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race-news | 30.07.2008
Kursrekorde bei 10-km-Rennen in Wales, Cierpinski Achter

Falk Cierpinski wurde Achter in der Hitze von Cardiff.
Foto: www.photorun.net
Trotz Temperaturen von rund 30 Grad Celsius gab es beim Bupa Great Wales Run Kursrekorde: Die Kenianerin Rita Jeptoo und der Äthiopier Eshetu Wondimu gewannen das Rennen über 10 km in der Hauptstadt Cardiff in 27:45 beziehungsweise 31:36 Minuten. Falk Cierpinski (SG Spergau) schlug sich in dem hochklassig besetzten Feld als Achter ordentlich.
Nach einer ersten Hälfte in 14:06 Minuten sprengte der Bronzemedaillengewinner der Afrikaspiele über 10.000 m, Eshetu Wondimu, mit einer Tempoverschärfung die Führungsgruppe. Der Äthiopier war auf dem zweiten Abschnitt deutlich schneller und verbesserte schließlich den Kursrekord des Kenianers Francis Kibiwott gleich um 51 Sekunden. Mit zwölf Sekunden Rückstand folgte Ahmed Hassan Abdullah (Katar), Dritter wurde Titus Mbishei (Kenia) in 28:19. Falk Cierpinski erreichte nach 29:17 Minuten das Ziel in der walisischen Hauptstadt.
Bei den Frauen gewann die ehemalige Boston-Marathon-Siegerin mit noch weitaus größerem Vorsprung. Bereits nach drei Kilometern hatte sich Rita Jeptoo von den Konkurrentinnen gelöst und verbesserte schließlich den Kursrekord von Berhane Adere (Äthiopien) um 46 Sekunden. Zweite wurde Amy Rudolph (USA) in 32:21 Minuten, Rang drei belegte die zeitgleiche Aniko Kalovics (Ungarn).
Text: race-news-service.com
race-news | 28.07.2008
Tola überrascht Makau in New York

Tadesse Tola siegt überraschend vor Patrick Makau in New York.
Foto: www.photorun.net
Der erst 20-jährige Äthiopier Tadesse Tola ist beim New York City-Halbmarathon zu einem überraschenden Sieg gestürmt. Dabei besiegte er im Schlussspurt den favorisierten Kenianer Patrick Makau in 60:58 Minuten. Bei den Frauen gewann Kenias Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba in 70:19 zum zweiten Mal nach 2006. Trotz des warmen und schwülen Wetters gingen in New York 10.564 Läufer an den Start.
Für Tadesse Tola war es in New York der größte Sieg seiner Karriere. „Das war ein tolles und sehr gut besetztes Rennen, das mir zeigt, dass ich eine gute Zukunft habe“, erklärte der Äthiopier, der bei der Cross-WM 2007 Siebenter war. Bereits relativ früh im Rennen hatte Tola versucht sich abzusetzen, doch einen Konkurrenten wurde er nicht los: Patrick Makau ist ein Halbmarathon-Spezialist und lief schon mehrfach unter einer Stunde. Und Makau war bis zum Ende des New Yorker Rennens der Favorit, denn der Kenianer ist ausgesprochen spurtstark. Doch im Spurt erwies sich dieses Mal Tadesse Tola als der stärkere und gewann mit einer Sekunde Vorsprung. Dritter wurde der US-Amerikaner Dathan Ritzenhein in 61:38. „Dies war ein prima Test für mich vor dem olympischen Marathon in Peking“, sagte Ritzenhein.
Eine perfekte olympische Generalprobe war das Rennen in New York auch für Catherine Ndereba. Die Kenianerin kommt offenbar rechtzeitig vor dem Marathon in Peking in Form. Die Olympia-Zweite von Athen 2004 setzte sich in der Schlussphase des Laufes von Madai Perez ab und gewann mit sieben Sekunden Vorsprung. Die Mexikanerin wurde in 70:26 Zweite. Rang drei ging an Yuri Kano (Japan) mit 70:31 Minuten.
Text: race-news-service.com
race-news | 23.07.2008
Haile Gebrselassie startet erneut beim Berlin-Marathon

In diesem Jahr hat Haile Gebrselassie bereits den Dubai-Marathon gewonnen.
Foto: Dubai-Marathon
Haile Gebrselassie wird am 28. September erneut beim real,- Berlin-Marathon an den Start gehen. Der äthiopische Ausnahmeläufer hatte bei dem Rennen 2007 den aktuellen Weltrekord von 2:04:26 Stunden aufgestellt. Gebrselassie hatte den Lauf in Berlin auch schon 2005 gewonnen, damals in 2:05:56. Sein Ziel wird es nun sein, als erster unter 2:04 Stunden zu laufen. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist Haile Gebrselassie zum dritten Mal in Folge zu verpflichten. Das zeigt auch, welchen Stellenwert der real,- Berlin-Marathon bei ihm hat“, erklärte der Race-Direktor des Rennens, Mark Milde.
Bei den Olympischen Spielen in Peking wird Haile Gebrselassie über 10.000 m antreten, dürfte aber kaum eine Chance haben gegen seinen Landsmann Kenenisa Bekele. Vor vier Jahren war der zweimalige Olympiasieger über die längste Bahn-Langstrecke (1996 und 2000) in Athen Olympia-Fünfter. Danach konzentrierte er sich mit zunehmendem Erfolg auf den Marathon. In diesem Jahr hat er bereits den Dubai-Marathon im Januar in 2:04:53 Stunden gewonnen – das ist die zweitschnellste Zeit aller Zeiten.
Auf einen Marathon-Start in Peking hatte Haile Gebrselassie überraschend aufgrund der Luftverschmutzung in der Stadt verzichtet. Den Traum vom Marathon-Olympiasieg will er nun auf London 2012 verschieben. Angesichts der stärker werdenden Konkurrenz aus Kenia wird das allerdings ein schwieriges Unterfangen für den Serienweltrekordler. In seiner einmaligen Karriere erzielte Haile Gebrselassie bisher 18 offizielle sowie sieben weitere inoffizielle Weltrekorde.
Text: race-news-service.com
race-news | 20.07.2008
GRR-Symposien zeigen Lauf-Veranstaltern optimales Krisenmanagement in Notfall-Situationen

Richtiges Krisenmanagement ist wichtig im Notfall
Foto: www.photorun.net
Mit zwei Symposien in Berlin und Münster im August verstärkt German Road Races (GRR), die Vereinigung der deutschen Laufveranstalter, die Bemühungen um die hohe Qualität der Sicherheit bei Laufveranstaltungen. Nach den zwei Todesfällen beim Zugspitz-Lauf vor kurzem ist dieses Thema wieder stark ins Bewusstsein von Läufern und Veranstaltern gerückt.
Am 1. August wird in den Räumen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Berlin eine Tagung durchgeführt, bei es um die optimale Vernetzung von Unfallrettung, Sanitätsdiensten, Medizinischer Betreuung und den entsprechenden polizeilichen Maßnahmen geht.
GRR sieht hierbei einen wichtigen Schritt zur Installierung eines Krisenmanagements bei den Laufveranstaltern, die Jahr für Jahr Tausende an den Start von Veranstaltungen bringen, mit Strecken von 5 km bis zum Marathon und Ultramarathon. Das GRR-Mitglied Volksbank-Münster-Marathon wird zusammen mit dem „GRR-Kompetenzteam Sportmedizin“ und dem Landesinstitut für Aus- und Fortbildung NRW am 16. August zudem das 1. Marathon-Medizin-Symposium veranstalten. Die Organisatoren wenden sich hierbei vor allem an Mediziner und Rettungsdienstpersonal, aber auch an andere Berufsgruppen und Veranstalter, die sich mit den Risiken beim Marathonlauf auseinander setzen müssen.
Nachdem sich German Road Races im Vorjahr nach mehreren tödlichen Zwischenfällen bei Läufen auf unterschiedlichen Distanzen für die Einführung eines Gesundheitschecks ausgesprochen hat, der zum festen Bestandteil der Anmeldung zu den Laufveranstaltungen werden soll, geht GRR nun einen Schritt weiter. Bei dem in Berlin am 1. August stattfindenden Symposium werden Entscheidungsträger der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der Ärzteschaft und der Polizei referieren, zur Diskussion anregen und nach Lösungsansätzen suchen, wie in Not geratene Laufteilnehmer in nur wenigen Minuten von Rettungsteams erreicht werden, damit im Ernstfall lebenserhaltende Maßnahmen erfolgreich eingeleitet werden können.
Das GRR-Symposium „Bedeutung eines Netzwerkes zwischen Unfallversorgung, Rettungswesen und Risikoabwendung bei Laufveranstaltungen (Krisenmanagement)“ findet am 1. August von 10 bis 16 Uhr in den Räumen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Klosterstraße 47, in Berlin (Nähe Fernsehturm) statt. Anmeldungen werden unter news@germanroadraces.de entgegen genommen.
„Ein Marathon bedeutet eine extreme körperliche Belastung für den durchschnittlich trainierten Breitensportler. Ein plötzlicher Herztod ist mit dem Risiko von etwa einem Betroffenen auf 50.000 Finisher immer noch ein relativ seltenes Ereignis“, sagt Dr. Ralph Schomaker, der Rennarzt des Volksbank-Münster-Marathon und Leiter des „GRR-Kompetenzteams Sportmedizin“. „Das Symposium soll Experten aus unterschiedlichen Disziplinen als Diskussionsforum dienen und das Phänomen Marathon aus unterschiedlichen medizinischen Perspektiven beleuchten“. Die Veranstaltung findet am 16. August in den Räumen des Landesinstituts für Aus- und Fortbildung NRW in der Weseler Straße in Münster (Westfalen) statt. Eine Anmeldung ist über das Zentrum für Sportmedizin (http://www.zfs-muenster.de) möglich. Weitere Informationen im Internet unter: www.germanroadraces.de
Text: race-news-service.com
race-news | 20.07.2008
Newcomerin Pamela Jelimo bricht erneut Rekorde

Pamela Jelimo ist der Konkurrenz weit voraus.
Foto: www.photorun.net
Nach Siegen in Berlin, Oslo, Rom und nun auch Paris bleibt die 800-m-Läuferin Pamela Jelimo im Rennen um den Jackpot der AF Golden League. Die erst 19-jährige Kenianerin muss jetzt noch bei den Meetings in Zürich und Brüssel Ende August beziehungsweise Anfang September gewinnen, um an dem Jackpot von einer Million US-Dollar zu partizipieren. Die einzige andere Athletin im Kampf um die Million ist die kroatische Hochspringerin Blanka Vlasic, die sich ebenfalls in Paris durchsetzte.
Doch es war Newcomerin Pamela Jelimo, die einmal mehr das Ausrufungszeichen bei einem Golden League-Meeting setzte. In Berlin hatte sie am 1. Juni mit 1:54,99 Minuten einen Juniorinnen-Weltrekord sowie eine afrikanische Bestmarke erreicht. Diesen Doppelrekord steigerte sie nun in Paris um zwei Hundertstelsekunden auf 1:54,97. „Dies war für mich ein Testrennen für die Olympischen Spiele – und ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Resultat“, erklärte Pamela Jelimo, die vor der Slowakin Lucia Klocova (1:58,51) und ihrer Landsfrau Janeth Jepkosgei (1:58,52) gewann.
Die 5.000 m der Männer standen beim Leichtathletik-Meeting in Barcelona im Mittelpunkt. Hier siegte der Kenianer Moses Masai in 12:50,55 Minuten vor seinen beiden Landsleuten Micah Kogo (13:03,71) und Jonas Cheruiyot (13:11,24).
Text: race-news-service.com
race-news | 15.07.2008
Lornah Kiplagat AIMS-Läuferin des Jahres

Lornah Kiplagat mit dem ‘Goldenen Schuh’ und einer zweiten AIMS-Trophäe für ihren Halbmarathon-Weltrekord.
Foto: AIMS
Lornah Kiplagat (Niederlande) wurde in London als AIMS-Läuferin des Jahres 2007 ausgezeichnet. Jährlich ehrt die Association of International Marathons and Road Races (AIMS) zwei Athleten: Vor einigen Monaten war bereits Haile Gebrselassie (Äthiopien), der in Berlin im September mit 2:04:26 Stunden Marathon-Weltrekord gerannt war, als Läufer des Jahres 2007 der ,Goldene Schuh’ von AIMS überreicht worden. „Mit dieser Ehrung erkennen wir die beträchtlichen Erfolge von Lornah Kiplagat an. Sie ist eine der besten Läuferinnen aller Zeiten. Ihre Erfolge finden weltweite Beachtung“, erklärte der japanische AIMS-Präsident Hiroaki Chosa.
Höhepunkt der Leistungen von Lornah Kiplagat im Jahr 2007 war der Triumph bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Udine (Italien) im Oktober. Die aus Kenia stammende Läuferin gewann nicht nur die Goldmedaille sondern brach sowohl die Weltrekorde über 20 km als auch den im Halbmarathon. In 66:25 Minuten war Lornah Kiplagat in Udine 19 Sekunden schneller als Elana Meyer (Südafrika), die acht Jahre zuvor in Tokio 66:44 gelaufen war. Auf dem Weg zu dem Triumph hatte Kiplagat die 20-km-Marke in 63:21 Minuten passiert. Das war 24 Sekunden schneller als ihre eigene Bestmarke, die sie vor einem Jahr bei der Straßenlauf-WM über 20 km in Ungarn aufgestellt hatte. Paula Radcliffe war zwar im englischen Newcastle 2003 die Halbmarathonstrecke in 65:40 gelaufen, doch da diese Punkt-zu-Punkt-Strecke abfällt, konnte die Zeit nicht als Rekord anerkannt werden.
„Diese Auszeichnung ist eine Ehre für mich. Es bedeutet mir viel, dass ich diese Wahl gewonnen habe“, sagte Lornah Kiplagat, die bereits 2006 als AIMS-Läuferin des Jahres ausgezeichnet worden ist. Bei den Olympischen Spielen in Peking wird Lornah Kiplagat, die im vergangenen Jahr auch Cross-Weltmeisterin wurde, voraussichtlich über 10.000 m starten.
Text: race-news-service.com
race-news | 13.07.2008
Türkischer Sieg bei gelungener Berglauf-EM

Berglaufen wird immer populärer.
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„Es ist phantastisch, wie sich dieses Tal für diese Europameisterschaften einsetzt“, lobte Hansjörg Wirz, der Präsident des Europäischen Leichtathletik-Verbandes (EAA) die Organisatoren der 7. European Mountain Running Championships in Zell am Harmersbach. Und sportlich boten diese Europameisterschaften einiges, vor allem den scheinbar unaufhaltsamen Vormarsch der türkischen Läuferinnen und Läufer. Vor zahlreichen Landsleuten durfte sich der alte und neue Europameister Ahmet Asslan in einem Meer von türkischen Fahnen feiern lassen. „Es ist ein großer Tag für die Türkei und für unsere in Deutschland lebenden Landsleute“, jubelte Asslan. Dieser konnte mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit dem lange führenden Italiener Bernard Dematteis den Titel am Kuhhornkopf im Zeller Stadtteil Unterharmersbach noch entreißen. Neben dem Männersieger Asslan holte die Türkei mit Hasan Pak an der Spitze neben der Einzelwertung auch die Mannschaftswertung bei den Junioren. Bei den Frauen feierte die Italienerin Elisa Desco mit einer starken Vorstellung ihren ersten internationalen Erfolg.
Vor knapp eintausend Zuschauern gab es überaus stimmungsvolle Wettkämpfe, zu denen sich für den ausrichtenden TV Unterharmersbach noch bestes Laufwetter gesellte. In den höchsten Tönen lobten zudem die Läufer aus 25 Nationen den technisch höchst anspruchsvollen, aber überaus fairen Parcours. Zell hat gezeigt, dass man Berglauf-Europameisterschaften nicht nur in den Alpen ausrichten kann. „Entscheidend ist“, so der EAA-Präsident Hansjörg Wirz, „was die Athleten leisten müssen, um Europameister zu werden.“ In wochenlanger Arbeit hat der rührige TV Unterharmersbach im Verbund mit dem Bauhof der Stadt Zell eine meisterschaftswürdige Rundstrecke konstruiert, die bestens angekommen ist. Für 2009 und die Folgejahre sieht EAA-Council-Mitglied und Berglaufbeauftragter Phlippe Lamblin gute Chancen für den Berglauf: „Wir haben Kandidaten aus vier bis fünf Ländern. Das ist eine sehr positive Entwicklung“.
Im Lauf der Männer über 12,85 km und einer Höhendifferenz von +804 m/-714 m stürmte mit dem Italiener Bernard Dematteis ein 22-Jähriger an die Spitze und schien die etablierten Favoriten wie seine Landsleute Marco de Gasperi und Marco Gaiardo, den Titelverteidiger Ahmet Asslan sowie die starken Spanier um Vicente Capitan düpieren zu wollen. Erst in der Schlussrunde setzte sich der Türke an die Spitze und lief bei einer Endzeit von 50:01 Minuten noch einen erstaunlichen Vorsprung von 28 Sekunden heraus. Hinter Dematteis folgte Weltmeister Marco de Gasperi auf Rang drei, der allerdings wegen einer Muskelverletzung nicht ganz fit ins Rennen gegangen war. Dagegen konnte Italien in beeindruckender Manier die Teamwertung zum siebten Mal in Folge gewinnen. Der Trochtelfinger Timo Zeiler lief in der starken Spitzengruppe ein bemerkenswertes Rennen, musste aber den lange Zeit sicheren achten Rang abgeben und lief als Elfter ins Ziel. „Angesichts des Rennverlaufs bin ich sehr zufrieden. Ich habe alles gegeben. Bergauf konnte ich mich gut durchsetzen, aber bergab hatte ich keine Chance gegen einige Spezialisten.“
Bei den Frauen feierte Elisa Desco in Abwesenheit der derzeit weltbesten Bergläuferinnen Anna Pichrtova (Tschechien) und Andrea Mayr (Österreich) über 8,75 km und einer Höhendifferenz von +566 m/-476 m einen eindrucksvollen Sieg. „Das ist mein erster großer Sieg“, freute sich die Lebensgefährtin von Marco de Gasperi im Ziel, die übrigens seit wenigen Monaten vom früheren italienischen Marathonmeister Massimo Magnani trainiert wird. Den sicher geglaubten zweiten Rang musste die anfangs sogar in Führung liegende Sara Tunstall (Großbritannien) an die stark aufkommende Constance Devillers (Frankreich) abgeben.
In den Teamwertungen schlugen sich die Deutschen mit Timo Zeiler, Markus Jenne (26./ USC Freiburg), Josef Beha (30./ FC Unterkirnach) und Marco Sturm (38. /LLG Marathon Regensburg) erwartungsgemäß im Mittelfeld als Sechster. Das Frauen-Team mit Birgit Unterberger (OSC Berlin), die mit Fußproblemen unter Wert als 25. einlief, Natascha Schmitt (30./ LG Eintracht Frankfurt) und Stefanie Buss (34./ ASC Rosellen-Neuss) landete auf Rang neun.
Text: race-news-service.com
race-news | 12.07.2008
Pamela Jelimo bleibt über 800 m im Jackpot-Rennen

Pamela Jelimo bleibt im Rennen um den Jackpot.
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Kenias Aufsteigerin des Jahres bleibt im Jackpot-Rennen der IAAF Golden League: Beim dritten von sechs Meetings der Serie in Rom siegte Pamela Jelimo erneut über 800 m. Gewinnt sie nun auch noch nächste Woche in Paris sowie nach den Olympischen Spielen bei den Meetings in Zürich und Brüssel partizipiert sie am Golden League-Jackpot von einer Million US-Dollar. Dabei sind nach Rom nicht mehr fünf sondern nur noch zwei Athleten im Rennen: Neben Pamela Jelimo gilt dies noch für die kroatische Hochspringerin Blanka Vlasic. Bleiben beide siegreich, kassiert also jede eine halbe Million Dollar.
Newcomerin Pamela Jelimo, die beim DKB ISTAF in Berlin am 1. Juni mit 1:54,99 Minuten ihren eigenen Juniorinnen-Weltrekord sowie den Afrika-Rekord verbesserte, lief dieses Mal 1:55,69 Minuten – einmal mehr eine Weltrekordzeit. Die frühere 400-m-Läuferin bleibt damit über 800 m weiterhin ungeschlagen. Pamela Jelimo siegte souverän vor der Weltmeisterin Janeth Jepkosgei (Kenia/1:58,74), die sich mit einer Hundertstelsekunde vor Yuliya Krevsun (Ukraine) durchsetzte. Die 1.500-m-Weltmeisterin Maryam Jamal (Bahrain) wurde in 1:59,34 Minuten Vierte.
Gute Ergebnisse gab es in Rom auch über 5.000 m: Weltrekordlerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) siegte in 14:36,58 Minuten vor ihrer Landsfrau Meselech Melkamu (14:38,78) während die beste Kenianerin, Priscah Jepleting Cherono, als Dritte in 14:45,12 mit deutlichem Abstand folgte. Hier sind die Äthiopierinnen beim Rennen um olympisches Gold in Peking ganz klar favorisiert. Auch bei den Männern siegte ein Äthiopier: Sileshi Sihine, der in China über 10.000 m antreten wird, setzte sich in 13:04,94 Minuten vor Eliud Kipchoge (Kenia/13:05,26) durch. Dritter wurde mit Tariku Bekele (13:06,00) der Bruder des Weltrekordlers Kenenisa.
Text: race-news-service.com
race-news | 10.07.2008
Sabrina Mockenhaupt läuft Frankfurt-Marathon

Sabrina Mockenhaupt wird beim Frankfurt-Marathon starten.
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Sabrina Mockenhaupt wird im Herbst ihren zweiten Marathon laufen und dann in Frankfurt an den Start gehen. Das Rennen in der Main-Metropole findet am 26. Oktober statt. Ziel von der 27-Jährigen wird es sein, beim Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon ihre Bestzeit von 2:29:33 Stunden zu unterbieten. Damit hatte Sabrina Mockenhaupt im Oktober 2007 beim Debüt über die 42,195 km den Köln-Marathon gewonnen. In Frankfurt wird sie am letzten Oktober-Sonntag allerdings auf deutlich stärkere Konkurrenz treffen.
„Ich gehe davon aus, dass Sabrina nach ihrem tollen Debüt im Vorjahr auf dem schnellen Frankfurter Kurs noch eine Schippe drauflegen wird“, sagt Christoph Kopp, der in Frankfurt für das Elitefeld zuständig ist. In der deutschen Jahresbestenliste 2007 hatte sie hinter Irina Mikitenko (TV Wattenscheid/2:24:51) sowie der Frankfurt-Siegerin Melanie Kraus (Bayer Leverkusen/2:28:56) den dritten Rang belegt. Auf Melanie Kraus könnte sie am Main erneut treffen, sofern sich die Vorjahressiegerin gut vom Olympiamarathon erholt.
Mit Sabrina Mockenhaupt geht eine der erfolgreichsten deutschen Langstreckenläuferinnen der letzten Jahre an den Start. In diesem Jahr hat die zierliche Athletin bereits die nationalen Titel im Crosslauf und über 5000 m gewonnen, für die Olympischen Spiele in Peking ist sie über 10.000 m qualifiziert. Dabei lief sie in Kalifornien Anfang Mai 31:27,05 Minuten und war so schnell wie seit rund drei Jahren nicht mehr über die längste Bahn-Distanz. „Aufgrund der zeitlichen Nähe zu Olympia wird Sabrina in Köln dieses Mal nur die Halbmarathondistanz absolvieren“, sagt Christoph Kopp. „Ihr Plan für Frankfurt ist dann eine Steigerung der persönlichen Bestzeit um zwei bis drei Minuten.“
„Sie ist eine unserer Wunschkandidatinnen gewesen. Ich freue mich, dass wir dem laufbegeisterten Rhein-Main-Publikum in diesem Jahr wieder ein neues Gesicht präsentieren können“, sagt der Frankfurter Race-Direktor Jo Schindler.
Text: race-news-service.com
race-news | 07.07.2008
Goucher, Abdirahman und nochmals Lagat siegen bei US-Trials

Bernard Lagat war bei den US-Olympia-Trials zweimal nicht zu schlagen.
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Kara Goucher hat bei den US-Olympia-Trials in Eugene ihren ersten nationalen Titel gewonnen. Die Langstreckenläuferin, die 2007 in Osaka bei der WM überraschend die Bronzemedaille über 10.000 m gewonnen hatte, siegte nun über 5.000 m in 15:01,01 Minuten. Damit kann Goucher bei den Olympischen Spielen in Peking über zwei Strecken an den Start gehen, denn über 10.000 m hatte sie sich mit einem zweiten Rang ebenfalls qualifiziert. Gleiches gilt für die 10.000-m-Siegerin von Eugene, Shalane Flanagan, die über 5.000 m mit 15:02,81 Minuten Rang drei belegte. Zwischen den beiden platzierte sich Jennifer Rhines mit 15:02,02. Das Trio hatte sich auf dem letzten Kilometer einen spannenden Kampf geliefert.
„Wenn mein Verband und mein Trainer vorschlagen, dass ich beide Strecken laufen soll, bin ich bereit für diese Herausforderung. Wenn ich aber wählen müsste, dann würde ich mich für die 10.000 Meter entscheiden“, sagte Kara Goucher.
Über 10.000 m hatte Abdi Abdirahman frühzeitig die Initiative übernommen. In der Schlussphase des Rennens entwickelte sich ein Dreikampf, in den auch Jorge Torres und Galen Rupp involviert waren. Während Abdirahman fast durchweg in Führung lag, ging zwei Runden vor Schluss Rupp an die Spitze. Doch der zuvor schon dreifache US-Meister über 10.000 m konterte, übernahm seinerseits die Führung eingangs der letzten Runde und baute dann den Vorsprung noch aus. Am Ende war Abdirahman in 27:41,89 Minuten vor Rupp (27:43,11) und Torres (27:46,33) im Ziel. „Ich war auf alles vorbereitet“, sagte der Sieger und fügte hinzu: „Ich habe mit Bernard Lagat zusammen trainiert und wusste, dass ich gut laufen würde, nachdem ich mit ihm im Training hatte mithalten können.“
Bernard Lagat, der bei der WM 2007 einen seltenen Doppelsieg über 1.500 und 5.000 m gefeiert hatte, gelang dieses Doppel auch bei den Trials. Nach dem Erfolg über 5.000 m fügte er am Sonntag auch den Sieg über 1.500 m hinzu. In Peking will Lagat nun versuchen, erneut zweimal Gold zu gewinnen.
In einem taktischen Rennen setzte sich Bernard Lagat in Eugene über die Mittelstrecke in 3:40,37 Minuten vor Leonel Manzano (3:40,90) und Lopez Lomong (3:41,00) durch. Überraschend verpasste Alan Webb als Fünfter in 3:41,62 die Qualifikation.
Text: race-news-service.com
race-news | 07.07.2008
Jelimo stark bei Kenia-Trials, Soi siegt über 5.000 Meter

Edwin Soi qualifizierte sich über 5.000 m für Peking.
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Die Aufsteigerin des Jahres in der internationalen Leichtathletik war auch bei den kenianischen Olympia-Trials in Nairobi eine Klasse für sich: Pamela Jelimo gewann das 800-m-Rennen in der Höhenlage von Kenias Hauptstadt (gut 1.600 m über dem Meeresspiegel) in 1:57,71 Minuten deutlich vor der Weltmeisterin Janeth Jepkosgei (2:00,90). Während dies die ohne Zweifel hochklassigste Leistung der Trials war, sahen die Zuschauer den spannendsten Lauf über 3.000 m Hindernis bei den Männern.
Die Hindernisse der Männer sind natürlich seit Jahren die kenianische Paradedisziplin. In Nairobi entwickelte sich dabei in der Schlussphase des Rennens ein Vierkampf um die drei Olympiatickets. Dabei hatte ausgerechnet der Jahresweltbeste Paul Kipsiele Koech (8:01,85 Minuten) Pech. Denn am letzten Wassergraben geriet er in Führung liegend nach einem Kontakt mit einem Konkurrenten ins Straucheln und verlor entscheidend den Rhythmus. Am Ende blieb Koech nur der undankbare vierte Platz in 8:13,98 Minuten. Der Olympiasieger Ezekiel Kemboi gewann das Rennen in 8:13,56 vor dem Weltmeister Brimin Kipruto (8:13,60). Richard Matelong rettete mit 8:13,89 Minuten noch einen Vorsprung von neun Hundertstelsekunden vor Koech ins Ziel und sicherte sich so das dritte Peking-Ticket. „Ich werde alles geben, damit Kenia auch bei diesen Olympischen Spielen Gold im Hindernislauf gewinnt“, erklärte Ezekiel Kemboi.
Über 5.000 m qualifizierte sich erstmals Edwin Soi für einen großen interkontinentalen Titelkampf im Sommer. Der 22-Jährige hatte im vergangenen Jahr beim World Athletics Final in Stuttgart mit seiner enormen Spurtstärke sowohl die 3.000 als auch die 5.000 m gewonnen. Sein Endspurt war auch in Nairobi entscheidend. 300 Meter vor dem Ziel setzte sich Soi an die Spitze und war auch vom Weltmeister von Paris 2003, Eliud Kipchoge, nicht zu schlagen. Soi siegte in 13:29,5 vor Kipchoge (13:32,4) und Thomas Longosiwa (13:34,1). Im 10.000-m-Rennen setzte sich Moses Masai in 28:02,03 Minuten vor Martin Mathathi (28:03,95) sowie Micah Kogo (28:08,92) durch. Diese drei werden auch in Peking an den Start gehen. Kogo ist mit seiner Bestzeit von 26:35,63 Minuten der sechstschnellste 10.000-m-Läufer aller Zeiten.
Die WM-Zweite von Osaka 2007 über 5.000 m, Vivian Cheruiyot, hat als Vierte in Nairobi die Olympia-Qualifikation verpasst. Sie lag in 15:42,39 Minuten deutlich hinter den drei vor ihr platzierten, die nun nach Peking fahren werden: Priscah Jepleting gewann in 15:32,66 Minuten vor Lucy Kabuu (15:35,09) und Sylvia Kibet (15:37,07), die im vergangenen Jahr bei der WM Vierte war. Über 10.000 m gewann Lucy Kabuu in 32:18,6 Minuten vor Peninah Arusei (32:19,3), die im Frühjahr unter anderem einen Streckenrekord bei den 25 km von Berlin aufgestellt hatte. Dritte wurde Grace Momanyi (32:30,4), die jedoch nicht für Peking nominiert wurde. Statt dessen berücksichtigten die Funktionäre Linet Masai, die aufgrund einer Verletzung in Nairobi fehlte.
Ruth Bosibori gewann das Hindernisrennen bei den Frauen in 9:48,78 Minuten. Bei der WM 2007 hatte sie als Vierte mit 9:25,25 einen Juniorinnen-Weltrekord aufgestellt. Damals war ihre Landsfrau Eunice Jepkorir als Dritte vor ihr, in Nairobi wurde sie nun Zweite mit 9:51,28. Rang drei ging an Mercy Njoroge (10:06,94).
Text: race-news-service.com
race-news | 06.07.2008
Antje Möldner stark über die Hindernisse bei den Deutschen Meisterschaften
Eine starke Vorstellung zeigte Antje Möldner am zweiten Tag der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Nürnberg über 3.000 m Hindernis. Die Läuferin des SC Potsdam holte sich souverän den Meistertitel und lief dabei im strömenden Regen 9:50,05 Minuten. Die Juniorin Julia Hiller (LAC Quelle Fürth München) wurde in 10:07,65 Zweite. Rang drei ging an Verena Dreier (LG Sieg) mit 10:12,62.
Antje Möldner war als Titelverteidigerin über 1.500 m nach Nürnberg gereist. Aber mit Beginn dieser Saison hatte sie die Disziplin gewechselt. Das gelang mit Erfolg, denn in ihrem ersten Hindernislauf überhaupt erzielte sie in diesem Jahr mit 9:34,21 Minuten bereits einen deutschen Rekord. Damit hat sie gute Finalchancen bei den Olympischen Spielen. Von den wenigen deutschen Bahn-Läufern, die für Peking nominiert werden, könnte Antje Möldner die beste Platzierung erreichen. „Ich glaube, dass ich mich in diesem Jahr noch auf eine Zeit um 9:30 Minuten verbessern kann, und das Ziel in Peking ist der Endlauf“, erklärte die 24-Jährige, die noch am Sonntag ins Höhentrainingslager nach St. Moritz reiste. „Der Disziplin-Wechsel hat sich für mich natürlich gelohnt.“
Über 5.000 m verteidigte in der zweiten Langstrecken-Entscheidung des zweiten Tages Arne Gabius (LAV Asics Tübingen) nach einem taktischen Rennen in 14:08,40 Minuten seinen Titel knapp. Am Ende kam Junior Zelalem Martel (LG Neckar-Enz/14:08,59) noch stark auf, konnte aber im Spurtduell nicht an Gabius vorbeiziehen. Dritter wurde Marc-André Kowalinski (Telekom Trier) in 14:10,72.
Text: race-news-service.com
race-news | 06.07.2008
Start-Ziel-Sieg für Sabrina Mockenhaupt

Sabrina Mockenhaupt
www.photorun.net
Zu einem Start-Ziel-Sieg lief Sabrina Mockenhaupt bei den Deutschen Leichathletik-Meisterschaften in Nürnberg über 5.000 m. Die Läuferin des Kölner Vereins für Marathon war bei ihrem überlegenen Erfolg in 15:38,33 Minuten im Ziel. Trotz der international längst nicht erstklassigen Zeit hatte Sabrina Mockenhaupt am Ende fast eine Minute Vorsprung und hatte das Gros der Konkurrentinnen überrundet.
Die 5.000-m-Olympianorm von 15:00 Minuten war allerdings in dieser Saison nie ein ernsthaftes Thema für Sabrina Mockenhaupt, da sie sich bereits frühzeitig Anfang Mai über 10.000 m qualifiziert hatte. „Bis Peking ist es nicht mehr lange, deswegen habe ich auch die ganze letzte Woche durchtrainiert. Langsam komme ich wieder zu alter Form zurück, heute war es jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte Sabrina Mockenhaupt nach ihrem Sieg von Nürnberg. Für die 27-Jährige, die bei Olympia vor vier Jahren über 10.000 m Rang 15 belegt hatte, war es bereits der achte nationale Titel über die 5.000-m-Strecke.
Schon unmittelbar nach dem Start setzte sich Sabrina Mockenhaupt an die Spitze des Feldes. Lediglich Julia Viellehner (LG Passau) wagte es, sich an die große Favoritin anzuhängen. Als Sabrina Mockenhaupt kurz vor Kilometer drei das Tempo forcierte, konnte sie nicht mehr mithalten, hatte aber noch rund 100 Meter Vorsprung auf die Verfolgergruppe. Doch am Ende ging Julia Viellehner die Kraft aus, sie fiel noch bis auf Rang sieben zurück. Zweite wurde Ingalena Heuck (LG Stadtwerke München/16:35,93), Rang drei belegte Birte Bultmann (TV Wattenscheid/16:37,77). „Die ersten drei Kilometer bin ich locker gelaufen, auf den letzten beiden Kilometern habe ich mich dann angestrengt“, erklärte Sabrina Mockenhaupt. Über 5.000 m werden bei Olympia keine deutschen Läuferinnen am Start sein.
Im 3.000-m-Finale der Männer fehlte verletzungsbedingt der einzige deutsche Läufer mit Olympia-Chancen: Filmon Ghirmai (LAV Asics Tübingen) erreichte bisher 8:26,86 Minuten. Zur Norm fehlen ihm noch gut vier Sekunden. Ghirmai soll aber noch eine Chance erhalten, die Zeit nachzuliefern. Deutscher Meister wurde Steffen Uliczka (SG Kronshagen/Kieler TB) in 8:46,69 Minuten vor Norbert Löwa (LG Nord Berlin/8:52,39) und Martin Allgeyer (LSG Aalen/8:58,81).
Text: race-news-service.com
race-news | 01.07.2008
Flanagan und Lagat siegen bei US-Olympia-Qualifikation

Shalane Flanagan, Kara Goucher und Amy Yoder Begley auf dem Weg zur Olympia-Qualifikation in Eugene.
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Drei Langstrecklerinnen waren die ersten, die sich bei den neuntägigen US-Olympia-Trials in Eugene die Tickets für Peking sicherten: Im 10.000-m-Finale schafften die drei erstplatzierten Shalane Flanagan, Kara Goucher und Amy Yoder Begley die Qualifikation für die Olympischen Spiele, indem sie die Norm von 31:45 Minuten unterboten.
Die im Marathon bereits für Olympia qualifizierte Magdalena Lewy-Boulet hatte zunächst die Initiative ergriffen und bestimmte das Tempo an der Spitze. Kurz nach Kilometer vier verschärfte dann Shalane Flanagan deutlich die Pace und setzte sich mit der WM-Dritten von Osaka 2007, Kara Goucher, sowie Amy Yoder Begley gemeinsam ab. Nun ging es vor allen für Begley darum, die ihr noch fehlende Olympianorm von 31:45 Minuten zu erreichen. Nach 7 km übernahm sie die Führung und sorgte für das nötige Tempo. 1.200 m vor dem Ziel zogen dann Flanagan und Goucher davon. Flanagan siegte in einem langen Spurt in 31:34,81 Minuten vor Goucher (31:37,72), während sich für die kämpfende Begley der olympische Traum mit 31:43,60 auch noch knapp erfüllte. „Ich habe während der letzten Runden sehr viel gerechnet“, erklärte eine überglückliche Amy Yoder Begley.
„Das ist eine große Erleichterung, denn vier Jahre lang denkt man an die Olympischen Spielen“, sagte Shalane Flanagan, während Kara Goucher erklärte: „Mit der Olympia-Qualifikation geht ein Kindheitstraum in Erfüllung.“
Am Montagabend stand das 5.000-m-Finale der Männer auf dem Programm und damit Bernard Lagat im Mittelpunkt. Der geborene Kenianer, der im vergangenen Jahr bei der WM in Osaka einen bei diesen Titelkämpfen einmaligen Doppelsieg über 1.500 und 5.000 m feierte, qualifizierte sich souverän für Peking. Auch bei Olympia will der 33-Jährige über beide Strecke antreten, so dass er im Laufe dieser Woche in Eugene auch die Mittelstrecke laufen wird.
Fünf Läufer gingen in Eugene im 5.000-m-Rennen gemeinsam in die letzte Runde: Bolota Asmerom, Chris Solinsky, Ian Dobson, der WM-Vierte Matt Tegenkamp und Bernard Lagat. 200 Meter vor dem Ziel verschärfte Lagat dann das Tempo und löste sich, obwohl ihm Tegenkamp in die Ferse trat. Der ehemalige Kenianer siegte schließlich in 13:27,47 Minuten vor Tegenkamp (13:29,88), der ins Straucheln geraten war, und Dobson (13:29,76). Dieses Trio wird in Peking an den Start gehen.
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