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Bluthochdruck: Millionen sind gefährdet - Deutsche Herzstiftung fordert: Blutdruck messen


Bluthochdruck: Millionen sind gefährdet - Deutsche Herzstiftung fordert: Blutdruck messen

[30.06.2010] - (Frankfurt am Main) Die Höhe des eigenen Blutdrucks sollte jeder so genau kennen wie seine Hausnummer. Das fordert die Deutsche Herzstiftung.

25 Millionen Menschen in Deutschland haben Bluthochdruck, schätzungsweise 12 Millionen wissen davon nichts. Denn der Bluthochdruck macht sich nicht bemerkbar, er verursacht keine Beschwerden. Unerkannt kann er jahrelang den Körper und die Gesundheit ruinieren.

„Ein unbehandelter Bluthochdruck“, erklärt der Hochdruckexperte Prof. Dr. med. Dieter Klaus, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, „hat sehr oft fatale Folgen: Herzinfarkt, Herzschwäche, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine Nierenversagen, Erblindung. Das Tückische ist, dass die Patienten jahrelang keine Beschwerden haben, während der erhöhte Blutdruck langsam immer mehr ihre Blutgefäße und Organe schädigt. Deshalb sind eine rechtzeitige Diagnose und Therapie so wichtig, um Folgeschäden zu verhindern.“

Der hohe Blutdruck lässt sich einfach erkennen: durch Blutdruckmessung. Sie ist beim Arzt oder auch in vielen Apotheken möglich. Gemessen werden sollte der Blutdruck mindestens einmal bei Schuleintritt, in der Pubertät und im frühen Erwachsenenalter. Ab dem 30. Lebensjahr sollte dann eine jährliche und ab dem 50. Lebensjahr eine halbjährliche Messung erfolgen, um rechtzeitig einen Anstieg über die Normwerte entdecken zu können, rät die Deutsche Herzstiftung. Erhöhte Werte liegen vor, wenn der systolische (obere) Wert 140 mmHg oder mehr, der diastolische (untere) Wert 90 mmHg oder mehr beträgt.

Jede Hochdruckbehandlung beginnt mit einer Änderung des Lebensstils. Sie kann bei einem leichten Hochdruck zu einer Normalisierung führen. Meist sind jedoch blutdrucksenkende Medikamente notwendig. Die Therapie senkt nicht nur den Blutdruck, sondern schützt auch vor den Folgen des Bluthochdrucks, beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Ausführliche Informationen zum Bluthochdruck enthält der neue 24 Seiten starke Sonderdruck „Bluthochdruck – das verkannte Risiko“ der Deutschen Herzstiftung. Dieser kann gegen Einsendung des Rückportos (€ 1,45 in Briefmarken) angefordert werden bei: Deutsche Herzstiftung, Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main.

Deutsche Herzstiftung e.V.

Dr. Klaus Fleck / Pierre König
Tel. 069/955 128-140
Fax: 069/955 128-345
koenig@herzstiftung.de
www.herzstiftung.de
www.dshf.de

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Die Sportapotheke - Dr. Klaus Gerlach in SportInForm - Das Magazin des Sports in Rheinland-Pfalz


Die kleine Sportapotheke soll ausdrücklich nur bei der Erstversorgung bei akuten Verletzungen oder Erkrankungen zum Einsatz kommen.
© AOK-Mediendienst

[15.06.2010] - Sport und Medizin – nicht nur ein weites, sondern vor allem auch interessantes und wichtiges Feld. SportInForm bietet Ihnen jede Menge Anregungen und Tipps, die Sie sofort im Alltag umsetzen können – aufgearbeitet von Dr. Klaus Gerlach, Mannschaftsarzt des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05.

Sehr oft wird die Frage an mich herangetragen, was denn überhaupt in die kleine Sportapotheke des Sportlers gehört. Im Folgenden habe ich einige Tipps dazu aufbereitet:

Dexpanthenolsalbe zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

Sterile Kompressen zur Wundauflage bei Hautverletzungen oder zum Abdecken von Salbenverbänden 7,5 mal 7,5 cm.

Classic Pflaster 1 m mal 6 cm zur Versorgung von kleinen Wunden wie Schnitte oder Abschürfungen.

Idealbinde zur Kompression bei großflächigen Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen.

Leukoplast 5 m mal 2,50 cm Fixierung von Verbänden jeder Art und Größe und für Streckverbände.

Leukotape Classic 10 m mal 3,75 cm weiß Leukotape eignet sich hervorragend für funktionelle Verbände bei Verletzungen an Muskeln, Bändern und Gelenken sowie zum Schutz vor Verletzungen bei vorgeschädigten Gelenken.

Wunddesinfektion als Spray oder Lösung zur wiederholten, zeitlich begrenzten unterstützenden antiseptischen Wundbehandlung.

Klammerpflaster zur Primärversorgung von kleinen Platzwunden.

Einmalhandschuhe zum Schutz vor Infektionen bei blutenden Wunden für den Helfer.

 

Begibt sich der Sportler auf Reisen, so sind auch einige Medikamente zur Erstversorgung zu empfehlen.

MCP Tropfen bei Magenverstimmung, Loperamid oder Tannacomp bei Durchfällen sowie eine Elektrolytlösung zum Ausgleich der Verluste (z. B. 1 Liter Wasser + 3,5 gr NaCl + 1,5 gr KCL + 2,5 gr Natriumbicarbonat + 20 gr Glucose oder 1 Liter schwarzen Tee mit 1 TL Salz und 10 TL Zucker und 1/2 TL Backpulver).

Mit Schmerzmitteln sollte behutsam umgegangen werden und auf alle Fälle vorher der Arzt konsultiert werden. Ich empfehle für die Apotheke Ibuprofen 400 mg und Paracetamol 500 mg (wirkt auch fiebersenkend). Abzuraten ist von Aspirin, da dies den Magen belastet und durch den blutverdünnenden Effekt sogar zu Nachblutungen z. B. in den Muskel führen kann.


Dr. Klaus Gerlach
© privat

Japanisches Heilpflanzenöl eignet sich hervorragend bei Spannungskopfschmerzen. Einige Tropfen auf die Schläfe geträufelt, helfen oft spontan.

Wärmesalbe, zum richtigen Zeitpunkt angewendet, kann gegen verspannte Muskeln helfen, die berühmte Pferdesalbe sollte in keiner Sportapotheke zur Erstversorgung von Prellungen etc. fehlen.

Empfehlenswert ist auch die Zusammenstellung einer kleinen homöopathischen Sportapotheke für unterwegs und zu Hause.

Ich empfehle hier folgende Mittel als Globuli (kugelförmige Darreichungsform):

Aconitum bei Erkältung und grippalen Infekten mit Fieber, Apis bei Insektenstichen, Arnika bei Prellungen, Verstauchungen, Zerrung und Bluterguss, Bryonia bei trockenem Reizhusten, Chamomilla bei Blähungen und Durchfall, Colocynthis bei Koliken im Unterbauch, Echinacea bei Erkältung und grippalem Infekt, Glonoium bei Sonnenstich, Ipecacuanha bei Übelkeit und Erbrechen, Lachesis bei Blutungen, Mercurius bei Halsentzündungen, Nux vomica bei Übelkeit auf Reisen.

Die entsprechenden Potenzen bitte nach Rücksprache mit dem erfahrenen Apotheker oder Sportmediziner zusammenstellen lassen.

Die Empfehlungen beziehen sich alle auf die Erstversorgung bei akuten Verletzungen oder Erkrankungen während eines Wettkampfs und auf Reisen. Sollte es sich um größere Verletzungen handeln und sollten die Symptome länger als 24 Stunden anhalten, ist meine Empfehlung, möglichst rasch einen Arzt aufzusuchen. Experimente sollten in keinem Fall durchgeführt werden!

Unser Experte Dr. Klaus Gerlach kommt aus Seibersbach, hat seit 1989 seine eigene Praxis in Weiler, zwei Kilo meter entfernt von Bingen. Der 56-Jährige betreut eine Reihe von bekannten Sportlern, unter anderem Trampolin-Olympiasiegerin Anna Dogona.

Seit 2000 ist er Mannschaftsarzt des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Der Familienvater (2 Töchter) kennt die regionale und über regionale Sportszene aus dem Effeff, betrieb früher selbst erfolgreich Leistungssport – ob Leichtathletik, Fußball, Surfen oder Mountainbike.

Wer Fragen an ihn hat, kann ihn gerne per
E-Mail kontaktieren unter klaus.gerlach@
arztpraxis-weiler.de

Quelle: SportInForm - Das Magazin des Sports in Rheinland-Pfalz - Februar 2010

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