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race-news | 30.09.2008

Irina Mikitenko macht World Marathon Majors-Serie spannend


: Irinina Mikitenko, Berlins Race-Direktor Mark Milde und Haile Gebrselassie vor dem Brandenburger Tor.
Foto: www.photorun.net

Mit ihrem Sieg beim real,- Berlin-Marathon hat sich Irina Mikitenko in der zweiten Serie der World Marathon Majors (WMM) 2007-2008 an die Spitze geschoben. Zu den WMM-Rennen gehören neben Berlin auch Boston, London, Chicago und New York, außerdem fließen die Ergebnisse der Olympischen Spiele und der Weltmeisterschaften in die Wertungen der jeweiligen Serien. Die jährlichen Sieger der Serien, die jeweils über zwei Jahre laufen und sich überlappen, teilen sich eine Million US-Dollar.

Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) hat nun 65 Punkte und liegt nach einem fantastischen Rennen in der deutschen Hauptstadt, wo sie mit 2:19:19 Stunden gewann und damit zur viertschnellsten Marathonläuferin aller Zeiten wurde, punktgleich mit Gete Wami (Äthiopien) auf Rang eins der Serie. In der dritten WMM-Serie 2008-2009 hat Irina Mikitenko zudem mit 50 Punkten aus zwei Rennen die Führung übernommen. Im April hatte die 36-Jährige überraschend bereits den London-Marathon gewonnen. Vor einem Jahr war sie in Berlin Zweite.

Bei den Männern hat sich Haile Gebrselassie, der in Berlin seinen eigenen Weltrekord auf 2:03:59 Stunden verbesserte, in der Serie 2007-2008 mit 50 Zählern auf Rang drei geschoben. Allerdings hat der Äthiopier in diesem Jahr keine Chance mehr, die WMM-Wertung noch zu gewinnen. Denn der in Führung liegende Kenianer Martin Lel hat bereits 76 Punkte. Er könnte höchstens noch von seinem Landsmann Robert K. Cheruiyot überholt werden, sofern dieser entweder in Chicago oder in New York gewinnt. Noch ist er allerdings für keines der beiden Rennen am 12. Oktober beziehungsweise 2. November gemeldet. In der Serie 2008-2009 liegt Haile Gebrselassie nun allerdings aussichtsreich im Rennen. Hier ist er hinter den beiden Kenianern Samuel Wanjiru (40 Punkte) und Martin Lel (26) gemeinsam mit Robert K. Cheruiyot Dritter (je 25 Punkte).

Bei den Frauen wird es in der zweiten Serie 2007-2008 nun noch richtig spannend. Um ihrerseits ihr Punktekonto zu verbessern und damit zu gewinnen, müsste Gete Wami mindestens Zweite werden bei ihrem Rennen in New York. Die Äthiopierin hat bereits die Maximalzahl von vier Rennen in der Wertung, daher würden ihr die Plätze drei, vier und fünf nicht weiter helfen. Sie war Zweite in London 2007, Erste in Berlin 2007, Zweite in New York 2007 und Dritte in London 2008.

Blieben noch die Chinesin Chunxiu Zhou und die Kenianerin Catherine Ndereba, die mit einem Sieg in Chicago oder New York die Spitze übernehmen könnten. Nach ihren Medaillengewinnen beim olympischen Marathon (Silber für Ndereba, Bronze für Zhou) hat aber noch keine von ihnen für eines der Rennen gemeldet.

Sollte die Frauen-Serie tatsächlich punktgleich zwischen Mikitenko und Wami enden, würde der direkte Vergleich zählen: Auch hier steht es unentschieden, denn die Äthiopierin ließ vor einem Jahr die Deutsche in Berlin hinter sich und in London war es dann umgekehrt. So müsste schließlich eine Abstimmung unter den fünf WMM-Race-Direktoren entscheiden. Aspekte wie aus wie vielen Rennen die Läuferinnen ihre Punkte sammelten, um wie viele Plätze eine die andere distanziert hat oder Zeitvergleiche der beiden Läuferinnen bei den betreffenden WMM-Rennen sind zurzeit im Reglement der WMM nicht fixiert. Es bleibt den Race-Direktoren überlassen, dies gegebenenfalls bei ihrer Abstimmung zu bewerten, um den Gewinner zu ermitteln.

Der Stand der zweiten WMM-Serie 2007-2008:

MÄNNER
1 Martin Lel (KEN) 76 Punkte
2 Robert K. Cheruiyot (KEN) 55
3 Haile Gebrselassie (ETH) 50
4 Abderrahim Goumri (MAR) 40
4 Samuel Wanjiru (KEN) 40
6 James Kwambi (KEN) 31

FRAUEN 1 Irina Mikitenko (GER) 65 Punkte
1 Gete Wami (ETH) 65
3 Chunxiu Zhou (CHN) 50
4 Catherine Ndereba (KEN) 41
5 Constantina Tomescu Dita (ROM) 35
6 Lidiya Grigoryeva (RUS) 30
6 Jelena Prokopcuka (LET) 30
8 Dire Tune (ETH) 25
8 Paula Radcliffe (GBR) 25
8 Berhane Adere (ETH) 25

Der Stand der dritten WMM-Serie 2008-2009:

MÄNNER
1 Samuel Wanjiru (KEN) 40 Points
2 Martin Lel (KEN) 26
3 Haile Gebrselassie (ETH) 25
3 Robert K. Cheruiyot (KEN) 25
5 Jaoud Gharib (MAR) 15
5 Abderrahim Bouramdare (MAR) 15
5 James Kwambai (KEN) 15

FRAUEN
1 Irina Mikitenko (GER) 50 Punkte
2 Dire Tune (ETH) 25
2 Contstantina Tomescu-Dita (ROM) 25
4 Askale Tafa Margasa (ETH) 16

Text: race-news-service.com

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race-news | 30.09.2008

Benson Barus nach Sieg in Udine bereit für Frankfurt


Benson Barus lief den Halbmarathon unter einer Stunde in Udine.
Foto: www.photorun.net

Am Tag eines denkwürdigen Berlin-Marathons fanden parallel auch zwei hochklassige Halbmarathonrennen statt. Für die beste Leistung sorgte dabei in Udine der Kenianer Benson Barus. Er gewann dieses Rennen in Italien in der Streckenrekordzeit von 59:41 Minuten und durchbrach damit ebenso wie John Kiprotich die Stunden-Marke. Sein Landsmann war nur drei Sekunden hinter Benson Barus im Ziel.

„Ich habe in Kenia sehr gut trainiert und konnte die Form heute bestätigen. Dies war ein prima Test für den Frankfurt-Marathon“, erklärte der 28-jährige Benson Barus, der bisher eine Marathon-Bestzeit von 2:08:34 aufweist. Das Ergebnis von Udine lässt darauf schließen, dass er auf der schnellen Frankfurter Strecke seine Bestzeit steigern kann. Dritter wurde mit deutlichem Abstand der Äthiopier Lilesa Feyisa mit 62:26. Bei den Frauen setzte sich die Ungarin Aniko Kalovics in 70:08 Minuten vor den Äthiopierinnen Mare Dibaba (70:32) und Masresha Azalesh (70:35) durch.

Beim Lissabon-Halbmarathon gab es eine Überraschung im Männerrennen. Dort lief der Kenianer Silas Sang mit 61:26 Minuten einen Streckenrekord und ließ den favorisierten Paul Tergat hinter sich. Sein Landsmann, der ehemalige Marathon-Weltrekordler, wurde mit 61:33 Zweiter. Mit Samuel Mwangi lief ein weiterer Kenianer auf Rang drei in 61:41. Acht der zehn ersten Plätze belegten Läufer aus Kenia. Trotz der Niederlage war Paul Tergat nicht unzufrieden: „Dies war ein prima Test für mich für den New York-Marathon“, erklärte der 39-Jährige.

Ebenfalls beim Marathon in New York starten wird Rita Jeptoo, die das Frauen-Rennen gewann. Die Kenianerin stellte mit 69:48 Minuten einen Streckenrekord auf. Sie war deutlich vor ihren Landsfrauen Alice Timbilili (70:13) und Salina Kosgei (71:10) im Ziel.

Text: race-news-service.com

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race-news | 29.09.2008

Berlin-Marathon der schnellste und Fünftgrößter aller Zeiten


Erstmals erreichten in Berlin über 35.000 Läufer das Ziel.
Foto: www.photorun.net

Die kleine Jubiläumsauflage des real,- Berlin-Marathon hat neben dem Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59) und dem deutschen Rekord von Siegerin Irina Mikitenko (TV Wattenscheid/2:19:19) weitere große spitzen- als auch breitensportliche Ausnahmezahlen produziert. So setzte die 35. Auflage auch in Bezug auf die Gesamtgröße neue Maßstäbe: Mit 35.913 Läufer und Walker haben am Sonntag das Ziel am Brandenburger Tor erreicht – so viele wie nie zuvor. Der bisherige Rekord lag bei 32.600 aus dem vergangenen Jahr. Damit ist der Berlin Marathon 2008 das fünftgrößte Marathonrennen aller Zeiten.

Diese Liste wird angeführt vom New York-Marathon 2005 mit 38.956 Athleten im Ziel. Die New Yorker Auflagen 2007 (38.607) und 2006 (37.866) folgen in der Liste vor dem 100. Boston-Marathon 1996 (36.868).

Der Weltrekord von Haile Gebrselassie (2:03:59) war bereits der siebente in der Geschichte des real,- BERLIN-MARATHON. Bei keinem anderen Marathon weltweit wurden derartig viele Weltbestzeiten aufgestellt. Dabei wurden in Berlin mehrfach Barrieren durchbrochen: 1998 war Ronaldo da Costa (Brasilien) der erste Läufer, der für die Marathondistanz eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 km/h erreichte. 2001 durchbrach die Japanerin Naoko Takahashi in Berlin als erste Frau die 2:20-Barriere. Zwei Jahre später rannte Paul Tergat (Kenia) den ersten Marathon unter 2:05 Stunden, nun ist Haile Gebrselassie der erste, der unter 2:04 blieb.

Und der Berlin-Marathon ist nun auch in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen wieder die Nummer eins und an London vorbeigezogen. Der Zehner-Durchschnitt der besten je gelaufenen Männer-Zeiten liegt in Berlin nun bei 2:05:33,6 Stunden. In London beträgt dieser Schnitt 2:05:57,6. Bei den Frauen führt hier London mit 2:19:46,8 Stunden vor Chicago (2:20:42,9) und Berlin (2:21:00,4).

Text: race-news-service.com

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race-news | 28.09.2008

Haile läuft Weltrekord, Mikitenko durchbricht 2:20-Barriere beim Berlin-Marathon


Haile Gebrselassie läuft Weltrekord in Berlin.
Foto: www.photorun.net
 
Irina Mikitenko durchbricht sensationell die 2:20-Stunden-Barriere.
Foto: www.photorun.net

Haile Gebrselassie und Irina Mikitenko haben mit fantastischen Leistungen die 35. Auflage des real,- Berlin-Marathons gewonnen. Vor einem Millionenpublikum brach der Äthiopier seinen eigenen, im vergangenen Jahr in der deutschen Hauptstadt aufgestellten Weltrekord um 27 Sekunden und verbesserte die Marke auf 2:03:59. Damit erreichte er auf die Sekunde genau sein Ziel, als erster Läufer über die klassischen 42,195 km unter 2:04 Stunden zu laufen.

Vorangetrieben von den begeisterten Zuschauern wurde Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) in Berlin überraschend zur viertschnellsten Marathonläuferin aller Zeiten. Die 36-Jährige stürmte in 2:19:19 Stunden ins Ziel und schaffte es als erste Deutsche, die 2:20-Stunden-Barriere zu durchbrechen. Als neunte Läuferin in der Leichtathletik-Geschichte blieb Irina Mikitenko unter 2:20 Stunden. Ihre Zeit ist zugleich eine Jahresweltbestzeit und die siebtbeste Zeit aller Zeiten. Lediglich Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien), die Kenianerin Catherine Ndereba und Mizuki Noguchi sind bisher noch schneller gelaufen als Irina Mikitenko. Um ein Haar hätte Irina Mikitenko, die auf den olympischen Marathon aufgrund eines Rückenproblems hatte verzichten müssen, in Berlin auch noch den Streckenrekord der japanischen Olympiasiegerin von Athen 2004, Mizuki Noguchi, gebrochen. Sie war 2005 2:19:12 Stunden gelaufen. Mikitenkos Zeit ist die zweitbeste einer Frau in der Geschichte der Veranstaltung.

Zählt man die Resultate von Gebrselassie und Mikitenko in Berlin zusammen, kommt eine Zeit von 4:23:18 Stunden heraus. In dieser Hinsicht war nur ein Rennen jemals besser als der Berlin-Marathon: In Chicago waren die Sieger 2002 insgesamt 4:23:14 gelaufen (Khannouchi 2:05:56 plus Radcliffe 2:17:18).

Beim größten und spektakulärsten deutschen Marathon beteiligte sich am Sonntag die Rekordzahl von 40.827 Läufern aus 107 Nationen. 35.913 Läufer erreichten das Ziel – so viele wie nie zuvor in Berlin. Ideal waren einmal mehr die Wetterbedingungen in Berlin mit Temperaturen zwischen 12 und 16° Celsius sowie Sonnenschein. Der Wind war längst nicht so stark wie an den Tagen zuvor vorhergesagt. Bei den hervorragenden Bedingungen rannten unter anderen die ersten beiden Männer und die Top-Drei-Frauen jeweils persönliche Bestzeiten, teilweise verbesserten sie diese Marke um mehrere Minuten.

„Das war heute fantastisch, alles war perfekt – Pacemaker, Wetter und Zuschauer. So einen Tag erwischt man wahrscheinlich nur einmal im Leben“, sagte Haile Gebrselassie, der am Sonntag wie im vergangenen Jahr insgesamt 130.000 Euro an Prämien verdiente. Es war in Berlin Bestzeit Nummer 26 für Haile Gebrselassie. 19 offizielle Weltrekorde und sieben inoffizielle hat er aufgestellt.

Im Männerrennen entwickelte sich von Beginn an ein sehr schnelles Rennen, das dann durchweg im Weltrekord-Tempobereich blieb. Überraschend war dabei, dass neben Haile Gebrselassie und seinen vier Tempomachern auch zwei Kenianer das superschnelle Tempo mitgingen: James Kwambai und Charles Kamathi. Die Spitzengruppe passierte die Halbmarathonmarke in 62:04 Minuten. Die Tempomacher gingen dann nacheinander aus dem Rennen, wobei Abel Kirui (Kenia) bis 32 km durchhielt.

„Die Tempomacher waren hervorragend. Dass Abel so lange durchhielt, war toll“, erklärte Haile Gebrselassie, der trotzdem zu diesem Zeitpunkt noch nicht alleine lief. Nachdem Charles Kamathi, der am Ende in 2:07:48 Dritter wurde, nach der 25-km-Marke zurückgefallen war, entwickelte sich später ein Duell zwischen James Kwambai und Haile Gebrselassie. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass er so stark sein würde“, sagte der Weltrekordler über seinen Konkurrenten, der seine Bestzeit um fast fünf Minuten auf 2:05:36 Stunden steigerte und Zweiter wurde. Gut fünf Kilometer vor dem Ziel forcierte Haile Gebrselassie das Tempo noch einmal etwas und löste sich dann entscheidend von James Kwambai.

Eine starke Leistung bei den idealen Witterungsbedingungen zeigte Falk Cierpinski (SG Spergau), der in dem hochklassigen Feld als Neunter ins Ziel kam und sich dabei von 2:15:48 auf 2:13:30 Stunden verbesserte. Der 30-Jährige lief ein recht ausgeglichenes Rennen. Nach 1:06:21 hatte er die erste Hälfte absolviert. „Langsam komme ich im Marathon jetzt da an, wo ich hin möchte. Ich habe eine neue Bestzeit erreicht und bin in Berlin in den Top Ten. Das ist verglichen zu vor zwei Jahren, als ich mein Marathon-Debüt in Sydney lief, eine tolle Steigerung“, erklärte Falk Cierpinski.

„Ich kann das noch gar nicht realisieren“, sagte eine überglückliche Irina Mikitenko im Ziel. Die Uhr zeigte 2:19:19 Stunden, als die 1,58 Meter große Langstrecklerin in ihrem dritten Marathon als erste Deutsche nach Uta Pippig vor 13 Jahren diesen Marathon-Klassiker gewann. Irina Mikitenko war das Harakiri-Tempo der Spitzengruppe am Anfang des Rennens nicht mitgegangen. Nach 32:49 Minuten waren Askale Tafa Magarsa, Shuru Deriba (beide Äthiopien) sowie die beiden Kenianerinnen Helena Kirop und Rose Cheruiyot am Kilometerpunkt 10. Das lief auf ein Endzeit von 2:18:30 hinaus – schneller war bisher nur Paula Radcliffe. Doch auch Irina Mikitenko war mit 33:11 als Vierte an diesem Punkt schon sehr schnell unterwegs – damit war sie auf dem Weg zu einem Ergebnis um 2:20 Stunden.

Irina Mikitenkos Mann und Trainer Alexander, der auf dem Fahrrad das Rennen beobachtete, war immer wieder bemüht, seine Frau etwas zu bremsen. Das gelang ihm teilweise. Als die inzwischen nur noch zweiköpfige Spitzengruppe – Magarsa und Kirop – nach 69:37 Minuten den Halbmarathonpunkt erreichte, lag Mikitenko mit 70:05 Minuten 28 Sekunden zurück, doch die Spitze war nicht außer Reichweite. Und während die 36-jährige Deutsche, die in Berlin 80.000 Euro verdiente, ihr Tempo beibehielt, kamen ihr zunächst Kirop und schließlich auch Magarsa von vorne praktisch entgegen, denn erwartungsgemäß wurden sie etwas langsamer.

Nach der 25-km-Marke kam Irina Mikitenko immer näher an die inzwischen alleine führende Äthiopierin Magarsa heran und holte sie bald danach ein. Einige Kilometer lief sie einen Meter hinter ihr, dann ging sie vorbei und löste sich schnell entscheidend von der erwartungsgemäß stärksten Konkurrentin. In der Endphase des Rennens konnte Irina Mikitenko noch einmal zulegen und kam somit auf 2:19:19 Stunden. Damit steigerte sie sich ebenso wie James Kwambai um fast fünf Minuten. Askale Magarsa lief erstklassige 2:21:31 Stunden als Zweite und verbesserte sich damit ebenfalls deutlich. Dritte wurde Helena Kirop mit 2.25:01.

Die schnellsten Frauen aller Zeiten

02:15:25

Paula Radcliffe

GBR

London 2003

02:18:47

Catherine Ndereba

KEN

Chicago 2001

02:19:12

Mizuki Noguchi

JPN

Berlin 2005

02:19:19

Irina Mikitenko

GER

Berlin 2008

02:19:36

Deena Kastor

USA

London 2006

02:19:39

Yingye Sun

CHN

Peking 2003

02:19:41

Yoko Shibui

JPN

Berlin 2004

02:19:46

Naoko Takahashi

JPN

Berlin 2001

02:19:51

Chunxiu Zhou

CHN

Seoul 2006

Text: race-news-service.com

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race-news | 27.09.2008

Horst Milde über die Eckpunkte aus 35 Jahren Berlin-Marathon


Horst Milde bei der Bekanntgabe der World Marathon Majors (WMM) in Boston 2008.
Foto: www.photorun.net

Der Name Horst Milde steht in Deutschland für die Entwicklung des Laufsports. 1974 startete er den ersten Berlin-Marathon, der damals noch am Rande des Grunewaldes stattfand. Horst Milde, der im nächsten Monat seinen 70. Geburtstag feiert, war bis Anfang 2004 der Race-Direktor dieses und einer Kette weiterer großer Rennen in Berlin. In einem Zeitraum von 40 Jahren hatten seine Veranstaltungen über 1,25 Millionen Teilnehmer. Seit 2004 hat sein Sohn Mark die Position des Race-Direktors übernommen. Zum 35. real,- Berlin-Marathon berichtet Horst Milde über vier Eckpunkte aus der Geschichte des Rennens:

1981 – der Schritt in die Stadt

Vor knapp 30 Jahren sahen wir, dass sich in New York ein Stadtmarathon entwickelte, der bereits 1979 über 10.000 Teilnehmer hatte. Es war dann unser großes Ziel, auch in Berlin ein Rennen zu etablieren, das mitten durch die Innenstadt führt. Die Zustimmung des Senates bekamen wir, doch die Polizei zu überzeugen, das war nicht leicht und bedurfte sozusagen höherer Gewalt. Als ich im Sommer 1980 dem damaligen Polizeipräsidenten Klaus Hübner vorgestellt wurde, geschah dies mit den Worten: ,Dort drüben sitzt ein Verrückter – der will durch die Stadt rennen!’ Unsere Streckenführung war das Problem. Der Kurfürstendamm war die Zielgerade, was mit ,Die Straßen sind für die Autos da’ kommentiert wurde. Tabu war ein anderer Streckenpunkt: Der Checkpoint Charlie, der durch den Läuferstrom abgeschnitten war. Wir sollten eine andere Route vorschlagen, doch ich nahm stattdessen Kontakt auf mit dem Chef der US-Mission, John Kornblum. Der spätere US-Botschafter gab mir Grünes Licht. Er stellte einen Offizier bereit und erklärte, bei Lücken im Läuferfeld könne der Grenzübergang ja trotzdem genutzt werden. Mit der Unterstützung der Amerikaner im Rücken ging ich zurück zu den überraschten Verkehrspolizisten. Als im Mai 1981 die französischen Alliierten mit den ,25 km de Berlin’ den ersten großen deutschen City-Lauf starteten, machte das Mut. Ohne die Hilfe der westlichen Alliierten hätte die Erfolgsstory des Berlin-Marathons nicht beginnen können. 1981 hatte der erste Berlin-Marathon durch die Stadt 3.486 Teilnehmer.

1990 – der erste Lauf durch Ost und West

Dieses Telefonat werde ich nie vergessen: Einen Tag nach dem Fall der Mauer rief mich Michael Coleman an. Der Londoner Sportredakteur der Times, der zuvor mehrmals beim Berlin-Marathon war, redete auf mich ein. ,Du kannst den Berlin-Marathon zum Lauf des Jahres machen, aber die Strecke muss 1990 durch das Brandenburger Tor führen!’ Ich war skeptisch. Doch schon zwei Tage später erhielt diese Idee neue Nahrung. Wir veranstalteten den Crosslauf und hatten plötzlich Läufer aus dem Ostteil am Start. Dann haben wir damit begonnen, den nächsten großen Traum umzusetzen. Nach Verhandlungen mit vielen Behörden, darunter auch der Ost-Berliner Magistrat, konnte das Rennen am 30. September tatsächlich durch das Brandenburger Tor führen. Wir hatten 25.000 Teilnehmer aus aller Welt, eine TV-Live-Übertragung nach Japan und standen nun in einer Reihe mit unseren großen Vorbildern, den Marathonläufen in New York und London. Dass wenige Tage vor dem Start plötzlich das Brandenburger Tor eingerüstet worden war, ist eine von vielen Anekdoten, die ich in 40 Jahren als Organisator erlebt habe. Wir haben die Politiker davon überzeugt, das Gerüst wieder abbauen zu lassen für den Lauf.

2001 – Naoko Takahashi und die Folgen

Dass wir in Berlin eine der flachsten und damit schnellsten Marathonstrecken der Welt haben, wussten wir schon in den 80er Jahren. Damals fehlte allerdings das Geld, um die besten Athleten der Welt zu verpflichten und unser Rennen war auch noch nicht so bekannt. Als 1998 der Brasilianer Ronaldo da Costa einen überraschenden Weltrekord in Berlin lief und ein Jahr später die Kenianerin Tegla Loroupe eine Weltbestzeit erreichte, waren dies Meilensteine für die spitzensportliche Entwicklung des Rennens. In der Zwischenzeit war mein Sohn Mark verantwortlich für das Elitefeld. Ihm gelang 2001 die Verpflichtung der Olympiasiegerin Naoko Takahashi. Mit der Japanerin begann ein neuer Abschnitt, der dann später auch den Weg ebnete, um mit Boston, London, Chicago und New York die World Marathon Majors (WMM)-Serie zu gründen. Naoko Takahashi lief in Berlin als erste Frau unter 2:20 Stunden, damit hatte sie die Traumgrenze durchbrochen. 53 Millionen Japaner verfolgten das Rennen zu Hause am Fernsehen. Seitdem haben wir japanische Sponsoren und Live-Übertragungen in Japan. Der Lauf im Jahr 2001 hatte zudem wieder eine politische Dimension: Nach dem 11. September zogen die Teilnehmer vor dem Start ein Großtransparent mit der Aufschrift ,United we Run’ über ihre Köpfe hinweg. Abgebildet waren die Logos der Rennen aus Berlin und New York.

2003 – Paul Tergat und ein neues Ziel

Besser hätte mein letztes Rennen als Race-Direktor des Berlin-Marathons nicht laufen können. Ich konnte noch eine große Veränderung umsetzen, eine neue Strecke: das Ziel war nun erstmals am Brandenburger Tor und nicht mehr im Bereich des Kurfürstendamms. Bei der 30. Auflage hatten wir erstmals über 30.000 Läufer im Ziel. Paul Tergat krönte das Jubiläum mit einem Weltrekord, unserem vierten seit 1998. Der Kenianer lief die erste Zeit unter 2:05 Stunden. Der Berlin-Marathon hatte damit wiederum Geschichte geschrieben. Diese Erfolge als Race-Direktor wären nicht möglich gewesen ohne ein hervorragendes Team von Läufern aus vielen Berliner Vereinen, Verbänden, vielen Freunden – und natürlich der eigenen Familie.

Text: race-news-service.com

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race-news | 27.09.2008

Haile Gebrselassie vor dem Berlin-Marathon: „In Berlin ist immer etwas möglich“


Sollte Irina Mikitenko nach London auch beim Berlin-Marathon gewinnen, würde sie zu Gete Wami aufschließen, die in der WMM-Serie 2007-2008 in Führung liegt.
Foto: www.photorun.net

Mit dem real,- Berlin-Marathon beginnt am Sonntag die Kette der hochkarätigen Herbstrennen über die klassischen 42,195 km. Dabei werden neben dem Lauf in der deutschen Hauptstadt vor allem die ebenfalls zu den World Marathon Majors (WMM) gehörenden Veranstaltungen Bank of America Chicago-Marathon und ING New York City-Marathon im Mittelpunkt stehen. Allerdings haben in den letzten Jahren immer wieder auch der Amsterdam-Marathon sowie die japanischen Elite-Rennen von Tokio (Frauen) und Fukuoka (Männer) für hochklassige Resultate gesorgt. Mit dem Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon wird am 26. Oktober zudem ein zweiter deutscher Lauf gestartet, der sich zuletzt sehr gut entwickelt hat und immer stärker auch internationale Beachtung findet.

Sollte Irina Mikitenko in Berlin als Siegerin weitere 25 Punkte in der WMM-Serie 2007 – 2008 sammeln, würde die deutsche Läuferin mit 65 Zählern aufschließen zur Spitzenreiterin Gete Wami. Um ihrerseits ihr Punktekonto zu verbessern, müsste die Äthiopierin, die vor einem Jahr die erste WMM-Serie gewonnen hatte und sich mit dem Männer-Sieger Robert Cheruiyot (Kenia) eine Million US-Dollar teilen konnte, mindestens Zweite werden in New York. Wami hat bereits die Maximalzahl von vier Rennen in der Wertung, daher würden ihr die Plätze drei, vier und fünf nicht weiter helfen. Für die Äthiopierin wird das nach Berlin, New York, London und Peking bereits Start Nummer fünf innerhalb von wenig mehr als einem Jahr. Ob das gut gehen kann?

Blieben noch die Chinesin Chunxiu Zhou und die Kenianerin Catherine Ndereba, die mit einem Sieg in Chicago oder New York die Spitze übernehmen könnten. Doch beide haben auch schon den olympischen Marathon in den Knochen, wo sie Bronze und Silber gewannen. Sollte die Frauen-Serie tatsächlich punktgleich zwischen Mikitenko und Wami enden, würde der direkte Vergleich zählen: Auch hier steht es unentschieden, denn die Äthiopierin ließ vor einem Jahr die Deutsche in Berlin hinter sich und in London war es dann umgekehrt. So könnte schließlich eine Abstimmung unter den Race-Direktoren entscheiden.

Bei den Männern führt in der aktuellen WMM-Serie der Kenianer Martin Lel mit 76 Punkten. Er gewann zweimal in London sowie in New York und wurde Fünfter bei den Olympischen Spielen. Nur sein Landsmann Robert Cheruiyot könnte ihn noch überholen. Er hat bisher 55 Punkte aus drei Rennen – zwei Siege in Boston, Vierter in Chicago – und bräuchte einen Sieg in Chicago oder New York, um an Martin Lel noch vorbeizuziehen und auch die zweite WMM-Serie zu gewinnen.

TERMINE AUSGEWÄHLTER HERBST-MARATHONRENNEN

28. September Berlin
12. Oktober Chicago
19. Oktober Peking
19. Oktober Amsterdam
26. Oktober Frankfurt
2. November New York
9. November Athen
16. November Tokio (Frauen-Eliterennen)
7. Dezember Fukuoka (Männer-Eliterennen)

DIE HOCHKLASSIGSTEN HERBST-RENNEN: DATEN UND FAVORITEN

BERLIN
Meldezahl: 40.000
Siegprämie: 65.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 350.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:04:26 – Haile Gebrselassie (ETH) WR
2:19:12 – Mizuki Noguchi (JPN)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer: Haile Gebrselassie (ETH/2:04:26), Charles Kamathi (KEN/2:07:33), Gudisa Shentema (ETH/2:07:34), Toshinari Suwa (JPN/2:07:55), Joseph Ngolepus (KEN/2:07:57), Francis Kiprop (KEN/2:08:30), Luis Jesus (POR/2:08:55), Mesfin Ademasu (ETH/2:09:49), James Kwambai (KEN/2:10:20), Andrew Limo (KEN/2:11:47), Josphat Keiyo (KEN/2:12:19), Falk Cierpinski (SG Spergau/2:15:48), Stefan Koch (TV Wattenscheid/2:17:17).
Frauen: Askale Tafa (ETH/2:23:23), Irina Mikitenko (TV Wattenscheid/2:24:14), Rose Cheruiyot (KEN/2:25:48), Helena Kiprop (KEN/2:26:27), Gulnara Vigovskaya (RUS/2:28:22), Ayumi Nakayama (JPN/2:28:50), Mary Ptikany (KEN/2:29:45), Tsege Worku (ETH/2:33:25), Edyta Lewandoswka (POL/2:34:18 ).

CHICAGO
Meldezahl: 45.000
Siegprämie: 125.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 579.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:05:42 – Khalid Khannouchi (MAR)
2:17:18 – Paula Radcliffe (GBR)

Topathleten und Bestzeiten (soweit bekannt):
Männer: William Kipsang (KEN/2:05:49), Emmanuel Mutai (KEN/2:06:15), Richard Limo (KEN/2:06:45), Moses Arusei (KEN/2:06:50), Salim Kipsang (KEN/2:07:29), Christopher Cheboiboch (KEN/2:08:17), Timothy Cherigat (KEN/2:09:34), James Getanda (KEN/2:11:50).
Frauen: Constantina Tomescu-Dita (ROM/2:21:30), Bezunesh Bekele (ETH/2:23:09), Lidiya Grigoryeva (RUS/2:25:10), Alevtina Biktimirova (RUS /2:25:12), Worknesh Tola (ETH/2:25:37), Kiyoko Shimahara (JPN/2:26:14), Colleen De Reuck (USA/2:26:35), Adriana Pirtea (ROM/2:28:52), Zoila Gomez (USA/2:33:53), Kate O’Neill (USA/2:36:15).

AMSTERDAM
Meldezahl: vorauss. 7.500
Prämien nicht bekannt

Streckenrekorde:
2:06:20 – Haile Gebrselassie (ETH)
2:22:20 – Gete Wami (ETH)

Topathleten und Bestzeiten (soweit bekannt):
Männer: Robert Cheboror (KEN/2:06:23), Paul Kirui (KEN/2:06:44), Solomon Bushendich (KEN/2:08:52), Banjamin Limo (KEN/Debüt).
Frauen: noch nicht bekannt

FRANKFURT
Meldezahl: vorauss. 12.500
Siegprämie: 21.500 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 135.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:07:58 – Wilfred Kigen (KEN)
2:25:12 – Alevtina Biktimirova (RUS)

Topathleten und Bestzeiten (soweit bekannt):
Männer: William Kiplagat (KEN/2:06:50), Benjamin Maiyo (KEN/2:07:09), Benson Barus (KEN/2:08:34), Sammy Kurgat (KEN/2:08:38), Stephen Kiogora (KEN/2:09:21),
André Pollmächer (LAC Chemnitz/Debüt).
Frauen: Claudia Dreher (LG Ihleläufer Burg/2:27:55)Melanie Kraus (Bayer Leverkusen/2:27:58), Kirsten Otterbu (Norwegen/2:29:12), Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon/2:29:33), Oleysa Nurgalyeva (Russland/2:29:35), Yelena Nurgalyeva (Russland/2:29:49).

NEW YORK
Meldezahl: ca. 45.000
Siegprämie: vorauss. 130.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): über 600.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:07:43 – Tesfaye Jifar (ETH)
2:21:43 – Margaret Okayo (KEN)

Topathleten und Bestzeiten (soweit bekannt):
Männer: Hosea Rotich (KEN/2:07:24), Wilfred Kigen (KEN/2:07:33), Adam Goucher (USA/Debüt), Jorge Torres (USA/Debüt).
Frauen: Gete Wami (ETH/2:21:34), Katie McGregor (USA/2:32:36), Kara Goucher (USA/Debüt), Kim Smith (NZL/Debüt).

Text: race-news-service.com

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race-news | 26.09.2008

Haile Gebrselassie vor dem Berlin-Marathon: „In Berlin ist immer etwas möglich“


Haile Gebrselassie bei der Pressekonferenz in Berlin.
Foto: www.photorun.net

Mit Haile Gebrselassie startet am Sonntag beim real,- Berlin-Marathon der vielleicht größte Läufer aller Zeiten. Der Äthiopier brach in seiner Karriere bisher 18 offizielle und 7 inoffizielle Weltrekorde, hinzu kamen zwei Olympiasiege und vier Weltmeistertitel über 10.000 Meter. Damit steht der 35-jährige äthiopische Volksheld zumindest in einer Reihe mit dem legendären Finnen Paavo Nurmi, der bis Anfang der 30er Jahre 35 Weltrekorde aufgestellt hatte, oder Emil Zatopek. Der Höhepunkt in der Karriere des Tschechen waren die Olympischen Spiele 1952 in Helsinki, wo er Gold über 5.000 m, 10.000 m sowie im Marathon gewann.

Mit seinem Landsmann und Nachfolger Kenenisa Bekele, der ihm auch die Weltrekorde über 5.000 und 10.000 m abnahm, kann Haile Gebrselassie nicht mehr ganz mithalten. Diese Bestzeiten wird er nicht mehr erreichen können. Doch im Marathon ist das anders: Haile Gebrselassie ist sich sicher, dass er über die 42,195 km sein volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat.

„Ich weiß, dass ich 2:03 Stunden laufen kann. Aber ich weiß nicht, wann ich das erreichen werde. Für Sonntag will ich mir keine bestimmte Zeit als Ziel setzen. Ich möchte keine Zeiten mehr prognostizieren“, erklärte der 35-Jährige, der vor einem Jahr den Weltrekord auf 2:04:26 Stunden verbessert hatte. Damit war er 29 Sekunden schneller als Paul Tergat (Kenia) vier Jahre zuvor in Berlin und stellte erstmals eine globale Bestmarke über die klassische Distanz auf. Jetzt würde er die Marke gerne unter 2:04 Stunden drücken. „Wenn es mir gelingt, die erste Streckenhälfte in der Zeit wie letztes Jahr zu passieren (62:29 Minuten, d. Red.), traue ich es mir zu. Bei meinem Versuch in Dubai war die erste Hälfte zu schnell.“ Gebrselassie hatte im Januar den Dubai-Marathon in 2:04:53 gewonnen.

Sein Training in der Höhenlage der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba verlief sehr gut, betonte er. „Nach den Olympischen Spielen habe ich zu Hause trainiert, dabei stand die Ausdauer im Vordergrund. Und ich bin dabei sehr gut in Form gekommen. Ich hatte dann ein kleines muskuläres Problem vor zwei Wochen, aber das ist normal, wenn man auf einem so hohen Level trainiert. Da gibt es immer wieder mal kleine Wehwehchen. Ich fühle mich jetzt fit und gehe mit viel Selbstvertrauen ins Rennen“, erklärte Haile Gebrselassie und fügte hinzu: „Aber wenn man einen Weltrekord im Marathon aufstellen will, dann muss an diesem Tag alles perfekt stimmen. Wenn es am Sonntag klapp, prima. Wenn es nicht reicht, dann schauen wir auf das nächste Jahr. Aber Berlin bietet den schnellsten Kurs, da ist immer etwas möglich.“

„Von allen meinen Weltrekorden ist die Marathon-Bestmarke ohne Zweifel die wichtigste, denn der Marathonlauf ist eindeutig die Königsdisziplin unter den Langstrecken. Jetzt steht mein Name in den Marathon-Rekordlisten, und darauf bin ich stolz. Denn noch in 100 Jahren wird man ihn lesen und sagen, ah, das war Haile Gebrselassie“, erzählte der Ausnahmeläufer, der aus Zentral-Äthiopien (Provinz Arsi) stammt und neun Geschwister hat. Haile Gebrselassie wuchs auf einer Farm auf, seine Schule war zehn Kilometer entfernt. Laufend beziehungsweise rennend absolvierte er täglich den Schulweg. Damit legte Haile Gebrselassie wie viele andere afrikanische Weltklasse-Langstreckenläufer als Kind eine Grundlage für seine spätere Karriere. Auf dem Schulweg trug er seine Bücher unter dem Arm. Das erkennt man heute noch an seinem Laufstil, denn sein linker Arm ist dabei stärker angewinkelt.

Heute lebt Haile Gebrselassie längst in der Hauptstadt Addis Abeba. Mit seiner Frau hat er vier Kinder (drei Töchter und einen Sohn). Früh morgens fährt der Läufer aus der Stadt heraus und absolviert in der Höhe seine Haupt-Trainingseinheit. Anschließend arbeitet Haile Gebrselassie einige Stunden in seinem Bau- und Immobilien-Unternehmen bevor er nach einer Ruhepause nachmittags eine zweite Trainingseinheit absolviert. „Diese Trainingseinheit ist lockerer als die am Morgen. Und meist gehe ich danach noch in den Kraftraum.“ Langsam allerdings läuft Haile Gebrselassie nie. „Ich kann nicht wirklich langsam joggen. Irgendetwas in mir drängt mich dazu, schnell zu laufen. Ein langsamer Lauf ist für mich, wenn ich 4:30 Minuten pro Kilometer laufe, alles andere geht nicht.“

Text: race-news-service.com

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race-news | 25.09.2008

Haile Gebrselassie und Irina Mikitenko wollen 35. Berlin-Marathon krönen


Am Sonntag wird das größte deutsche Marathonspektakel in Berlin gestartet.
Foto: www.photorun.net

Jubiläumsrennen waren zuletzt ein gutes Omen für die spitzensportlichen Resultate des real,- Berlin-Marathons. Als vor zehn Jahren die 25. Auflage des größten und spektakulärsten deutschen Rennens über die 42,195 km gefeiert wurde, krönte Ronaldo da Costa die Veranstaltung. Der Brasilianer stürmte damals völlig überraschend zu einem Weltrekord. Ronaldo da Costa war nach 2:06:05 Stunden im Ziel, das damals noch auf dem Kurfürstendamm platziert war. Er wurde damit zum ersten Läufer, der die klassische Distanz im Durchschnitt in einem Tempo von unter 3:00 Minuten pro Kilometer absolvierte. Damit war er auch der erste, der eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 Stundenkilometern erreichte.

Fünf Jahre später, bei der 30. Auflage des Rennens, schrieb der Sieger wieder ein Stück Leichtathletik-Geschichte. Paul Tergat gewann das Rennen in 2:04:55 Stunden. Der Kenianer erreichte damit als erster Läufer eine Zeit von unter 2:05 Stunden und sicherte sich einen Platz in den Geschichtsbüchern. Paul Tergat war damals auch der allererste, der in das neue Ziel am Brandenburger Tor einlief.

Es war im vergangenen Jahr Haile Gebrselassie, der diesen Weltrekord seines großen Rivalen Paul Tergat in Berlin verbesserte. Der Äthiopier lief auf der bekannt schnellen Strecke 2:04:26 Stunden. Jetzt kommt Haile Gebrselassie zur nächsten runden Veranstaltungs-Auflage zurück. Den 35. Berlin-Marathon mit der Rekordzahl von 40.827 Läufern aus 107 möchte er krönen mit der ersten Zeit unter 2:04 Stunden.

Haile Gebrselassies vielleicht stärkster Gegner in Berlin könnte am Sonntag ein Kenianer sein. Denn am Start stehen wird mit Charles Kamathi ein Läufer, der weiß, wie man die Äthiopier schlägt. Es ist jener Kamathi, der bei der WM 2001 in Edmonton überraschend 10.000-m-Weltmeister wurde und die Vorherrschaft der Äthiopier durchbrach. Viermal in Folge hatte Haile Gebrselassie zuvor diesen WM-Titel gewonnen, nun wurde er hinter Kamathi Dritter. Der Kenianer läuft erst seit relativ kurzer Zeit Marathon und hat sich in diesem Jahr in Rotterdam bereits auf 2:07:33 Stunden verbessert.

Drei weitere Läufer mit Bestzeiten unter 2:08 Stunden werden in Berlin am Start sein: Gudisa Shentema (Äthiopien/2:07:34), Toshinari Suwa (Japan/2:07:55) und der Berlin-Sieger von 2001, Joseph Ngolepus (Kenia/2:07:57). Zu beachten sein wird unter anderen sicher auch James Kwambai (Kenia/2:10:20), der 2007 in Boston Zweiter war. Aus deutscher Sicht wird es interessant sein, ob sich Falk Cierpinski (SG Spergau) weiter steigern kann. Der Sohn des Doppel-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski hatte sich in Hamburg im April auf 2:15:48 verbessert und führt damit die deutsche Jahresbestenliste an.

Auch beim Frauenrennen könnte es jubiläums-gerechte Resultate geben. Im Mittelpunkt steht dabei Deutschlands neue Marathon-Weltklasseläuferin Irina Mikitenko (TV Wattenscheid).

Die Sensations-Siegerin des hochklassigen Flora London-Marathons im April könnte den Berlin-Marathon als erste Deutsche nach der Berlinerin Uta Pippig (1995) gewinnen. Zudem hat sie sicherlich das Potenzial ihren in London aufgestellten deutschen Rekord von 2:24:14 Stunden deutlich zu verbessern.

Vor einem Jahr in Berlin hatte sie sich bei ihrem Marathon-Debüt in Berlin lediglich der Äthiopierin Gete Wami geschlagen geben müssen. Auch am Sonntag kommt die voraussichtlich stärkste Gegnerin aus diesem Land: Askale Tafa Magarsa. Sie steigerte sich im Januar beim Dubai-Marathon auf 2:23:23 Stunden. Doch derartige Zeitbereiche sind auf jeden Fall auch für Irina Mikitenko erreichbar. „Ich bin sehr gut in Form und möchte am Sonntag gewinnen“, sagte die Läuferin, die am Sonnabend ihren 24. Geburtstag feiert. Allerdings wird es für sie bereits der siebente Marathon in einer Zeitspanne von 24 Monaten. Stark einzuschätzen sind in Berlin zudem die beiden Kenianerinnen Rose Cheruiyot (2:25:48) und die Vorjahres-Dritte Helena Kiprop (2.26:27).

Text: race-news-service.com

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race-news | 25.09.2008

Irina Mikitenko vor dem Berlin-Marathon: „Wenn ich an den Start gehe, will ich immer gewinnen“


Irina Mikitenko will am Sonntag in Berlin als erste Deutsche nach Uta Pippig 1995 das Rennen gewinnen.
Foto: www.photorun.net

Irina Mikitenko, Deutschlands einzige Weltklasse-Marathonläuferin, wird am Sonntag beim real,- Berlin-Marathon an den Start gehen. Die 36-Jährige gewann nach einem zweiten Platz beim Debüt in Berlin 2007 im April den London-Marathon. Dabei verbesserte sie sich auf die offizielle deutsche Rekordzeit von 2:24:14 Stunden. Verletzungsbedingt konnte die Läuferin des TV Wattenscheid bei Olympia nicht starten, doch sie meldete sich vor kurzem bei den Deutschen 10-km-Meisterschaften mit einer Jahresweltbestleistung von 30:57 Minuten eindrucksvoll zurück. Am Sonntag könnte sie als erste Deutsche nach Uta Pippig 1995 den spektakulärsten deutschen Marathon gewinnen.

Im Sommer verhinderte ein Rückenproblem Ihren Start bei den Olympischen Spielen. Nun rennen Sie in Berlin statt in Peking. Wie lief das Training in den letzten Wochen und Monaten?

Irina Mikitenko: „Es war auch im Vorfeld von Olympia nicht so, dass ich gar nicht trainieren konnte. Ausdauertraining war immer möglich, aber ich war lange Zeit einfach nicht in der Lage, schnelle Trainingseinheiten zu rennen. Da bekam ich Rücken- und Beckenbeschwerden, so dass ich auf Peking leider verzichten musste. Seit rund vier Wochen kann ich jetzt aber auch wieder schnellere Läufe machen, so dass ich mich auf Berlin gut vorbereiten konnte. Ich habe Trainingswochen mit 180 bis 200 Kilometern hinter mir.“

Wie lief Ihr Training verglichen zum Frühjahr, als Sie den London-Marathon gewannen?

Irina Mikitenko: „Durch die Verletzung ist das alles anders gewesen und man kann das nicht vergleichen. Aber die gute 10-km-Zeit bei den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe zeigt mir, dass meine Form gut ist – vielleicht ähnlich wie vor London.“

Mit welchen Zielen fahren Sie nach Berlin?

Irina Mikitenko: „Ich werde mein bestes geben und mein Ziel ist eigentlich bei jedem Rennen, dieses auch zu gewinnen. Wenn man von vornherein mit einem dritten Platz zufrieden ist und sich quasi geschlagen gibt, dann braucht man doch gar nicht erst zum Wettkampf zu fahren. Ich möchte in Berlin auch meine Bestzeit weiter steigern und unter 2:24 Stunden laufen. Dort gut zu laufen, wäre auch ein gutes Zeichen im Hinblick auf den WM-Marathon in Berlin im nächsten Jahr.“

Sie sind in diesem Jahr noch ungeschlagen.

Irina Mikitenko: „Ja, ich habe alle meine sechs Rennen gewonnen. Das ist natürlich auch eine große Motivation und man geht dann sehr selbstbewusst in den nächsten Wettkampf. Der Sieg in London war natürlich der Höhepunkt, so ein Erfolg beflügelt. Und in Berlin riefen mir beim Avon-Frauenlauf im Mai die Zuschauer zu: ,Danke für London’. Das war toll, und so hoffe ich, dass ich jetzt auch den real,- Berlin-Marathon gewinnen kann.“

Sind Sie seit Ihrem Wechsel zum Marathon so stark wie nie zuvor?

Irina Mikitenko: „Ich denke ja. Das hängt auch damit zusammen, dass mir seit dem Wechsel zum Marathon das Training viel mehr Spaß macht. Dies wiederum kommt einerseits dadurch, dass alles gut läuft und ich Erfolg habe. Es hängt aber auch damit zusammen, dass ich weiß, dass ich mich noch weiter verbessern kann. Man erhält zusätzliche Motivation, wenn man weiß, dass man noch nicht an seine Grenzen gestoßen ist. Ist das erst einmal der Fall, ist es schwieriger, sich im Training zu motivieren.“

Was sind Ihre nächsten Ziele nach Berlin?

Irina Mikitenko: „Im nächsten Jahr werde ich als Titelverteidigerin sicherlich in London starten. Und danach möchte ich bei der WM in Berlin Marathon laufen. Ich hoffe, das klappt.“

Wenn Sie in Berlin gewinnen und etwas Glück haben, könnten Sie sogar noch die World Marathon Majors-Serie 2007 – 2008 gewinnen. Schauen Sie auf diesen Punktestand?

Irina Mikitenko: „Ich konzentriere mich jetzt erst einmal vollkommen auf das Rennen in Berlin und will dort gut laufen. Danach sehen wir, wie es bei den folgenden Läufen der WMM mit den Punkten weitergeht.“

Haben Sie den Olympia-Marathon der Frauen im Fernsehen verfolgt? Was haben Sie sich bei dem Rennverlauf gedacht?

Irina Mikitenko: „Ja, ich habe mir das Rennen nachts im Fernsehen angeschaut und habe mich geärgert. Denn ich habe die große Chance gesehen, die ich durch die Verletzung verpasst habe. Irgendwann habe ich den Fernseher ausgeschaltet, denn ich konnte das nicht mehr sehen. Dann aber habe ich ihn wieder eingeschaltet, weil ich zu neugierig war und wissen wollte, wie es ausgeht.“

Das lässt sich aus der Ferne vielleicht schwer sagen – meinen Sie, dass Sie den Mut gehabt hätten, mit der späteren Siegerin Constantina Tomescu-Dita mitzulaufen, als diese sich vor der Halbmarathonmarke aus der Spitzengruppe löste?

Irina Mikitenko: „Eigentlich bin ich ein Typ, der etwas riskiert und daher glaube ich, dass ich mitgelaufen wäre … aber das ist natürlich immer schwer zu beurteilen von zu Hause. Ich weiß ja zum Beispiel nicht, wie ich mit den Bedingungen klargekommen wäre.“

Wie sieht es aus mit Olympia 2012?

Irina Mikitenko: „Das ist sicherlich noch ein weiter Weg, aber London ist ein Ziel.“

Text: race-news-service.com

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race-news | 22.09.2008

Willis und Dobriskey auf der Fifth Avenue vorne


Nick Willis besiegt Bernard Lagat in einem packenden Spurtduell.
Foto: www.photorun.net

Bei den Olympischen Spielen hatte er sensationell eine Bronzemedaille gewonnen, jetzt bestätigte Nick Willis, dass dies keine Eintagsfliege war: Der Neuseeländer gewann in New York auch die prestigeträchtige Fifth Avenue Mile. Bei warmen Temperaturen setzte er sich dabei am Sonntagnachmittag in einem Spurtduell knapp gegen Bernard Lagat (USA) durch. Willis war nach 3:50,5 Minuten im Ziel, der amtierende 1.500-m-Weltmeister folgte nur eine Zehntelsekunde dahinter. Dritter wurde Nate Brannen (Kanada) mit 3:51,9.

Eine Bronzemedaille bei Olympia knapp verpasst hatte Lisa Dobriskey, die in Peking über 1.500 m Vierte war. Doch in New York war die Britin nun über die Meile vorne. In 4:18,6 Minuten gewann sie vor Shannon Rowbury (USA/4:19,29) und Rose Kosgei (Kenia/4:23,9).

Bei den US-Meisterschaften über 5 km in Providence (Rhode Island) fiel die Entscheidung in einem spannenden Zweikampf zwischen Anthony Famiglietti und Matt Tegenkamp, der für das KIMbia-Team startet, rund 800 Meter vor dem Ziel. Hier übernahm Famiglietti die Führung und erlief einen Vorsprung. Nach 13:42 war er schließlich vor Tegenkamp (13:50) im Ziel. Bei den Frauen gewann Shalane Flanagan, die 10.000-m-Bronzemedaillengewinnerin von Peking, den Titel souverän in 15:28 Minuten. Zweite in dem offenen Rennen war die Irin Mary Cullen mit 15:46.

Olympiasieger Wanjiru gewinnt in Lissabon

Der Olympiasieger im Männer-Marathon lief sein erstes Rennen nach Peking: Samuel Wanjiru (Kenia) gewann dabei den Lissabon-Halbmarathon in 61:24 Minuten letztlich klar vor seinen Landsleuten Jacob Yator (62:41) und Thomas Kipkosgei (62:53). „Heute zu gewinnen, das war nicht einfach, denn ich bin immer noch in der Erholungsphase nach Peking“, erklärte Samuel Wanjiru gegenüber der Webseite iaaf.org. Auch bei den Frauen gab es in Lissabon einen dreifachen kenianischen Triumph: Pamela Chepchumba siegte in 70:26 Minuten vor Lena Cheruiyot (70:36) und Gladys Cherono (70:42). In Lissabon gibt es seit einigen Jahren zwei Halbmarathonrennen. Das in der Regel hochklassigere wird im März gestartet.

Text: race-news-service.com

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race-news | 21.09.2008

35.000 beim Dam tot Dam-Lauf


Sammy Kitwara siegt über 10 Meilen beim größten holländischen Straßenlauf.
Foto: Dam tot Dam-Lauf/Veranstalter

Kenianische Sieger gab es am Sonntag beim 24. Dam tot Dam-Lauf, der in Holland zwischen Amsterdam und Zaandam jährlich über eine Distanz von zehn englischen Meilen (gut 10 km) stattfindet. Sammy Kitwara war nach hochklassigen 45:17 Minuten im Ziel, seine Landsfrau Peninah Arusei lief 51:22. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet beteiligten sich an dem größten niederländischen Rennen 35.000 Athleten.

Der kenianische Newcomer Sammy Kitwara war mit 45:17 Minuten nur 32 Sekunden langsamer als sein Landsmann Paul Koech vor elf Jahren bei diesem Rennen. Jene 44:45 Minuten werden heute noch als offizielle Weltbestleistung über 10 Meilen geführt. Zwar war Haile Gebrselassie vor drei Jahren in Tilburg schneller (44:24), jedoch wurde die Zeit des Äthiopiers nicht offiziell anerkannt. Der Äthiopier Ayele Abshiro wurde hinter Kitwara in 45:24 Zweiter, Rang drei belegte Bernard Kipyego (Kenia/46:03). Der favorisierte Kenianer Micah Kogo kam als Vierter nach 46:13 ins Ziel.

Rund einen Monat nach ihrem überraschenden Marathon-Olympiasieg lief Constantina Tomescu-Dita (Rumänien) beim ersten Rennen nach Peking auf Rang vier in 53:23 Minuten. Deutlich vor ihr war Peninah Arusei nach 51:22 im Ziel, die in diesem Jahr unter anderem bei den 25 km von Berlin gesiegt hatte. Hinter der Kenianerin belegten zwei Äthiopierinnen die nächsten Ränge: Mestewat Tufa lief 51:36, für Ayanu Workitu wurden 53:17 gestoppt.

Text: race-news-service.com

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race-news | 20.09.2008

Jubiläumsrennen beim Dresden-Marathon am 19. Oktober


Regnerisch war es im vergangenen Jahr beim Dresden-Marathon – am 19. Oktober kann es nur besser werden.
Foto: www.photorun.net

Deutschlands beliebtester Marathon startet zum Jubiläum: Am 19. Oktober wird der Morgenpost Dresden-Marathon zum zehnten Mal stattfinden. Es war 2007 überraschend dieses Rennen und nicht jenes in Berlin, das von den Online-Lesern der renommierten Zeitschrift ,Runner’s World’ zum deutschen Lauf Nummer eins über die 42,195 km gewählt wurde.

Insgesamt rund 7.000 Teilnehmer erwartet Race-Direktor Peter Eckstein in Dresden. Neben der klassischen Distanz werden dabei wie zuletzt zwei weitere Strecken angeboten: der Halbmarathon über 21,0975 km und ein 10-km-Lauf. Meldungen für alle Wettbewerbe sind nach wie vor möglich, Informationen gibt es unter dresden-marathon.de.

Hochklassig besetzt sein wird einmal mehr der Marathonlauf. Bei den Männern kommen die Favoriten dabei aus der Laufnation Nummer eins: Kenia. Gilbert Cheruiyot Koech ist dabei der Läufer, der im derzeitigen Elitefeld die schnellste Zeit aufweist. Der 28-Jährige erreichte bisher flotte 2:13:45 Stunden. Damit gewann er vor drei Jahren im Januar den 39. Las Vegas-Marathon und verdiente bei diesem Sieg 25.000 Dollar. Gilbert Koech hat eine für den Marathon gute Grundschnelligkeit. Über 10 km erreichte er dabei eine Zeit von 27:32 Minuten.

Zu seinen schärfsten Konkurrenten dürfte Pharis Irungu Kimani zählen. Der Kenianer gewann in diesem Jahr den Kassel-Marathon. Bei dem Hitzerennen erzielte er dabei eine persönliche Bestzeit von 2:15:36 Stunden. Gute Chancen haben zudem seine Landsleute Edwin Yano, der bisher 2:16:10 erreichte und im vergangenen Jahr in Dresden Siebenter war, sowie Emmanuel Lagat. Er war 2007 in Dresden Zweiter und hat eine Bestzeit von 2:16:24.

Einen Außenseiter, der für eine Überraschung sorgen könnte, schickt der deutsche Trainer Dieter Hogen ins Rennen, der früher unter anderen Uta Pippig trainierte. Er betreut heute eine Reihe von kenianischen Topläufern, darunter Isaac Kipkosgei Arusei. Dem 32-Jährigen, der im Sommer Neunter war bei Kenias hochkarätigen 10-km-Meisterschaften, traut Hogen nach guten Trainingsleistungen einiges zu.

Bei den Frauen kommt die Favoritin zwar nicht aus Kenia, aber trotzdem aus Afrika: Fabiola John (Tansania) ist zurzeit die deutlich schnellste Läuferin im Feld. Die 23-Jährige erreichte bereits vor drei Jahren als Zweite des Edinburgh-Marathons 2:34:41 Stunden.

Die flotte Strecke des Morgenpost Dresden-Marathons führt mitten durch die City, unter anderem vorbei an der Semperoper, in deren Nähe sich auch Start und Ziel befinden. Um Zuschauer und Läufer auf das Rennen am 19. Oktober aufmerksam zu machen, fährt seit einigen Wochen eine Straßenbahn durch die Stadt, auf der Topläufer des Rennens abgebildet sind.

Text: race-news-service.com

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race-news | 19.09.2008

André Pollmächer startet Comeback in Berlin


André Pollmächer startet am 12. Oktober bei den Asics Grand 10 in Berlin und am 28. Oktober beim Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon.
Foto: www.photorun.net

Bei den Asics Grand 10 Berlin wird André Pollmächer am 12. Oktober nach einer verletzungsbedingten Pause von über einem Jahr sein Comeback starten. Dabei setzt der Athlet des LAC Chemnitz zukünftig auf einen neuen Schwerpunkt: Der 25-jährige Langstreckenläufer wird sich auf die Straßenrennen konzentrieren und nicht mehr auf die Bahn-Strecken. Dies gab Christoph Kopp, der unter anderem für die Elitefelder bei den Asics Grand 10 Berlin und dem Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon zuständig ist, bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt bekannt. André Pollmächer wird in Frankfurt am 26. Oktober sein Marathon-Debüt laufen.

Nach einem guten Testlauf in Chemnitz fühlt sich André Pollmächer, der im vergangenen Jahr überraschend in Ferrara (Italien) den Europa-Cup über 10.000 m gewonnen hatte, wieder fit genug für größere Herausforderungen. Im vergangenen Jahr hatte er sich mit einer beachtlichen Steigerung auf 27:55,56 Minuten bereits für die WM in Osaka qualifiziert. Doch dann stoppte eine Verletzung den Chemnitzer.

Bei dem Lauf in Berlin werden am 12. Oktober eine Reihe bekannter deutscher Athleten am Start sein. Neben dem 10-km-Rennen gilt dies dabei besonders auch für die integrierte 2x5-km-Staffel der Veranstaltung. Hier bilden Jan Frodeno (Tri Sport Saarhochwald) und Daniel Unger (Mengen/Hansgrohe Team) eines von mehreren prominenten Teams. Der 27-jährige Frodeno hat in Peking überraschend die olympische Goldmedaille im Triathlon gewonnen. Er war im vergangenen Jahr Vize-Europameister und Sechster bei der WM in Hamburg, bei der sein Staffelpartner Daniel Unger triumphiert hatte. In diesem Jahr gewann der 30-jährige Unger verschiedene Weltcups und wurde Sechster bei den Olympischen Spielen.

Ebenfalls ein Staffel-Team werden am 12. Oktober Waldemar und Falk Cierpinski (SG Spergau) bilden. Waldemar Cierpinski ist der einzige deutsche Marathon-Olympiasieger (1976 und 1980), sein 30-jähriger Sohn Falk, den er trainiert, der zurzeit beste deutsche Marathonläufer (2:15:48 in Hamburg im April).

Text: race-news-service.com

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race-news | 17.09.2008

Vorjahressiegerin Melanie Kraus startet beim Frankfurt-Marathon


Melanie Kraus startet als Vorjahressiegerin in Frankfurt.
Foto: Wilfried Raatz

Melanie Kraus wird als Vorjahressiegerin beim Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon am 26. Oktober an den Start gehen. Dies gaben die Veranstalter des Rennens in einer Pressemitteilung bekannt. Damit trifft die Läuferin von Bayer Leverkusen in der Finanz-Metropole auf Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon). Außerdem wurden die EM-Elfte Claudia Dreher (LG Ihleläufer Burg) und die Norwegerin Kirsten Otterbu, die 2007 in Frankfurt Rang drei belegte, verpflichtet.

„Wir setzen in diesem Jahr bei den Frauen auf die deutsche Karte“, sagt Race-Direktor Jo Schindler. Im Vorjahr hatte Melanie Kraus mit einem sensationellem Finish die lange Zeit führende Russin Svetlana Zakharova noch abgefangen, sich mit ihrer Siegerzeit (2:28:56) für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert und die 280.000 Zuschauer entlang der Strecke in ihren Bann gezogen.

Anfang Mai gewann Melanie Kraus in Düsseldorf (2:33:36), dann folgte das Hitzerennen von Peking bei Olympia. Hier wurde sie 38. in 2:35:17 Stunden. Die Leverkusenerin hat eine Bestzeit von 2:27:58 Stunden (2000), der persönliche Rekord von Claudia Dreher steht seit dem Jahr 1999 bei 2:27:55 Stunden. Ein Bereich, in den am 26. Oktober auch Sabrina Mockenhaupt vordringen möchte. „Ihr Ziel ist eine Zeit um 2:27 Stunden“, sagt der Sportliche Leiter Christoph Kopp.

Die ausländische Konkurrenz am 26. Oktober 2008 kommt aus Skandinavien – Kirsten Otterbu lief bei ihren bisherigen Frankfurt-Starts in den Jahren 2006 (2:31:20/2.) und 2007 (2:29:12/3.) jeweils persönliche Bestzeit –, aber auch wieder aus Russland: Denn mit den Zwillingsschwestern Olesya und Elena Nurgalieva stehen die beiden Bestplatzierten des Jahres 2004 abermals an der Startlinie vor dem Messeturm. Olesya gewann seinerzeit in 2:29:48 Stunden, eine Sekunde später stoppte für Elena die Zeitmessung in der Frankfurter Festhalle. „Für unsere drei deutschen Frauen geht es natürlich auch um die Qualifikation für die WM 2009 in Berlin“, sagt Christoph Kopp.

Die 27-jährige Sabrina Mockenhaupt hat für ihren zweiten Marathonstart eine deutliche Steigerung ihrer persönlichen Bestzeit von 2:29:33 Stunden (2007) angekündigt. Ihre starke Form hat sie unter anderem bei den Olympischen Spielen unter Beweis gestellt: In Peking wurde sie 13. über 10.000 Meter in 31:14,21 Minuten – persönliche Bestzeit. Bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km in Karlsruhe am vergangenen Wochenende lief Sabrina Mockenhaupt auf den zweiten Rang in starken 31:50.

Text: race-news-service.com

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race-news | 15.09.2008

Timo Zeiler läuft auf Rang sieben bei der World-Trophy im Berglauf


Timo Zeiler läuft auf Rang sieben bei der World-Trophy im Berglauf
Foto: Wilfried Raatz

In einem furiosen Finale rang der Neuseeländer Jonathan Wyatt bei der 24. World Mountain Running Trophy im schweizerischen Crans-Montana den zeitweise klar führenden Martin Toroitich aus Uganda nieder und gewann das siebente Berglauf-Championat seiner beeindruckenden Karriere. Bei den Frauen stürmte bei Dauerregen die Österreicherin Andrea Mayr mit einer Minute Vorsprung ins Ziel im Wintersportort Crans-Montana und entschädigte sich für die um eine Sekunde verpasste Olympiateilnahme im 3000-m-Hindernislauf. Den einzigen Glanzpunkt einer enttäuschenden deutschen Mannschaft setzte Timo Zeiler, der im hochkarätig besetzten Männerrennen als viertbester Europäer auf Rang sieben kam.

„Endlich unter die Top acht! Das ist sogar noch etwas besser als ich mir vorgenommen habe“, freute sich Timo Zeiler im Ziel. Der 27-jährige Speditionskaufmann aus Trochtelfingen war mit beeindruckenden Leistungen als Sieger beim Matterhornlauf in Zermatt, beim Aletsch-Halbmarathon auf der Bettmeralp und als Grand-Prix-Zweiter in Meran in der Saison 2008 zur Weltklasse aufgestiegen und erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen vollends. „Ich bin vielleicht am Anfang etwas zu forsch angelaufen, aber ob dies mir letztlich geschadet hat, das lässt sich sicherlich nicht sagen“, rechtfertigte der amtierende Deutsche Meister seine zwischenzeitliche Führung vor allen Assen wie Jonathan Wyatt, dem türkischen Europameister Ahmet Arslan, der starken italienischen Armada und den Geheimfavoriten aus Uganda, die mit den Weltklasse-Langstrecklern Martin Toroitich und Wilson Busienei angetreten waren.

Der in Zell-Unterharmersbach so stark auftrumpfende Ahmet Arslan konnte zwar sein Vorhaben, den Weltmeistertitel gegen Jonathan Wyatt zu gewinnen, nicht in die Tat umsetzen, holte aber hinter Wyatt und Toroitich die Bronzemedaille nach einem überaus spannenden Duell um den Sieg. Der ein Großteil des Jahres bei seinem italienischen Manager Gianni Demadonna lebende Martin Toroitich, mit 27:50 Minuten über 10.000 m sicherlich der Schnellste der 160 Starter, ist ein Gewinn für die immer stärker in den Fokus rückende Leichtathletik-Disziplin Berglauf, bei der im kommenden Jahr offizielle Weltmeisterschaftstitel vergeben werden. Nicht alleine deshalb ist sich der IAAF-Repräsentant Otto Klappert sicher: „Berglaufen wird sich in kürzester Zeit einen Stellenwert erarbeiten wie der Crosslauf weltweit.“

Mit dem Vize-Europameister Bernard Dematteis (4.) und Raymond Fontaine (5.) lagen letztlich nur zwei weitere Europäer vor Timo Zeiler, der sich vor allem gegen die früheren Welt- und Europameister Marco de Gasperi und Marco Gaiardo glänzend durchsetzen konnte. „Timo hat unsere enttäuschende Bilanz gerettet“, freute sich DLV-Berglaufchef Wolfgang Münzel. In einem insgesamt schwachen deutschen Team konnte allenfalls noch die Männermannschaft mit Timo Zeiler, dem erstmals in der Männerklasse startenden Manuel Stöckert, Josef Beha und dem kurzfristig nachnominierten Marco Sturm als Achte ein akzeptables Resultat abliefern.

„Bei inzwischen 42 Nationen wird die Messlatte immer höher. Da kann sich nur derjenige behaupten, der in Bestform antritt. Wir haben einfach schon im Vorfeld zu viele Ausfälle kompensieren müssen. Wenn dann noch Athleten mit leichten Erkältungen ins Rennen gehen, ist mit einer besseren Bilanz kaum zu rechnen“, sagte ein sichtlich enttäuschter Berglaufchef Münzel.

Norwegen steigerte nach dem erfolgreichen Auftritt bei den letztjährigen Europameisterschaften in Cauterets/ Frankreich seine Erfolgsbilanz nochmals: Nach dem Juniorensieg durch Sindre Buraas holten sich die Skandinavierinnen angeführt von Kirsten Otterbu und Langdistanz-Weltmeisterin Anita Haakenstad-Evertsen den Mannschaftstitel bei den Frauen mit einem Punkt Vorsprung vor der Schweiz und Italien, die in der Einzelwertung mit Renate Rungger und der Europameisterin Elisa Desco die Plätze zwei und drei hinter Andrea Mayr belegen konnten. Die 29-jährige Wienerin lief sich mit enormem Anfangstempo den Frust über die Nicht-Nominierung für die Olympischen Spiele vom Herzen. Keine der 90 Konkurrentinnen wollte oder konnte folgen. „Ich wusste, dass ich in guter Form war. Mir fehlte nur der Vergleich zur Titelverteidigerin Anna Pichrtova oder den Italienerinnen mit Renate Rungger und der Europameisterin Elisa Desco. Ich laufe gerne mein eigenes Tempo. Dass ich dieses aber heute in Crans-Montana konnte, das überrascht mich schon. Für mich ist dieser Titel eine willkommene Frustbewältigung!“

Mit einer starken Erkältung musste Veronika Ulrich alle Chancen auf eine gute Einzelplatzierung aufgeben und landete abgeschlagen als 53. weit hinter ihren Erwartungen. „Die schnelle Strecke hätte mir eigentlich gelegen, aber mit einer Erkältung läufst du einfach unter Wert“, so eine sichtlich enttäuschte Veronika Ulrich. Da auch die Nachwuchsläuferinnen hinter den Erwartungen zurückblieben, ist unter dem Strich nur eine enttäuschende Bilanz zu konstatieren, die alleine der zur Weltklasse aufgestiegene Timo Zeiler etwas aufhellen kann.

Text: race-news-service.com/Wilfried Raatz

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race-news | 15.09.2008

Irina Mikitenko läuft beim Berlin-Marathon


Irina Mikitenko läuft wieder beim Berlin-Marathon, bei dem sie vor einem Jahr Zweite war.
Foto: www.photorun.net

Zwei Tage nach ihrem glänzenden Rennen bei den Deutschen 10-km-Meisterschaften in Karlsruhe hat sich Irina Mikitenko entschieden: Sie wird beim real,- Berlin-Marathon am 28. September an den Start gehen. Bei dem Rennen, das zu den World Marathon Majors (WMM) gehört, war Irina Mikitenko vor einem Jahr ein bemerkenswertes Debüt über die 42,195 km gelaufen. Damals wurde sie Zweite in 2:24:51 Stunden. Beim Flora London-Marathon, den sie im April überraschend gewonnen hatte, verbesserte sie sich auf die offizielle deutsche Rekordzeit von 2:24:14 Stunden. Aufgrund dieses Sieges führt sie zudem die WMM-Serie 2008 – 2009 an. „Es ist schwierig, bei einem Marathon ein Ergebnis zu prognostizieren. Aber wenn ich an den Start gehe, will ich immer gewinnen“, sagt die 36-jährige Läuferin des TV Wattenscheid.

Hochklassig hatte sich Irina Mikitenko nach ihren Rückenproblemen, die einen Start beim olympischen Marathon verhindert hatten, am Sonnabend zurückgemeldet: Bei den Deutschen Meisterschaften über 10 km in Karlsruhe lief sie 30:57 Minuten. Mit dieser Zeit sortiert sie sich in der Liste der besten Läuferinnen aller Zeiten auf Rang acht ein. Das Ergebnis bedeutete neben einem deutschen Rekord auch eine Jahresweltbestzeit über die Straßendistanz.

Die Zeit von Karlsruhe deutet darauf hin, dass Irina Mikitenko ihre Marathon-Bestzeit auf der schnellen Berliner Strecke weiter steigern kann. „Es ist mein Ziel, eine Zeit unter 2:24 Stunden zu erreichen, aber ich kann nicht genau sagen, was möglich ist“, sagt Irina Mikitenko. „Berlin zu gewinnen, ist eine besondere Herausforderung. Dort gut zu laufen, wäre auch ein gutes Zeichen im Hinblick auf den WM-Marathon in Berlin im nächsten Jahr.“ Die 36-Jährige könnte in Berlin als erste Deutsche nach Uta Pippig 1995 gewinnen. Schärfste Konkurrentin dürfte am 28. September die Äthiopierin Askale Tafa sein. Sie steigerte sich im Januar beim Dubai-Marathon auf 2:23:23 Stunden. Stark einzuschätzen sind in Berlin zudem die beiden Kenianerinnen Rose Cheruiyot (2:25:48) und die Vorjahres-Dritte Helena Kiprop (2.26:27).

„Berlin war für mich immer ein gutes Pflaster – egal ob bei meinem deutschen Rekord über 5.000 Meter, beim Marathon, Halbmarathon oder Avon-Frauenlauf“, erklärt Irina Mikitenko, warum die Wahl auf den Berlin-Marathon fiel.

Text: race-news-service.com

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race-news | 14.09.2008

Sechs Läufer unter einer Stunde beim Rotterdam-Halbmarathon


Patrick Makau Musyoki siegte auch in Rotterdam knapp.
Foto: www.photorun.net

Ein ebenso packendes wie hochkarätiges Finale gab es beim Rotterdam-Halbmarathon am Sonntag. Dabei setzte sich über die exakt 21,0975 km lange Strecke Patrick Makau Musyoki (Kenia) in 59:29 Minuten im Schlussspurt haarscharf gegen seinen zeitgleichen Landsmann Evans Cheruiyot durch. Bei zeitweilig starkem Wind und kühlen Temperaturen verpassten die beiden den Streckenrekord, den Cheruiyot selbst vor einem Jahr aufgestellt hatte, nur um zwölf Sekunden. Dritter wurde Wilson Chebet (Kenia) mit nur vier Sekunden Rückstand in 59:33 Minuten.

Bei dem einmal mehr hochklassig besetzten Rennen blieben noch drei weitere Läufer unter der Stunden-Barriere: Paul Kosgei (59:37 Minuten), Charles Munyeki (59:44) und Joseph Maregu (59:52) machten den kenianischen Durchmarsch in Rotterdam perfekt.

Vergleichsweise längst nicht so stark besetzt war das Frauenrennen. Dennoch gab es hier einen Streckenrekord: Lydia Cheromei (Kenia) lief auf der schnellen Strecke eine persönliche Bestzeit von flotten 68:35 Minuten und unterbot ihren eigenen Kursrekord um 38 Sekunden. Mit großem Abstand wurde die Holländerin Ilse Pol Zweite in 74:17 Minuten.

Text: race-news-service.com

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race-news | 14.09.2008

Meseret Defar schafft Doppelsieg beim World Athletics Final


Zum zweiten Mal nach 2005 gewann Meseret Defar beim World Athletics Final beide Langstrecken.
Foto: www.photorun.net

Meseret Defar lief zu einem versöhnlichen Saisonabschluss beim World Athletics Final (WAF) in Stuttgart. Die 24-jährige Äthiopierin, die in diesem Jahr zunächst ihren 5.000-m-Weltrekord an ihre Landsfrau Tirunesh Dibaba verloren hatte und dann im Olympia-Finale ihren Titel über diese Distanz nicht verteidigen konnte und Dritte wurde, siegte gleich zweimal. Nachdem sie am Sonnabend beim WAF über 5.000 m triumphiert hatte, setzte sie sich am Sonntag auch über 3.000 m durch.

Wie schon über 5.000 m war erwartungsgemäß auch über die kürzere Strecke Vivian Cheruiyot ihre schärfste Gegnerin. Die Kenianerin, die Defar in der Woche zuvor in Brüssel besiegt hatte, bestimmte auf dem letzten Kilometer zunächst das Tempo. Doch sie wurde Defar nicht los. Und als die Äthiopierin 250 Meter vor dem Ziel ihren Spurt begann, konnte Cheruiyot nicht mehr kontern. Defar siegte schließlich in 8:43,60 Minuten vor Cheruiyot (8:44.64) und Jane Kiptoo (Kenia/8:47.65).

Während Pamela Jelimo (Kenia) ihre Erfolgsserie über 800 m fortsetzte und auch in Rennen Nummer 14 ihrer Karriere gewann (1:56,23), standen bei den Männern zwei Langstrecken-Entscheidungen am Sonntag auf dem Programm. Für eine hochklassige Leistung sorgte dabei Paul Kipsiele Koech. Der 26-jährige Kenianer siegte im Alleingang in hochklassigen 8:05,35 Minuten mit rund zehn Sekunden Vorsprung vor seinen Landsleuten Ezekiel Kemboi (8:15,32) und Richard Mateelong (8:16,05).

Bei eiskalten Bedingungen (11° Celsius) war dies eine herausragende Leistung von Paul Kipsiele Koech. „Ich wollte eigentlich unter acht Minuten laufen, aber ohne Tempomacher und bei dieser Kälte ging das heute leider nicht”, sagte der Kenianer, der mit 8:00,57 die Jahresweltbestzeit hält und schon mehrfach unter den acht Minuten geblieben war. Zum vierten Mal in Folge gewann Koech, der unglücklich die Olympia-Qualifikation verpasst hatte, das World Athletics Final.

Über 5.000 m der Männer setzte sich mit Edwin Soi ebenfalls der Vorjahressieger durch. Gegen den Endspurt des Kenianers, der nach 13:22,81 Minuten im Ziel war, hatten die Konkurrenten keine Chance. Zweiter wurde Moses Kipsiro (Uganda) in 13:23,02 Minuten, Rang drei ging an den Kenianer Micah Kogo mit 13:23,37.

Text: race-news-service.com

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race-news | 14.09.2008

Galkina, Defar, Lagat siegen in Stuttgart


Gulnara Galkina gewann nach Peking auch in Stuttgart.
Foto: www.photorun.net

Die 3.000-m-Hindernisläuferin Gulnara Galkina (Russland) sorgte für die hochklassigste Leistung über die Langstrecken am ersten Tag des World Athletics Final (WAF) in Stuttgart. Die Olympiasiegerin und Weltrekordlerin gewann den Zweikampf gegen die in letzter Zeit immer stärker werdende Eunice Jepkorir in 9:21,73 Minuten. Das ist die schnellste Zeit, die bisher bei den diversen WAF-Auflagen gelaufen wurde.

Die Kenianerin Eunice Jepkorir, die vor einer Woche in Moskau Galkina fast geschlagen hatte und bis auf sieben Hundertstelsekunden an die Russin herangekommen war, lag dieses Mal deutlicher zurück und kam nach 9:24,03 Minuten ins Ziel. Dritte wurde knapp dahinter Ruth Bisibori Nyangau (Kenia) mit 9:24,38. Rund 600 Meter vor dem Ziel hatte Galkina das Tempo erhöht und sich entscheidend von Jepkorir gelöst. Doch auch das WAF zeigte, dass die kenianischen Frauen auf dem Weg sind, es den Männern nachzumachen. Über 3.000 m Hindernis dominieren die Kenianer seit langem das Geschehen.

Über 5.000 m revanchierte sich die favorisierte Meseret Defar gegen die Kenianerin Vivian Cheruiyot, die überraschend vor acht Tagen beim AF Golden League-Finale in Brüssel triumphiert hatte. Defar war nach einem taktischen Rennen in Stuttgart nach 14:53,82 Minuten im Ziel, Cheruiyot belegte in 14:54,60 Rang zwei. Dritte wurde Meselech Melkamu (Äthiopien) mit 14:58,76. Nachdem sie bei Olympia über 5.000 m lediglich Rang drei belegt hatte, will sich Meseret Defar in Stuttgart mit einem Doppelerfolg trösten. Sie startet am Sonntag auch über 3.000 m und trifft hier wiederum auf die Kenianerin Vivian Cheruiyot. Die Doppel-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) ist in Stuttgart allerdings nicht am Start.

Im einzigen Männer-Langstreckenrennen des ersten Tages in Stuttgart gewann Bernard Lagat (USA) die 3.000 m mit einem lang gezogenen Schlussspurt in 8:02,97 Minuten vor Edwin Soi (8:03,55). Der Kenianer, der am Sonntag auch über 5.000 m startet und vor einem Jahr beim WAF beide Distanzen gewann, hat damit dieses Mal keine Chance mehr auf einen Doppelsieg. Dritter wurde in diesem Rennen Matthew Tegenkamp (USA) in 8:03,56.

Text: race-news-service.com

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race-news | 14.09.2008

Irina Mikitenko jetzt achtschnellste 10-km-Läuferin aller Zeiten


Irina Mikitenko läuft Jahresweltbestzeit über 10 km.
Foto: www.photorun.net

Hochklassig hat sich Irina Mikitenko nach ihren Rückenproblemen, die einen Start beim olympischen Marathon verhindert hatten, zurückgemeldet: Bei den Deutschen Meisterschaften über 10 km in Karlsruhe lief die 36-jährige Athletin des TV Wattenscheid zu einem eindrucksvollen Sieg in 30:57 Minuten. Mit dieser Zeit sortiert sie sich in der Liste der besten Läuferinnen aller Zeiten auf Rang acht ein! Das Ergebnis bedeutete neben einem deutschen Rekord auch eine Jahresweltbestzeit über die Straßendistanz.

„Ich wollte gewinnen und testen, wo ich nach der Wettkampfpause stehe“, sagte Irina Mikitenko, die bei kühler und nasser Witterung auf der Rundstrecke von Beginn an die Initiative ergriffen hatte. In der ersten der vier Runden lief Irina Mikitenko noch zusammen mit Sabrina Mockenhaupt (Köln Marathon), danach konnte ihre Rivalin nicht mehr mithalten. Mockenhaupt, die sich auf den Frankfurt-Marathon am 26. Oktober vorbereitet, wurde schließlich Zweite in flotten 31:50 Minuten, Susanne Hahn (schlau.com Saarbrücken) belegte Rang drei mit 32:53. Bei den Männern siegte Falk Cierpinski (SG Spergau) mit 29:14 Minuten vor Steffen Uliczka (TSV Kronshagen/29:17) und Alexander Lubina (TV Wattenscheid/29:19).

„Als ich bei 5 km die Zwischenzeit von 15:27 Minuten sah, dachte ich, oh, das ist ja ganz schön schnell. Ich habe dann versucht das Tempo zu halten und hatte keine Probleme“, sagte Irina Mikitenko, die in Karlsruhe ihren eigenen, fünf Jahre alten deutschen Rekord (31:28) brach. Die Jahresweltbestzeit von Hilda Kibet (Holland) verbesserte sie um vier Sekunden. „Ich werde einen Herbst-Marathon laufen. Da ich mich heute sehr gut gefühlt habe, werde ich schnell entscheiden, wo ich laufen werde“, sagte Irina Mikitenko, die in Karlsruhe ihre lupenreine Serie fortsetzte: Sie hat alle ihre sechs Rennen dieses Jahres gewonnen. Höhepunkt war dabei der Triumph beim London-Marathon im April.

Text: race-news-service.com

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race-news | 12.09.2008

Olympiasiegerin Constantina Tomescu-Dita läuft Chicago-Marathon


Constantina Tomescu-Dita feierte in Peking den Sieg ihres Lebens – nun will sie in Chicago laufen.
Foto: www.photorun.net

Die Marathon-Olympiasiegerin von Peking, Constantina Tomescu-Dita, wird nur acht Wochen nach ihrem größten Triumph erneut bei einem hochkarätigen Rennen über die 42,195 km an den Start gehen: Die Rumänin läuft beim Chicago-Marathon, der am 12. Oktober gestartet wird und neben Boston, London, Berlin und New York zu den World Marathon Majors (WMM) gehört.

Die 38-jährige Constantina Tomescu-Dita hatte sich in Peking überraschend gegen einige stärker eingeschätzte Konkurrentinnen durchgesetzt. In Chicago geht es um eine Siegprämie von 125.000 Dollar sowie um Punkte für die WMM-Serie. In der Wertung 2008-2009 liegt Tomescu-Dita zurzeit gemeinsam mit der Boston-Siegerin Dire Tune (Äthiopien) und Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) in Führung.

Ob die Rumänin allerdings tatsächlich nur acht Wochen nach Olympia erneut um den Sieg kämpfen kann, bleibt abzuwarten. Zu ihren stärksten Gegnerinnen werden die beiden Äthiopierinnen Bezunesh Bekele (Bestzeit: 2:23:09 Stunden) und Worknesh Tola (2:25:37) sowie die Russinnen Alevtina Biktimirova (2:25:12) und Lidiya Grigoryeva (2:25:10) zählen. „Ich freue mich, nach Chicago zurückzukehren, denn ich bin hier einige meiner besten Rennen gelaufen“, erklärte Constantina Tomescu-Dita, die das Rennen 2004 gewann und ein Jahr später mit persönlicher Bestzeit von 2:21:30 Zweite wurde. Ebenfalls Zweite war sie in Chicago 2003.

Die Männer-Startliste in Chicago wird angeführt von William Kipsang. Der 31-jährige Kenianer hatte im April den Rotterdam-Marathon in der Streckenrekordzeit von 2:05:49 Stunden gewonnen und steht damit in der Jahresweltbestenliste zurzeit auf Rang fünf.

Text: race-news-service.com

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race-news | 08.09.2008

Kraus Dritte beim Kö-Lauf, Weidlinger Fünfter in Sheffield


Melanie Kraus scheint auf einem guten Weg zu sein im Hinblick auf einen möglichen Start in Frankfurt.
Foto: www.photorun.net

Gut erholt vom olympischen Marathonrennen in Peking zeigte sich Melanie Kraus in Düsseldorf. Die Läuferin der LG Bayer Leverkusen, die bei Olympia in 2:35:17 Rang 38 belegt hatte, wurde beim traditionellen Kö-Lauf über 10 km Dritte in 33:17 Minuten. Schneller als Melanie Kraus waren lediglich die beiden Kenianerinnen Pauline Njery (33:03) und Alice Mogire (33:11).

Damit dürften die Zeichen für Melanie Kraus gut stehen im Hinblick auf einen Start beim Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon, wo sie am 26. Oktober als Titelverteidigerin antreten könnte. Ihren Start wollte Melanie Kraus vom Erholungsprozess nach dem olympischen Rennen abhängig machen.

Auch bei den Männern gab es einen kenianischen Doppelsieg: Stanley Salil gewann in 28:55 Minuten mit fünf Sekunden vor seinem Landsmann Joseph Kimisi. Dritter wurde der Tansanier Stephen Rogat (29:04). Gut 4.000 gingen insgesamt in Düsseldorf an den Start.

Ebenfalls am Sonntag fand im englischen Sheffield ein internationales 10-km-Rennen statt. Hier gewann Mustafa Mohamed (Schweden) in 29:10 Minuten vor dem ehemaligen 10.000-m-Europameister José Manuel Martínez (Spanien/29:16). Fünfter wurde der Österreicher Günther Weidlinger (29:27). Der ehemalige Hindernisläufer will im nächsten Jahr sein Marathon-Debüt laufen.

Bei den Frauen setzte sich mit Grace Momanyi eine Kenianerin durch, die zunächst für Peking nominiert war, dann aber kurzfristig von ihrem Verband aus dem Feld der 10.000-m-Starterinnen gestrichen wurde. Momanyi lief in 32:44 Minuten und gewann mit 20 Sekunden Vorsprung vor Kereema Yasem (Bahrain).

Text: race-news-service.com

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race-news | 07.09.2008

Meseret Defar schnellste von 15.000 Frauen in London


Meseret Defar gelang in London ein Sieg.
Foto: www.photorun.net

Keine zwei Tage nach der überraschenden Niederlage über 5.000 m beim Golden-League-Meeting in Brüssel, meldete sich Meseret Defar in London mit einem Sieg zurück. Die Äthiopierin gewann die adidas Women’s Challenge über 5 km im Hyde Park in 15:01 Minuten. Zeitgleich fanden Frauenläufe dieser Serie am Sonntag auch in Birmingham und Liverpool statt. Insgesamt beteiligten sich in England rund 19.000 Läuferinnen an den Rennen.

Der hochkarätigste und mit 15.000 Meldungen größte Lauf fand in der Hauptstadt statt. Meseret Defar, die mit 14:46 Minuten auch die Weltrekordlerin über diese Straßenlauf-Distanz ist, hatte sich kurz vor der Hälfte der Distanz von ihrer schärfsten Rivalin, Linet Masai, gelöst. Die Kenianerin wurde schließlich in 15:31 Minuten ganz knapp vor der Britin Jo Pavey (15:32) Zweite.

„Das Rennen am Freitag in Brüssel war hart. Und zudem bin ich immer noch ziemlich enttäuscht von Peking. Daher war es nicht leicht, sich auf dieses Rennen zu konzentrieren“, erklärte Meseret Defar, die bei Olympia als Titelverteidigerin über 5.000 m lediglich Dritte wurde. Den angepeilten Streckenrekord von Paula Radcliffe verpasste Meseret Defar in London um zehn Sekunden.

Text: race-news-service.com

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race-news | 06.09.2008

Pamela Jelimo gewinnt eine Million Dollar in Brüssel


Weit voraus: Pamela Jelimo war über 800 m bisher unschlagbar.
Foto: www.photorun.net

Eine Läuferin hat den Jackpot der AF Golden League geknackt: Pamela Jelimo war zu Saisonbeginn noch so unbekannt war, dass sie weder im Athletics 2008, der ,Bibel’ der Leichtathletik, verzeichnet war und schon gar nicht vom Leichtathletik-Weltverband IAAF zur Pressekonferenz der Golden-League-Präsentation eingeladen worden war. Die 18-jährige Kenianerin gewann nach Berlin, Oslo, Rom, Paris und Zürich nun auch in Brüssel souverän die 800 m und kassierte eine Million US-Dollar. Dass die komplette Jackpot-Summe an Pamela Jelimo ging, hing damit zusammen, dass Hochspringerin Blanka Vlasic (Kroatien) beim letzten Meeting der Kette patzte.

Für Pamela Jelimo war dies nun nach dem Olympiasieg der zweite ganz große Höhepunkt ihrer noch so jungen 800-m-Karriere. Im vergangenen Jahr noch eine international bestenfalls durchschnittliche 400-m-Läuferin, wechselte sie in der Olympiasaison mit sensationellem Erfolg auf die 800-m-Distanz. 13 Rennen hat Pamela Jelimo bisher über die zwei Runden absolviert und dabei immer gewonnen.

In Brüssel siegte sie dabei ebenso deutlich wie in den Rennen zuvor. Nach 1:55,16 Minuten war Pamela Jelimo mit einem Meeting-Rekord im Ziel. Einmal mehr zeigte sie ihr enormes Potenzial, mit dem sie im nächsten Jahr durchaus die Möglichkeit haben wird, den Uralt-Weltrekord von Jarmila Kratochvilova (Tschechische Republik/1:53,28 Minuten in München 1983) zu brechen. Bisher steht ihre Bestzeit bei 1:54,01 Minuten. Diesen Afrika- und Juniorinnen-Weltrekord war sie vor einer Woche in Zürich gelaufen – und damit ist sie bereits die drittschnellste aller Zeiten.

„Dies ist ein großartiger Erfolg. Ich fühle mich wie bei meinem Olympiasieg“, erklärte Pamela Jelimo und fügte hinzu: „Mit dem Geld werde ich unter anderem meiner Familie helfen.“ In Brüssel gewann Janeth Jepkosgei (Kenia) das Rennen um Platz zwei in 1:55,16 Minuten vor Kenia Sinclair (Jamaika/1:59,11).

Über 3.000 m Hindernis hatte zuvor der Kenianer Paul Koech ein hochklassiges Rennen gezeigt. Lange Zeit geführt von seinem starken Tempomacher Patrick Langat (Kenia), lief er nach 8:04,99 Minuten ins Ziel. Nur er selber war in diesem Jahr schneller. Hinter Koech belegten Brimin Kipruto (Kenia/8:10,26) und Tareq Mubarak Taher (Bahrain/8:15,32) die nächsten Ränge.

Bei dem traditionell läuferisch stark besetzten Meeting in Brüssel standen am Freitagabend noch drei weitere Langstrecken auf dem Programm: Eliud Kipchoge gewann bei kühlen und teilweise feuchten Bedingungen die 5.000 m in 13:06,12 Minuten vor seinen Landsleuten Isaac Songok (13:06,71) und Mang’Ata Ndiwa (13:07,46). Vierter wurde der Brite Mo Farah (13:08,11), der sagte. „Das war heute ein Wetter fast wie beim Crosslauf, da habe ich mich richtig wohl gefühlt. Das ist wie in England hier.“

Das Frauen-Rennen über diese Distanz gewann Vivian Cheruiyot (Kenia) in Meeting-Rekordzeit von 14:25,43 Minuten überraschend vor Meseret Defar (Äthiopien/14:25,52) und Linet Masai (Kenia/14:52,10). Über 10.000 m der Männer gewann zum Abschluss eines einmal mehr hochklassigen Meetings der Äthiopier Sileshi Sihine in 27:06,97 Minuten vor den Kenianerin Moses Masai (27:07,36) und Bernard Kipyego (27:08,06).

Text: race-news-service.com

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race-news | 04.09.2008

Falk Cierpinski startet beim Berlin-Marathon


Falk Cierpinski will sich beim Berlin-Marathon weiter verbessern.
Foto: www.photorun.net

Nachdem er als zurzeit bester deutscher Marathonläufer bei Olympia zuschauen musste, wird Falk Cierpinski am 28. September beim real,- Berlin-Marathon an den Start gehen. Der 30-jährige Läufer aus Halle, der für die SG Spergau startet, hatte sich in Hamburg im Frühjahr auf 2:15:48 Stunden verbessert, damit aber die nationale Olympia-Norm nicht erreicht. Cierpinski hätte zwar über die B-Norm in Peking starten können, wurde aber nicht nominiert. Nun will er in Berlin seine Bestzeit weiter verbessern. 40.000 Läufer haben sich für den Berlin-Marathon gemeldet. Damit ist das Limit bereits seit Wochen erreicht, Meldungen werden nicht mehr angenommen.

Falk Cierpinski trägt einen prominenten Namen im deutschen Langstreckenlauf – er ist der Sohn des zweifachen Marathon-Olympiasiegers Waldemar Cierpinski, der 1976 in Montreal und 1980 in Moskau Gold für die DDR gewonnen hatte. Sein Vater ist bis heute der einzige deutsche Marathon-Olympiasieger. Waldemar Cierpinski lief 1976 bei Olympia seine Bestzeit von 2:09:55 Stunden und ist damit heute noch der fünftschnellste deutsche Marathonläufer aller Zeiten und nur einer von fünf Deutschen, die bisher unter 2:10 Stunden blieben. Seinem Sohn traut Waldemar Cierpinski mittelfristig zu, schneller zu laufen als er selbst.

Falk Cierpinski war zunächst im Triathlon- und Duathlonsport sehr erfolgreich. Unter anderem gewann er die Titel eines Junioren-Vizeweltmeisters und Junioren-Europameisters im Duathlon. Seit knapp zwei Jahren konzentriert er sich nun auf den Marathon.

Mit Stefan Koch (TV Wattenscheid) geht ein weiterer deutscher Top-Langstreckenläufer in Berlin an den Start. Der 24-Jährige war 2007 Deutscher Meister über die Halbmarathondistanz und bestritt im Oktober 2007 sein Marathon-Debüt in Essen, das er mit 2:17:09 Stunden gewann.

Text: race-news-service.com

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