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race-news | 30.05.2008

Mockenhaupt hofft auf Bestzeit beim Golden League-Start in Berlin


Sabrina Mockenhaupt läuft am Sonntag in Berlin über 5.000 m.
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Berlin macht zum ersten Mal den Anfang: Am kommenden Sonntag beginnt im Olympiastadion die AF Golden League – die Premium-Meeting-Serie der internationalen Leichtathletik. Über viele Jahre hinweg war das DKB-ISTAF die Finalstation dieser Liga des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, zu der neben Berlin auch noch Oslo, Rom, Paris, Zürich und Brüssel gehören.

Das Finale mit der eine Million Dollar schweren Jackpot-Entscheidung hatte zweifelsohne einen großen Reiz, doch was die Qualität des gesamten Starterfeldes angeht, könnte der Auftakt besser sein als das Ende. Denn wer in dieser Saison den Jackpot gewinnen möchte, für den führt am DKB-ISTAF kein Weg vorbei. So viele Topstars wie lange nicht mehr dürften dadurch im Berliner Olympiastadion an den Start gehen. Auch wenn die Langstreckenläufe in diesem Jahr nicht zu den Jackpot-Disziplinen gehören, werden die Läufer bei den Meetings eine zentrale Rolle spielen. So hat Tirunesh Dibaba (Äthiopien) bereits angekündigt, in Oslo am Freitag nächster Woche den 5.000-m-Weltrekord angreifen zu wollen.

Und auch in Zürich könnte es im August nach einem misslungenen ,Testjahr 2007’ wieder schnelle Zeiten in den Läufen geben. In der Hoffnung auf spannendere Kämpfe um den Sieg hatten die Organisatoren des hochklassigen Meetings 2007 auf Tempomacher in den Läufen verzichtet. Doch der Versuch ist gescheitert. In diesem Jahr kommen die ,Hasen’ zurück – Zuschauer als auch Athleten wollten es so. Die Leichtathletik ist eine messbare Sportart – es wird daher immer auch um Bestzeiten und Rekorde gehen.

Eine, die beim DKB-ISTAF ihren persönlichen Rekord brechen möchte, ist Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon): Die 27-Jährige startet über 5.000 m und hofft auf die erste Zeit unter 15 Minuten. Im vergangenen Jahr lief es nicht richtig für die Rheinländerin. Zunächst verpasste sie die WM-Norm über 10.000 m, dann hatte sie Pech, dass sie über 5.000 m den Richtwert für die Titelkämpfe sehr knapp verfehlte. Das Saisonende war versöhnlich: Sabrina Mockenhaupt gewann in Köln ihre Marathonpremiere in 2:29:33 Stunden. Die Zeit war ordentlich, aber der Abstand zur Weltelite über die 42,195 km ist enorm. Deswegen hat Sabrina Mockenhaupt ihre Marathonambitionen zunächst wieder zurückgeschraubt.

Unter ihrem neuen Trainer Paul-Heinz Wellmann konzentriert sie sich im Olympiajahr wieder mehr auf die Bahn-Langstrecken – und die Frühsaison verlief viel versprechend: Nach einem Höhentrainingslager in Flagstaff (USA) qualifizierte sie sich bei einem Meeting im kalifornischen Palo Alto über 10.000 m auf Anhieb für die Olympischen Spiele. Mit 31:27,05 Minuten lief Sabrina Mockenhaupt, zu deren Hobbies Tanzen und Shopping zählen, dabei so schnell wie seit rund drei Jahren nicht mehr. Ihre Bestzeit aus dem Jahr 2005 hatte sie nur um knapp sechs Sekunden verpasst. Das lässt, sofern es nicht zu heiß wird, hoffen für die 5.000 m in Berlin am Sonntag.

Die AF Golden-League-Termine 2008:

1. Juni Berlin
6. Juni Oslo
11. Juli Rom
18. Juli Paris
29. August Zürich
5. September Brüssel

Text: race-news-service.com

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race-news | 27.05.2008

Irina Mikitenko siegt erneut in London


Irina Mikitenko siegte erneut in London.
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Irina Mikitenko bleibt im Olympiajahr ungeschlagen. Die 35-jährige Läuferin des TV Wattenscheid gewann heute die Premiere der ,London 10.000’. Bei dem hochkarätigen 10-km-Straßenlauf durch die britische Metropole siegte Irina Mikitenko trotz Regen, Wind und kühlen Temperaturen von rund 10 Grad überlegen in 32:02 Minuten vor der Britin Mara Yamauchi (32:26) und der Ungarin Aniko Kalovics (32:59). Damit hat sie 2008 alle ihre bisher fünf Rennen gewonnen, darunter den London-Marathon im April in deutscher Rekordzeit von 2:24:14 Stunden.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen bei sehr unangenehmen Wetterbedingungen auf einem welligen Kurs. Schade, dass es nicht ganz zu einer Zeit von unter 32 Minuten gereicht hat, aber der fünfte Sieg in Folge war mir wichtiger als die Zeit“, sagte Irina Mikitenko, die die erste Hälfte in 16:18 Minuten gelaufen war. Danach forcierte sie das Tempo und ließ die Yamauchi und Kalovics hinter sich. Irina Mikitenko wird sich nun auf den Marathon bei den Olympischen Spielen vorbereiten. „Vielleicht laufe ich in der Vorbereitung auf Peking noch einen Halbmarathon“, erklärte sie.

Bei den Männern siegte in London Micah Kogo. Der kenianische Weltklasseläufer rannte auf dem Kurs, der teilweise identisch ist mit der olympischen Marathonstrecke im Jahr 2012, 28:08 Minuten und hatte sieben Sekunden Vorsprung vor dem Halbmarathon-Weltmeister Zersenay Tadese (Eritrea). Dritter wurde der Brite Mo Farah in 28:39. Über 6.000 Läufer gingen an dem Feiertag in London an den Start.

Text: race-news-service.com

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race-news | 26.05.2008

800-m-Dreikampf beim ISTAF: Jepkosgei gegen Lewis und Jelimo


Janeth Jepkosgei, hier bei ihrem WM-Sieg 2007, trifft am Sonntag in Berlin auf starke Konkurrenz.
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Einen ebenso mitreißenden wie schnellen Dreikampf könnte es am kommenden Sonntag beim DKB-ISTAF im Berliner Olympiastadion über 800 m geben. Dabei kommt es bei dem Auftakt der prestigeträchtigen AF Golden League-Leichtathletikserie zum Aufeinandertreffen zweier aktueller 800-m-Weltmeisterinnen sowie der derzeit schnellsten Läuferin des Jahres. Die Kenianerin Janeth Jepkosgei und die Australierin Tamsyn Lewis haben dabei etwas gemeinsam, denn beide gewannen ihre WM-Titel überraschend beziehungsweise sogar sensationell. Die Kenianerin stürmte in Osaka im vergangenen Jahr zum Gold, die Australierin schockte die Konkurrenz bei der Hallen-WM im März 2008. In Hengelo sorgte am Sonnabend Pamela Jelimo für eine Sensation. Die erst 19-jährige Kenianerin stellte mit 1:55,76 Minuten einen Juniorinnen-Weltrekord auf.

In Osaka hatte Janeth Jepkosgei 2007 ein Stück Sportgeschichte für Kenia geschrieben. Denn sie ist die erste Mittelstreckenläuferin des Läufer-Landes, die eine Goldmedaille bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen gewann. In diesem Jahr möchte sie in Peking ihren sporthistorischen Erfolg weiterführen. Und die 24-Jährige hat noch ein zweites Ziel in dieser Saison: die AF Golden League. „Es ist eine große Herausforderung, den Jackpot zu knacken. Aber ich werde dafür kämpfen“, sagt Janeth Jepkosgei, die in Regel offensiv von der Spitze läuft und in diesem Stil auch das WM-Gold gewann.

Ursprünglich war Janeth Jepkosgei eine 400-m-Hürdenläuferin. Zu den 800 m kam die Kenianerin einst per Zufall. 1999 wollte sie sich für die Jugend-Weltmeisterschaften qualifizieren, jedoch hatten die kenianischen Funktionäre bei den nationalen Ausscheidungen den 400-m-Hürdenlauf aus dem Programm gestrichen. Kurzfristig entschied sie sich für die 800 m und qualifizierte sich auf Anhieb als Zweite.

Für die Sensation der Hallen-WM im März sorgte Tamsyn Lewis. Die Australierin, die auch eine gute 400-m-Läuferin ist, setzte in einem taktischen Rennen ihre Spurtstärke ein und gewann. Nie zuvor hatte sie bei globalen Titelkämpfen auch nur den Endlauf erreicht. Noch rund eine Stunde nach ihrem Triumph wollte Tamsyn Lewis gar nicht glauben, dass sie gewonnen hatte: „Ich befinde mich in einer Art Schockzustand. Ich war froh im Finale zu sein und hatte nichts zu verlieren. In Australien schlafen meine Freunde und meine Familie ja jetzt noch alle – die werden sich wundern, wenn sie aufwachen!“

Die siebenfache australische 800-m-Meisterin kommt aus einer sportlichen Familie: Ihr Vater Greg startete als Sprinter und ihre Mutter Carolyn als Hochspringerin für Australien. Von ihrem älteren Bruder Justin – ein früherer Sprinter – wird sie zurzeit trainiert.

Doch Jepkosgei und Lewis müssen aufpassen, dass sie nicht von einer Newcomerin geschlagen werden: Die famose Zeit von Pamela Jelimo in Hengelo war nicht nur ein Juniorinnen-Weltrekord sondern auch ein kenianischer Rekord sowie eine Jahresweltbestzeit. Die nationale Rekordmarke von zuvor 1:56,04 Minuten hatte Janeth Jepkosgei bei ihrem WM-Sieg in Osaka aufgestellt. „Beim nächsten Mal kann ich deutlich schneller laufen“, kündigte Pamela Jelimo an. Das nächste Mal ist beim DKB-ISTAF am kommenden Sonntag, wo auch noch eine Reihe von weiteren Lauf-Disziplinen auf dem Programm stehen. Für das hochklassigste deutsche Leichtathletik-Meeting gibt es eine hohe Kartennachfrage. Tickets sind entweder unter der Telefonnummer 030 – 4430 4430 erhältlich oder online im Internet unter: www.dkb-istaf.de

Text: race-news-service.com

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race-news | 25.05.2008

Haile auf dem Weg nach Peking, Sensation durch Kenianerin Jelimo in Hengelo


Sileshi Sihine (links) siegte in Hengelo vor Haile Gebrselassie (rechts).
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Die Äthiopier dominierten einmal mehr die mit Spannung erwarteten Langstreckenrennen beim Leichtathletik-Meeting in Hengelo (Holland): Während Kenenisa Bekele die 5.000 m gewann, siegte sein Landsmann Sileshi Sihine über die 10.000-m-Distanz vor Haile Gebrselassie, der dadurch einen wichtigen Schritt in Richtung Olympia-Nominierung machte. Doch die Show bei den Läufen stahl den Äthiopiern eine Kenianerin: Die 19-jährige Pamela Jelimo zeigte ein atemberaubendes 800-m-Rennen und stürmte in 1:55,76 Minuten ins Ziel. Damit stellte die Newcomerin einen Juniorinnen-Weltrekord auf und verbesserte die Marke der Chinesin Yuan Wang, die 1993 in Peking 1:57,18 gelaufen war.

Doch die famose Zeit von Pamela Jelimo war nicht nur ein Juniorinnen-Weltrekord sondern auch ein kenianischer Rekord sowie eine Jahresweltbestzeit. Die nationale Rekordmarke von zuvor 1:56,04 Minuten hatte Janeth Jepkosgei bei ihrem WM-Sieg in Osaka 2007 aufgestellt. Sie hat nun plötzlich starke Konkurrenz bekommen durch Pamela Jelimo, die sich in der Liste der schnellsten Läuferinnen aller Zeiten auf Rang 20 einsortiert hat. So schnell wie die Kenianerin in Hengelo war seit fast fünf Jahren keine 800-m-Läuferin mehr.

„Ich bin froh“, sagte Pamela Jelimo, nachdem sie die 1.500-m-Weltmeisterin Maryam Jamal (Bahrain/1:58,66) um fast drei Sekunden distanziert hatte. Rund 250 Meter vor dem Ziel hatte die Kenianerin, die früher eine Sprinterin war und erst seit drei Monaten die 800 m läuft (!), die Führung übernommen und diese ständig ausgebaut. „Beim nächsten Mal kann ich deutlich schneller laufen“, kündigte Pamela Jelimo an. Ihr nächster Start wird am kommenden Sonntag beim DKB-ISTAF im Berliner Olympiastadion sein. Dann trifft sie beim AF Golden League-Auftakt unter anderen auf Janeth Jepkosgei.

Mit seinem zweiten Platz hinter dem 10.000-m-Jahresweltbestzeit laufenden Sileshi Sihine (26:50,53) könnte sich Haile Gebrselassie bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert haben. Der äthiopische Superstar lief 26:51,20 Minuten und erklärte: „Eine Zeit unter 27 Minuten war mein Ziel. Jetzt müssen wir noch ein paar andere 10.000-Meter-Rennen abwarten, und dann wird der Verband entscheiden, wer nach Peking fährt.“ Auf einen Marathon-Start hatte Gebrselassie wegen gesundheitlicher Bedenken in der verschmutzten Luft von Peking verzichtet. Auch die Kenianer Eliud Kipchoge (26:54,32) und Leonard Komon (26:57,08) blieben in Hengelo auf den nächsten Rängen noch unter der 27-Minuten-Marke.

Auch in beiden 5.000-m-Rennen gab es Jahresweltbestzeiten. Kenenisa Bekeles Weltrekordangriff auf seine eigene Marke (12:37,35) war jedoch frühzeitig aussichtslos. Souverän gewann der Äthiopier aber schließlich in 12:58,94 Minuten vor dem Kenianer Edwin Soi (13:13,88). „Ich werde bei Olympia keinen Doppelstart versuchen sondern mich auf die 10.000 Meter konzentrieren“, kündigte Kenenisa Bekele in Hengelo an. Bei den Frauen gab es sogar einen Dreifach-Triumph für Äthiopien: Gelete Burka siegte in 14:45,84 Minuten vor Meselech Melkamu (14:46,25) und Belaynesh Fikadu (14:46,84).

Text: race-news-service.com

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race-news | 23.05.2008

Katastrophe für Paula Radcliffe: Olympia-Aus fast sicher


Paula Radcliffe beim olympischen Marathon in Athen.
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Eine Hiobsbotschaft musste Paula Radcliffe nach einer erneuten Untersuchung in Irland hinnehmen. Wie die BBC berichtet, wurde bei der Marathon-Weltrekordlerin nun ein Ermüdungsbruch im linken Oberschenkel diagnostiziert. Damit ist die Engländerin so gut wie aus dem Rennen im Hinblick auf den olympischen Marathon in Peking, obwohl sie selbst die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat. „Ich brauche jetzt Glück. Ich werde sicher nicht starten, wenn ich Schmerzen habe oder nicht gut in Form bin“, sagte Paula Radcliffe gegenüber der BBC. Die 34-Jährige hofft, in zwei Wochen wieder trainieren zu können.

Doch Spezialisten haben ihr selbst gesagt, dass es unmöglich sei, die nötigen Trainingsumfänge für Peking zu erreichen. Ein von der BBC befragter Mediziner bezeichnete die Diagnose als ,Katastrophe’ für Paula Radcliffe. Er rechnet bei derartigen Verletzungen mit einer Heilungszeit von mindestens sechs Wochen. Weitere sechs Wochen dauere es dann normalerweise, bis sich der Körper wieder vollständig belastbar sei. Damit dürften die Olympischen Spiele für Paula Radcliffe gelaufen sein. In der derzeitigen Phase wäre schon eine vierwöchige Pause zu lange. Die 34-Jährige ärgerte sich, dass die Schwere der Verletzung nicht in den vorherigen Untersuchungen erkannt worden war.

Paula Radcliffe, die nach der Geburt ihrer Tochter im vergangenen November den New York-Marathon gewonnen hatte, hatte sich im Frühjahr bereits eine Zehenverletzung zugezogen. In der Folge dieses Problems verzichtete sie auf den Start beim London-Marathon, den dann sensationell Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) gewann. Vor zwei Wochen bekam Paula Radcliffe Schmerzen in der linken Hüfte. Dann wurde fälschlicherweise ein verschobener Muskel diagnostiziert, der auf den Knochen gedrückt haben soll. Mit Hilfe von Krücken und Ruhe hoffte Paula Radcliffe, das Problem in den Griff zu bekommen. Die neue Diagnose ist nun niederschmetternd für die Engländerin.

Paula Radcliffe hatte erst vor kurzem erklärt: „Ich habe bei Olympia noch etwas nachzuholen. Ich hoffe, dass ich das erreichen kann, wozu ich fähig bin.“ In Athen hatte sie vor vier Jahren die schwärzeste Stunde ihrer Karriere erlebt. Als große Favoritin im Marathon an den Start gegangen, gab sie bei extremer Hitze auf. Die Olympiasiegerin Mizuki Noguchi (Japan) sieht sie erneut als eine der härtesten Konkurrentinnen. Gute Platzierungschancen hat Irina Mikitenko.

Text: race-news-service.com

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race-news | 22.05.2008

Eine ,Safari’ mit kenianischen Freunden


Zurück nach Kenia mussten eine Reihe von Weltklasseläufern.
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Kenias Läufer dominieren gemeinsam mit den Äthiopiern seit Jahren die Langstrecken. Wann allerdings die besten von ihnen in dieser Saison bei den ersten großen Meetings an den Start gehen, ist unklar. Denn Kenias Leichtathletik-Verbandsfunktionäre machten vielen mit ihrer jüngsten Initiative einen Strich durch die Rechnung. Das ist nichts Neues in Ostafrika. Doch bei den Ideen der Funktionäre handelt es sich meist um eine ,Safari’, die in der Sackgasse endet. Das ausgelöste Chaos, die Undurchsichtigkeit und die Verwirrung, all das löst sich dann nach einer Weile wundersam wieder wie in Luft auf – bis zur nächsten ,Initiative’ von Athletics Kenya (AK). Leidtragende sind in erster Linie die Athleten.

Im aktuellen Fall, den der Londoner Journalist Pat Butcher auf seiner Internetseite ,globerunner.org’ aufdeckt, geht es um die Olympia-Nominierungen. Verbandsfunktionäre, die ansonsten oft nur wenig oder gar keinen Einfluss haben auf die Wettkampfplanung von Topathleten, nutzen die Situation zu Machtspielchen. Am vergangenen Mittwoch schickte AK aus heiterem Himmel eine Nachricht an jene internationalen Manager, die mit kenianischen Athleten zusammenarbeiten. Darin wird mit ganzen sechs Tagen Vorlauf über ein Trainingslager informiert, das am 20. Mai in Eldoret beginnen sollte. Es heißt: „Alle Athleten Ihres Managements müssen sich ohne Ausnahme am 20. Mai in dem Trainingslager einfinden. Athleten, die nicht dort anwesend sind, werden von den Olympia-Ausscheidungen ausgeschlossen, ihre Manager werden suspendiert. Im Hinblick auf Wettkämpfe im Ausland werden die im Trainingslager anwesenden Trainer gegebenenfalls eine Freigabe erteilen. Wir benötigen für die Athleten Ihres Managements einen Trainings- und Wettkampfplan. Bitte stellen Sie sicher, dass diese Instruktionen ohne Fehlverhalten eingehalten werden. Wir freuen uns auf Ihre Kooperation …“ Unterzeichnet ist diese Mitteilung von Isiah Kiplagat, dem Präsidenten von Athletics Kenya.

Damit wird kurzfristig die komplette Planung für den ersten Saisonabschnitt über den Haufen geworfen. Etliche Athleten, die gerade erst aus Kenia nach Europa oder auch in die USA gereist sind, um sich dort auf die erste Wettkampfphase vorzubereiten, mussten Hals über Kopf wieder nach Kenia zurück – in ein Trainingslager, von dem noch nicht einmal bekannt ist, wie lange es eigentlich dauert. Die betroffenen Manager sind erzürnt über das Verhalten der kenianischen Funktionäre. Weil sie damit rechnen müssen, dass AK jegliche öffentliche Kritik mit einer Suspendierung bestraft, äußern sie sich nur ohne Namensnennung. Ein Manager, der einen aktuellen Weltmeister betreut, schickte seinen Athleten nach einem Straßenlauf in Europa am Sonntag zurück nach Kenia, obwohl eigentlich ein Höhentrainingslager in der Schweiz geplant war. „Es ist zwar besser geworden mit den kenianischen Funktionären, die uns früher auch als Blutsauger bezeichnet haben, aber manchmal versteht man nicht, was sie machen. Es ist doch in unserem ureigenen Interesse, dass unsere Athleten bei einer WM oder bei Olympia in Bestform sind“, sagt der Manager.

Vor rund zwei Jahren hatte Athletics Kenya mit einer Schwarzen Liste für Aufsehen gesorgt. Unter fadenscheinigen Gründen wurde renommierten Managern, darunter auch der Holländer Jos Hermens, die weitere Zusammenarbeit mit kenianischen Athleten untersagt. Einige Wochen später bekamen die protestierenden Manager eine E-Mail: „Liebe Freunde“, hieß es da, „wir gratulieren zu Ihrem erfolgreichen Protest und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.“ 2005 waren die kenianischen Athleten bei der WM in Helsinki aufgefallen, weil sie unterschiedliche Kleidung trugen. Wie dann bekannt wurde, war in Kenia vor Beginn der Titelkämpfe ein Teil der Mannschaftsausrüstung verkauft worden.

Text: race-news-service.com

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race-news | 20.05.2008

Makau Musyoki weiter ungeschlagen, Korir gewinnt Bay to Breakers


Patrick Makau Musyoki war auch in New York nicht zu schlagen.
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Patrick Makau Musyoki bleibt im Olympiajahr weiter ungeschlagen, allerdings wird der Kenianer nicht in Peking starten. Am Wochenende triumphierte der 23-Jährige beim ,Healthy Kidney’ 10 km-Rennen im New Yorker Central Park. Der Kenianer hatte in diesem Jahr zuvor bereits alle seine vier Halbmarathonrennen in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate), Reading, Den Haag und Berlin gewonnen. Die 10 km in New York waren sein fünftes Rennen im Jahr 2008. Es war zugleich das erste Rennen von Patrick Makau Musyoki auf amerikanischem Boden.

Eigentlich wollte Patrick Makau Musyoki im Central Park den Streckenrekord des US-Amerikaners Dathan Rizenhein brechen, der vor einem Jahr mit 28:08 Minuten gewonnen hatte. Doch dazu reichte es am Ende nicht ganz. Der Kenianer übernahm zwar vom Start weg die Initiative und lag schnell deutlich in Führung, doch im letzten Drittel des Rennens verlor er deutlich an Fahrt. Makau Musyoki hatte die Hügel im Central Park unterschätzt. Doch mit 28:19 Minuten lag er am Ende immer noch deutlich vor den Konkurrenten.

Im letzten Teil des Rennens hatte der Brasilianer Marilson Gomes dos Santos den Abstand zu Makau Musyoki verkürzen können. Der New York-Marathon-Sieger des Jahres 2006 wurde schließlich Zweiter in 28:31 Minuten. Rang drei belegte Richard Kiplagat (Kenia) in 29:08.

Einen kenianischen Doppelsieg gab es beim traditionsreichen ,Bay to Breakers’ in San Francisco. Das Rennen, das 1912 seine Premiere hatte und zum 97. Mal gestartet wurde, ist mit rund 65.000 Teilnehmern einer der größten Straßenläufe der Welt. Über 100.000 Zuschauer säumten die hügelige 12-km-Strecke.

Vorjahressieger John Korir triumphierte am Sonntag zum zweiten Mal in Folge beim ,Bay to Breakers’. Der 32-jährige Kenianer war nach 34:24 Minuten im Ziel und hatte einen Vorsprung von vier Sekunden auf den Marokkaner Ridouane Harroufi. Dritter wurde mit deutlichem Rückstand Korirs Trainingspartner John Yuda (Tansania) in 35:03. Samuel Ndereba, der jüngere Bruder der Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba, wurde mit 36:04 Fünfter.

Schnellste Frau war in San Francisco Lineth Chepkurui. Die erst 20-jährige Kenianerin triumphierte mit großem Vorsprung in 39:20 Minuten vor ihren Landsfrauen Rose Kasgel (40:45) und Jane Kibii (41:42).

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race-news | 19.05.2008

Weidlinger und Pavey schlagen afrikanische Konkurrenz


Günther Weidlinger bestätigt seine starke Form mit einem Sieg in Manchester
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Europäische Sieger gab es beim 10-km-Straßenlauf in Manchester. Während der Österreicher Günther Weidlinger das Männerrennen für sich entschied, war die Britin Jo Pavey die schnellste Frau. Beide setzten sich gegen hochkarätige afrikanische Konkurrenz durch.

Der 30-jährige Günther Weidlinger, der sich inzwischen immer mehr auf die Langstrecken und nicht mehr auf den Hindernislauf konzentriert und vor kurzem beim Meeting in Stanford (USA) die Olympianorm über 10.000 m erreichte, lief taktisch geschickt. In der Anfangsphase überließ er dem Marathon-Weltmeister Luke Kibet (Kenia) und Mark Carroll (Irland) die Tempoarbeit. Beide spielten dann am Ende keine Rolle. Kibet wurde in 28:21 Minuten Fünfter, Carroll fiel bis auf Rang zwölf zurück. Vorne dagegen entwickelte sich ein spannender Dreikampf, den Günther Weidlinger schließlich im Schussspurt für sich entschied. Der Österreicher gewann in 28:10 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Cross-Europameister Sergiy Lebid (Ukraine). Dritter wurde der aus Somalia stammende und für Schweden laufende Mustafa Mohamed – ebenfalls ein Hindernisläufer – in 28:12. „Dies war ein prima Erfolg für mich, denn es herrschten schwierige, windige Bedingungen, und es war ein Top-Feld am Start. Aber ich war zuversichtlich, dass ich gewinnen würde“, erklärte Günther Weidlinger.

Jo Pavey setzte sich in Manchester gleich gegen eine Reihe hochkarätiger afrikanischer Marathonläuferinnen durch. Bereits in der schnellen Anfangsphase des Rennens hatten Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba (Kenia) und ihre Landsfrau Margaret Okayo, die einst unter anderem den London-Marathon gewonnen hatte, den Kontakt zur Spitze verloren. Ndereba wurde schließlich Siebente in 32:55, nachdem sie zuvor immerhin noch Derartu Tulu (Äthiopien/Achte in 32:56) wieder überholt hatte. Okayo platzierte sich nicht im Vorderfeld. Erst in der Schlussphase des Rennens fiel die Entscheidung zugunsten von Jo Pavey, die sich von Rose Cheruiyot lösen konnte. Die Britin war nach 31:58 Minuten zehn Sekunden vor der Kenianerin im Ziel. Dritte wurde Bezunesh Bekele (Äthiopien) in 32:33. „Dieser Sieg gibt mir viel Selbstvertrauen in Richtung Peking, denn ich werde bei Olympia über 10.000 Meter antreten“, erklärte Jo Pavey.

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race-news | 18.05.2008

Irina Mikitenko auch beim Berliner Frauenlauf eine Klasse für sich


Irina Mikitenko gewann in Berlin
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Im Olympiajahr 2008 ist Irina Mikitenko weiterhin nicht zu schlagen. Viermal ist die Läuferin des TV Wattenscheid bisher an den Start gegangen – und jedes Mal hat sie gewonnen. Im Alter von 35 Jahren erlebt die zweifache Mutter die beste Frühsaison ihrer Karriere. Nach dem Streckenrekord beim Paderborner Halbmarathon im März (68:51 Minuten) folgte der größte Erfolg ihrer Karriere im April: der überraschende Triumph beim London-Marathon mit deutscher Rekordzeit von 2:24:14 Stunden. Im Alleingang wurde sie dann vor gut zwei Wochen Deutsche Meisterin über 10.000 m, und nun gewann Irina Mikitenko auch den Avon-Running Frauenlauf in Berlin, bei dem die Rekordzahl von 13.048 Teilnehmerinnen registriert wurde, überlegen.

Über die 10-km-Distanz im Berliner Tiergarten lief sie bei der 25. Auflage des Rennens dabei mit 32:24 Minuten die zweitschnellste je bei dieser Veranstaltung gelaufene Zeit. „Es war für mich ein Rennen aus dem Training heraus“, sagte Irina Mikitenko, die mit deutlichem Vorsprung vor Melanie Kraus (Bayer Leverkusen/33:23) und Carmen Siewert (LG Vorpommern Greifswald/35:07) gewann. Rund fünf Kilometer lang lief sie gemeinsam mit Melanie Kraus, die erst knapp zwei Wochen zuvor den Düsseldorf-Marathon gewonnen hatte. Dann konnte die Leverkusenerin nicht mehr mithalten. Das war keine Überraschung, auch nicht für Melanie Kraus. Irina Mikitenko laufe in einer anderen Liga, erklärte Melanie Kraus, die sich aber darauf freut, „gemeinsam mit ihr in Peking bei den Olympischen Spielen im Marathon an den Start zu gehen“.

Bei ihrem lockeren Sieg verpasste Irina Mikitenko den sieben Jahre alten Kursrekord von Restituta Joseph (Tansania) nur um zehn Sekunden. Doch das störte sie nicht weiter: „Ich kannte die Marke nicht, ansonsten hätte ich sie brechen können.“

„Ich hoffe, dass ich die Siegserie fortsetzen kann“, sagt Irina Mikitenko mit Blick auf ihren nächsten Start bei einem 10-km-Rennen am 26. Mai in London. „Aber das wird nicht so einfach, denn dort läuft unter anderen Jelena Prokopcuka.“ Die Lettin hat bereits zweimal den New York-Marathon gewonnen und plant bei Olympia einen Start über 10.000 m.

Trotz der Fragezeichen um Paula Radcliffe – die britische Marathon-Weltrekordlerin kann aufgrund einer Hüftverletzung zurzeit nicht trainieren und geht an Krücken – bleibt Irina

Mikitenko bezüglich ihres Marathon-Olympiastarts zurückhaltend. Eine Prognose gibt sie nicht ab, eine gute Platzierung ist ihr Ziel. „In Peking wird es ein taktisches Rennen geben. Wer am besten vorbereitet ist, der gewinnt.“

Text: race-news-service.com

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race-news | 17.05.2008

Radcliffe drei Monate vor Peking an Krücken


Kann Paula Radcliffe noch einmal an ihre besten Zeiten anknüpfen? Hier posiert sie nach dem London-Marathon-Sieg 2003 mit Weltrekordzeit.
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Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe muss im Olympiajahr zum zweiten Mal einen verletzungsbedingten Rückschlag hinnehmen. Aufgrund eines Muskelproblems in der Hüfte geht die Engländerin zurzeit sogar an Krücken.

Trotz der Verletzung bleibt Paula Radcliffe, die in London 2003 den aktuellen Weltrekord von 2:15:25 Stunden aufgestellt hatte, optimistisch in Bezug auf die Olympischen Spiele. „Natürlich ist das keine ideale Situation in einem Olympiajahr. Aber Paula ist zuversichtlich und glaubt, dass sie nach einer ein- bis zweiwöchigen Pause ihr Training für Peking fortsetzen kann und bereit sein wird für Olympia“, erklärte ihr Manager Sian Masterton.

Die 34-Jährige, die nach der Geburt ihrer Tochter im vergangenen November den New York-Marathon gewann, hatte sich im Frühjahr bereits eine Zehenverletzung zugezogen. In der Folge dieses Problems verzichtete sie auf den Start beim London-Marathon, den dann sensationell Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) gewann. Vor zwei Wochen bekam Paula Radcliffe nun Schmerzen in der linken Hüfte. Wie eine zweite Untersuchung inzwischen zeigte, hat sich ein Muskel verschoben und drückt auf den Knochen. Mit Hilfe der Krücken und Ruhe hofft Paula Radcliffe, das Problem in den Griff zu bekommen.

Die Engländerin hatte erst vor kurzem erklärt, dass ihr Training für Olympia gut verläuft. „Ich habe bei Olympia noch etwas nachzuholen. Ich hoffe, dass ich das erreichen kann, wozu ich fähig bin“, sagte Paula Radcliffe Anfang Mai. In Athen hatte sie vor vier Jahren die schwärzeste Stunde ihrer Karriere erlebt. Als große Favoritin im Marathon an den Start gegangen, gab sie bei extremer Hitze auf. Die Olympiasiegerin Mizuki Noguchi (Japan) sieht sie erneut als eine der härtesten Konkurrentinnen. Gute Platzierungschancen hat auch Irina Mikitenko.

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race-news | 15.05.2008

Jubiläum beim Berliner Frauenlauf: Schon über 100.000 Läuferinnen seit 1984


Große Frauenläufe haben fünfstellige Teilnehmerzahlen
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Der größte deutsche Frauenlauf feiert Jubiläum: Am Sonnabend wird in der Hauptstadt die 25. Auflage des ,Avon Running Berliner Frauenlauf’ gestartet. Dabei wird es voraussichtlich eine Rekordbeteiligung von rund 13.000 Frauen und Mädchen geben. International existieren schon lange viele große Frauenläufe – zum Beispiel in Oslo und Dublin oder auch in Marokko sowie natürlich in den USA, wo der Freihofer’s Run for Women in Albany (New York) in Kürze zum 30. Mal stattfindet. In Deutschland war die Entwicklung etwas langsamer, jedoch etabliert sich inzwischen in Frankfurt ein zweiter großer Frauenlauf.

Das Berliner Rennen hat seit seiner 20. Auflage im Jahr 2003 fünfstellige Teilnehmerzahlen. Seit der Premiere 1984 wurden bei diesem Lauf bisher genau 102.054 Läuferinnen gezählt. Doch am Anfang war es ein schwieriger Weg für die Berliner. 1984 bekamen die Organisatoren böse Briefe von Männern. „Die fragten uns, wie wir dazu kämen, einen Lauf nur für Frauen zu veranstalten“, erinnert sich der jahrzehntelange Cheforganisator der Läufe des SCC Berlin, Horst Milde. „Aber die Entwicklung zeigt, dass sich unser Engagement gelohnt hat. Immer mehr Frauen erkennen, dass man durch das Laufen ein anderes, besseres Lebensgefühl bekommt.“

In Zusammenarbeit mit Sponsoren haben die Berliner Veranstalter jahrelang viel Werbung für den Frauenlauf betrieben. „Dieser Lauf hat eine phänomenale Entwicklung gemacht und ist zugleich eine Motivation. Ich kenne Frauen, die eigentlich nie bei einem Wettkampf starten – aber beim Frauenlauf in Berlin sind sie dabei“, erzählte die frühere Weltklasseläuferin Kathrin Weßel. Die Berlinerin hat das 10-km-Rennen zweimal gewonnen.

Mit 645 Läuferinnen wurde 1984 der erste Berliner Frauenlauf gestartet. Doch viele Jahre stagnierte das Rennen mit Teilnehmerzahlen von unter 1.500. 1995 versuchte man in Berlin etwas Neues, strich das sportliche Rennen über 10 km und setzte ausschließlich auf einen 5-km-Lauf ohne Wettkampfcharakter. Das Experiment, kopiert vom größten Frauenlauf der Welt in Oslo, wo jährlich über 40.000 Läuferinnen am Start sind, scheiterte. Schon ein Jahr später war der 10-km-Lauf in Berlin wieder im Programm, und die Läuferinnen kamen zurück. Doch erst bei der 14. Auflage 1997 wurde erstmals die Zahl von 2.000 Frauen und Mädchen erreicht. Weitere zwei Jahre später gab es einen echten Aufwärtstrend, als sich die Teilnehmerzahl mit 4.362 fast verdoppelt hatte. Und sie stieg in den Folgejahren weiter deutlich.

Die frühere Siegerin des New-York-Marathons, Kathrine Switzer, reiste mehrmals nach Berlin, um sich für das Rennen einzusetzen. Die Amerikanerin war es, die sich einst vor 31 Jahren mit einer offiziellen Startnummer in das Feld des legendären Boston-Marathons geschlichen hatte, der damals nur Männern vorbehalten war. Ein Versuch, sie aus dem Rennen zu nehmen, scheiterte am kräftigen Begleiter der Läuferin, einem Hammerwerfer. Der beförderte den Organisator Jock Semple in den Straßengraben. Kathrine Switzer lief ins Ziel, und es war einer der entscheidenden Schritte in der Entwicklung des Frauen-Langstreckenlaufes. Sie selbst organisierte später auch in Zusammenarbeit mit AVON Frauenrennen und machte sich dafür stark, dass der Frauen-Marathon 1984 erstmals zur olympischen Disziplin wurden. Bis einschließlich 1968 war die 800-m-Strecke noch die längste Distanz für Frauen bei Olympia.

Text: race-news-service.com

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race-news | 13.05.2008

Bekele siegt bei Afrika-Meisterschaften, Defar geschlagen


Kenenisa Bekele lief auch bei den Afrikameisterschaften vorneweg
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Äthiopiens Laufstars hatten ihren ersten Saisonhöhepunkt auf der Bahn bereits Anfang Mai, denn in Addis Abeba fanden die Afrika-Meisterschaften statt. Während Superstar Kenenisa Bekele dabei nicht über 10.000 m antrat sondern sich das 5.000-m-Gold sicherte, gab es bei den Frauen eine große Überraschung: Meseret Defar, die im vergangenen Jahr und auch in dieser Winter-Saison dominierende Bahn-Langstrecklerin, musste sich über 5.000 m ihrer Landsfrau Meselech Melkamu geschlagen geben. Über 5.000 und 10.000 m gingen alle vier Titel an die Gastgeber. Von zwölf möglichen Medaillen über diese beiden Distanzen gewannen die Äthiopier zur Begeisterung ihrer Landsleute zehn.

Gut einen Monat nach seinem Sieg bei der Cross-WM zog Kenenisa Bekele in der Höhenluft von Addis Abeba die kürzere Distanz vor. In einem taktischen Rennen setzte sich der Weltrekordler dabei im Endspurt in 13:49,67 Minuten sicher gegen den Kenianer Isaac Songok (13:49,91) durch. Dritter wurde Ali Abdush (Äthiopien) in 13:50,64. Bei Olympia in Peking wird Kenenisa Bekele auf jeden Fall über 10.000 m starten. Bezüglich eines möglichen Doppelstartes hat Kenenisa Bekele noch keine Entscheidung getroffen. Die 10.000 m in Addis Abeba entschied Gebregziabh Gebremariam überlegen in 28:17,11 Minuten für sich. Ebrahim Jeilan (28:30,66) und Eshetu Wondimu (28:56,36) machten den äthiopischen Durchmarsch vor drei Kenianern perfekt. „Dieser Sieg gehört meinen Landsleuten“, sagte Gebremariam.

Über die 3.000-m-Hindernis verteidigten die Kenianer allerdings ihre Vormachtstellung: Richard Nateelong gewann in 8:31,68 Minuten vor seinen Landsleuten Michael Kipyego (8:32,94) und Willy Komen (8:41,98).

Die Dibaba-Schwestern prägten einmal mehr ein großes Meisterschaftsrennen. Über 10.000 m siegte Tirunesh Dibaba in 32:49,08 Minuten vor ihrer Schwester Ejegayehu (32:50,36). Bronze gewann Ayalew Wude, die nach 32:55,17 den äthiopischen Dreifach-Triumph perfekt machte. Bei der Cross-WM hatte Tirunesh Dibaba bei den Frauen triumphiert während ihre andere Schwester Genzebe damals das Juniorinnen-Rennen gewann.

Die Überraschung über die Langstrecken gelang der 23-jährigen Meselech Melkamu, die im Spurt in der letzten Runde etwas schneller war als die große Favoritin Meseret Defar. Melkamu, die hinter drei Landsfrauen bei der WM 2005 über 5.000 m Rang vier belegt hatte, lief 15:49,81 Minuten und feierte ihren bisher größten Sieg. Defar war, geschwächt von einer Krankheit, nach 15:50,19 im Ziel und zunächst außerstande eine Ehrenrunde zu laufen. Grace Momanyi (Kenia) wurde zeitgleich mit Defar Dritte.

Text: race-news-service.com

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race-news | 12.05.2008

Noguchi gewinnt letzten Test vor Peking


Mizuki Noguchi siegte bei ihrer Olympia-Generalprobe
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Marathon-Olympiasiegerin Mizuki Noguchi hat ihr letztes Testrennen vor der olympischen Titelverteidigung im August in Peking gewonnen. Die Japanerin siegte beim Halbmarathon in Sendai in ihrer Heimat in flotten 68:25 Minuten. Bei den Männern gewann der Kenianer Harun Njoroge in 61:55 mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem Japaner Yusei Nakao. Dritter wurde Kazuo Ietani (Japan) mit 62:05.

Es war aber das Frauen-Rennen, das aufgrund von Mizuki Noguchi im Mittelpunkt stand. Die Olympiasiegerin von Athen übernahm frühzeitig die Initiative und löste sich gemeinsam mit der Kenianerin Julia Mombi. 10 Kilometer passierten die beiden nach 32:04 Minuten, auch bei 20 km (64:57) waren die zwei noch zusammen. Doch dann verschärfte Mizuki Noguchi, die sich im vergangenen November mit einem Streckenrekord beim Tokio-Marathon in 2:21:37 Stunden für Peking qualifiziert hatte, das Tempo und sorgte damit für die Entscheidung. Zweite wurde Mombi in 68:31 Minuten, Rang drei belegte Yuko Machida (Japan) mit 71:44.

„Dieses Rennen war gut für mein Selbstvertrauen. Jetzt muss ich mich physisch als auch mental in bestmögliche Form für Peking bringen“, erklärte Mizuki Noguchi gegenüber der Internetseite des internationalen Leichtathletik-Verbandes iaaf.org. Mizuki Noguchi wird beim Olympia-Marathon unter anderen auf Weltrekordlerin Paula Radcliffe (Großbritannien), Weltmeisterin Catherina Ndereba (Kenia), die Äthiopierinnen um Gete Wami sowie die starken Chinesinnen treffen. Auch Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) zählt zu den Gegnerinnen der Olympiasiegerin von Athen 2004.

Text: race-news-service.com

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race-news | 08.05.2008

Benita Johnson gewinnt 10 km in Edinburgh


Benita Johnson ist noch unentschlossen bezüglich der Strecke bei den Olympischen Spielen
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Benita Johnson hat sich mit einem Sieg über 10 km in Edinburgh zurückgemeldet. Die Australierin laborierte im Winter an einer Knieverletzung. Zwar war sie bei der Cross-EM-Ende März, die ebenfalls in Edinburgh stattgefunden hatte, an den Start gegangen und hatte Rang elf belegt sowie mit dem Team Bronze gewonnen. Aufgrund des Trainingsrückstandes hatte sie dann aber im April auf den Start beim London-Marathon verzichtet. Jetzt siegte Benita Johnson in Schottland auf einer hügeligen Strecke überlegen in 32:20 Minuten vor Rose Cheruiyot (Kenia/32:33) und Aniko Kalovics (Ungarn/33:32).

pNach etwa 5 km forcierte Benita Johnson das Tempo und ließ die Konkurrentinnen hinter sich. „Das ist ein wichtiger Sieg für mich, denn darauf kann ich jetzt mit Blick auf die Olympischen Spiele aufbauen“, erklärte Benita Johnson, die noch nicht entschieden hat, welche Strecke sie in Peking laufen wird. „Ich werde in Ostrava im Juni ein 10.000-m-Rennen laufen und danach entscheiden, über welche Distanz ich bei Olympia starte.“ Sollte sie im Marathon an den Start gehen, wäre sie eine starke Konkurrentin für Irina Mikitenko.

Bei den Männern erlebte in Edinburgh der favorisierte Boniface Kiprop (Uganda) kurz vor dem Ziel eine Überraschung. Der Olympia-Vierte über 10.000 m von Athen 2004 wurde im Schlussspurt geschlagen von Bernard Kipyego. Der 21-jährige Kenianer war Kiprop auf den Fersen geblieben, als der 200 Meter vor dem Ziel den Spurt angezogen hatte. Anschließend überholte er Kiprop und siegte mit drei Sekunden Vorsprung in 28:59 Minuten. Dritter wurde der Franzose El Hassan Lahsinni in 29:03.

Text: race-news-service.com

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race-news | 06.05.2008

Irina Mikitenko startet erneut in London


Irina Mikitenko kehrt nach London zurück.
Foto: www.photorun.net

Irina Mikitenko wird erneut in London an den Start gehen. Die 35-jährige Läuferin des TV Wattenscheid, die im April sensationell den London-Marathon gewann, wurde für die Premiere des 10-km-Straßenlaufes BUPA London 10.000 verpflichtet. Das Rennen wird am 26. Mai mit 12.500 Läufern gestartet und führt durch das Zentrum der Metropole.

„Ich freue mich darauf, nach London zurückzukehren und hoffe, dass ich eine ebenso gute Leistung zeigen kann wie beim Flora London-Marathon – mit am Ende dem gleichen Resultat“, erklärte Irina Mikitenko, die zuvor noch einen weiteren 10-km-Straßenlaufstart plant. Am vergangenen Sonnabend war sie in ihrem ersten Rennen nach dem London-Marathon überlegen Deutsche Meisterin über 10.000 m geworden.

Die Chancen für Irina Mikitenko, am 26. Mai zum zweiten Mal binnen sechs Wochen in London zu triumphieren, stehen gut. Zu ihren Konkurrentinnen werden unter anderen Jelena Prokopcuka (Lettland), Aniko Kalovics (Ungarn) sowie die Britinnen Mara Yamauchi, Hayley und Liz Yelling zählen.

Bei den Männern ist mit Martin Lel ebenfalls der Sieger des London-Marathons am Start. Der Kenianer trifft unter anderen auf seinen Landsmann Micah Kogo, Halbmarathon-Weltmeister Zersenay Tadesse (Eritrea) und den Schweizer Marathon-WM-Dritten Viktor Röthlin.

Text: race-news-service.com

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race-news | 06.05.2008

Neuer Marketing-Direktor bei ASICS Deutschland GmbH


Stefan Heinrich
Foto: ASICS

Der Sportartikelhersteller und Running-Marktführer ASICS setzt mit sofortiger Wirkung zum 1. Mai 2008 Stefan Heinrich (45) als neuen Mann an die Spitze des Marketings in Deutschland ein.

ASICS Deutschland erweitert sein Marketing Team um eine Führungsposition und hat Stefan Heinrich als Marketing-Direktor gewonnen. In dieser Position wird der gebürtige Frankfurter ab sofort die Markenführung von ASICS und Onitsuka Tiger sowie die Bereiche Sponsoring und Public Relation für den deutschen Markt verantworten.

Heinrich war zuvor als Marketing-Direktor für Nike Deutschland tätig und führte in dieser Position die Märkte Deutschland, Österreich, Schweiz und Slowenien. Weitere berufliche Stationen waren unter anderem bei Unilever/Knorr in Thayngen/CH und Migros/Zürich, wo er als Category-Manager für die Markenführung von Knorr (Unilever) bzw. Sport-Retail (Migros/SportxX) verantwortlich zeichnete.

Stefan Heinrich, neuer Marketing-Direktor bei ASICS Deutschland: „Ich blicke der neuen beruflichen Herausforderung bei ASICS als erfolgreicher Premium-Sportmarke mit großem Potenzial erwartungsvoll entgegen. Die Markenbekanntheit auszubauen und die Konsumenten nachhaltig an die Marke zu binden, sehe ich als vorrangiges Ziel für unser Team.“

Carsten Unbehaun, seit 1. Januar 2008 als Nachfolger von Dieter Bauer Geschäftsführer von ASICS Deutschland: „Wir freuen uns über die kompetente Verstärkung unseres Teams. Mit seiner ausgeprägten Branchen-Kenntnis und der Erfahrung in der Sportartikelindustrie haben wir mit Stefan Heinrich eine Person gewonnen, die dazu beitragen wird, unsere Unternehmensstrategie weiter erfolgreich umzusetzen.“

Text: race-news-service.com

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race-news | 05.05.2008

Sabrina Mockenhaupt läuft Olympia-Quali über 10.000 Meter in USA


Sabrina Mockenhaupt auf dem Weg zur Olympianorm beim Stanford-Meeting.
Foto: www.photorun.net

Sabrina Mockenhaupt (Köln-Marathon eV) hat die Qualifikation für die Olympischen Spiele über 10.000 m geschafft. Die 27-jährige Läuferin wurde bei einem Rennen über die 25 Stadionrunden in Palo Alto (Kalifornien) Vierte und lief dabei 31:27,05 Minuten. Damit war Sabrina Mockenhaupt so schnell wie seit rund drei Jahren nicht mehr. Die Norm für Tokio steht bei 31:40 Minuten. Sabrina Mockenhaupt hatte sich in einem mehrwöchigen Höhentrainingslager im US-amerikanischen Flagstaff in Form gebracht.

Shalane Flanagan gelang ein eindrucksvolles 10.000-m-Debüt in diesem Lauf: Beim Stanford-Meeting brach die 26-jährige Läuferin aus Boulder den US-Rekord und gewann das Rennen in 30:34,49 Minuten. Damit war sie knapp 16 Sekunden schneller als Deena Kastor bei dem gleichen Meeting vor sechs Jahren (30:50,32). Shalane Flanagan setzte sich mit ihrem Rekordlauf an die Spitze der Jahresweltbestliste 2008 und erzielte die schnellste je in Nordamerika gelaufene Zeit über die 10.000-m-Strecke. Lange Zeit lief Shalane Flanagan gemeinsam mit der Neuseeländerin Kim Smith an der Spitze. Smith wurde am Ende in 30:35,54 Minuten Zweite und stellte damit ebenfalls einen nationalen Rekord auf. Rang drei ging an die Kenianerin Sally Kipyego mit 31:25,45, dahinter folgte bereits Sabrina Mockenhaupt.

Starke Ergebnisse gab es auch im Rennen der Männer, das Craig Mottram (Australien) in 27:34,48 Minuten gewann. Als Zweiter zeigte der etatmäßige Hindernisläufer Günther Weidlinger (Österreich) eine eindrucksvolle Vorstellung. Mit 27:36,46 stellte Weidlinger, der jetzt die langen Strecken in den Vordergrund rücken will, einen Landesrekord auf. Dritter wurde Josphat Boit (Kenia) mit 27:40,64. Ein überzeugendes Debüt lief der Brite Mo Farah, der als Fünfter nach 27:44,54 ins Ziel kam. Als Zehnter verpasste Jan Fitschen (TV Wattenscheid) mit 28:02,55 Minuten die Olympianorm um gut 12,5 Sekunden.

Text: race-news-service.com

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race-news | 05.05.2008

Susanne Hahn siegt mit Olympianorm in Mainz


Susanne Hahn
Foto: www.photorun.net

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck wollte nicht zum 10. Geburtstag des Gutenberg-Marathons 2009 warten, sondern gab bei der neunten Auflage des „Karneval-Marathons“ in Mainz, in den die Deutschen Marathonmeisterschaften integriert waren, den Startschuss. Als das Thermometer gegen Mittag auf 23° Celsius kletterte, feierte Mainz die Deutsche Meisterin Susanne Hahn mit Überschwang: In einem hochkonzentrierten Rennen steigerte die 30-jährige Bonnerin im Trikot des SV Schlau.com Saar 05 nicht nur ihre eigene Bestmarke um zwei Minuten auf 2:29:35 Stunden. Sie zeigte sich auch im Fernduell mit der zum gleichen Zeitpunkt in Düsseldorf ins Rennen gehenden Konkurrenz um Melanie Kraus und Luminita Zaituc obenauf – und sie unterbot die geforderte Olympianorm von 2:31:00 Stunden.

„Susanne Hahn ist eine Sympathieträgerin für Mainz und die Marathonszene“, zeigte sich der Mainzer Bürgermeister und Sportdezernent Norbert Schüler begeistert vom starken Auftritt der Germanistikstudentin. Und dazu hatte er auch allen Grund, denn die Art und Weise, wie Susanne Hahn den Angriff auf die Olympianorm startete, der imponierte. 1:15:05 zeigten die Uhren bei der Halbmarathonmarke, Grund genug für die Bonnerin, in Runde zwei noch zuzulegen. „Ich habe alles gegeben“, jubelte sie im Ziel an der Rheingoldhalle.

Nun ist der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am Zuge, wen er nach Irina Mikitenko und Melanie Kraus (2:28:56) als dritte Läuferin dem Nationalen Olympischen Komitee vorschlägt. Zweifellos die besten Karten dabei hat nun die Deutsche Meisterin Susanne Hahn. Es sei denn, die in Hamburg früh gescheiterte Europameisterin Ulrike Maisch legt noch in den verbleibenden Tagen bis zur NOK-Nominierung Mitte Mai eine bessere Leistung vor. Susanne Hahn jedenfalls hat sich bei warmem Wetter mit einer Steigerung ihres Hausrekordes empfohlen. Mehr kann man eigentlich nicht verlangen.

Für den vor Wochenfrist in Hamburg wegen Magenbeschwerden nach 16 km aus dem Rennen gegangenen, in Mainz kurzfristig nachgemeldeten Martin Beckmann war die Olympianorm letztlich kein Thema. Nach einer schwachen zweiten Hälfte (1:11:48) war er in eher mäßigen 2:18:30 Stunden allerdings auch mit der „Ersatzlösung“ deutscher Meistertitel einverstanden. „Für mich war Olympia eher ein Traum, die WM in Berlin ist ein Ziel“, gestand Martin Beckmann im Ziel. Der einzige ernsthafte Rivale um den deutschen Meistertitel, Stefan Koch (TV Wattenscheid), war nach der kurzfristigen Nachmeldung Beckmanns derart „geschockt“ (so Koch am Freitag), dass er wegen Magenbeschwerden, so der offizielle Grund, am Samstag aus Mainz abreiste. Beckmann war als Deutscher Meister Dritter des Rennens hinter dem Streckenrekord laufenden Ukrainer Andriy Naumov (2:11:10) und dessen Landsmann Ivan Babaryka (2:14:55).

Die Frankfurterin Birgitt Bohn (2:43:06) und Bernadett Pichlmaier (LAG Mittlere Isar) kamen bei den Frauen auf die nächsten Plätze. Bei den Männern holten Dennis Pyka (LG Telis Finanz Regensburg) und Tobias Sauter (TSV Ettlingen) die weiteren Medaillen hinter dem über drei Minuten vorauseilenden Martin Beckmann.

9.000 Teilnehmer wurden in Mainz gezählt. Typisch ist allerdings, dass nur 1.962 Marathonläufer ins Ziel kamen, während es 5.684 Halbmarathonläufer bei nur einer Runde beließen. Eingerechnet müssen allerdings auch die 695 Zwei-Drittel-Marathonläufer werden, für die ein separates Ziel nach 28 km eingerichtet wurde.

Text: Wilfried Raatz / race-news-service.com

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race-news | 05.05.2008

Melanie Kraus bucht mit Düsseldorf-Sieg das Peking-Ticket


Melanie Kraus wird sicher für Olympia nominiert werden.
Foto: www.photorun.net

An Melanie Kraus führt bei der Nominierung des Marathon-Olympiateams kein Weg vorbei. Nach Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) dürfte sich die Läuferin von Bayer Leverkusen das Ticket nach Peking endgültig gesichert haben. Die 33-Jährige setzte ihre starke Serie über die klassische Distanz fort: Nach Rang 20 bei der WM in Osaka und dem Überraschungssieg in Frankfurt im Oktober in 2:28:56 gewann Melanie Kraus nun auch in Düsseldorf. Bei hohen Temperaturen von deutlich über 20° Celsius lief die 33-Jährige 2:33:36 Stunden. Bei den Männern wiederholte Bellor Yator (Kenia) in 2:11:15 Stunden seinen Vorjahressieg. Alle Wettbewerbe zusammengezählt, gingen in Düsseldorf über 10.000 Läufer an den Start. Rund 400.000 Zuschauer säumten die Strecke.

Im Rennen der Männer hatten die Düsseldorfer Veranstalter auf eine zweite Zeit unter 2:10 Stunden gehofft, nachdem Bellor Yator 2007 in 2:09:47 triumphiert hatte. Doch die Wärme machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Die rund 15-köpfige Spitzengruppe passierte die Halbmarathonmarke nach 65:23 Minuten – das war fast eine Minute langsamer als geplant. Die Favoriten hatten das Tempo der Hasen nicht angenommen. Zudem stieg einer der Topfavoriten, Wilson Kigen (Kenia), aufgrund von Oberschenkelproblemen bei 28 km aus.

Bellor Yator hatte sich dann bei Kilometer 30 abgesetzte, doch die am Ende zweit- und drittplatzierten Äthiopier Zakaria Abdulhak (2:11:37) und Riyadh Almustafa (2:11:41) kamen noch einmal heran. Dann wurde das Tempo verschleppt, da an der Spitze taktiert wurde. Schließlich löste sich Bellor Yator bei Kilometer 40 entscheidend.

Bei den Frauen hat Luminita Zaituc (LG Braunschweig) ihre Olympia-Startchacne aller Voraussicht nach verpasst. Denn in Düsseldorf stieg sie bei Kilometer 20 aus. Die dreifache Siegerin dieses Laufes (2005 bis 2007) kam zu keiner Zeit richtig ins Rennen. Nach der ersten Hälfte entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Melanie Kraus und Leah Malot. Die Kenianerin brach dann jedoch bei ihrem Debüt-Rennen knapp zwei Kilometer vor Schluss vollkommen ein und joggte schließlich als Siebente in 2:55:51 ins Ziel. Tsige Worku (Äthioien/2:38:10) und Kiraz Ummü (Turkey/2:38:25) belegten die nächsten Ränge hinter der souveränen Siegerin Melanie Kraus. Sonja Oberem (Bayer Leverkusen) wurde Sechste in 2:46:58.

Text: race-news-service.com

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race-news | 04.05.2008

8.142 Läufer bei 25 km in Berlin: Peninah Arusei bricht Streckenrekord


Siegerin im Olympiastadion: Peninah Arusei
Foto: www.photorun.net

Einen kenianischen Doppelsieg gab es beim traditionellen Berliner 25-km-Lauf. Während sich überraschend Samuel Karuku in hochklassigen 1:13:49 Stunden durchsetzte, stellte seine Landsfrau Peninah Arusei mit 1:24:10 einen Streckenrekord auf. Gemessen an den zwei Siegzeiten war diese Auflage des 25-km-Rennens in Berlin die hochklassigste seit Bestehen des Rennens 1981. Der neue Veranstalter ,Berlin läuft’ registrierte alles zusammen 8.142 Teilnehmer aus 23 Nationen. Dies ist ein Zuwachs von über 1.000 Läufern verglichen zum vergangenen Jahr, obwohl die Organisatoren um Gerhard Janetzky das Skater-Rennen aus dem Programm gestrichen hatten, um die Läufer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Über 50.000 Zuschauer standen an der Strecke.

„Ich hatte gut trainiert und wusste, dass ich schnell laufen würde“, erklärte der 28-jährige Samuel Karuku, der eine Weltklassezeit erzielte. Bereits bei Kilometer sieben, nachdem der Tempomacher John Mutai (Kenia) viel früher als geplant aus dem Rennen gegangen war, hatte er sich aus der Spitzengruppe gelöst. „Ich hatte dem Pacemaker immer wieder gesagt, dass er schneller laufen sollte. Als er dann raus ging, bin ich alleine an die Spitze gegangen“, erzählte Samuel Karuku, der fortan zwischen 50 und 100 Metern vor dem Feld herlief. Obwohl hinter ihm lange Zeit eine kompakte Gruppe zusammen lief, gelang es ihnen nicht mehr, die Lücke zu schließen.


Sieger im Olympiastadion: Samuel Karuku
Foto: www.photorun.net

Als Karuku die 20-km-Marke nach 58:30 Minuten erreichte, hatte der 14 Sekunden zurückliegende Patrick Ivuti (Kenia) die Verfolgung aufgenommen. Es sah so aus, als ob der Chicago-Marathon-Sieger Ivuti, der sich nach einer überstandenen Malaria-Erkrankung kurzfristig noch zum Start entschlossen hatte, herankommen könnte. Doch Samuel Karuku, der in der Nähe von Nairobi unter anderem zusammen mit Isaac Macharia (Zweiter beim Dubai-Marathon hinter Haile Gebrselassie) reagierte und hielt die Führung. Patrick Ivuti wurde am Ende 1:14:04 Zweiter, Gilbert Chepkwony (Kenia) belegte Rang drei mit 1:14:11. „Es geht mir jetzt wieder gut. Und dies war ein sehr guter Test für meinen nächsten Marathon in San Diego am 1. Juni. Dort möchte ich meine persönliche Bestzeit von 2:07:46 Stunden unterbieten“, erklärte Patrick Ivuti. Bester Deutscher war Dennis Mehlfeld (Lübecker SC) auf Rang 13 in 1:24:19.

Zum achten Mal in Folge gab es bei dem 25-km-Rennen sowohl bei den Männern als auch den Frauen kenianische Sieger. Bei den Frauen entwickelte sich der erwartete Zweikampf zwischen Peninah Arusei, die den Lauf 2006 gewonnen hatte, und der Vorjahressiegerin Flomena Chepchirchir (beide Kenia). 2007 hatte Arusei mit Rang zwei den kürzeren gezogen – dieses Mal war es anders herum. Vier Kilometer vor dem Ziel löste sich Peninah Arusei von ihrer Konkurrentin. Am Ende siegte sie im Berliner Olympiastadion in 1:24:10 Stunden und brach damit den neun Jahre alten Streckenrekord. 1999 war die kenianische Weltklasse-Marathonläuferin Susan Chepkemei 1:24:29 gelaufen. „Ich bin froh, diesen Streckenrekord gebrochen zu haben und werde mich jetzt auf die Bahnsaison vorbereiten“, erklärte die 29-jährige Siegerin, die 3.000 Euro und damit 750 Euro mehr als Karuku verdiente. Zweite wurde Flomena Chepchirchir in 1:24:55, Rang drei belegte Alexandra Bott (ASV Darmstadt) mit 1:41:23.

„Dies ist ein hervorragender Start für uns gewesen. Die Teilnehmerzahlen sind verglichen zum Vorjahr deutlich gestiegen, außerdem haben wir starke Siegzeiten“, erklärte Race-Direktor Gerhard Janetzky, der auch Meeting-Direktor des Leichtathletik-Meetings DKB-ISTAF ist, das am 1. Juni die Golden League-Saison eröffnen wird. Im kommenden Jahr wird der Berliner 25-km-Lauf ein Woche später, am 10. Mai, stattfinden.

Text: race-news-service.com

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race-news | 03.05.2008

Irina Mikitenko im Alleingang Deutsche Meisterin


Irina Mikitenko wurde knapp drei Wochen nach ihrem London-Triumph Deutsche Meisterin über 10.000 m.
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Drei Wochen nach ihrem Sensationssieg beim London-Marathon lief eine sichtlich entspannte Irina Mikitenko bei den Deutschen 10.000 m-Meisterschaften in Menden im Alleingang in 31:57,71 Minuten zum Titel. Mit zwei fast gleich starken Hälften schrammte die 36-jährige Wattenscheiderin dabei nur um 17 Sekunden an der Olympianorm vorbei, die aber kein Ziel war. „Ich konzentriere mich auf den Marathon. Ich habe keine Ambitionen, die 10.000-Meter-Norm zu laufen. In Peking geht ein Doppelstart sowieso nicht. Deshalb war dies heute für mich auch kein Thema.“ Wie ein Uhrwerk spulte Irina Mikitenko die 25 Runden herunter, nach 8000 Metern hatte sie mit Simret Restle auch die letzte der 15 Mitläuferinnen überrundet. „Das war für mich die einzige Orientierung. Schade, dass Sabrina Mockenhaupt morgen in den USA versucht, die Olympianorm zu laufen. Wir hätten uns heute gut abwechseln können. Im Duell mit ihr wäre natürlich eine deutlich schnellere Endzeit möglich gewesen.“

Nach mehr als zwei Jahrzehnten auf der Rundbahn und im Crosslaufen ist Irina Mikitenko inzwischen auf der Straße angekommen. „Eigentlich mag ich die 25 Runden nicht mehr. Es ist fast langweilig. Die Straße macht mir viel mehr Spaß.“ Freilich kein Wunder, da sich nach ihren beiden großartigen Marathonläufen in Berlin und London innerhalb von nur sechs Monaten das Tor zur absoluten Weltklasse im Marathon aufgetan hat. Mit Blick auf den olympischen Marathonlauf in Peking wollte die Wattenscheiderin mit Wohnsitz im hessischen Freigericht keine Prognose geben. „Ich möchte bei den Olympischen Spielen ein gutes Rennen laufen. Ich werde einige Straßenläufe machen und dann ins Höhentrainingslager nach St. Moritz gehen. Wenn das Wetter es zulässt, dann zweimal.“

Hinter der überragenden Irina Mikitenko klaffte eine merkliche Lücke zu den Nächstplatzierten. Simret Restle (LG Eintracht Frankfurt) konnte sich klar auf Rang zwei in Bestzeit von 33:30,31 Minuten durchsetzen, während der Kampf um Rang drei im Sprint zwischen den beiden Juniorinnen Ingalena Heuck (LG Stadtwerke München) und Heike Bienstein (LG Olympia Dortmund) in 34:43,07 und 34:43:53 entschieden wurde. Die lange auf Rang drei laufende Halbmarathon-Vizemeisterin Julia Viellehner (LG Passau) wurde Fünfte (34:58,79).

Im gemeinsamen Rennen der Männer und Junioren setzte sich mit dem 22-jährigen Zelalem Martel (LG Neckar-Enz) überraschend ein Nachwuchsläufer durch. Mit einem engagierten Schlussangriff zerstörte er zunächst die Titelhoffnungen von Sebastian Hallmann (LG Stadtwerke München) und Raphael Schäfer (LC asics Rehlingen). Der gebürtige Äthiopier kehrte erst am vergangenen Dienstag aus einem sechswöchigen Trainingslager aus seiner Heimat zurück und stürmte in 29:19,28 Minuten zum Sieg. „Ich wollte gewinnen – und das ist mir gelungen“, freute sich der kleine Schwabe über seinen Coup.

Seine Zukunft sieht Zelalem Martel allerdings auf der Straße – er möchte wie sein großes Vorbild Haile Gebrselassie zum Marathonlauf wechseln. „Mein Ziel ist der WM-Start in Berlin und dafür werde ich in diesem Herbst in Essen die Weichen stellen“, stellt der Schützling des früheren Marathon-Bundestrainers Wolfgang Heinig klar umrissene Ziele vor.

„Ich gehe davon aus, dass ich Deutscher Meister geworden bin“, widersprach Sebastian Hallmann der Kampfrichterentscheidung. Er war nach 29:24,13 Minuten ins Ziel gekommen und erklärte: „Sonst hätte ich das Rennen anders gestaltet“. Der Münchener wehrte sich gegen die gemeinsame Wertung der Männer und Junioren und legte die nicht klare Ausschreibung seitens des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) als Beleg vor. Hallmann war zu allem Überfluss nach fünf Runden gestürzt und musste mit einem scharfen Antritt die zwischenzeitlich enteilte Spitzengruppe wieder einholen. „Das hat mich schon aus dem Rhythmus gebracht.“ Dem spontanen Protest von Sebastian Hallmann wurde nach kurzer Diskussion des Schiedsgerichts schließlich auch stattgegeben, so dass der Münchener als Deutscher Meister der Männer im Nachgang noch geehrt wurde. Hinter Martel und Hallmann lief der eigentliche Hindernisläufer Raphael Schäfer in 29:25,82 Minuten als Dritter vor Crossmeister Stephan Hohl (SV Huchenfeld) 29:43,82 ins Ziel, die nach der Korrektur bei den Männern die Plätze zwei und drei belegten.

Bedauerlich an der Diskussion um die Wertungsmodalitäten ist allerdings, dass man beim DLV aus der unklaren Ausschreibung bei Deutschen Meisterschaften keine Konsequenzen gezogen hat. Denn schon im Vorjahr musste in Zeulenroda nach einem Protest die Ergebnisliste korrigiert werden. Dort hatte allerdings das Schiedsgericht anders entschieden und dem Juniorenmeister Zelalem Martel hinter dem überlegenen Sieger Jan Fitschen die Silbermedaille zuerkannt.

Text: Wilfried Raatz / race-news-service.com

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race-news | 02.05.2008

Kraus und Zaituc Favoritinnen auf Olympia-Ticket in Düsseldorf


Luminita Zaituc unterbot beim Dresdner Kleinwort Frankfurt-Marathon 2007 die Olympia-Norm
Foto: www.photorun.net

Stark entwickelt hat sich in den letzten Jahren der Düsseldorf-Marathon. Sowohl breiten- als auch spitzensportlich könnten dabei am Sonntag neue Rekorde fallen. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, wird ein Feld von über 10.000 Läufern erwartet. Darunter sind gut 4.000 Marathonläufer, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von einem Drittel bedeutet! Bei den Männern geht der Vorjahressieger und Streckenrekordler Bellor Yator (Kenia/2:09:48 Stunden) wieder ins Rennen, bei den Frauen ist mit Luminita Zaituc (LG Braunschweig) ebenfalls die Kursrekordlerin am Start (2:26:44 in 2005). Zaituc und Melanie Kraus (Bayer Leverkusen) haben dabei die besten Chancen, sich noch für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Im Düsseldorfer Männerfeld sind acht Läufer am Start, die Bestzeiten von unter 2:11 Stunden aufweisen. Dadurch scheint der Streckenrekord möglich, wenn die Wetterbedingungen mitspielen und es nicht zu warm wird. Bellor Yator ist mit seinem Düsseldorfer Kursrekord, der zugleich seine Bestzeit ist, dabei nicht der schnellste im Feld. Am Start sein wird auch sein Landsmann Wilson Kigen, der als Dritter des Frankfurt-Marathons 2008 schon 2:08:34 erreichte.

Für eine Überraschung sorgen könnte vielleicht Henry Serem. Der Kenianer lief bisher 2:10:04 Stunden. Es ist nicht unbedingt die Bestzeit sondern mehr die Trainingsgruppe, die die Aufmerksamkeit auf Serem lenkt. Denn er gehört zur Gruppe des italienischen Managers Gabriele Rosa und ist damit Trainingspartner der Marathon-Größen Martin Lel (Sieger in London) und Robert Cheruiyot (Sieger in Boston).

Nach dem Hamburg-Aus von Ulrike Maisch (LAV Rostock) sind in Düsseldorf drei Läuferinnen im Rennen um nur noch zwei Olympia-Tickets. Denn schon nach ihrem glänzenden Debüt in Berlin im vergangenen Jahr (2:24:51 Stunden als Zweite) war Irina Mikitenko das Peking-Ticket sicher. Eindrucksvoller als mit dem Triumph in London hätte die Läuferin des TV Wattenscheid ihre Position nicht bestätigen können.

Am Sonntag kommt es am Rhein zum Aufeinandertreffen von Melanie Kraus (Bayer Leverkusen), Sonja Oberem (Rhein Marathon Düsseldorf), die aber nach einer Erkältung Trainingsrückstand hat, und Luminita Zaituc (LG Braunschweig). Claudia Dreher (LG Ihleläufer Burg) musste kurzfristig verletzungsbedingt passen. Zeitgleich finden flussaufwärts in Mainz die Deutschen Meisterschaften statt. Hier will Susanne Hahn (SV schlau.com Saar 05) versuchen, das Ticket zu lösen.

„Ich erwarte ein interessantes und schnelles Rennen“, sagt Christoph Kopp, der für den Düsseldorf-Marathon die Topathleten verpflichtet. Der Berliner plant eine Halbmarathonzeit von 1:13:50 Stunden und hofft, „dass die zweite Hälfte schneller wird“. Dabei setzt er auch auf Leah Malot, die ihren ersten Marathon laufen wird. Die Kenianerin könnte das Tempo hoch halten.

Melanie Kraus hat sicherlich die besten Karten im Rennen um eines der beiden Tickets. Gemessen an ihren Leistungen in Osaka und Frankfurt müsste sie einen gewissen Vorsprung haben. Wenn die 33-Jährige nicht gerade weit hinten liegt in Düsseldorf kommen die DLV-Funktionäre an einer Nominierung von Melanie Kraus kaum vorbei. In Osaka rannte sie bei der WM 2007 auf einen für ihre Verhältnisse sehr guten 20. Platz. Vor allem zeigte Melanie Kraus dabei, dass sie mit extremen Wetterverhältnissen zurecht kommt, die auch in Peking herrschen werden. Anschließend gewann sie überraschend auch noch den Frankfurt-Marathon in 2:28:56 Stunden. Zum zweiten Mal nach dem Jahr 2000 blieb Melanie Kraus dabei unter 2:30 Stunden. Mehrere Wochen hat sich die Apothekerin in Flagstaff (USA) im Höhentraining auf den Düsseldorf-Marathon vorbereitet.

Luminita Zaituc ist optimistisch, dass sie noch einmal die Olympia-Qualifikation schafft. So wie Melanie Kraus hatte auch sie in Frankfurt die Norm von 2:31:00 Stunden unterboten (2:30:09). Entscheidend wird für die 39-Jährige sein, ob sie das Rennen dieses Mal ohne gravierende Muskelprobleme, die sie bei den letzten Starts immer wieder zu Pausen gezwungen hatten, übersteht. „Sie hat eine etwas vorsichtigere Vorbereitung gemacht. Da muss man abwarten, wie stabil sie ist. Aber sie ist zuversichtlich“, sagt Christoph Kopp über Luminita Zaituc, die sich vor vier Jahren in Athen als 18. achtbar geschlagen hatte.

Text: race-news-service.com

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race-news | 01.05.2008

Berliner 25-km-Rennen startet in neue Ära


Christoph Kopp und Gerhard Janetzky (rechts) - hier im Olympiastadion, dem Ziel am Sonntag - sind die Verantwortlichen von 'Berlin läuft'. Kopp ist im Laufsport seit Jahrzehnten erfahren, Janetzky führte das Berliner Golden-League-Meeting DKB-ISTAF vom Bankrott wieder in die Erfolgsspur.
Foto: www.photorun.net

Der traditionelle Berliner 25-km-Lauf startet am Sonntag in eine neue Ära: Erstmals wird das Rennen bei seiner 28. Auflage von ,Berlin läuft’ veranstaltet. Dem neuen Veranstalter gelang auf Anhieb eine Trend-Umkehr: Der Lauf hat wieder steigende Teilnehmerzahlen. Und dies, obwohl die neue Organisation auf das Rennen der Skater verzichtet, um die Läufer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. So kann auch der 10-km-Lauf jetzt zusammen mit den weiteren Wettbewerben (5x5-km-Staffel und Kinderlauf) auf dem Olympischen Platz gestartet werden. Inklusive Nachmeldungen, ist mit einer Zahl von deutlich über 7.000 Läufern zu rechnen.

Als die ,25 km de Berlin’ einst am 3. Mai 1981 von den französischen Alliierten gestartet wurden, war der Lauf durch den Westteil Berlins ein Trendsetter: Es war das erste große Cityrennen in Deutschland. Immer mehr Läufe fanden danach auf den großen Straßen der Städte statt. Über viele Jahre gehörten die ,25 km de Berlin’ mit Teilnehmerfeldern von deutlich über 10.000 zu den größten Rennen in Deutschland. ,Berlin läuft’ will die Veranstaltung nun wieder in die Erfolgsspur zurückführen.

Spitzensportlich bleibt das Rennen so hochklassig besetzt wie in der Vergangenheit. So wird Kenias Weltklasseläufer Patrick Ivuti am Sonntag an den Start gehen. Der 29-jährige Olympia-Vierte über 10.000 m von Sydney 2000 und zweifache Vize-Weltmeister im Crosslauf feierte seinen größten Marathon-Sieg im vergangenen Oktober: Damals gewann Patrick Ivuti den Chicago-Marathon, der zu den World Marathon Majors (WMM) gehört. In dem hochklassig besetzten Hitzerennen lief er 2:11:11 Stunden. Seine Bestzeit steht bei 2:07:46, im Halbmarathon erreichte er bereits 59:27 Minuten.

Neben seinen Landsleuten Matthew Koech (3. über 25 km in Berlin 2007) und Elijah Keitany (3. beim Berliner Halbmarathon 2008) wird Patrick Ivuti am Sonntag als Favorit an den Start gehen.

Bei den Frauen kommt es zu einem neuen Zweikampf zwischen den Siegerinnen der Jahre 2007 und 2006. Als Titelverteidigerin geht am Sonntag Flomena Chepchirchir (Kenia) an den Start. Sie trifft auf ihre Landsfrau Peninah Arusei, die das Rennen vor zwei Jahren gewonnen hatte und dann 2007 Zweite war. Wie Patrick Ivuti wurde zudem auch Jemima Jelagat kurzfristig für einen Start verpflichtet. Die Kenianerin war 2007 Vierte beim Frankfurt-Marathon in 2:29:41. Ziel im Frauenrennen ist es, den neun Jahre alte Streckenrekord von 1:24:29 Stunden zu brechen.

Text: race-news-service.com

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