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race-news | 27.06.2008

Siegfried Eifrig: Der letzte Berliner Fackelläufer von 1936 ist tot


Siegfried Eifrig trägt das olympische Feuer 1936 Unter den Linden in Berlin.
Sportmuseum Berlin

Siegfried Eifrig, der letzte Berliner Läufer des ersten olympischen Fackellaufes von 1936, ist am Montag im Alter von 98 Jahren in Berlin verstorben. Der frühere 400-m-Läufer arbeitete später viele Jahre ehrenamtlich für den Berlin-Marathon als Schatzmeister.

Siegfried Eifrig trug das olympische Feuer auf dem letzten Abschnitt von Athen nach Berlin Unter den Linden. Er lief 1.500 Meter, vorbei unter anderem an der Universität und bis zum Lustgarten, wo er um 12 Uhr am 1. August 1936 das Feuer auf einem Altar entzündete. Anschließend rannte der damals 26-jährige Siegfried Eifrig zurück zur Schloßbrücke und entzündete ein weiteres Feuer auf einem zweiten Altar. Rund vier Stunden später wurden die Olympischen Spiele im Berliner Olympiastadion eröffnet, wo dann Fritz Schilgen als letzter Läufer der Staffel innerhalb Berlins das olympische Feuer entzündete. Schilgen war 1995 im Alter von 99 Jahren verstorben.

Als Sprinter des SCC Berlin wurde Siegfried Eifrig 1935 Berliner- und Brandenburger Meister mit der 4x400-m-Staffel. Über 100 Meter erreichte er 11,0 Sekunden, über 400 m lief er 49,8. 40 Mal startete er bei der berühmten Staffel Potsdam-Berlin. 25 Mal war er dabei der Schlussläufer seines Vereins, einmal lief er an vierter Stelle und wechselte auf der Glienicker Brücke.

Im Zweiten Weltkrieg war Siegfried Eifrig als Soldat und dann als Kriegsgefangener in Ägypten. In Gefangenschaft organisierte er bei den Engländern Fußballturniere und Leichtathletik-Wettkämpfe. 1946 wieder in Berlin zurück, half er beim Neu-Aufbau seines Charlottenburger Vereins. Unter anderem war er stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart der Leichtathletik-Abteilung des SCC.

Später übernahm der Direktor der Berliner Sparkasse die ehrenamtliche Tätigkeit des Schatzmeisters beim Berlin-Marathon. Noch heute ist einer seiner Söhne in die Organisation des Rennens eingebunden. Siegfried Eifrig hatte fünf Kinder, acht Enkelkinder und sieben Urenkel. Das Andenken an den sportlichen Höhepunkt seiner Karriere, den olympischen Fackellauf, hatte in seiner Berliner Wohnung einen Ehrenplatz: Die Fackel von Siegfried Eifrig wird zukünftig im Berliner Sportmuseum an einen immer integren, bescheidenen und fairen Mann erinnern, der ein Vorbild war.

Text: race-news-service.com

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race-news | 23.06.2008

29.000 rennen in Stuttgart


Immer mehr große Läufe gibt es in Deutschland.
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Rund 29.000 Athleten waren am Sonnabend und Sonntag beim Stuttgarter Zeitungslauf aktiv. Darunter waren bei der zweitägigen Veranstaltung neben Läufern auch Inline-Skater. Im Zentrum der Veranstaltung stand einmal mehr der Halbmarathon, der am Sonntag stattfand.

Der Stuttgarter Zeitungslauf hat sich in den letzten Jahren als zweitgrößter deutscher Halbmarathon etabliert. Ein größeres Rennen gibt es in Deutschland über die 21,0975 km nur noch in Berlin. Am Sonntag starteten in Stuttgart über die ,halbe Distanz’ rund 14.500 Athleten.

Das Rennen in Stuttgart ist in erster Linie ein breitensportliches Ereignis, bei dem bis auf eine Ausnahme weder deutsche Eliteläufer und schon gar nicht ausländische oder afrikanische Topläufer an den Start gehen. Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen) war der einzige prominente deutsche Leistungssportler, der dann das Rennen auch gewann. Beckmann, der die Marathon-Qualifikation für die Olympischen Spiele im Frühjahr verpasst hatte, siegte in 1:10:29 Stunden und wird dies eher als flotten Trainingslauf genutzt haben. Eine Sekunde hatte er am Ende Vorsprung vor Ian McLoughlin. Dritter wurde mit Eduard Scherer in 1:11:27 ein Läufer der Master-Klasse. Schnellste Frau war in Stuttgart Nicole Ploog mit 1:23:12 Stunden. Die nächsten Plätze belegten Sigrid Mutscheller (1:25:23) und Sabine Oesterle (1:25:49).

Text: race-news-service.com

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race-news | 18.06.2008

Frankfurt-Marathon lockt Topläufer und Manager mit hohen Prämien


Um großes Geld rennen die Stars in diesem Jahr in Frankfurt.
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Die deutsche Börsenmetropole wird für Weltklasseläufer aber auch für laufende Manager immer interessanter: Beim Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon sind die Zeitprämien für die Veranstaltung am 26. Oktober 2008 angehoben worden und befinden sich nunmehr auf internationalem Topstandard. „Es wird jetzt richtig aufregend“, freut sich Race-Direktor Jo Schindler. Für den Sieg bei den Männern zahlt Dresdner Kleinwort bei einer Laufzeit unter 2:07 Stunden eine Prämie von 75.000 Euro. Der Sieg wird mit weiteren 15.000 Euro honoriert, für die Verbesserung des Streckenrekords von Wilfred Kigen (2:07:58/2007) sind nochmals 5.000 Euro ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt für den siegreichen Topläufer im besten Fall demnach 95.000 Euro. Auch die schnellste Läuferin kann maximal 95.000 verdienen, das Zeitlimit für den neuen Sonderbonus in Höhe von 75.000 Euro beträgt 2:22:30 Stunden. Der Kursrekord wird seit drei Jahren von der Russin Alevtina Biktimirova gehalten (2:25:12).

Eine weitere Neuerung bei der diesjährigen Veranstaltung ist der sogenannte „Marathon Manager 2008“, eine Sonderwertung für Führungskräfte, seien es Unternehmer, Selbstständige, Manager aus Unternehmen und Organisationen. Initiiert hat die Aktion die Business Performance Academy (BPA) in Heidelberg, genauer Chairman Hans Verheijke. „Gemäß unserer Philosophie wollen wir damit die Verbindung zwischen Sport und Management stärken“, so Verheijke. Dass die Sonderwertung in der Banken- und Börsenmetropole ein Erfolg wird, davon sind Schindler und Verheijke fest überzeugt. Eine Klasse für sich sind nämlich auch die Siegerpreise für den schnellsten Manager und die schnellste Managerin in Höhe von jeweils 15.000 Euro. Ein Bestandteil ist die Teilnahme – inklusive kompletter Kostenübernahme – am Dubai-Marathon im Januar 2009.

Es geht auch breitensportlich weiter aufwärts mit dem Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon. Dies belegen die neuesten Meldezahlen. Bislang haben sich für die Traditionsveranstaltung am 26. Oktober knapp zehn Prozent mehr Marathonläufer registrieren lassen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Natürlich muss man im seit Jahren zunehmend umkämpften Marathonmarkt etwas vorsichtig sein“, sagt Jo Schindler. „Angesichts der neuesten Zahlen gehe ich aber davon aus, dass wir in Frankfurt unser gesetztes Jahresziel von mehr als 12.000 Marathonstartern erreichen werden.“ Im Vorjahr sind beim ältesten deutschen Stadtmarathon – die Premierenveranstaltung fand 1981 statt – 11.507 Teilnehmer am Start gewesen. Die Attraktivität des für Elite-, Breiten- und Hobbysportler gleichermaßen interessanten Kurses ist in diesem Jahr nochmals gesteigert worden, wobei die wichtigste Änderung nach dem ,Relaunch’ den Opernplatz betrifft: Hier wird nun dreimal vorbei gelaufen, und zwar bei Kilometer 9, 38 und 41. Zudem fällt die zweite Passage des Startbereichs weg, stattdessen führt die Strecke über die Senckenberganlage und die Bockenheimer Landstraße.

Text: race-news-service.com

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race-news | 15.06.2008

Gete Wami meldet sich mit Sieg zurück


Gete Wami
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Rund zwei Monate nachdem sie beim London-Marathon zunächst gestürzt war und dann mit Blessuren noch auf Rang drei in 2:25:37 Stunden gelaufen war, meldete sich Gete Wami mit einem Sieg in England zurück. Die äthiopische Gewinnerin der ersten World Marathon Majors (WMM)-Serie 2006-2007 war beim Frauenlauf in Sunderland nicht zu schlagen. Mit deutlichem Vorsprung gewann die 33-jährige Äthiopierin, die beim olympischen Marathon zu den Topfavoritinnen zählen wird, in 29:20 Minuten.

Normalerweise werden in Sunderland 10 km gelaufen. Doch am englischen Vatertag musste bei dem Frauenlauf die Strecke aus Sicherheitsgründen verkürzt werden. Hohe Wellen schwappten bis auf die Küstenstraße, die normalerweise überlaufen wird. Durch den Wegfall dieses Stückes betrug die Strecke nur noch rund 9 km. Gete Wami war nach 29:20 Minuten im Ziel.

Zunächst hatte Liz Yelling (Großbritannien) Führungsarbeit geleistet, während sich Gete Wami in der Spitzengruppe zurückhielt. Erst in der zweiten Hälfte zeigte die Äthiopierin Initiativen und löste sich schließlich leicht von den Konkurrentinnen. Zweite wurde Nadia Ejjafini (Bahrain) in 29:36 Minuten. Rang drei ging an Liz Yelling (29:56), Vierte wurde die Spanierin Alessandra Aguilar in 30:11.

Der Sturz beim London-Marathon hat Gete Wami offenbar stärker betroffen als es zunächst aussah. „Ich hatte starke Schmerzen und konnte auf ärztlichen Rat drei Wochen lang nicht trainieren. Rücken und Beine hatten blaue Flecken, aber zum Glück war es nichts ernstes“, sagte Gete Wami, die vor dem olympischen Marathon keine weiteren Rennen mehr laufen möchte.

Text: race-news-service.com

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race-news | 13.06.2008

Dire Tune läuft Stundenweltrekord in Ostrava


Dire Tune bei ihrem Sieg in Houston.
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Eine Woche vor ihrem 23. Geburtstag lief Dire Tune zum dritten großen Erfolg in diesem Jahr: Die Äthiopierin brach beim Leichtathletik-Meeting in Ostrava den Stundenweltrekord von Tegla Loroupe. Die Kenianerin war vor zehn Jahren in Borgholzhausen 18.340 Meter gelaufen. In Ostrava bewältigte Dire Tune nun eine Distanz von 18.517 Metern binnen 60 Minuten.

Die 22-jährige Äthiopierin hatte in diesem Jahr mit zwei beachtlichen Marathon-Siegen auf sich aufmerksam gemacht: Zunächst brach sie im Januar in Houston den Kursrekord mit 2:24:40 Stunden, dann siegte sie nur rund drei Monate später beim Boston-Marathon nach einem packenden Zweikampf mit Alevtina Biktimirova (Russland) mit zwei Sekunden Vorsprung in 2:25:25. Dire Tune könnte zum äthiopischen Marathon-Team bei Olympia zählen.

In Ostrava lief sie ohne Spikes sondern mit Laufschuhen zum Weltrekord. Dabei geriet sie bei der Jagd nach der Bestmarke trotz Tempomacherinnen im ersten Teil des Rennens zunächst in Rückstand. Die 5000-m-Marke passierte Dire Tune in 16:28,82 Minuten – das war knapp eine Viertelminute langsamer als geplant. 15 Sekunden fehlten dann immer noch an der 10.000-m-

Marke, die nach 32:45,46 erreicht war. Doch bald darauf ging die Äthiopierin selbst an die Spitze und holte die Zeit auf. Am Ende legte sie 177 Meter mehr zurück als Tegla Loroupe 1998. Die Kenianerin war damals allerdings im Gegensatz zu Dire Tune noch weiter gerannt und hatte auch gleich den Rekord für 20.000 m verbessert: Ihre 1:05:26,6 Stunden stehen nach wie vor als Weltrekord.

Ein dramatisches Rennen gab es über 10.000 m der Frauen in Ostrava. Dieser Lauf war für die Äthiopierinnen die offizielle Olympia-Qualifikation. Sechs Tage nach ihrem 5.000-m-Weltrekord von Oslo und einer anschließenden Reise zurück nach Äthiopiern stand Tirunesh Dibaba im Mittelpunkt des Interesses. Die Frage war, wie schnell sie laufen würde. Doch es wurde bald offensichtlich, dass es kein extrem schnelles Rennen geben würde. Wude Ayalew lag nach 5.000 m (15:43,22 Minuten) in Führung. Tirunesh Dibaba lief in der Spitzengruppe, doch plötzlich fiel sie zurück. Bis zu zehn Meter lief sie hinter der Führungsgruppe her. Es sah zeitweilig nicht so aus, als ob sich die 10.000-m-Weltmeisterin für Olympia qualifizieren könnte. Doch gut drei Runden vor dem Ziel startete Tirunesh Dibaba ihre Aufholjagd und gewann schließlich noch in 31:03,37 Minuten vor ihrer Schwester Ejegayehu (31:04,05). Meselech Melkamu wurde in 31:04,93 Minuten Dritte bei diesen ,Äthiopischen Meisterschaften’ in Ostrava.

Text: race-news-service.com

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race-news | 12.06.2008

Rekordzahl: 73.719 beim Chase-Lauf durch Frankfurt


Kurz vor dem Start des Chase-Laufes in Frankfurt.
Veranstalter

Immer neue Rekorde stellt der Frankfurter Chase-Lauf auf. Für das Firmenrennen durch die Main-Metropole am Mittwochabend hatten 73.719 Läufer gemeldet. 2.589 Unternehmen hatten Läufer für dieses rein breitensportlich orientierte Laufereignis über 5,6 km gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr bedeuteten diese Zahlen eine Steigerung von rund zehn Prozent. Das Frankfurter Chase-Rennen ist damit die größte Laufveranstaltung in Deutschland aller Zeiten.

Weltweit dürfte der Chase-Lauf einmal mehr in diesem Jahr der größte Lauf sein. Beim traditionsreichen ,Bay to Breakers’ in San Francisco waren im Mai bei der 97. Auflage rund 65.000 Teilnehmer am Start. Dieses 12-km-Rennen hatte 1986 sogar 110.000 Läufer registriert und dürfte damit das bisher größte aller Zeiten sein.

Schnellster Läufer im riesigen Feld von Frankfurt war Raphael Schäfer (Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes) in 15:53 Minuten. Er war deutlich vor Elias Sansar (AÜG Netzwerk/16:25) und Stefan Groß (Chemetall/16:28) im Ziel. Bei den Frauen siegte Jenny Schulz (Deutsche Bundesbank) mit 19:48 Minuten ebenso deutlich vor Sonja Reiser (Polizei Hessen/20:04) und Franziska Linne (Evonik Industries/20:11).

Die meisten Teilnehmer stellte am Mittwochabend die Deutsche Bank mit 1747 Startern, gefolgt von der Allianz Versicherung/Dresdner Bank (1370) und der Deutschen Lufthansa (1186). 24 von 30 Dax-Unternehmern schickten in der Börsenmetropole Läufer an den Start. Bei der Veranstaltung wurden Spenden in Höhe von 222.000 Euro zugunsten der Stiftung Deutsche Sporthilfe gesammelt, die damit junge Behindertensportler fördert.

Text: race-news-service.com

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race-news | 10.06.2008

Defar und Bekele verpassen Weltrekorde in Eugene


Kenenisa Bekele auf Weltrekordjagd in Eugene.
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Zwei Tage nach dem AF Golden League-Meeting in Oslo wollte sich Meseret Defar beim Grand Prix-Meeting in Eugene den 5.000-m-Weltrekord zurückholen. Doch die Äthiopierin scheiterte deutlich. Auch für ihren Landsmann Kenenisa Bekele war die Weltrekordjagd über 10.000 m nicht vom Erfolg gekrönt.

Tirunesh Dibaba hatte Meseret Defars Weltrekord in Oslo auf 14:11,15 Minuten verbessert. „Es ist möglich, noch schneller zu laufen“, hatte Dibaba danach gesagt. Doch Defar schaffte es nicht. In 14:38,73 Minuten gewann sie das Rennen zwar überlegen, jedoch war sie damit fast eine halbe Minute langsamer als Tirunesh Dibaba am Freitagabend. „Ich bin enttäuscht. Meine Beine waren nicht ausgeruht genug“, sagte Meseret Defar.

Ebenfalls den avisierten Weltrekord verpasst hat Kenenisa Bekele. Der Äthiopier hält die 10.000-m-Bestmarke mit 26:17,53 Minuten und wollte diese Zeit unterbieten. In Eugene war er mit großem Vorsprung in 26:25,97 im Ziel. Immerhin ist das die viertbeste Zeit aller Zeiten. „Ich habe mein bestes gegeben, aber vor allem in der ersten Phase des Rennens war das Tempo zu langsam“, sagte Kenenisa Bekele.

Text: race-news-service.com

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race-news | 08.06.2008

Hilda Kibet gewinnt 10 km in New York


Hilda Kibet siegt in New York.
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Hilda Kibet hat den 10-km-Frauenlauf der New York Road Runners im Central Park gewonnen. Die Holländerin war auf dem welligen Rundkurs nach 32:43 Minuten im Ziel und hatte sechs Sekunden Vorsprung vor Maida Perez (Mexiko). Dritte wurde die Deena Kastor (USA), die sich auf ihren Start beim olympischen Marathon in Peking vorbereitet. Die Olympia-Dritte von Athen lief 33:14 Minuten. Bei der 37. Auflage des Rennens erreichten über 4.000 Läuferinnen das Ziel.

Deena Kastor hatte sich anfangs an die Spitze des Feldes gesetzt. Die 5-km-Marke erreichte die Amerikanerin nach 16:12 Minuten gemeinsam mit Hilda Kibet und Madai Perez. Zwei Sekunden später folgte Everlyne Lagat (Kenia), die am Ende hinter Magdalena Lewy Boulet (USA) Fünfte wurde. Rund 3,5 km vor dem Ziel fiel Deena Kastor zurück. Hilda Kibet setzte sich dann auf dem letzten Kilometer von Madai Perez ab. „Das war ein hartes Rennen“, sagte die 27-jährige Hilda Kibet. Die gebürtige Kenianerin startet seit kurzem für Holland. Sie ist die Kusine und Trainingspartnerin von Lornah Kiplagat, die schon länger nicht mehr für ihr Geburtsland Kenia sondern für Holland startet. Beide dürften bei Olympia über 10.000 m an den Start gehen. „Ich bin zufrieden mit meinem Rennen“, sagte Deena Kastor, deren großes Ziel es ist, Marathon-Olympiasiegerin zu werden. Dafür allerdings wird sie sich in den verbleibenden Wochen deutlich steigern müssen.

Text: race-news-service.com

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race-news | 08.06.2008

Tirunesh Dibaba: Weltrekord als Familienangelegenheit


Tirunesh Dibaba setzt in Oslo ein neues Maß über 5.000 Meter.
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Mit familiärer Unterstützung rannte Tirunesh Dibaba in Oslo zum Weltrekord. Die 23-jährige Äthiopierin stürmte im Bislett-Stadion nach 14:11,15 Minuten ins Ziel des 5.000-m-Laufes. Damit verbesserte sie die bisherige Bestmarke ihrer Landsfrau Meseret Defar gleich um gut fünfeinhalb Sekunden und krönte das Golden League-Meeting der Leichtathleten. Geholfen hat ihr dabei als Tempomacherin auch ihre Schwester Ejegayehu – der Weltrekord wurde zu einer Familienangelegenheit.

Nachdem Anna Alminova (Russland) für das richtige Anfangstempo gesorgt hatte und das Rennen dann beendete, übernahm Tirunesh Dibabas 25-jährige Schwester den Job der Pacemakerin. „Ich bin ihr dankbar, dass sie mir geholfen hat. Das hatten wir so verabredet“, erklärte Tirunesh Dibaba. Allerdings konnte Ejegayehu Dibaba, die 10.000-m-Olympiazweite von Athen, nicht verhindern, dass Tirunesh nach 3.000 Metern im Weltrekord-Fahrplan rund sechs Sekunden zurücklag. Doch nun ging die 23-Jährige selbst an die Spitze und brachte sich mit enormer Tempohärte wieder auf Kurs. „Zwei Runden vor Schluss war ich mir sicher, dass ich es schaffen würde“, sagte Tirunesh Dibaba, die den letzten Kilometer in knapp 2:43 Minuten lief und dabei noch einige überrundete Läuferinnen außen überholen musste, weil keine die Innenbahn freimachte.

„Das ist ein toller Tag für mich. Ich habe lange daran gedacht, diesen Weltrekord zu laufen – jetzt habe ich es umsetzen können. Seit den Afrikameisterschaften habe ich mich ausschließlich auf dieses Rennen vorbereitet“, erklärte Tirunesh Dibaba, die vor zwei Jahren bei einem 5.000-m-Rekordversuch in Oslo noch gescheitert war. Sieht man von einem Juniorinnen-Weltrekord ab, war dies ihre erste Freiluft-Weltbestmarke über eine Bahn-Langstrecke. Ob sie sich nun zutraut, als erste Läuferin die 14 Minuten zu unterbieten, wurde Tirunesh Dibaba in Oslo gefragt. „Das weiß ich nicht. Vielleicht ist das eines Tages möglich“, antwortete die Läuferin, die in Addis Abeba in Höhenlagen trainiert.

Vielleicht muss sie schon sehr bald wieder einen neuen Rekordversuch planen, denn am heutigen Sonntag möchte sich Meseret Defar in Eugene (USA) die Bestzeit zurückholen. „Ich denke, es ist möglich schneller zu rennen als ich heute – ich bin gespannt darauf, was in Eugene passiert. Ich glaube nicht, dass ich das Rennen in Äthiopien im Fernsehen sehen kann, so dass ich das Ergebnis telefonisch erhalten werde.“

Hinter der Kenianerin Lucy Wangui (14:33,49) wurde Ejegayehu Dibaba in 14:36,78 Dritte im Weltrekordrennen von Bislett. Doch das war noch nicht alles, was Familie Dibaba in Oslo zu bieten hatte: Als Siebente lief Tiruneshs jüngere Schwester Genzebe mit persönlicher Bestzeit von 15:02,41 ins Ziel. Die 17-Jährige hatte bei der Cross-WM im März als Siegerin des Rennens der Juniorinnen auf sich aufmerksam gemacht. „Es ist das erste Mal, dass wir alle drei in einem Bahnrennen an den Start gegangen sind“, erzählte Tirunesh Dibaba in Oslo.

Inspiriert zum Laufen wurden die Dibaba-Schwestern durch ihre Kusine: Derartu Tulu ist die 10.000-m-Olympiasiegerin von 1992 und 2000. Später gewann sie die hochkarätigen Marathonrennen von London und Tokio. Auch Tirunesh Dibaba, die einst mit ihrer älteren Schwester als 14-Jährige nach Addis Abeba zog, sich dann einem Polizeisportklub anschloss und fortan professionell trainierte, will eines Tages Marathon laufen. „Erst möchte ich alles auf der Bahn gewinnen, was möglich ist. Danach kommt der Marathon. Ich möchte Äthiopiens erfolgreichste Olympionikin werden“, sagt Tirunesh Dibaba, die in Peking eventuell über 5.000 und 10.000 m antreten wird. Ihrer Schwester Genzebe, mit der sie zeitweilig trainiert, prophezeit sie eine große Zukunft: “Ich erwarte, dass sie eines Tages schneller sein wird als ich.“

Doch noch ist es Tirunesh, die bei Familie Dibaba die Zeichen setzt. Das begann 1993 bei den Weltmeisterschaften in Paris, wo sie die jüngste Weltmeisterin in einer Einzeldisziplin wurde. Genau 18 Jahre und 90 Tage alt war die Läuferin, als sie überraschend die 5.000 m gewann. Bei den Olympischen Spielen in Athen wurde sie dann 2004 im 5.000-m-Finale Dritte und damit zur jüngsten olympischen Medaillengewinnerin ihres Landes aller Zeiten. Bei der WM 2005 setzte Tirunesh Dibaba in Helsinki die Erfolgsstory fort: Nie zuvor hatte eine Frau in der WM-Geschichte sowohl die 5.000 m als auch die 10.000 m gewonnen. Die damals 20-Jährige war in Finnland nicht zu schlagen. Im vergangenen Jahr verteidigte sie den 10.000-m-Titel trotz eines Sturzes in Osaka, verzichtete dann aber auf das 5.000-m-Rennen und musste in der Folge sogar die Saison beenden. Im Olympiajahr hat sie sich eindrucksvoll zurückgemeldet.

Text: race-news-service.com

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race-news | 06.06.2008

Oslo im Dibaba-Fieber: Weltrekord über 5.000 Meter


Tirunesh Dibaba
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Tirunesh Dibaba krönte das AF Golden League-Meeting in Oslo mit einem Weltrekord über 5.000 Meter. Die 23-jährige Äthiopierin stürmte bei den legendären Exxon Mobil Bislett Games in einer warmen norwegischen Sommernacht vor rund 17.000 begeisterten Zuschauern zur Traumzeit von 14:11,15 Minuten. Damit verbesserte Tirunesh Dibaba die vor einem Jahr in Oslo aufgestellte Marke ihrer Landsfrau Meseret Defar um rund fünfeinhalb Sekunden. Es ist, abgesehen von Juniorinnen-Weltrekorden, der erste Freiluft-Weltrekord für Dibaba über eine Bahn-Langstrecke.

„Das ist ein toller Tag für mich. Ich habe lange daran gedacht, diesen Weltrekord zu laufen – jetzt habe ich es geschafft. Seit den Afrika-Meisterschaften vor rund einem Monat habe ich mich ausschließlich auf dieses Rennen vorbereitet“, erklärte Tirunesh Dibaba, die bereits vor fünf Jahren ihr erstes WM-Gold über die 5.000 Meter gewonnen hatte und damals in Paris mit gerade einmal 18 Jahren zur jüngsten Einzel-Weltmeisterin aller Zeiten wurde.

Im Bislett-Stadion von Oslo hatte die Russin Anna Alminova für das richtige Anfangstempo gesorgt. Doch nachdem sie bald nach der 2.000-m-Marke (5:43,64 Minuten) ausgestiegen war, wurde das Tempo an der Spitze etwas verschleppt. Tirunesh Dibabas Schwester Ejegayehu sprang verabredungsgemäß als Pacemakerin ein, doch sie konnte das nötige Tempo nicht halten. Als 3.000 m in 8:38,83 Minuten passiert waren, schien das Projekt Weltrekord außer Reichweite zu geraten. Denn plötzlich lag Tirunesh Dibaba im Fahrplan rund sechs Sekunden zurück. Doch nun ging die Cross-Weltmeisterin selbst an die Spitze und brachte sich mit enormer Tempohärte wieder auf Kurs. Nur noch rund eine Sekunde fehlte 1.000 Meter vor Schluss. „Zwei Runden vor Schluss war ich mir sicher, dass ich es schaffen würde“, sagte Tirunesh Dibaba, die den letzten Kilometer in knapp 2:43 Minuten (!) lief und dabei noch einige überrundete Läuferinnen außen überholen musste, denn keine machte die Innenbahn frei. Stürmisch wurde Tirunesh Dibaba, die im März bereits Cross-Weltmeisterin geworden war, in Oslo von einer großen Gruppe von Landsleuten gefeiert. Platz zwei belegte Lucy Wangui (Kenia) in 14:33,49 Minuten, Dritte wurde Ejegayehu Dibaba (14:36,78). Und noch mehr Dibaba gab es in Oslo: Siebente wurde die jüngere Schwester Genzebe in 15:02,41.

Noch weitere starke Lauf-Leistungen sahen die Zuschauer in Oslo, wo traditionell die Mittel- und Langstrecken im Mittelpunkt stehen: Die Russin Gulnara Galkina gewann die 3.000 m Hindernis in der Jahresweltbestzeit von 9:14,77 Minuten. Hier scheiterte der Versuch, ihren eigenen Weltrekord (9:01,59 Minuten) zu brechen auch an den hohen Temperaturen, die zu Beginn des Meetings noch geherrscht hatten.

Über 800 m setzte Pamela Jelimo ihren Siegeszug fort: Die junge Kenianerin rannte mit 1:55,41 Minuten einmal mehr eine Weltklassezeit. Einen Junioren-Weltrekord und eine Jahresweltbestzeit stellte über diese Strecke Abubaker Kaki (Sudan) auf. Der Hallen-Weltmeister wurde mit 1:42,69 Minuten zum elftschnellsten Läufer aller Zeiten. Zweiter war der Kenianer David Rudisha in hochklassigen 1:43,72.

Text: race-news-service.com

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race-news | 04.06.2008

Berlin-Marathon ausgebucht, andere deutsche Rennen noch offen


Starkes Interesse an deutschen Herbst-Marathonrennen: Berlin ist ausgebucht, Frankfurt registriert mehr Meldungen als vor einem Jahr.
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Der real,- Berlin-Marathon ist knapp vier Monate vor dem Start ausgebucht. Für das größte deutsche Rennen über die 42,195 km, das am 28. September mit Start und Ziel nahe des Brandenburger Tores stattfindet, liegen den Veranstaltern inzwischen 40.000 Meldungen vor. So früh wie nie zuvor wurde damit das Teilnehmerlimit erreicht.

Zugenommen hat in Berlin in den vergangenen Jahren besonders das Interesse aus dem Ausland, was sich auch mit der Zugehörigkeit zu den World Marathon Majors (WMM) erklärt. Zu dieser Gruppe der fünf internationalen Top-Marathonrennen gehören neben Berlin auch die Rennen in Boston, London, Chicago und New York.

Nach wie vor denkbar ist in Berlin am 28. September ein erneuter Start von Haile Gebrselassie. Der Äthiopier hatte im vergangenen Jahr das Rennen in der Weltrekordzeit von 2:04:26 Stunden gewonnen und möchte als erster die 2:04 Stunden unterbieten. Mit entscheidend wird bezüglich eines Berlin-Starts von Haile Gebrselassie sein, wie sich der Äthiopier letztlich bezüglich eines Startes bei den Olympischen Spielen entscheidet.

Wer im Herbst in Deutschland Marathon laufen möchte und keine Startnummer für Berlin bekommen hat, dem bieten sich noch eine Reihe von anderen attraktiven Rennen. Stark entwickelt hat sich in den vergangenen Jahren unter den Oktober-Läufen besonders der Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon – das gilt sowohl breiten- als auch spitzensportlich. Rund 11.500 Marathonläufer starteten im vergangenen Jahr am Main. Und die derzeitigen Meldezahlen für das Rennen am 28. Oktober lassen auf einen weiteren Teilnehmerrekord schließen. Verglichen zum Vorjahr melden die Frankfurter zurzeit ein Plus von rund zehn Prozent.

Neben Frankfurt stehen im Oktober unter anderem auch die Marathonläufe von Köln (5. Oktober), München (12. Oktober) und Dresden (19. Oktober) auf dem Programm.

Text: race-news-service.com

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race-news | 02.06.2008

Pamela Jelimo stürmt zum 800-m-Afrika-Rekord


Pamela Jelimo deklassierte die Konkurrenz erneut in Berlin.
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Der aktuelle Mittelstrecken-Star ist erst 18 Jahre alt, kommt aus Kenia und heißt Pamela Jelimo. Vor acht Tagen rannte sie sensationell zu einem Juniorinnen-Weltrekord in Hengelo (1:55,76 Minuten), nun steigerte sie sich beim DKB-ISTAF im Berliner Olympiastadion um gut eine dreiviertel Sekunde auf 1:54,99 Minuten. Das bedeutete neben einem weiteren Juniorinnen-Weltrekord auch Afrika-Rekord, Meeting-Rekord sowie nebenbei eine Jahresweltbestzeit für die 800-m-Entdeckung des Frühjahres.

Gut 67.000 Zuschauer sahen bei Schatten-Temperaturen von über 30 Grad Celsius im Olympiastadion die neuntbeste je gelaufene 800-m-Zeit. Pamela Jelimo wurde zugleich zur sechstbesten Läuferin über die zwei Stadionrunden in der Geschichte der Leichtathletik. In ihrem erst fünften 800-m-Lauf ihrer Karriere – die Kenianerin war zuvor Sprinterin und lief unter anderem die 400 m – hat sie in der Liste der besten aller Zeiten bereits die legendäre Maria Mutola (Mozambique) hinter sich gelassen. Die vielfache Weltmeisterin hielt bis Sonntag den Afrika-Rekord mit 1:55,19 Minuten. Den Berliner Meeting-Rekord von 1:56,56 Minuten hatte eine andere große 800-m-Läuferin aufgestellt: Ana Fidelia Quirot (Kuba) hielt diese Bestzeit seit 1987!

Die Russin Tatyana Andrianova hatte als Tempomacherin die 400-m-Marke nach 55,46 Minuten erreicht. Unmittelbar danach übernahm Pamela Jelimo die Spitze und stürmte davon. Wäre sie auf der Zielgeraden dann nicht doch deutlich langsamer geworden, hätte sie noch näher an den legendären, 25 Jahre alten Weltrekord von Jarmila Kratochvilova (Tschechische Republik/1:53,28) herankommen können. Yuliya Krevsun (Ukraine) hatte als zweite in 1:58,98 fast vier Sekunden Rückstand auf Pamela Jelimo, die Weltmeisterin von Osaka, Janeth Jepkosgei (Kenia), war als Dritte ebenfalls chancenlos. „Die Zeit ist fantastisch, aber ich war gut vorbereitet. Jetzt werde ich mich in Kenia auf die Olympischen Spiele vorbereiten“, sagte Pamela Jelimo, die nun als Topfavoritin auf Gold nach Peking reisen wird.

Das Auftaktmeeting der AF Golden League-Serie produzierte trotz der hohen Temperaturen auch einen erstklassigen 5.000-m-Lauf bei den Männern. Dabei entwickelte sich in der entscheidenden Phase ein Dreikampf zwischen Moses Masai (Kenia), Tariku Bekele (Äthiopien) und Moses Kipsiro (Uganda). Am Tag seines 22. Geburtstages leistete Masai dabei lange Führungsarbeit. Und es schien, als ob der jüngere Bruder von Kenenisa Bekele davon profitieren könnte, denn rund 200 Meter vor dem Ziel übernahm er die Führung. Doch Bekele II hatte nicht mit einem erneuten Konter von Masai gerechnet, der Bekele I bereits im vergangenen Jahr beim 10.000-m-Rennen in Brüssel in Bedrängnis gebracht hatte. Eingangs der Zielgeraden zog der Kenianer an Tariku Bekele vorbei. In 12:50,55 Minuten stellte er nicht nur eine Jahresweltbestzeit auf sondern auch einen Meeting-Rekord. Das war eine doppelte Niederlage für Äthiopien, denn diese Bestzeit hielt bisher Haile Gebrselassie, der vor 13 Jahren 12:53,19 Minuten gelaufen war. Zweiter wurde am Sonntag Tariku Bekele mit 12:52,45 Minuten, Rang drei ging an Moses Kipsiro mit 12:54,70.

Das 5.000-m-Rennen der Frauen gewann Sylvia Kibet (Kenia) in 15:05,09 Minuten. Sabrina Mockenhaupt (Köln-Marathon) kam nicht über Rang 14 in 15:27,08 Minuten hinaus. Eine Jahresweltbestzeit stellte der Kenianer Augustine Choge über 1.500 m mit 3:31,57 Minuten auf. Hier gab es bessere Nachrichten aus deutscher Sicht: Der Berliner Carsten Schlangen schaffte als 10. mit 3:34,99 Minuten die Olympianorm und eine persönliche Bestzeit.

Text: race-news-service.com

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race-news | 01.06.2008

Benita Johnson schafft Hattrick und widmet Sieg ihrem Vater


Benita Johnson löst sich von Amane Gobena und ist auf dem Weg zum Hattick.
www.photorun.net

Benita Johnson hat beim Freihofers Frauenlauf in Albany (New York) die äthiopische Konkurrenz in die Schranken gewiesen und als erste Nicht-Amerikanerin einen Hattrick bei diesem renommierten Rennen erreicht. Die Australierin gewann bei der 30. Auflage des Laufes über 5 km in 15:46 Minuten. Drei Siege in Folge hatten vor ihr lediglich Lynn Jennings und Marla Runyan erreicht.

Nach einem verhaltenen Beginn lösten sich Benita Johnson und die am Ende in 15:52 Minuten zweitplatzierte Äthiopierin Amane Gobena aus der großen Spitzengruppe. Bis Kilometer vier blieben die beiden zusammen, dann forcierte die australische Cross-Weltmeisterin des Jahres 2004 die Pace und ließ ihre Konkurrentin zurück. „Ich wollte es nicht auf eine Sprintentscheidung hinauslaufen lassen“, sagte Benita Johnson. Dritte wurde schließlich Azizza Aliyu (Äthiopien) in 16:02 Minuten.

“Ich hatte vorher keinen speziellen Plan, denn man weiß nie genau, wie sich ein Rennen entwickelt. Während des letzten Kilometers bekam ich einen Krampf, da ich dann so schnell gelaufen bin. Ich wollte unbedingt zum dritten Mal in Folge gewinnen“, sagte Benita Johnson, deren Freude nach dem Rennen getrübt wurde, als sie vom Tod ihres schwer erkrankten Vaters erfuhr. Die Australierin hat noch nicht entschieden, ob sie bei den Olympischen Spielen im Marathon oder über 10.000 m starten wird.

Text: race-news-service.com

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