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race-news | 29.02.2008

Wanjiru und Kiplagat machen große Kasse in Abu Dhabi


Samuel Wanjiru
Foto: photorun.net

Die besten Langstreckenläufer der Welt kassieren immer öfter in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab. Am Freitag hatte ein Halbmarathon in Abu Dhabi Premiere, der das weltweit mit Abstand höchste Preisgeld in einem Rennen über die ,halbe Distanz’ auslobte. Insgesamt ging es angeblich um Prämien von zwei Millionen US-Dollar.

Jeweils 300.000 Dollar – die zurzeit höchste Siegprämie im Straßenlaufsport – verdienten die beiden Sieger: Samuel Wanjiru und Lornah Kiplagat. Der Kenianer Wanjiru, der Anfang Februar bereits den Halbmarathon in Granollers (Spanien) in der Weltklassezeit von 59:26 Minuten gewonnen hatte und über diese Distanz mit 58:33 auch den Weltrekord hält, lief in Abu Dhabi hochklassige 60:33 Minuten. Er hatte zehn Sekunden Vorsprung vor Fabiano Joseph (Tansania), der vor drei Jahren Halbmarathon-Weltmeister wurde. Rang drei belegte Eshetu Wondimu (Äthiopien) in 61:16 Minuten.

Die aktuelle Weltmeisterin und Weltrekordlerin über die 21,0975 km, Lornah Kiplagat (Holland), lief bei ihrem überlegenen Sieg flotte 68:52 Minuten. Erst fünf Tage zuvor hatte die gebürtige Kenianerin am anderen Ende der Welt, in Puerto Rico, ein hochkarätiges 10-km-Rennen gewonnen. Zweite wurde in Abu Dhabi Berhane Adere in 71:23. Die Äthiopierin hatte im Januar den Dubai-Marathon gewonnen und dafür 250.000 Dollar kassiert. Rang drei ging an Gete Wami (Äthiopien), die im vergangenen Jahr die erste World Marathon Majors-Serie gewonnen hatte, in 71:30 Minuten.

Text: race-news-service.de

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race-news | 28.02.2008

Beide Vorjahressieger in Boston am Start


Titelverteidigerin Lidiya Grigoryeva startet in Boston
Foto:photorun.net

Mit beiden Vorjahressiegern wird am 21. April die 112. Auflage des Boston-Marathons gestartet: Sowohl der Kenianer Robert Cheruiyot als auch die Russin Lidiya Grigoryeva gaben ihre Startzusage für den ältesten City-Marathon, bei dem zuletzt trotz extremer Bedingungen aufgrund von einem Unwetter gut 20.000 Läufer das Ziel erreichten.

Robert Cheruiyot, der im vergangenen Jahr als erster Läufer die World Marathon Majors (WMM)-Serie gewonnen hatte und in der Wertung 2007-2008 zurzeit an zweiter Stelle steht, könnte als erster Kenianer zum vierten Mal dieses prestigeträchtige Rennen gewinnen. Der 29-Jährige gewann in Boston bereits 2003, 2006 und 2007. Zudem hält der Kenianer auch den Streckenrekord mit 2:07:14 Stunden. Bis zum Boston-Rekordsieger ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn der Amerikaner Clarence DeMar triumphierte sieben Mal in New England.

Im Rennen um das Sieggeld von 100.000 Dollar wird Cheruiyot unter anderen auf seine Landsleute Patrick Ivuti, der 2007 den Chicago-Marathon gewann, und James Kwambai treffen, der vor einem Jahr in Boston Zweiter war. Dabei geht es für die Kenianer möglicherweise auch um die Olympiaqualifikation – wobei sie sich hier im indirekten Wettkampf mit ihren Landsleuten in London und Rotterdam befinden.

Die Vorjahressiegerin Lidiya Grigoryeva wird sich unter anderen mit ihrer Vorgängerin auseinandersetzen müssen: Rita Jeptoo (Kenia) hatte den Boston-Marathon 2006 gewonnen. Eine Rolle spielen wird sicherlich auch Jelena Prokopcuka, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils Zweite war in Boston und 2007 nur knapp den World Marathon Majors-Triumph verpasst hatte. „Den Boston-Marathon im vergangenen Jahr gewonnen zu haben, war der stolzeste Moment meiner Karriere“, sagte Lidiya Grigoryeva, die ein Bestzeit von 2:25:10 Stunden hat.

Text: race-news-service.de

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race-news | 26.02.2008

Nils Schumann im Olympiajahr auf einem aufsteigenden Ast


Nils Schumann bei seinem Olympiasieg in Sydney
Foto: photorun.net

Acht Jahre nach seinem olympischen 800-m-Triumph von Sydney will Nils Schumann noch einmal bei Olympia an den Start gehen. Peking ist das erklärte Ziel des 29-Jährigen, der bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am Sonntag in Sindelfingen Zweiter war im 800-m-Finale. Ein Youngster und der Routinier Schumann sorgten dabei für Abwechslung im Endlauf: Es war zwar sicherlich kein grandioses und erst recht kein hochklassiges Finale, jedoch ein recht spannendes. Dabei setzte sich der 19-jährige Robin Schembera (Bayer Leverkusen) in 1:49,20 Minuten vor dem jetzt für den Erfurter LAC startenden Schumann (1:49,73) durch.

Im Rennen noch Konkurrenten waren sich die beiden kurz danach einig. „Das sah doch mal wieder nach was aus. So müssen 800-Meter-Rennen sein: spannend und mit Führungswechseln", erklärte Schumann. Und Schembera ergänzte: "Deutsche Rennen sind meist eintönig. Meist ist es so, dass alle nur darauf warten, wer in der Endphase als erster reagiert.“ Deswegen will der Deutsche Meister von Bayer Leverkusen im Hinblick auf die Olympischen Spiele eigentlich auch verstärkt in internationalen Rennen an den Start gehen. "Aber mit Nils kommt jetzt einer, der auch mal nach vorne geht und Körpereinsatz zeigt. Vielleicht bekommen wir in der Sommersaison dann auch in Deutschland mit den anderen Läufern ein paar gute 800-Meter-Rennen hin", sagte Robin Schembera, den es nicht stört, dass er die WM-Norm für Valencia von 1:47,20 Minuten in dieser Saison verpasst hat. „Ich wäre sowieso nicht bei der Hallen-WM an den Start gegangen. Ich mache jetzt etwa eineinhalb Wochen Pause und dann beginnt die Vorbereitung auf die Olympiasaison."

In Valencia gerne an den Start gegangen wäre dagegen Nils Schumann. Auch wenn er mit einer Saisonbestzeit von 1:48,92 Minuten und dem zweiten Platz in Sindelfingen weit weg von der Norm war, hat Schumann wieder Perspektiven. Das war an seinem Stil sowohl in Leipzig als auch in Sindelfingen zu erkennen. Der Olympiasieger kann langsamer wieder aggressiver rennen. „In Leipzig habe ich die Norm vielleicht sogar drauf gehabt, aber da hatte ich nicht genug Selbstvertrauen und habe zu spät angegriffen – ich bin eben noch nicht der alte", sagte Schumann, der im vergangenen Oktober aus Offenbach zurück nach Erfurt zog und nun auch wieder von Dieter Hermann betreut wird, der ihn einst zum Olympiasieger machte.

„Mein Trainer ist mit 67 jetzt in einer Art Vorruhestand. Wir haben uns nun wieder zusammengefunden und es macht wieder beiden Spaß. Natürlich hatten wir in der Vergangenheit viele Hochs und Tiefs“, erzählte Nils Schumann. „Aber sowohl er als auch ich glauben daran, dass ich es noch einmal packen kann. Nach vier Monaten Training läuft es jetzt schon recht gut, aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange."

Auch der deutsche Jahresbeste über 800 m, Sebastian Keiner (1:47,49), startet für den Erfurter LAC. "Wir helfen uns zwar gegenseitig, aber wir trainieren nicht viel zusammen", sagte Nils Schumann, der angesichts einer bevorstehenden Vaterschaft im Frühjahr nicht in ein Auslandstrainingslager zur Saisonvorbereitung reisen wird.

Stattdessen will er in Zinnowitz und Kienbaum die Grundlage legen, um sich für Olympia zu qualifizieren. Hierfür steht die Norm bei 1:45,50 Minuten. "Robin ist heute gut gelaufen und hat es auch verdient, gewonnen zu haben. Er ist ein Instinktläufer, der aber jetzt den entscheidenden Schritt machen muss zu Zeiten von 1:45 und 1:44. Ich bin in derselben Position. Auch ich muss mir das neu erarbeiten. Ich traue mir das zu, denn ich weiß, wie das geht. Aber ich denke, dass auch Robin das schaffen kann – das sind ja keine Wunderzeiten."

Text: race-news-service.de

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race-news | 26.02.2008

Flotte Zeiten beim Rom-Halbmarathon, Comeback von Okayo


Souad Ait Salem gewann im vergangenen Jahr bereits den Rom-Marathon.
Foto: photorun.net

Gute Zeiten erzielten die schnellsten Männer beim Rom-Ostia-Halbmarathon. Hier gewann der Kenianer Jonathan Kosgei in 60:19 Minuten vor zwei Landsleuten, die ebenfalls noch unter 60:30 Minuten liefen. James Kwambai wurde Zweiter in 60:22, David Mandago Kipkorir belegte Platz drei mit 60:23.

Bei den Frauen gewann Souad Ait Salem zum zweiten Mal ein großes Rennen in der italienischen Metropole. Im März 2007 hatte die Läuferin aus Algerien überraschend beim Rom-Marathon in der Streckenrekordzeit von 2:25:08 Stunden triumphiert, nun siegte sie in 69:15 Minuten über die halbe Distanz.

Vincenza Sicari (Italien/70:21) und Margaret Okayo (Kenia/73:06) belegten die nächsten Plätze. Die frühere Weltklasse-Marathonläuferin Okayo, die unter anderem in London, Boston und New York gewonnen hatte, startete ein Comeback nach einer fast zweijährigen Verletzungspause. „Ich bin zuversichtlich, dass ich an mein früheres Leistungsvermögen anknüpfen kann“, erklärte Margaret Okayo gegenüber der Internetseite des Welt-Leichtathletik-Verbandes iaaf.org. Die 31-Jährige hat eine Bestzeit von 2:20:43 Stunden, die sie 2002 als Siegerin des Boston-Marathons lief. Damit hält sie in Boston auch den Streckenrekord.

Text: race-news-service.de

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race-news | 25.02.2008

Lornah Kiplagat setzt Siegserie in Puerto Rico fort


Lornah Kiplagat
Foto: photorun.net

Lornah Kiplagat hat zum fünften Mal in Folge die ,World’s Best 10 km’ in San Juan (Puerto Rico) gewonnen. Bei dem Straßenlauf am Sonntagabend lief die gebürtige Kenianerin, die für Holland startet, flotte 31:02 Minuten. Schnellster Mann war nach einem dramatischen Finish der Äthiopier Deriba Merga in 28:03.

Lornah Kiplagat zeigte sich in San Juan gut erholt, nachdem sie beim Dubai-Marathon vor einem Monat aufgrund einer Wadenmuskel-Verletzung aufgegeben hatte. Allerdings entwickelte sich ein spannendes Rennen mit Mestawet Tufa. Die Äthiopierin ließ sich nicht abschütteln und übernahm in der Schlussphase sogar die Führung. Doch am Ende reichten Tufas Kräfte nicht, so dass die Halbmarathon-Weltmeisterin und –Weltrekordlerin noch mit zehn Sekunden Vorsprung gewann. Dritte wurde die 10.000-m-Vize-Weltmeisterin von Osaka 2007, Elvan Abeylegesse. Die Türkin, die aus Äthiopien stammt, lief 31:38 Minuten. Insgesamt fünf Läuferinnen blieben unter 32 Minuten.

Bei den Männern belegten die Afrikaner die ersten zehn Plätze in San Juan. Dabei hatte Silas Kipruto Pech, nachdem er kurz vor dem Ziel die Führung übernommen hatte, dann aber einem Fahrzeug folgte, das die Strecke verließ. Der Kenianer bemerkte den Fehler zwar sofort, hatte aber entscheidende Meter verloren, so dass Deriba Merga schließlich in 28:03 Minuten eine Sekunde vor ihm im Ziel war. Dritter wurde der Kenianer Wilson Kipsang in 28:09.

Text: race-news-service.de

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race-news | 25.02.2008

Jan Fitschen gewinnt siebenten Hallentitel in Folge

Jan Fitschen hat seine Erfolgsserie in der Halle fortgesetzt: Der 10.000-m-Europameister von Göteborg gewann das 3.000-m-Rennen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Es war bereits das siebente Mal in Folge, dass der 30-Jährige diesen Titel gewann. Fitschen war nach 7:54,43 Minuten vor Arne Gabius (7:58,32) und dem Hindernis-Spezialisten Filmon Ghirmai (beide LAV Asics Tübingen/8:00,44).


Jan Fitschen
Foto: photorun.net

"Nach der bisher verkorksten Saison war das Rennen für mich wie ein Befreiungsschlag“, erklärte Jan Fitschen, der lange Zeit von der Tempoarbeit durch Arne Gabius profitierte. Gabius hatte dabei erfolglos versucht, Fitschen abzuhängen. In der Endphase des Rennens konnte er dann nicht mehr gegenhalten, nachdem der Europameister das Tempo forciert hatte. Während ein Hallen-WM-Start für Fitschen alleine schon deswegen nicht in Frage kommt, weil er die Norm von 7:52 Minuten nicht erreicht hat, wird Gabius sicherlich vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für die globalen Titelkämpfe in Valencia Anfang März nominiert. „Ich habe vor zehn Tagen meine Diplomarbeit abgegeben. Jetzt kommen noch ein paar Prüfungen und dann geht es optimistisch in die Olympiavorbereitung“, sagte Jan Fitschen, der Physik studiert.

Eine Marathon-Spezialistin diktierte im 3.000-m-Rennen der Frauen das Tempo: Melanie Kraus (Bayer Leverkusen) machte einen für sie sehr ungewöhnlichen Ausflug in die Halle und gewann am Ende immerhin eine Bronzemedaille in 9:32,60 Minuten. Im Spurt am Ende lag Antje Mödner (SC Potsdam) in 9:23,18 Minuten deutlich vor Simret Restle (Eintracht Frankfurt/9:26,21).

Nicht am Start in Sindelfingen war Sabrina Mockenhaupt (Köln-Marathon eV). Sie reiste stattdessen nach Thun und startete bei den Militär-Cross-Weltmeisterschaften. Der Ausflug in die Schweiz hat sich gelohnt: Mockenhaupt wurde über die 4-km-Distanz Weltmeisterin in 12:56 Minuten vor Maria Laghrissi (Marokko/13:04) und Natalie de Vos (Belgien/13:12). Marathon-Europameisterin Ulrike Maisch (LAV Rostock) wurde 15. in 13:56.

Text: race-news-service.de

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race-news | 21.02.2008

Dresden-Marathon überraschend vor Berlin

Ein sensationelles Ergebnis brachte eine Umfrage von runners-world.de nach dem beliebtesten deutschen Marathonlauf. Die Besucher der Online-Seiten des größten deutschen Laufsportmagazins entschieden sich überraschend für den Dresden-Marathon! Dieses Rennen erhielt 7,9 Prozent der Stimmen und lag damit vor der vermeintlichen Nummer eins: Der Berlin-Marathon kam auf 7,3 Prozent. An dritter Stelle dieser Umfrage platzierte sich der München-Marathon mit 5,9 Prozent, gefolgt von Köln, Düsseldorf und Frankfurt.

Vier Wochen lang konnten die Internetbesucher der Runner’s World-Seite abstimmen. Dass der Dresden-Marathon, der in diesem Jahr am 19. Oktober stattfindet, am Ende vorne lag, überrascht auch deswegen, weil während des Rennens 2007 extrem schlechtes Wetter mit starkem Regen geherrscht hatte. Gut 7.500 Teilnehmer hatte der Dresden-Marathon 2007, wobei hier auch die Läufe über kürzere Distanzen eingerechnet sind.

"Wir sind ebenso überrascht wie alle anderen über diesen Erfolg und natürlich stolz. Dies ist auch eine Wertschätzung der jahrelangen Arbeit der ehrenamtlichen Helfer“, erklärte der Cheforganisator des Dresden-Marathons, Peter Eckstein. „Es ist mir aber auch ein Rätsel, wie wir das geschafft haben. Wir haben niemanden motiviert, für uns zu stimmen."

Weitere Informationen gibt es unter: www.runners-world.de

Text: race-news-service.de

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race-news | 17.02.2008

Viktor Röthlin siegt in Tokio, Claudia Dreher schnellste Frau


Viktor Röthlin siegt beim Tokio-Marathon in Schweizer Rekordzeit
Foto: photorun.net

Viktor Röthlin feierte in Tokio den größten Sieg seiner Karriere und Claudia Dreher gelang in der japanischen Metropole ein Achtungserfolg. Der Schweizer gewann den hochkarätigen Tokio-Marathon in erstklassigen 2:07:23 Stunden. Dabei verbesserte der 33-Jährige seinen eigenen im vergangenen Jahr in Zürich aufgestellten Landesrekord von 2:08:20 um fast eine Minute. Erst zum zweiten Mal ist dieser Tokio-Marathon kein reines Männer-Eliterennen mehr sondern auch ein Massenlauf.

Rund 30.000 Anmeldungen lagen den Veranstaltern vor, die zurzeit kein Frauen-Elitefeld einladen. Dennoch gab es natürlich eine Siegerin: Überraschend gewann Claudia Dreher (LG Ihleläufer Burg) in 2:35:35 Stunden. Die 36-Jährige sicherte sich damit einen Platz in den Siegerlisten eines Rennens, das das Potenzial hat, schon bald zu den World Marathon Majors (WMM) zu gehören.

Bei kühlen Temperaturen von wenig über null Grad Celsius aber ansonsten sehr guten Bedingungen erreichte eine Spitzengruppe von rund 20 Läufern die Halbmarathonmarke nach 63:39 Minuten. In der Folge waren es die vermeintlichen Favoriten, die Schwierigkeiten bekamen. So wurde der Vorjahressieger Daniel Njenga (Kenia), der die Premiere des neuen Tokio-Marathons bei eiskaltem Regenwetter 2007 in 2:09:45 Stunden gewonnen hatte, nur 13. in 2:14:11 Stunden. Sein Landsmann Abel Kirui, der in Berlin im vergangenen Jahr hinter Haile Gebrselassie in 2:06:51 Zweiter war, stieg sogar aus.

Ähnlich wie bei seinem sensationellen Lauf zur WM-Bronzemedaille in Osaka 2007 war Viktor Röthlin auch in Tokio im letzten Streckenabschnitt nicht zu stoppen. In 1:45:57 Stunden hatte eine dreiköpfige Spitzengruppe Kilometer 35 passiert. Danach forcierte der Schweizer EM-Zweite von 2006 das Tempo und ließ zunächst den späteren zweitplatzierten Arata Fujiwara (Japan/2:08:40) sowie dann auch Julius Gitahi zurück. Der Kenianer wurde am Ende Dritter in 2:08:57.

"Unglaublich – im marathon-verrückten Japan den Tokio-Marathon zu gewinnen, das ist einfach unglaublich. Ich finde keine Worte, um meine Gefühle zu beschreiben“, erklärte Viktor Röthlin gegenüber der Internetseite des Welt-Leichtathletik-Verbandes iaaf.org. „Ich glaube, dass ich auf einem sehr guten Weg bin in Richtung Peking“, sagte der Schweizer, der bei Olympia nun ein ernstzunehmender Medaillenkandidat ist.

Vielleicht haben aber auch die Japaner ihren Viktor Röthlin in Tokio entdeckt. Denn der zweitplatzierte Arata Fujiwara verbesserte seine Bestzeit um eine unglaubliche halbe Stunde! Bei seinem Marathondebüt war er ,gegen die Wand’ gelaufen und erst nach 2:38:37 ins Ziel gekommen. Jetzt könnte er sich mit 2:08:40 sogar für die Olympischen Spiele qualifiziert haben. Auch der zweitplatzierte Julius Gitahi nutze die guten Bedingungen für eine deutliche Steigerung. Er war zuvor 2:17:26 gelaufen.

Ergebnisse, Tokio-Marathon (Männer-Eliterennen):

1. Viktor Röthlin SUI 2:07:23
2. Arata Fujiwara JPN 2:08:40
3. Julius Gitahi KEN 2:08:57
4. Toshinari Suwa JPN 2:09:16
5. Satoshi Irifune JPN 2:09:40
6. Kurao Umeki JPN 2:11:00
7. Seiji Kobayashi JPN 2:11:02
8. Toshikazu Takatsuka JPN 2:11:05
9. Hiroyuki Horihata JPN 2:11:47
10. Takashi Ota JPN 2:12:10

Text: race-news-service.de

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race-news | 17.02.2008

Bekele läuft Weltrekord über zwei Meilen

Kenenisa Bekele hat zum dritten Mal einen Hallen-Weltrekord aufgestellt. Beim Leichtathletik-Meeting in Birmingham rannte der 25-jährige Äthiopier über die selten gelaufene Zwei-Meilen-Distanz 8:04,35 Minuten. Damit unterbot er die Marke seines Landsmannes Haile Gebrselassie, der vor fünf Jahren bei dem englischen Meeting 8:04,69 gelaufen war. Der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) erkennt über die gut 3,2 km lange Strecke offiziell aber keine Weltrekorde an, so dass hier nur von einer ,Weltbestzeit’ gesprochen wird.

Dennoch schmälert das die Leistung von Bekele nicht, denn die Zeit von Gebrselassie war eine hochkarätige. „Ich freue mich sehr, das ist unglaublich“, sagte Kenenisa Bekele in einer ersten Reaktion gegenüber der BBC. Der Argentinier Javier Carriqueo hatte in der Anfangsphase des Rennens als Tempomacher fungiert. Nach 2:29,66 Minuten hatte er Bekele durch die 1.000-m-Marke geführt. Bald darauf musste der 10.000-m-Olympiasieger und -Weltrekordler alleine für die Pace sorgen. Nach 2.000 Metern (5:00,61) lag er dabei immer noch im Bereich einer Endzeit von unter acht Minuten. Auf dem dritten Kilometer verlor Bekele etwas an Fahrt, jedoch zeigte Paul Koech hinter ihm ein starkes Rennen. Ohne den Druck des Kenianers hätte der Äthiopier den Rekord möglicherweise knapp verpasst.

Koech war als Zweiter in 8:06,48 Minuten im Ziel und erzielte dabei einen kenianischen Rekord. Sein Landsmann Abraham Chebii wurde Dritter in 8:13,28. Der Brite Mo Farah lief als Sechster 8:20,95.

Kenenisa Bekele hatte auch seine beiden anderen Hallen-Weltrekorde in Birmingham aufgestellt: 2004 war er über 5.000 m 12:49,60 Minuten gelaufen, im vergangenen Jahr rannte er über 2.000 m 4:49,99. Bekele wird voraussichtlich bei der Hallen-WM in Valencia an den Start gehen und dann die ebenfalls im März stattfindende Cross-WM laufen.

Über 3.000 m der Frauen gab es ebenfalls einen äthiopischen Sieg: Hier gewann Gelete Burka in der drittbesten Zeit des Jahres. Sie war in 8:31,94 Minuten deutlich vor Jessica Augusto (Portugal/8:46,29) und Lisa Dobriskey (Großbritannien/8:50,42) im Ziel.

Text: race-news-service.de

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race-news | 17.02.2008

Tokio auf dem Weg zum WMM-Rennen?

Bei der Premiere eines Massenmarathons in Tokio gingen im vergangenen Jahr 25.000 Läufer trotz eiskaltem Regens an den Start. Nie zuvor hatte ein Rennen über 42,195 km bei seiner Erstauflage eine derartige Teilnehmerzahl. Mit einer ähnlichen Größenordnung ist auch am Sonntag zu rechnen, wenn der Tokio-Marathon bei aller Voraussicht nach guten Witterungsbedingungen gestartet wird. Das Rennen empfiehlt sich dabei immer mehr als weiteres Event für die World Marathon Majors (WMM).

Bis vor zwei Jahren gab es in Tokio reine Elite-Marathonläufe. Das Rennen der Frauen findet im November statt, aus dem Lauf der Männer wurde nun der Massen-Marathon. Allerdings werden auch in diesem Jahr keine Frauen-Eliteläuferinnen bei Japans größtem Marathon am Start sein. Das allerdings dürfte sich im nächsten Jahr ändern. Denn dann wird die Polizei in der Hauptstadt nur noch für einen Marathon jährlich die Straßen sperren. Das Frauen-Eliterennen findet damit im November zum 30. und letzten Mal statt. Die Organisatoren des Rennens am Sonntag planen, ihren Lauf 2009 in den März zu verlegen und dürften dann sicherlich auch ein Frauen-Elitefeld verpflichten. Das wäre ein entscheidender Schritt in Richtung WMM, zumal die Gruppe dann bessere Chancen hätte, einen japanischen Titelsponsor zu gewinnen.

Am Sonntag geht es für die besten japanischen Männer nicht nur um den Sieg sondern auch um die Möglichkeit eines olympischen Startplatzes. Denn der Tokio-Marathon ist eines von drei Qualifikationsrennen für Peking. Noch ist bei den Männern keines der drei China-Tickets vergeben. Beste Chancen hat am Sonntag, gemessen an seiner Bestzeit von 2:07:55, Toshinari Suwa. Das Rennen um den Sieg wird allerdings schwierig für die Japaner, denn mit Vorjahressieger Daniel Njenga (Bestzeit: 2:06:16) und dem Berlin-Marathon-Zweiten Abel Kirui (2:06:51) sind unter anderen zwei starke Kenianer am Start.

In Tokio läuft am Sonntag auch der Schweizer Rekordhalter Viktor Röthlin (2:08:20), der in Osaka bei der WM 2007 sensationell Marathon-Bronze gewonnen hatte. Er erwartet ein schnelles Rennen und sagt, er sei gut vorbereitet. „Ich kann ohne Druck laufen. Ich hoffe, dass ich eine schnelle Zeit erreiche“, erklärte Viktor Röthlin.

Text: race-news-service.de

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race-news | 17.02.2008

Russin Soboleva bricht 1.500-m-Hallenweltrekord


Yelena Soboleva
Foto: photorun.net

Jelena Soboleva hat in Moskau ihren eigenen Hallenweltrekord über 1.500 Meter gebrochen. Bei den nationalen Titelkämpfen stürmte die 25-jährige Russin nach 3:58,05 Minuten ins Ziel. Vor zwei Jahren war Soboleva ebenfalls in Moskau 3:58,28 Minuten gelaufen und hatte dabei die Bestmarke der US-Amerikanerin Regina Jacobs (3:59,98) deutlich unterboten. Diese drei Zeiten sind bis heute die einzigen unter vier Minuten in der Halle.

In dem neuesten Moskauer Weltrekordrennen belegten Yulia Fomenko (4:00,21 Minuten) und Yekaterina Martynova (4:03,68) die nächsten Plätze. Yelena Soboleva hatte tags zuvor bei den Titelkämpfen in Moskau auch über 800 Meter für Furore gesorgt. Hier gewann sie in der russischen Rekordzeit von 1:56,49 Minuten. Das ist die viertschnellste je in der Halle gelaufene 800-m-Zeit. Gleich vier Läuferinnen blieben unter zwei Minuten. Der 800-m-Hallenweltrekord von Jolanda Ceplak (Slowenien), die zurzeit aufgrund einer Dopingsperre nicht starten darf, steht bei 1:55,82 Minuten. In der ewigen Weltrangliste folgen dann Stephanie Graf (Österreich/1:55,85) und die früher für die DDR startende Christine Wachtel (1:56,40).

Yelena Soboleva hat in den letzten zwei Jahren schon öfter mit Topzeiten auf sich aufmerksam gemacht. Doch bei großen Titelkämpfen konnte die junge Russin der Favoritenrolle bisher nicht gerecht werden. Nach ihrem Hallenweltrekord vor zwei Jahren wurde sie beim Hallen-WM-Finale wenige Wochen später Zweite. Im Sommer 2006 steigerte sie sich dann auf 3:56,43 Minuten, doch im EM-Finale bleib ihr nur Rang vier. Im vergangenen Jahr war sie mit 3:57,30 die schnellste Läuferin des Jahres weltweit, aber im WM-Finale hatte sie keine Chance gegen Maryam Jamal (Bahrain). Immerhin gewann die Moskauerin als Zweite ihre erste Medaille bei einer großen Freiluft-Meisterschaft. In knapp einem Monat wird Yelena Soboleva nun als Favoritin bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Valencia an den Start gehen.

In Moskau fiel am Sonntag noch ein zweiter Hallen-Weltrekord: Über die allerdings nur selten gelaufene 4x800-m-Staffel gewann ein Frauen-Team aus Sverdlovsk in 8:14,53 Minuten.

Text: race-news-service.de

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race-news | 06.02.2008

Die nächste Rekordjagd in den Emiraten


Patrick Musyoki gewinnt ganz knapp vor Tsegaye Kebede in Ras Al Khaimah.
Foto: photorun.net

Nur drei Wochen nach dem Dubai-Marathon startet in den Vereinigten Arabischen Emiraten das nächste hochklassige Lauf-Event: Dem reichsten Marathon der Welt folgt nun der reichste Halbmarathon in Ras Al Khaimah. Über 200.000 US-Dollar Preisgeld werden am Freitag in dem Wüstenort ausgeschüttet, der gut eine Stunde von Dubai entfernt ist. Der Kenianer Patrick Makau Musyoki und die Äthiopierin Gete Wami sind die Favoriten.

Im Januar ist bei angenehmen Temperaturen die beste Laufsaison in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Am Persischen Golf ist dabei auf flachen Rennstrecken immer mit Weltklassezeiten zu rechnen. Zuletzt gewann Haile Gebrselassie den Dubai-Marathon in 2:04:53 Stunden und war dabei nur 27 Sekunden langsamer als bei seinem Weltrekord in Berlin 2007. Vor einem Jahr gewann der Kenianer Samuel Wanjiru in Ras Al Khaimah und stellte mit 58:53 einen vermeintlichen Weltrekord auf – doch die Marke konnte aufgrund eines fehlenden Epo-Dopingtestes nicht anerkannt werden. Am Freitag wird es daran nicht mehr scheitern.

Bei der zweiten Auflage des Rennens in Ras Al Khaimah wird Wanjiru nicht am Start sein. Der Kenianer lief stattdessen am vergangenen Sonntag in Granollers (Spanien) und stellte mit 59:26 eine erste hochkarätige Jahresweltbestzeit auf. Zumindest diese Marke dürfte Patrick Makau Musyoki ins Visier nehmen. Der 22-jährige Halbmarathon-Vizeweltmeister von 2007 hat bisher eine Bestzeit über die 21,0975 km von 58:56 Minuten. Damit ist er der drittschnellste Läufer über diese Distanz aller Zeiten. Nur 23 Sekunden fehlen zum Weltrekord von Wanjiru. Gleich viermal lief Makau Musyoki im vergangenen Jahr unter einer Stunde. Bisher fünfmal in seiner Karriere, so oft wie keinem anderen, gelang dies auf rekordgerechten Strecken Wanjiru. Makau Musyoki könnte also am Freitag in dieser Hinsicht wieder gleichziehen mit seinem Landsmann. Allerdings trifft er auf hochkarätige Konkurrenz. Darunter ist auch Paul Kosgei. Der 29-jährige Kenianer hat eine Bestzeit von 59:07 Minuten und hält zudem den offiziellen Weltrekord über 25 km, den er mit 1:12:45 Stunden 2004 bei den 25 km von Berlin aufstellte.

Erstmals seit ihrem einmaligen Marathon-Doppel mit Berlin und New York wird Gete Wami wieder ein Rennen laufen. Die Äthiopierin hatte im Herbst 2007 durch ihren Sieg in Berlin sowie Rang zwei in New York die erste World Marathon Majors-Serie gewonnen. Nach einem Monat Ruhe und zwei leichten Wochen hatte sie in der zweiten Dezemberhälfte wieder mit hartem Training begonnen. „Sie hatte keine Problem, und ich denke, die Zeit ist ausreichend, um wieder in Form zu kommen“, erklärte Wamis Trainer und Ehemann Getaneh Tessema. Er erwartet am Freitag eine deutliche Steigerung ihrer Bestzeit, die bisher lediglich bei 70:22 Minuten steht. Das war ihre Durchgangszeit auf dem Weg zum Berlin-Marathon-Sieg 2006. „Sie ist noch nie ein wirklich hochklassiges Halbmarathonrennen gelaufen“, erklärt Getaneh Tessema. Mit den Kenianerinnen Salina Kosgei und Rita Jeptoo hat Gete Wami starke Gegnerinnen, die ebenfalls zur Marathon-Weltelite zählen.

Text: race-news-service.de

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race-news | 06.02.2008

Wanjiru schlägt die Stunde zum fünften Mal


Samuel Wanjiru lief zum fünften Mal den Halbmarathon unter einer Stunde.
Foto: photorun.net

Samuel Wanjiru hat beim Halbmarathon in Granollers (Spanien) einmal mehr eine Weltklasseleistung über die 21,0975 km gezeigt. Der erst 21-jährige Kenianer gewann das Rennen in überlegener Manier in 59:26 Minuten. Dabei unterbot er den Streckenrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien) um 42 Sekunden. Wanjiru hatte Gebrselassie 2007 mit 58:33 Minuten auch den Weltrekord über diese Distanz abgenommen. Der Kenianer schaffte in Granollers eine einmalige Leistung, auch wenn er den eigenen Rekord nicht verbessern konnte: Er ist nun der einzige Läufer, der den Halbmarathon bereits fünfmal unter einer Stunde lief.

Mit deutlichem Abstand kamen in Granollers in der Nähe von Barcelona die Kenianer Wilson Chebet (61:12) und Yacob Yator (61:39) hinter Wanjiru ins Ziel. Wanjiru, der hauptsächlich in Japan lebt, erklärte gegenüber der Webseite des Internationalen Leichtathletik-Verbandes

(iaaf.org): „Ich habe aufgrund der Konflikte in Kenia einige wichtige Trainingseinheiten verpasst. Daher war es nicht möglich, heute den Weltrekord zu brechen. Aber ich bin sehr zufrieden, dass ich unter einer Stunde gelaufen bin. Mein nächstes Ziel ist jetzt der London-Marathon im April. Dort möchte ich mich für die Olympischen Spiele qualifizieren“, sagte Samuel Wanjiru, der sein Debüt über die 42,195 km im Dezember 2007 in Fukuoka (Japan) in erstklassigen 2:06:39 Stunden gewonnen hatte. Es könnte also in Peking im Sommer zu einem Duell mit Haile Gebrselassie kommen.

Weniger spektakulär war die Siegzeit bei den Frauen: Schnellste war in Granollers die Kenianerin Rahab Ndungu mit 71:20 Minuten. Iessandra Aguilar (Spanien/71:33) und Beatrice Toroitich (Kenia/73:33) belegten die nächsten Ränge.

Text: race-news-service.de

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race-news | 04.02.2008

Lagat vor ,Grand Slam’ in New York, Defar verpasst Weltrekord in Stuttgart

Mit der bisher schnellsten Zeit der noch jungen Hallensaison gewann Bernard Lagat das traditionelle Meilenrennen bei der 101. Auflage der Millrose Games. Auf der engen, nur knapp 150 Meter langen Rundbahn im Madison Square Garden von New York lief der US-Amerikaner vor gut 12.500 Zuschauern 3:57,51 Minuten.

Dabei setzte sich der gebürtige Kenianer gegen den Australier Craig Mottram durch. Gut 200 Meter vor dem Ziel übernahm Lagat, der in Osaka 2007 mit seinen Goldmedaillen über 1.500 und 5.000 m WM-Geschichte geschrieben hatte, die Führung von Mottram und gab sie nicht mehr ab. In 3:57,51 Minuten war er schließlich vor dem Australier im Ziel (3:57,90). „Ich wusste, dass Bernard von hinten kommen würde. Ich habe versucht, so gut es ging mitzulaufen“, sagte Craig Mottram.

Bernard Lagat lief zwar deutlich langsamer als bei seinem Sieg vor einem Jahr in 3:54,26 Minuten, jedoch ist er weiter auf Kurs zu einem ,Grand Slam’ bei den Millrose Games. Siebenmal hatte der Ira Eamonn Coghlan die Meile bei diesem Meeting gewonnen, sechs Siege hat Bernard Lagat inzwischen gesammelt. „Das Rennen ist genau so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wieder in New York starten“, sagte Bernard Lagat. Angesprochen auf die kürzere und engere Rundbahn sagte der 33-Jährige: „Ich habe mich daran gewöhnt. Normalerweise läuft man ja auf 200-m-Bahnen und auf kürzeren Bahnen kommt es einem so vor als würde man ewig im Kreis laufen. Man muss Spaß daran haben, aber dabei aufpassen, dass man sich bei den Runden nicht verzählt!"

Bezüglich eines möglichen Doppelstartes bei den Olympischen Spielen sagte Bernard Lagat: „Ich werde bei den US-Trials über 1.500 und 5.000 Meter an den Start gehen. Danach entscheide ich, welche Distanz ich in Peking laufen werde oder ob ich beide Strecken laufe."

Zwei Jahresweltbestzeiten in Stuttgart

Einen Tag später verpasste beim hochkarätigen Hallenmeeting in Stuttgart Meseret Defar den angepeilten 3.000-m-Weltrekord um gut vier Sekunden. Die Äthiopierin, die eine Woche zuvor in Boston die Zwei-Meilen-Weltbestmarke auf 9:10,50 Minuten geschraubt hatte, war vor einem Jahr in Stuttgart 8:23,72 Minuten gelaufen. Von der Russin Olga Komyagina wurde die 24-jährige Defar in Stuttgart nach 2:47,41 Minuten durch die 1.000-m-Marke geführt – genau auf Weltrekordkurs. Doch alleine laufend, verlor Defar später an Fahrt und der eigene Rekord geriet außer Reichweite. Nach 8:27,93 Minuten war sie im Ziel. Obwohl sie die viertbeste Zeit aller Zeiten erzielt hatte sowie eine Jahresweltbestzeit war Defar nicht zufrieden: „Ich bin hierher gekommen, um Weltrekord zu rennen. Daher bin ich enttäuscht. Eigentlich bin ich in sehr guter Form, aber vielleicht war ich nach dem Boston-Rennen noch nicht erholt genug."

Ejegayehu Dibaba (Äthiopien) wurde in 8:39,08 Minuten Zweite, Sylvia Kibet (Kenia) belegte Rang drei mit 8:54,18. Als Sechste knackte Sabrina Mockenhaupt (Köln Marathon) die Hallen-WM-Norm mit einer Zeit von 8:56,27 Minuten.

Eine Jahresweltbestzeit gab es auch im Männerrennen über 3.000 Meter: Tariku Bekele, der jüngere Bruder des Serien-Weltrekordlers Kenenisa, gewann dieses Rennen in eindrucksvollen 7:31,09 Minuten. Auch dies war die viertbeste Zeit aller Zeiten.

Text: race-news-service.de
Foto: photorun.net

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race-news | 04.02.2008

Deutscher Cross-Nachwuchs überzeugt in Neukirchen

Die deutschen Nachwuchsläufer zeigten sich bei der Team-Challenge im Grevenbroicher Stadtteil Neukirchen eigentlich als „schlechte Gastgeber“, denn in drei von vier Wettbewerben hieß der Sieger Deutschland. Lediglich bei den unter 20-jährigen Junioren setzte sich mit der Schweiz eine der Gastmannschaften durch. Bei der vierten Auflage der Team-Challenge mussten die Verantwortlichen dabei einen merklichen Rückschlag verkraften, denn die traditionell starken Crossländer England, Holland und Belgien waren diesmal nur vereinzelt und mit schwachen Teams vertreten. Auf dem nach Regen- und Schneefällen crossigem Geläuf im großzügen Gelände des Sportzentrums der „Energiestadt Grevenbroich“ startete auch die Neuauflage des Deutschen Cross-Cup nicht mit dem erhofften Erfolg, denn nur wenige der deutschen Spitzenläufer wollten das zusätzliche Wettkampfangebot annehmen, so dass bis auf den amtierenden Crossmeister Stefan Hohl (Huchenfeld) durchweg Nachwuchsläufer die begehrten Punkte für den Cross-Cup sammeln konnten.

Im zahlenmäßig gut besetzten Männer- und Juniorenrennen über 8.500 m lief der aus Kenia stammende Hassan Mamboob vom Start weg einen souveränen Sieg in 29:06 Minuten heraus. Dahinter duellierten sich Stephan Hohl und Zelalem Martel bis in die Schlussrunde hinein, ehe sich der amtierende Crossmeister doch noch klar von seinem hartnäckigen Konkurrenten in 29:23 Minuten und sechs Sekunden Vorsprung absetzen konnte. Für Zelalem Martel gab es nicht nur einen beachtlichen dritten Rang im Gesamteinlauf, sondern auch den Tagessieg in der Klasse der unter 23-Jährigen. „Ich hatte seit der dritten Runde starke Seitenstiche und ständig überlegt, ob ich nicht besser aussteigen sollte. Aber letztlich bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Zumal ich gewusst habe, dass auch Zelalem am Limit läuft“, freute sich Stephan Hohl über seinen zweiten Rang hinter Hassam Mamboob. Der für Bahrain startende 26-jährige Langstreckler mit einer 10.000 m-Bestzeit von 27:56 Minuten hatte seine Läuferkarriere im kenianischen Hochland in Kipsabet nahe Eldoret unter dem Namen Sillas Kirui begonnen und lebt nach dem Wechsel seines Managements nun in Belgien.

Eine starke Vorstellung zeigte als bester Läufer der unter 20-Jährigen und Gesamt-Siebenter der Leverkusener Alexander Hahn, der nach 30:28 Minuten ins Ziel kam. „Technisch anspruchsvollere Strecken wie diese hier in Neukirchen liegen mir wesentlich besser als flache und schnelle Strecken wie bei der EM in Toro. Nun kann ich mit Zuversicht an die Titelverteidigung in Ohrdruf gehen“, freute sich Alexander Hahn, der Cross-EM-Siebente von 2006.

Lange Zeit sah es im Frauen- und Juniorinnenrennen über 5.100 m nach einem klaren Erfolg für die Vorjahreszweite Julia Viellehner aus, ehe in der Schlussrunde die Neu-Passauerin Probleme hatte und letztlich nur Dritte wurde. „Ich habe nach guten Rennen beim Silvesterlauf in Peuerbach und den Crossläufen in Edinburgh und Breda wohl im Training etwas übertrieben und war am Ende saft- und kraftlos“, gestand Julia Viellehner ein. Den Tagessieg holte sich überraschend die Juniorin (unter 23 Jahre) Heike Bienstein, die sich erst in der Schlussrunde an der Spitze zeigte und konsequent ihr hohes Tempo bis ins Ziel hinein halten konnte. Mit 19:45 Minuten lag sie am Ende doch deutlich vor der holländischen 3.000-m-Hindernismeisterin Andrea Deelstra (19:50) und Julia Viellehner (19:56). Hinter der 19-jährigen Belgierin Barbara Maveau setzte sich in der „deutschen Gruppe“ vor allem Susi Lutz und Carolin Lang gut in Szene. Eine gute Rolle spielten auf der ungewohnt langen Distanz die 18-jährige Julia Weniger, die als Elfte des Gesamteinlaufes mit 20:59 Minuten die Wertung der unter 20-Jährigen dicht gefolgt von ihrer 17-jährigen DLV-Teamkollegin Maria Heinrich (21:03) gewinnen konnte.

"Das war bei der 15. Auflage unseres Crosslaufes die bislang beste Besetzung“, freute sich Adam Rosenbaum von der veranstaltenden SG Neukirchen-Hülchrath. „Dieses Jahr hatten wir immerhin 12 Nationen am Start.“ Und Detlef Uhlemann, der DLV-Langstreckentrainer ergänzte: „Ich finde es toll, dass unser Nachwuchs in Neukirchen eine derartige Bühne findet, um sich entsprechend zu präsentieren. Unsere Athleten haben uns angesichts der schwierigen Bodenverhältnisse wacker geschlagen und drei Teamwertungen gewinnen können. Aber, man darf dabei nicht verkennen, dass die Cross-Ergebnisse lediglich Momentaufnahmen unseres Leistungsvermögens darstellen. Nicht mehr und nicht weniger."

Text: race-news-service.de / Wilfried Raatz

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race-news | 04.02.2008

Carsten Eich macht nach 150.000 Kilometern Schluss

Mit Carsten Eich hat vor kurzem ein Läufer seine Karriere beendet, der über viele Jahre hinweg die deutsche Nummer eins auf der Straße war. Der inzwischen 38-Jährige schätzt, dass er in fast 30 Jahren Leistungssport etwa 150.000 Kilometer gelaufen ist.

Carsten Eich, der zuletzt für den Rhein Marathon Düsseldorf startete, den er 2004 auch gewann, kam ursprünglich aus Leipzig, wohnt aber seit längerer Zeit in Fürth, wo er seit 2001 beim Bankhaus ING-Diba angestellt ist. Seine sicherlich hochkarätigste Leistung erzielte Carsten Eich über die Halbmarathondistanz von 21,0975 km. Damals, 1993, gewann er als 23-Jähriger den hochklassig besetzten Berliner Halbmarathon und stellte mit 60:34 Minuten einen Europarekord auf. Bis heute ist diese Zeit der deutsche Rekord. Kurz darauf brach er einen weiteren nationalen Rekord: Beim Paderborner Osterlauf gewann Carsten Eich in der Kursrekordzeit von 27:47 Minuten. Auch diese Zeit ist bis heute von keinem anderen deutschen Läufer erreicht worden.

Carsten Eich, der bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen am Start war, konnte jedoch im Laufe seiner Karriere den Anschluss an die Weltspitze im Marathon nicht herstellen und schaffte dies auch über die halbe Distanz nicht mehr. Dennoch erreichte er im Marathon, auf den er sich Ende der 90er Jahre konzentrierte, einige beachtliche Erfolge. Neben dem Sieg in Düsseldorf vor knapp vier Jahren gewann er 1998 in Köln und 2002 in Leipzig. Seine Bestzeit lief er 1991 in Hamburg, wo er als Zweiter nach 2:10:22 Stunden ins Ziel kam – eine Zeit, die seitdem kein anderer deutscher Marathonläufer auch nur annähernd erreicht hat. Carsten Eich ist damit der siebtschnellste deutsche Athlet über die klassischen 42,195 km.

"Meine Karriere als Laufprofi war in den letzten zwanzig Jahren der zentrale Mittelpunkt meines Lebens. Ich bin davon überzeugt, dass das Laufen auch in der Zukunft immer eine Rolle spielen wird. Nichts desto trotz freue ich mich auf neue Aufgaben und Hobbys, welche sicher auch einen sportlichen Bezug haben werden, zum Beispiel alpines Skifahren“, schreibt Carsten Eich auf seiner Homepage: www.carsten-eich.de

Die erstklassigen Bestzeiten von Carsten Eich:

3.000 m 7:46,51 Minuten
5.000 m 13:27,90
10.000 m 27:41,94
10 km 27:47
Halbmarathon 60:34
Marathon 2:10:22

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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