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SPORT UND GESUNDHEIT - Tipps aus Hellersen - Körperpflege und Sport - Astrid M. Offer - Sportklinik Hellersen informiert

SPORT UND GESUNDHEIT - Tipps aus Hellersen
[31.03.2009] - Gerade für Sportler, die in der Regel bei der körperlichen Aktivität ins Schwitzen kommen, sollte der Aspekt Körperpflege & Hygiene ausreichende Berücksichtigung finden. Die Sportklinik Hellersen gibt allgemeine Empfehlungen für den Alltag eines Sportlers.
Einer der Hauptgründe der Körperpflege ist heute in den Industriestaaten das Vermeiden von unangenehmen Gerüchen. Der Mensch reagiert instinktiv auf viele Gerüche, noch bevor er sich dieser bewusst wird. Sympathie- und Antipathieerleben werden so mitbestimmt und der menschliche Schweiß ist ein Träger von Information. Aus medizinischer Sicht kann es bei mangelnder Hygiene zu Infektionen und Parasitenbefall kommen. Ein Beispiel ist das Belassen von nassen Handtüchern und Sportbekleidung in der Sporttasche.
„Ein guter Nährboden für Bakterien!",erläutert Dr. Jakob, Ärztlicher Direktor der Sportklinik Hellersen. „Nasse Kleidung gehört sobald wie möglich an die frische Luft zum Trocknen oder in die Waschmaschine zumWaschen. Auch z.B. schweißnasse Joggingschuhe sollten nicht in der Sporttasche bis zur nächsten Trainingseinheit bleiben".
Als Selbstverständlichkeit gilt das tägliche Wechseln der Unterwäsche und Socken - oder doch nicht? Nach Training oder Wettkampf sollte die Reinigung des ganzen Körpers obligatorisch sein. Bei mehrmaligem Waschen bzw. Duschen an einem Tag sollte Seife bzw. Duschmittel sparsam verwendet werden. Eventuell sind spezielle Produkte zu verwenden, die ph-neutral sind. Die Haare sollten in der Regel nur einmal pro Tag gewaschen werden.
Mit einem eigenen frischen Handtuch sollte sich gründlich abgetrocknet werden und das Fönen der Haare ist in der kalten und feuchten Jahreszeit sehr zu empfehlen. Einmal pro Woche sollten Finger und Füße inspiziert werden, denn nicht nur die Fingernägel, auch die Fußnägel sollten mit Pflege bedacht werden. Auch die Zehenzwischenräume sind zu reinigen und gründlich zu trocknen. Insbesondere für ältere Sportler empfiehlt sich regelmäßige professionelle Fußpflege, zur Vorbeugung von Nagelpilz oder Nagelsporn.
Aufgrund der Gefahr an Fußpilz („athletes foot") zu erkranken, sollten Strümpfe und Schuhe nicht mit anderen Sportlern getauscht werden und in öffentlichen Wasch- und Duschmöglichkeiten sollte nie barfuss gegangen werden. Eigene Badesandalen können Fußpilz und Warzenentwicklung gut vorbeugen. Dabei handelt es sich bei der Warzenerkrankung um eine Virusinfektion, die sehr hartnäckig sein kann und bei der nicht selten der letzte Schritt die operative Entfernung ist.
Zur Vermeidung von Blasen an den Füßen ist auf gut anliegende Socken zu achten, die keine Falten werfen und keine Nähte an wichtigen Stellen aufweisen.
Sie sollten z. B. aus Mikrofaser sein (sog. Funktionssocken), also nur einen geringem Wollanteil haben. Auch die Schuhe sollten der Fußform angepasst sein, ggf. ist an eine Einlagenversorgung zu denken. Der Arzt oder Orthopädiemechaniker kann am abgelaufenen alten Sportschuh feststellen, ob und wie eine Einlagenkorrektur erfolgen soll.
Astrid. M. Offer, Sportmedizinerin /
Diplom-Sportlehrerin und freie Mitarbeiterin der Sportklinik Hellersen
Quelle: "Wir im Sport", das Magazin des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen
Sport gegen das Vergessen - Kristina Gronwald - Universitätsklinikum Essen - Immer mehr Menschen leiden unter Alzheimer, Tendenz steigend

Sport und Demenz ©Universitätsklinikum Essen
[16.03.2009] - Immer mehr Menschen leiden unter Alzheimer, Tendenz steigend: Das ist die Kehrseite unserer älter werdenden Gesellschaft. Schätzungen sprechen von voraussichtlich rund sieben Millionen Betroffen im Jahre 2020 - allein in Europa. Eine Herausforderung für Medizin und Gesellschaft, denn Patienten und auch ihre Angehörigen leiden sehr stark unter der Erkrankung; sie benötigen Hilfen.
Welche Bedeutung in diesem Zusammenhang dem Sport zukommen könnte, dieser Fragen gehen nun Wissenschaftler unter Leitung des Essener Psychiaters Prof. Jens Wiltfang genauer nach. Ihre bundesweit angelegte Studie "Sport&COG" wird dabei mit 1,1 Millionen Euro vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert - im Rahmes des Leuchtturmprojektes Demenz.
Möglichst lange zu Hause, möglichst hohe Lebensqualität
"Studien weisen darauf hin, dass Sport positive Auswirkungen auf Demenzkranke haben kann", erklärt Prof. Wiltfang die ursprüngliche Idee, die hinter der Studie steckt. Allerdings konnten in den bisherigen Untersuchungen Fragen zur Art, Intensität, Häufigkeit und Dauer der Aktivitäten noch nicht geklärt werden. Die Wissenschaftler gehen in ihrer jetzigen Studie von der Annahme aus, dass gerade multimodale - also vielfältige - sportliche Aktivität in Form eines Trainingsprogrammes den Patienten helfen könnte. Sie nehmen an, dass durch diese Übungen der für die Alzheimer-Erkrankung typische Abbau von Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Denken und Erinnern verzögert werden kann. Mit dem Ziel, dass die Betroffenen ihren Alltag möglichst lange bewältigen und in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld bleiben können. Gleichzeitig gehen die Wissenschaftler davon aus, dass auch die Angehörigen von der größeren Selbständigkeit der Kranken profitieren, weniger depressive Symptome entwickeln.
Deutschlandweit beteiligen sich neun Zentren
An der Studie "Sport&C0G" können deutschlandweit Patienten an verschiedenen Zentren teilnehmen. Diese liegen in Essen, Bochum, Bonn, Erlangen, Göttingen, Homburg und Ulm. Insgesamt werden 300 Patienten, die unter Alzheimer in einem frühen Stadium leiden, nach dem Zufallsprinzip in zwei gleich große Gruppen unterteilt. "Die erste erhält ein spezifisches, altersgerechtes Sportprogramm. Dieses gliedert sich in ein 20- bis 30-minütiges Ausdauer- und ein 30- bis 40-minütiges Gesundheitsprogramm", erklärt der Erlanger Sportwissenschaftler Prof. Alfred Rütten. Das Gesundheitsprogramm schult Kraft, Beweglichkeit sowie geistige Fähigkeiten. Außerdem geht es auf soziale und emotionale Bedürfnisse der Probanden ein. Diese verschiedenen Aspekte bietet beispielsweise der Tanz. Eine regelmäßige telefonische Bewegungsberatung ergänzt das Angebot. "Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiges Anliegen. So achten wir darauf, dass die Teilnehmer auch nach Ablauf der Studie in der Lage sind, einen körperlich aktiven Lebensstil beizubehalten", betont Prof. Rütten.
Die Angehörigen im Blick
Die Probanden der Kontrollgruppen machen hingegen ausschließlich Dehnübungen. Die Trainingszeit von insgesamt 48 Stunden ist hingegen identisch und bei beiden Gruppen auf ein halbes Jahr verteilt. Vor und nach der Teilnahme an den Übungen sowie nach sechs Monaten werden die 600 Probanden untersucht. Dabei stehen ihre aktuellen Beschwerden und Symptome im Fokus. "Zusätzlich erfassen wir die krankheitsbezogene Belastung und die Depressivität der Angehörigen. Diese Faktoren haben meist einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Zeitpunkt der Heimunterbringung", betont Prof. Wiltfang.
Nähere Informationen:
Prof. Dr. med. Jens Wiltfang, wissenschaftlicher Leiter der Studie "Sport&COG", Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikums Essen, Kliniken und Institut der Universität Duisburg-Essen, Tel.: 02 01/7227-200, jens.wiltfang@uni-due.de
Universität Duisburg-Essen
SPORT UND GESUNDHEIT - Tipps aus Hellersen - LEBENSMITTELANGEBOT IN SPORT- UND TRAININGSSTÄTTEN - Sandra Koksch

SPORT UND GESUNDHEIT - Tipps aus Hellersen
[05.03.2009] - Eine sport(-art-)gerechte Ernährung ist unbestritten ein sehr wichtiger Baustein für die körperliche Leistungsfähigkeit, der immer noch vielfach unterschätzt wird. Neben einer erhöhten Energiezufuhr sollte immer auch die Qualität der Lebensmittel berücksichtigt werden. Sportler, die darauf angewiesen sind, häufig außer Haus zu essen bzw. auswärts untergebracht sind, müssen sich darauf verlassen können, dass sie ihren täglichen Nährstoffbedarf in den Einrichtungen decken können. Leider haben sie nur geringe Einflussmöglichkeiten auf das Lebensmittelangebot.
In den Trainingsstätten werden häufig Sportler verpflegt, die unterschiedlich alt sind, aus verschiedenen Sportarten (z.B. Ausdauer vs. Schnellkraft) kommen und sich in unterschiedlichen Trainingsphasen befinden.
Es muss sichergestellt sein, dass sich die Sportler nach ihren sportart- und trainingsspezifischen Bedürfnissen versorgen können. Aus zahlreichen Beratungsgesprächen, Speiseplänen und Ernährungsprotokollen lässt sich entnehmen, dass dies in vielen Fällen nicht möglich ist.
Insgesamt wird immer wieder bemängelt, dass die Kost nicht abwechslungsreich genug ist. Die betroffenen Athleten beklagen z.B., dass sie nicht zwischen unterschiedlichen warmen Gerichten wählen können, da es kein entsprechendes Angebot gibt. Die Möglichkeit, mehrere warme Gerichte anzubieten, stellt einen zusätzlichen Zeit- und Kostenfaktor dar, der in der Budgetplanung berücksichtigt werden muss.
Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft
Die Sportler müssen die Möglichkeit haben, an allen Mahlzeiten, die im Idealfall in Buffet-Form angeboten werden, teilzunehmen. Jeder Sportler kann so selbst entscheiden, wie viel er wovon ist. Das birgt bei jungen Athleten zwar eher die Gefahr, das falsche zu essen. Eine engmaschige Beratung der Sportler und der Köche durch Ernährungsexperten, die unabhängig von der Lebensmittelindustrie arbeiten, wirkt dem entgegen.
Athleten mit hohem Energiebedarf müssen immer die Möglichkeit haben, sich nachzunehmen. Außerdem sollten ausreichend Lebensmittel (z.B. Brot, Obst, Milchprodukte) für Lunchpakete bereit liegen. Sofern das Budget es zulässt, sollten die Lebensmittel vermehrt aus ökologischer Landwirtschaft bezogen werden.
Ein weiteres Problem stellt die sog. Sportlernahrung dar, Produkte, die von Sponsoren an die Trainingsstätten geliefert werden. Hierzu zählen Riegel, Pulver, Getränke usw. Diese Lebensmittel sind i.d.R mit zu hohen Dosen an Vitaminen und Mineralstoffen angereichert und werden im Hinblick auf die Leistungsförderung maßlos überschätzt.
In vielen Trainingsstätten werden zusätzlich an kleinen Verkaufsständen Süßigkeiten und fette Snacks verkauft, auf die häufig zurückgegriffen wird, wenn das Essen nicht geschmeckt hat. "Die AG Ernährungsberatung an den Olympiastützpunkten" hat zum Thema einen umfangreichen "Leistungskatalog und Qualitätskriterien für das Verpflegungsangebot in Einrichtungen des deutschen Spitzensports" herausgegeben, der als Orientierungshilfe dienen soll.
Sandra Koksch - Diplom-Ökotrophologin und freie Mitarbeiterin der Sportklinik Hellersen
SPORTKLINIK HELLERSEN
Quelle: "Wir im Sport", das Magazin des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen
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