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SPORT UND GESUNDHEIT - Tipps aus Hellersen - Astrid M. Offer - Sportklinik Hellersen informiert - DER JOJO-EFFEKT IM SPORT?


SPORT UND GESUNDHEIT - Tipps aus Hellersen
©Sportklinik Hellersen

[25.04.2009] - Eigentlich ist der Begriff „Jojo-Effekt“ hauptsächlich aus dem Ernährungsbereich im Zusammenhang mit frustran verlaufenden Diätversuchen bekannt. Mühsam werden einige Kilos abgenommen und wenn die Diät beendet ist, gehen die Pfunde ganz schnell wieder drauf – oder sogar mehr!

Gibt es auch einen Jojo-Effekt im Sport? Was soll das im Sport sein?

„Ich erinnere mich an eine Hobbyläuferin, die gelegentlich ein- bis zweimal fünf Kilometer in der Woche lief. Dann wollte sie ihren Traum verwirklichen und einmal in ihrem Leben einen Marathon laufen. Sie bereitete sich ca. fünf Monate vor und steigerte ihre Laufkilometer in der Spitze auf ca. 50 km pro Woche“, erinnert sich Dr. med. Ernst Jakob, ärztlicher Leiter der Sportklinik Hellersen.

„Sie lief dann auch ihren Marathon und hatte unheimlich viel Spaß dabei – sie hat es genossen. Ins Ziel kam sie bei ca. fünf Stunden Laufzeit. Danach hat sie ein Jahr lang keine Jogging-Schuhe mehr angezogen – sie hatte es satt zu laufen. Das nenne ich Jojo-Effekt im Sport!“ Dieses Phänomen, dem keiner unterliegen will, ist auf den Sport bezogen kein wissenschaftlich gut untersuchter Effekt. Persönlich kennen gelernt hat ihn aber wahrscheinlich schon jeder.

Man könnte ihn auch Fahrstuhl-Effekt nennen. Dabei fragt sich der Betrachter: Kann das alles gesund sein? „Von 0 auf 100 und wieder auf 0, sicher kann ich das als Sportmediziner nicht empfehlen“, so Dr. Jakob.

Ausdauersport dauerhaft betreiben

Die Empfehlungen der Sportmedizin im Hinblick auf das Herz-Kreislauf-System gehen dahin, z. B. Ausdauersportarten dauerhaft zu betreiben und nicht daraus eine `Begegnung der kurzen Art´ zu machen. „Für das Herz-Kreislaufsystem ist es von Vorteil, dreimal pro Woche Ausdauersport für mindestens 30 Minuten zu betreiben, bei einer Herzfrequenz im moderaten Bereich“, so der Chef der Abteilung Sportmedizin. Aber genau da entdeckt der Alltagsmensch die Schwierigkeiten: den `inneren Schweinehund´ zu besiegen und die Sportaktivitäten in das tägliche Dasein dauerhaft zu integrieren. Dies gelingt mal mehr mal weniger, aber eben nicht gleich bleibend. Der Mensch ist also keine Maschine, sondern ein Lebewesen, der gewissen natürlichen Gesetzmäßigkeiten unterliegt.

Zum Beispiel ist aus der Sportphysiologie bekannt, dass nach einer Belastung auch immer eine Phase der Entlastung (Regeneration) folgen muss. Schlägt der Sportpegel zu extrem aus, dann kann, wie im Praxis-Beispiel, der Erholungs-Pegel auch genauso in die andere Richtung ausschlagen.

„Sicherlich sollte körperliche Bewegung einen gewissen Stellenwert haben und nicht nur dann betrieben werden, wenn man mal gerade Zeit hat. Sport muss wie eine gute Freundschaft gepflegt werden. Natürlich kann es unheimlich motivierend sein, sich ein Ziel zu stecken“, wägt Dr. Jakob ab. Eine Patentlösung scheint es nicht zu geben im Kampf gegen den Jojo-Effekt. Vielleicht ist es auch eine Frage der Prioritäten, die man setzen muss. Wichtig für die Praxis ist: Wenn man etwas extrem betreibt, ist es eine biologische Gesetzmäßigkeit, dass eine Gegenbewegung einsetzt, die einen wieder in Richtung des Ausgangszustands bewegen möchte!

Dass muss man wissen.
Astrid M. Offer
Sportmedizinerin /Diplom-Sportlehrerin und freie Mitarbeiterin der
Sportklinik Hellersen

SPORTKLINIK HELLERSEN

Quelle: "Wir im Sport", das Magazin des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen

wir im sport

 

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Blutdruck-Pass: Bessere Kontrolle für optimale Therapie - Neuer Pass ist kostenlos bei der Deutschen Herzstiftung erhältlich


Blutdruck-Pass: Bessere Kontrolle für optimale Therapie - Neuer Pass ist kostenlos bei der Deutschen Herzstiftung erhältlich
Foto: ©Deutsche Herzstiftung

[19.04.2009] - Je besser der Blutdruck eingestellt ist, desto geringer ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche, Herzinfarkt und Schlaganfall. Aus diesem Grund hat die Deutsche Herzstiftung jetzt einen neuen Blutdruck-Pass herausgegeben, mit dem sich die Blutdruckwerte über einen längeren Zeitraum genau erfassen lassen und beim Arztbesuch die Therapie dann optimal angepasst werden kann.

Selbstmessungen gehören für Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie) zu den wichtigsten Maßnahmen, um eine Kontrolle über ihre Blutdrucksituation zu haben. Allerdings kommt es nicht nur darauf an, die Werte regelmäßig zu kontrollieren, sondern auch, sie sorgfältig zu protokollieren, wie dies mit einem Blutdruck-Pass auf einfache Weise möglich ist.

Für den behandelnden Arzt bedeutet der Blutdruck-Pass eine wertvolle Unterstützung, um den Blutdruck möglichst optimal einzustellen. Denn mit dem Pass lässt sich der Blutdruckverlauf der letzten Wochen oder Monate auf einen Blick erfassen, wohingegen eine einmalige Messung in der Sprechstunde häufig nicht repräsentativ ist und nur bedingt Rückschlüsse auf die derzeitige Blutdrucksituation erlaubt. Außerdem können in dem Pass die Pulswerte, das Körpergewicht und die Einnahme der Blutdruckmedikamente dokumentiert werden.

Der Blutdruck-Pass ist kostenlos erhältlich bei: Deutsche Herzstiftung, Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main, Tel. 069 955128-0 oder per E-Mail unter info@herzstiftung.de.

Hinweis für Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen Bildmaterial zur Verfügung. Deutsche Herzstiftung e.V., Pressestelle, Pierre König, E-Mail: koenig@herzstiftung.de

Deutsche Herzstiftung e.V.
Dr. Klaus Fleck / Pierre König
E-Mail: koenig@herzstiftung.de
www.herzstiftung.de

 

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Kardiologische Aspekte bei sportmedizinischen Vorsorgeunter- suchungen - Dr. Dr. Lutz Aderhold


Dr. Dr. Lutz Aderhold - Kardiologische Aspekte bei sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen
Foto: ©privat

[05.04.2009] - Große Studien haben eindeutig nachgewiesen, dass regelmäßige körperliche Ausdaueraktivität das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen reduziert. Das absolute Risiko kardiovaskulärer Zwischenfälle bei körperlicher Aktivität ist zwar gering aber nicht zu verneinen. Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchungen können Risiken aufdecken und damit präventiv wirken.

In Deutschland nehmen allerdings nur etwa die Hälfte aller Ausdauersportler sportmedizinische Vorsorgeuntersuchungen wahr.

Aus präventiver Sicht müssten gerade untrainierte Sportler und Sportanfänger häufiger untersucht werden, denn sie haben gegenüber dem trainierten Sportler ein um bis zu 50 mal höheres Risiko für kardiovasukuläre Zwischenfälle bei sportlicher Betätigung.

Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) hat 2007 Leitlinien zur Durchführung der sportärztlichen Vorsorgeuntersuchung veröffentlicht (siehe Beitrag „Vorsorgeuntersuchung im Sport – Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP)“). Allen Neu- und Wiedereinsteigern in eine sportliche Aktivität wird unabhängig vom Lebensalter eine Eingangsdiagnostik empfohlen.

Die Untersuchung besteht aus einem Anamnesefragebogen, der durch ein persönliches Gespräch mit dem Arzt ergänzt wird und einer körperlichen Untersuchung. Einzige verpflichtende apparative Untersuchung ist ein Ruhe-EKG. Andere diagnostische Maßnahmen wie Belastungs-EKG, Echokardiographie, Spirometrie und Laboruntersuchungen werden nur durchgeführt, wenn sich aus den obligaten Eingangsuntersuchungen der Verdacht einer Erkrankung ergeben hat.

Es gibt Menschen, die genetisch bedingt bei sportlicher Aktivität einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod ausgesetzt sind. Zu diesen Erkrankungen werden die hypertrophische Kardiomyopathie (HCM), die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC), das Marfan Syndrom, Ionenkanal-Anomalien wie Long-QT Syndrom(LQTS) und Brugada Syndrom und die catecholaminerge polymorphe ventrikuläre Tachykardie (CPVT) gezählt.

Die Häufigkeit in der Bevölkerung liegt bei bis zu 1:500, wobei die HCM als häufigste Ursache eines plötzlichen Herztodes bei Wettkämpfen gilt.

Es muss mit einer gewissen Häufigkeit unerkannter Fälle gerechnet werden. Aus diesem Grund sind Vorsorgeuntersuchungen von großer Bedeutung.

Schon die Anamnese mit der Frage nach plötzlichen Todesfällen in der Familie kann richtungsweisend sein. Auch zurückliegende Ohnmachtsanfälle (Synkopen) oder phänotypische Veränderungen (Marfan Syndrom) müssen Beachtung finden.

Wird eine Erkrankung mit erhöhtem genetischen Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei sportlicher Betätigung festgestellt oder vermutet, sollte ein Verbot für Wettkampfsport ausgesprochen werden.

Für den Freizeit- und Ausgleichsport sind Ausdauersportarten zu bevorzugen, wobei das Trainingsprogramm mit dem Arzt abgesprochen werden muss. Aus dem Ergebnis der Untersuchung sollte der Arzt eine Empfehlung für eine geeignete Sportorganisation (Verein, Fitnesscenter, Herzgruppe, Rehabilitationseinrichtung) geben, in der die Betreuung, Überwachung und Sicherheit individuell am besten erfüllt wird.

Literatur:

Dürsch M: Kardiologische Aspekte der sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchung

Hessisches Ärzteblatt 70, 21-27 (2009)
http://www.laekh.de/uplead/Hess._Aerzteblatt/2009/2009_01/2009_01_07.pdf

Kauferstein S, Kiehne N, Neumann T, Pitschner H-F, Bratzke H: Plötzlicher Herztod bei jungen Menschen durch kardiale Gendefekte

Deutsches Ärzteblatt 106, 41-47 (2009)
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=63080

Dr. Dr. Lutz Aderhold - Verein zur Förderung des Ultramarathonlaufes in Deutschland
Verein zur Förderung des Ultramarathonlaufes in Deutschland

 

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