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Samuel Kosgei und Mary Keitany schreiben mit Doppel-Weltrekord Leichtathletik-Geschichte bei den BIG 25 Berlin


Samuel Kosgei mit Weltrekordzeit beim Zieleinlauf
Foto: Victah Sailer/photorun.net

[09.05.2010] - Die Kenianer Samuel Kosgei und Mary Keitany schrieben mit einem Doppel-Weltrekord Leichtathletik-Geschichte und krönten die Jubiläumsausgabe der BIG 25 Berlin. Nie zuvor liefen in einem Straßenrennen beide Sieger Weltrekorde – egal über welche Distanz. Sammy Kosgei stürmte nach 1:11:50 Stunden ins Ziel im Berliner Olympiastadion, Mary Keitany blieb mit 1:19:53 sogar als erste Frau unter 1:20 Stunden und durchbrach damit eine Schallmauer. Insgesamt hatten für die 30. Auflage 10.114 Läufer aus 47 Nationen gemeldet.

Im hochklassigsten 25-km-Rennen aller Zeiten nutzen die Topathleten die idealen Wetterbedingungen mit Temperaturen zwischen 12 und 14 Grad Celsius bei bedecktem Himmel und praktisch Windstille. Eine Spitzengruppe von rund 20 Läufern erreichte den 5-km-Punkt nach 14:29 Minuten und hielt dieses hohe Tempo auch auf den folgenden Abschnitten. Nach und nach fielen Läufer aus der Führungsgruppe zurück und ab Kilometer 15 (Durchgangszeit: 43:05 Minuten) entwickelte sich ein Duell zwischen Samuel Kosgei und seinem Landsmann Gilbert Kirwa.

Der 24-jährige Samuel Kosgei setzte sich schließlich durch und verbesserte den alten Weltrekord seines Landsmannes Paul Kosgei (Kenia), der 2004 die BIG 25 Berlin in 1:12:45 gewonnen hatte, um fast eine Minute. Auch der zweitplatzierte Kenianer Gilbert Kirwa blieb mit 1:11:58 noch deutlich unter der alten Marke. Dritter wurde Terefe Maregu (Äthiopien) in 1:13:16. Gleich sieben Läufer kamen mit Zeiten von unter 1:14 Stunden ins Ziel. „Es war mein Ziel, 1:12 Stunden zu laufen. Aber ich dachte nicht, dass ich darunter bleiben würde. Jetzt würde ich gerne in Berlin mein Marathondebüt rennen“, erklärte Samuel Kosgei.


Mary Keitany mit Weltrekordzeit beim Zieleinlauf
Foto: Victah Sailer/photorun.net

Bei den Frauen lief die Halbmarathon-Weltmeisterin Mary Keitany vom Start weg ihr eigenes Rennen und war dabei durchweg auf Kurs für eine Zeit von 1:20 Stunden. Geführt von zwei Tempomachern erreichte sie den 10-km-Punkt nach 31:58 Minuten – eine Zeit, mit der sie die meisten Streckenrekorde deutscher 10-km-Rennen brechen würde. Nachdem sie auch zwischen Kilometer 18 und 21 das Tempo halten konnte, obwohl die Strecke hier leicht ansteigt, pulverisierte die 28-Jährige den Weltrekord der Japanerin Mizuki Noguchi, die vor fünf Jahren 1:22:13 gelaufen war. Die Kenianerin siegte in 1:19:53 Stunden und hatte fast fünf Minuten Vorsprung auf Alice Timbilili (1:24:38) und Pasalia Kipkoech (beide Kenia/1:26:47). „Ich habe mich lange und intensiv auf dieses Rennen vorbereitet und hatte erwartet, dass ich den Weltrekord brechen würde – allerdings hatte ich nicht gedacht, dass ich unter 1:20 Stunden bleiben könnte“, sagte Mary Keitany, die nun im Herbst ihre Marathonpremiere laufen will.

„Zwei Weltrekorde in einem Rennen, dazu eine Schallmauer durchbrochen – es kann keinen besseren Jubiläumslauf geben“, sagte ein jubelnder Christoph Kopp, der für das Elitefeld der BIG 25 zuständig ist. Deutsche Topathleten waren nicht am Start. Beste Deutsche waren auf Rang 20 Daniel Goehring (LAC Berlin/1:28:26) und auf Rang sechs Karsta Parsiegla (SCC Berlin/1:41:42).

Ergebnisse, Männer:
1. Samuel Kosgei KEN 1:11:50
2. Gilbert Kirwa KEN 1:11:58
3. Terefe Maregu ETH 1:13:16
4. Erick Rotich KEN 1:13:24
5. Matthew Koech KEN 1:13:45
6. Paul Kosgei KEN 1:13:48
7. Felix Keny KEN 1:13:53
8. Allan Kiprono KEN 1:14:15
9. Joel Kimurer KEN 1:14:34
10. Lusapho April RSA 1:15:02

Frauen:
1. Mary Keitany KEN 1:19:53
2. Alice Timbilili KEN 1:24:38
3. Pasalia Kipkoech KEN 1:26:47
4. Eunice Kales KEN 1:29:05
5. Christine Chepkemei KEN 1:29:30

 

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Mangelnde Verpflegung bei Kilometer 15

[17.05.2010] - An alle Teilnehmer der BIG 25 Berlin vom 9. Mai 2010!

Wir entschuldigen uns bei allen Läufern, die an Kilometer 15 nicht mehr mit Wasser versorgt wurden. Leider hatte das Versorgungsfahrzeug auf dem Weg zum Versorgungspunkt eine Panne.

 

Mary Keitany, Paul Kosgei und Gilbert Kirwa avisieren beim Jubiläumsrennen der BIG 25 Berlin die Weltrekorde


Mary Keitany will am Sonntag als Siegerin der BIG 25 Berlin ins Olympiastadion einlaufen und den 25-km-Weltrekord brechen, der hier auf der Uhr angezeigt ist. Auch der aktuelle Männer-Weltrekordler Paul Kosgei (links) und Gilbert Kirwa planen ein sehr schnelles Rennen.
Foto: Victah Sailer/photorun.net

[06.05.2010] - Mit Mary Keitany, Paul Kosgei und Gilbert Kirwa werden drei kenianische Topstars bei der 30. Auflage der BIG 25 Berlin am 9. Mai an den Start gehen. Damit gibt es bei dem Jubiläumsrennen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen eine Jagd auf die aktuellen Weltrekorde. Die BIG 25 Berlin sind der am hochkarätigsten besetzte deutsche Straßenlauf des Frühjahrs. Veranstalter BERLIN LÄUFT rechnet am Sonntag mit rund 10.000 Teilnehmern.

Der Startschuss fällt um 10 Uhr auf dem Olympischen Platz. Parallel zu dem 25-km-Rennen wird auch ein 10-km-Wettbewerb, ein Kinderlauf über rund 2 km sowie eine 5x5-km-Staffel stattfinden. Das Ziel aller Wettbewerbe befindet sich auf der blauen Laufbahn des Berliner Olympiastadions, gelaufen wird durch die Innenstadt. Nachmeldemöglichkeiten gibt es für alle Wettbewerbe der BIG 25 Berlin noch auf der BERLIN LÄUFT-Sportmesse in der Mercedes-Welt (Salzufer 1 in Berlin-Charlottenburg) am Freitag (15 – 20 Uhr) und Sonnabend (10 bis 18 Uhr).

Mary Keitany: Auf Anhieb Weltrekord?

Für die 28-jährige Mary Keitany sind die BIG 25 Berlin ein Zwischenschritt zu ihrem Marathondebüt, das sie im Herbst plant. Die Kenianerin will bei ihrem ersten Rennen über die 25 km auf Anhieb den Weltrekord brechen. Angesichts ihrer Ausnahmeleistungen über die Halbmarathonstrecke ist Mary Keitany in der Tat zuzutrauen, dass sie die Marke der Japanerin Mizuki Noguchi, die 2005 in Berlin 1:22:13 Stunden gelaufen war, unterbietet. Die Kenianerin wurde im vergangenen Oktober in beeindruckender Manier Weltmeisterin im Halbmarathon. Mit einer Zeit von 66:36 Minuten hatte sie in Birmingham über eine Minute Vorsprung auf die hochkarätige Konkurrenz und verpasste im Alleingang ohne Tempomacher den Weltrekord um lediglich elf Sekunden. Doch nicht nur im Halbmarathon war Mary Keitany 2009 die Nummer eins weltweit. Auch über 10 km und 20 km lief sie die schnellsten Zeiten des Jahres mit 31:04 Minuten beziehungsweise 62:59.

In Berlin trifft sie am Sonntag allerdings auf eine Weltklasseläuferin aus Äthiopien, die sicherlich das Weltrekordtempo an der Spitze mitlaufen wird: Mare Dibaba zeigte beim Halbmarathon von Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) im Februar, dass sie in diesem Jahr in Topform ist. Als Zweite erreichte die 20-Jährige eine Weltklassezeit von 67:13 Minuten. Im Marathon lief sie bereits 2:25:38 Stunden.

Zum Jubiläum wäre es eine Premiere, wenn Mary Keitany oder vielleicht auch Mare Dibaba den Weltrekord brechen könnte. Denn noch nie in der Geschichte des weltweit hochklassigsten 25-km-Rennens wurde bei den Frauen bisher ein Weltrekord gelaufen. Viermal gelang dies dagegen im Männerrennen (1993, 1997, 2001 und 2004).

Paul Kosgei: Die Rückkehr des Weltrekordlers

Mit Paul Kosgei kehrt jetzt der Welt- und Streckenrekordler zum ersten Mal seit 2004 zu den BIG 25 Berlin zurück. Damals gewann der inzwischen 32-jährige Kenianer in 1:12:45 Stunden. Diese Zeit ist bis heute noch der Weltrekord über die 25 km. Paul Kosgei hat in seiner Karriere eine Reihe von hochkarätigen Erfolgen erreicht. So sammelte er zum Beispiel vier Medaillen bei Cross-Weltmeisterschaften, wurde 2002 Halbmarathon-Weltmeister und 2006 gewann er den Berliner Halbmarathon in der Weltklassezeit von 59:07 Minuten. Kosgei wird bei den BIG 25 Berlin allerdings auf hochkarätige Konkurrenz treffen.

Einer der stärksten Gegner von Paul Kosgei wird am Sonntag sein Landsmann Gilbert Kirwa sein. Erst vor weniger als zwei Jahren startete der 24-Jährige zum ersten Mal außerhalb Kenias. Innerhalb kürzester Zeit etablierte er sich in der Marathon-Weltklasse. Sein Debüt gewann Gilbert Kirwa beim Wien-Marathon vor knapp einem Jahr bei warmen Temperaturen in beachtlichen 2:08:21 Stunden. Im Herbst siegte er auch bei seinem zweiten Rennen über die klassische Distanz: Gegen hochklassige Konkurrenz setzte sich Gilbert Kirwa in Frankfurt mit einem Streckenrekord von 2:06:14 Stunden durch und war dabei nur sechs Sekunden langsamer als Haile Gebrselassie (Äthiopien) beim Berlin-Marathon. Mit seiner Frankfurter Siegzeit stieß Gilbert Kirwa bereits in die Gruppe der 20 schnellsten Marathonläufer aller Zeiten vor.

Den 25-km-Punkt hatte Gilbert Kirwa beim Frankfurt-Marathon im Oktober nach 1:15:25 Stunden erreicht. Das heißt, dass er in einem reinen 25-km-Rennen das Potenzial haben müsste für eine Zeit von deutlich unter 1:14 Stunden. Ein weiterer Kenianer könnte am Sonntag bei den BIG 25 Berlin eine Rolle spielen: Joel Kimurer gewann Ende März den Halbmarathon in Prag und lief bei windigem Wetter 60:09 Minuten.

Start- und Zielpunkt der BIG 25 Berlin ist am 9. Mai wieder das Berliner Olympiastadion. Die touristisch sehr attraktive Strecke führt unter anderem vorbei an der Siegessäule, durch das Brandenburger Tor, Unter den Linden entlang, durch die Friedrichstraße, über den Gendarmenmarkt sowie den Potsdamer Platz, über den Wittenbergplatz und den Kurfürstendamm mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sowie vorbei am Messegelände mit dem Funkturm.

Den Teilnehmern der BIG 25 Berlin wird ein attraktives Rahmenprogramm geboten. Dazu zählt eine Sportmesse in der Mercedes-Welt am Salzufer mit Pasta-Party sowie sportmedizinischen Angeboten und Service. Partner ist dabei der Bereich Sportmedizin - Charité mit Dr. Fernando Dimeo, dem Medical-Direktor von BERLIN LÄUFT.

 

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Rund 10.000 Läufer rennen beim weltweit hochklassigsten 25-km-Lauf durch die Innenstadt, Verkehrsbeeinträchtigungen am Sonntag Vormittag


Foto: photorun.net

[07.05.2010] - Mit rund 10.000 Läufern wird am Sonntag um 10 Uhr auf dem Olympischen Platz die 30. Auflage der BIG 25 Berlin gestartet. Bei dem hochklassigsten 25-km-Rennen weltweit jagen die Favoriten die Weltrekorde. Mit Mary Keitany, Paul Kosgei und Gilbert Kirwa werden drei kenianische Topstars am Start sein.

Parallel zu dem 25-km-Rennen wird auch ein 10-km-Wettbewerb, ein Kinderlauf über rund 2 km sowie eine 5x5-km-Staffel stattfinden. Das Ziel aller Wettbewerbe befindet sich auf der blauen Laufbahn des Berliner Olympiastadions, gelaufen wird durch die Innenstadt. Die touristisch sehr attraktive Strecke führt unter anderem vorbei an der Siegessäule, durch das Brandenburger Tor, Unter den Linden entlang, durch die Friedrichstraße, über den Gendarmenmarkt sowie den Potsdamer Platz, über den Wittenbergplatz und den Kurfürstendamm mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sowie vorbei am Messegelände mit dem Funkturm.

Am Sonntag Vormittag wird es in der Innenstadt zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Dies betrifft die Bereiche Reichsstraße, Theodor-Heuss-Platz, Kaiserdamm, Straße des 17. Juni (ca. 10 Uhr bis ca. 11.15 Uhr), Unter den Linden, Friedrichstraße, Leipziger Straße, Potsdamer Platz, Tiergartenstraße (ca. 10.20 Uhr bis ca. 12 Uhr), Tauentzienstraße, Kurfürstendamm, Kantstraße, Theodor-Heuss-Platz und Heerstraße (ca. 10.35 Uhr bis ca. 13.00 Uhr). Es wird empfohlen, in der Innenstadt auf das Auto zu verzichten oder gegebenenfalls auf die Stadtautobahn auszuweichen.

Der Streckenplan der BIG 25 Berlin ist im Internet abrufbar unter:
BIG 25 Berlin - Streckenplan

Nachmeldemöglichkeiten gibt es für alle Wettbewerbe der BIG 25 Berlin noch auf der BERLIN LÄUFT-Sportmesse in der Mercedes-Welt (Salzufer 1 in Berlin-Charlottenburg) am heutigen Freitag (15 – 20 Uhr) und morgigen Sonnabend (10 bis 18 Uhr). Für Zuschauer der BIG 25 Berlin ist der Eintritt ins Olympiastadion am Sonntag frei.

 

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