Mamitu Daska spiegelte dabei nicht die Dominanz von Teyba Erkesso wider. Dritte wurde Rose Kosgei (Kenia) in 15:39, Platz vier belegte Genoveva Kigen (15:41).

Mit 4.028 Läuferinnen am Start verzeichnete der Freihofer’s Run for Women einen Teilnehmerinnenrekord. Teyba Erkesso bestimmte dabei jederzeit das Geschehen an der Spitze. Nach drei Kilometern lagen neben Mamitu Daska auch noch Rose Kosgei und Genoveva Kigen mit der späteren Siegerin vorne. Doch bald darauf entwickelte sich ein äthiopischer Zweikamp, den Teyba Erkesso mit einem langen Schlussspurt souverän für sich entschied. Nach einer sechsmonatigen Rennpause war Titelverteidigerin Benita Johnson (Australien) noch nicht wieder in Topform. Sie wurde Sechste mit 16:00 Minuten.

Erst eine Woche zuvor hatte Teyba Erkesso das 10-km-Rennen von Ottawa gewonnen. Auch beim Bay to Breakers über 12 km im Mai sowie beim Houston-Marathon war die 26-Jährige nicht zu stoppen. In Houston stellte sie dabei im Januar mit 2:24:18 Stunden sogar einen Kursrekord auf.

Text: race-news-service.com

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